DE633909C - Fluessigkeitsstossdaempfer, insbesondere fuer Kraftwagen - Google Patents

Fluessigkeitsstossdaempfer, insbesondere fuer Kraftwagen

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DE633909C
DE633909C DED68716D DED0068716D DE633909C DE 633909 C DE633909 C DE 633909C DE D68716 D DED68716 D DE D68716D DE D0068716 D DED0068716 D DE D0068716D DE 633909 C DE633909 C DE 633909C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F9/00Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium
    • F16F9/10Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium using liquid only; using a fluid of which the nature is immaterial
    • F16F9/14Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect
    • F16F9/16Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect involving only straight-line movement of the effective parts
    • F16F9/22Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect involving only straight-line movement of the effective parts with one or more cylinders each having a single working space closed by a piston or plunger
    • F16F9/26Devices with one or more members, e.g. pistons, vanes, moving to and fro in chambers and using throttling effect involving only straight-line movement of the effective parts with one or more cylinders each having a single working space closed by a piston or plunger with two cylinders in line and with the two pistons or plungers connected together

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Description

Die Wirkung eines Flüssigkeitsstoßdämpfers beruht bekanntlich darauf, daß Flüssigkeit aus einem flüssigkeitsdichten Arbeitsraum vom Kolben durch eine Öffnung abgedrängt wird; der Widerstand, der hierbei entsteht, entspricht der Wirksamkeit des Stoßdämpfers. Um ein sofortiges Einsetzen der Stoßdämpferwirkung herbeizuführen, ist es naturgemäß notwendig, daß der Arbeitsraum des Stoßdämpfers restlos mit Öl angefüllt ist, daß also etwaige Luft, die im Arbeitsraum des Stoßdämpfers vorhanden ist oder sich dort ansammelt, völlig entfernt werden kann. Das Entlüften des Arbeitsraumes des Stoßdämpfers bereitet bei den bisher bekannten Stoßdämpferbauarten keinerlei Schwierigkeit, da der durch das Spiel zwischen Kolben und Zylinderbohrung gegebene Ringspalt selbst bei größter Genauigkeit immer noch groß genug ist, um die im Arbeitsraum des Stoßdämpfers befindliche Luft entweichen zu lassen. Das Entlüften des Arbeitsraumes des Stoßdämpfers wird erst schwierig, wenn der Ringspalt zwischen Kolben und Zylinder beispielsweise durch Verwendung selbstabdichtender Stulpen vollständig und restlos abgedichtet ist, so daß die Luft keine Möglichkeit mehr hat, durch diesen Ringspalt aus dem Arbeitsraum zu entweichen.
Zwar gibt es auch Stoßdämpfer solcher Art, bei denen gleichwohl die Luft selbsttätig entweichen kann, wenn nämlich der Abflußkanal zum Drosselventil aus dem obersten Teil des Arbeitsraumes nach oben verläuft. Ist jedoch diese Voraussetzung nicht gegeben, so wird ein Entlüften nur mangelhaft oder gar nicht gelingen. In diesem Fall hat der Arbeitsraum sog. tote Räume, in denen sich stets eine gewisse Luftmenge halten wird, die sich beim Betätigen des Stoßdämpfers verdichtet und entspannt. Damit wird die Wirkung des Stoßdämpfers naturgemäß beeinträchtigt, da dem nachgiebigen Widerstand der Luft entsprechend erst nach einem gewissen Winkelausschlag des Stoßdämpfers der eigentliche Flüssigkeitswiderstand einsetzt. Ziel der Erfindung ist es, ein Mittel an die Hand zu geben, um auch in solchen Fällen ein zuverlässiges Entlüften des Stoßdämpfers erreichen zu können.
Zu diesem Zweck besteht die Erfindung in einer Zuleitung zu dem Auslaß- bzw. Regelventil, die den Flüssigkeitsstrom bei einsetzendem Arbeitshub zwingt, seinen Weg mit hoher Geschwindigkeit durch den oberen mit Luft angefüllten Teil des Arbeitsraumes zu nehmen, bevor er aus dem Arbeitsraum hinausströmt. Dadurch wird die in dem Arbeitsraum befindliche Luft mitgerissen und zuverlässig entfernt. Eine sehr einfache und zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht beispielsweise darin, daß der Kolben oder das Gegenstück zum Halten der Stulpe auf dem Kolben mit mehreren
