-
Spulenbankauswechselvorrichtung für Flügelspinn-, Flügelzwirn-und
ähnliche Textilmaschinen Die Erfindung betrifft eine Spulenbankauswechselvorrichtung
für Flügelspinn-, Flügelzwirn- und ähnliche Textilmaschinen mit zwei Gruppen von
zum vorübergehenden Aufnehmen der gegeneinander auszuwechselnden Spulenbänke dienenden,
in die Flügelspinnebene einschwenkbaren Wechselträgern.
-
Spulenbankauswechselvorrichtungen sind an sich in verschiedenen Ausführungen
bekannt. Man kennt Vorrichtungen mit Spulenbänken, die, um ein Auswechseln der vollen
gegen die leeren Spulen vornehmen zu können, um i8o° in waagerechter Ebene gedreht
werden müssen und somit einen hohen Platzbedarf erfordern. Bei anderen Vorrichtungen
sind die Spulenbänke um eine Achse um je 9o° oder 18o° versetzt gelagert, wobei
durch Absenken, Drehen um 9o° bzw. i8o° und Wiederanheben der Achse die mit vollen
Spulen besetzte Spulenbank gegen eine solche mit leeren Spulen ausgewechselt wird.
Diese Art des Spulenwechsels erfordert besondere Einrichtungen bezüglich der Lagerung
der Spulen, um ein Herabfallen derselben zu verhindern. Bei verschiedenen derartigen
Spulenbankauswechselvorrichtungen macht die ganze für den Spulenwechsel notwendige
Revolvereinrichtung alle Heb- -und Senkbewegungen über die Dauer des ganzen Spinnvorganges
mit. Bekannt sind auch Vorrichtungen, bei denen die vollen Spulenbänke durch Absenken
,auf Gleitbahnen abgesetzt werden und auf diesen zusammen mit den zwischenzeitlich
hinter die Flügelspinnebene gebrachten leeren Spulenbänke verschoben werden, wobei
die leeren Spulenbänke in die Flügelspinnebene gelangen. Alle diese Spulenbankauswechselvorrichtungen
erfordern sehr umfangreiche und verwickelte Bauarten.
-
Zweck der Erfindung ist, den Spulenwechsel an Spinn- und ähnlichen
Textilmaschinen arbeitstechnisch zu erleichtern, indem das Auswechseln der Leerspulbänke
gegen die die vollen Spulen tragenden Spulenbänke mit einem ,einzigen Griff ausgeführt
wird.
-
Die Erfindung besteht darin, daß eine Gruppe von Wechselträgern gegenüber
einer zweiten Gruppe von Wechselträgern in der Höhe derart versetzt angeordnet ist
und jeder obere Wechselträger mit dem zugehörigen unteren Wechselträger durch zwei
eine Parallelogrammführung bildende, in ortsfesten Lagern drehbare Zweiarmhebel
derart verbunden ist, daß die oberen. Wechselträger in die Flügelspinneb@ene hineingeschwenkt
werden, . während gleichzeitig die unteren Wechselträger aus der Flügelspinnebene
heralisgeschw.enkt werden und umgekehrt.
-
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß gegenüber den bisher
bekannten Vorrichtungen keinerlei Umlaufgetriebe oder Zahnräder und Zahnstangen
zum Wechseln der Bänke nötig sind, vielmehr, geschieht das Einschwenken
der
die leeren Spulen tragenden Spulenbänke in die 'Flügelspinnebene unter gleichzeitigem
Ausschwenken der die voller'''' Spulen tragenden Spulenbänke, indem die-die.: Spulenbänke
tragenden Wechselträger n ch . Art einer Parallelogrammbewegung gefiih%t= werden.
Die Parallelogrammbewegung er=` möglicht einen fast vollständigen Gewichtsausgleich,
da sich die auf die Drehachse bezogenen Drehmomente ausgleichen. Die wichtigsten
Vorteile des Erfindungsgegenstandes sind daher leichte Bedlenbarkeit, Einfachheit
der Bauart, billigere Herstellungskosten und größte Betriebssicherheit.
-
Die Zeichnungen stellen .ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes dar,
und zwar .geben Abb. i bis 6 die einzelnen Stufen des Wechselvorganges wieder, während
Abb. 7 eine Stufe des Wechselvorganges in vergrößertem Maßstabe unter gleichzeitigem
Hervorheben der erforderlichen Bauteile darstellt.
-
Die Hebeln und b (Abb.7) sind in den mit der Maschine fest verbundenen
Lagerbökken c in den Lagerstellen d und e derart drehbar gelagert, daß die durch
die Bolzen f, ä, lt und i mit den Hebeln a und b gelenkig nach Art
einer Parallelogrammführung verbundenen Wechselträger k und. l stets ihre waagerechte
Lage beibehalten und .durch- Drehen der mit den Hebeln b verkeilten Welle m abwechselnd
in die Flügelspinnebene eingeschwenkt werden können, wobei die Bewegung durch die
Stellschrauben n und .o begrenzt wird. Nach Abb. i setzen die um die Wechselträger
herumgreifenden Hebungsträgerp die mit vollgesponnenen Spulen besetzten Spulenbänke
g im Absenken auf die oberen Wechselträger k ab. Sobald die Hebungsträger ihre unterste
Stellung (etwas unterhalb der unteren Wechselträger l) erreicht haben, werden durch
Drehen der Welle m die Parallelogrammführungen in die Stellung der Abb. 2 gebracht,
in der sich die unteten Wechselträger l in der Flügelspinnebene befinden. Bei der
Aufwärtsbewegung heben die Hebungsträger p die mit leeren Spulen besetzten Austauschspulenbänke
r von -@d@er. Wechselträgernl ab und werden in be-' lnnter Weise in Spinnstellung
in die Spinn-`.:lizbvorrichtung wiedereingeklinkt (Abb.3).
-
Feim nächsten Spulenwechsel werden die jetzt mit vollgesponnenen Spulen
besetzten Spulenbänke r auf den unteren Wechselträgern l abgesetzt (Abt. q.). Nach
Absenken der Hebungsträger bis zur untersten Stellung werden durch Drehen der Welle
m die - Parallelogrammführungen wieder in die Ausgangsstellungen geschwenkt (Abb.5).
In dieser Stellung befinden sich die auf den oberen Wechselträgern h ruhenden Spulenbänke
g, deren volle Spulen während des vorhergehenden Spinnens durch leere ersetzt worden
sind, in der Flügelspinnebene. Bei der Aufwärtsbewegung der Hebungsträger werden
dann die Spulenbänke g von den Wechselträgern k abgehoben und in Spinnstellung gebracht
(Abt. 6).