radialen, vom Arbeitsraum am Außenrand des Kolbens unmittelbar oder über einen gemeinsamen Sammelkanal zum Regelventil führen-;., den Bohrungen versehen wird. Dadurch, daß;»· man eine größere Anzahl solcher radi£uB|. Bohrungen vorsieht, ist Gewähr gegeben, äSäS;,, in jeder Lage des Stoßdämpfers wenigstens1" eine Bohrung ihre erfindungsgemäße Wirkung ausüben kann,
to ' Der Gegenstand der Erfindung ist auf der anliegenden Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Die Zeichnung zeigt die Anwendung des Erfindungsgedankens bei einem Flüssigkeits- <5 kolbenstoßdämpfer mit waagerecht gelagertem Doppelkolben. Bei diesem Stoßdämpfer ist die linke Kolbenhälfte in bekannter Weise mit Stulpen ausgerüstet, während die rechte Kolbenhälfte die zusätzliche Vorrichtung enthält, die erfindungsgemäß das Stoßdämpfergehäuse entlüften soll.
Im Stoßdämpfergehäuse r ist die Welle 2 gelagert, mit der der Antriebsiiocken 3 fest verbunden ist. Der Nocken 3 bewegt den in seiner Bohrung schließend gelagerten Doppelkolben 4. Dieser 1st gegen die Zylinderwand durch die selbstabdichtende Stulpe 5 abgedichtet, die durch den aufgepreßten Stulpenhalter 6 auf ihren Sitz angepreßt wird. Die Rückschlagkugel 7 dient in bekannter Weise zum Wiederauffüllen des Arbeitsraumes a1 aus dem Nachfüllraum b über die Bohrung 8. Das Überdruckventil regelt die Stoßdämpferwirkung in bekannter Weise,· es steht unter Einwirkung der Feder 10. Der rechte Kolben, der, wie bereits erwähnt, als Beispiel für den Erfindungsgedanken dargestellt ist, unterscheidet sich von dem linken Kolben lediglich durch die besondere Ausbildung des Stulpenhalters 6°, der eine oder mehrere enge radiale Bohrungen 11 hat. Beispielsweise können sechs radiale Bohrungen vorgesehen sein, von denen je zwei benachbarte einen Winkel von 6o° miteinander einschließen. Es sei zunächst die Arbeitsweise der linken Kolbenhälfte beschrieben.
Bewegt sich der Kolben nach rechts, so wird der Arbeitsraum ä1 durch Flüssigkeit aus dem Nachfüllraum b über die Bohrung 8 und über das geöffnete Rückschlagventil 7 aufgefüllt. Bei der Bewegung des Kolbens nach links wird die im Arbeitsraum a1 befindliche Flüssigkeit unter Überwindung des Widerstandes des Überdruckventils 9 in den Nachfüllraum hineingepreßt. Die Abmessung des Überdruckventils 9 im Verhältnis zur Vorspannung der Feder ι ο bestimmt den Flüssigkeitswiderstand. Die im Arbeitsraum ax befindliche Luft, die sich im höchstgelegenen Teil sammelt, kann· jedoch nicht entweichen, sondern wird bei der Bewegung des Kolbens nach links verdichtet, um sich bei der Bewegung nach rechts wieder zu entspannen. „■Infolge der Unmöglichkeit einer Entlüftung .?igt also eine gute Wirkungsweise des Stoß- ^ ;jäafnpfers unmöglich geworden. ^■^Demgegenüber wird durch die Ausbildung -'des Verdrängerkolbens, wie er im rechten Kolbenteil dargestellt ist, eine restlose Entlüftung erreicht. In entsprechender Weise wird der Arbeitsraum λ2 bei der Bewegung des Kolbens nach links mit Flüssigkeit aus dem Nachfüllraum aufgefüllt. Bei der Bewegung des Kolbens nach rechts ist die vom Kolben verdrängte Flüssigkeit ganz oder teilweise gezwungen, ihren Weg durch den oberen Teil des Arbeitsraumes, in dem sich also auch etwa vorhandene Luft ansammelt, zu nehmen, um dann durch die radiale Bohrung 11 bzw. eine oder mehrere dieser Bohrungen des Stulpenhalters 6" mit großer Geschwindigkeit zu dem Überdruckventil 9 zu fließen. Es entsteht somit im Arbeitszylinder ein Flüssigkeitsstrom, der mit großer Geschwindigkeit durch den mit Luft angefüllten ■Raum geleitet wird und hierdurch die Luft mitreißt und eine restlose Entlüftung bewirkt. Die Drosselung des Flüssigkeitsstromes in der Bohrung 11 soll die Geschwindigkeit des Flüssigkeitsstromes und damit die mitreißende Kraft, die der Entlüftung dienstbar' gemacht wird, verstärken. Der Erfindungsgedanke beruht somit darauf, im Stoßdämpferarbeitsraum einen Flüssigkeitsstrom großer Geschwindigkeit zu erzeugen, der gezwungen wird, wenigstens teilweise seinen Weg durch den ,oberen mit Luft angefüllten Teil des Arbeitsraumes zu nehmen. Der Erfindungsgedanke kann selbstverständlich sinngemäß Anwendung finden auf jede Stoßdämpferbauart, die sich nicht selbsttätig entlüftet, gleichgültig, ob der Stoßdämpfer einfach-, doppelt- oder versetzt wirkend ausgebildet ist, ob die Kolben waagerecht senkrecht oder im Winkel zueinander angeordnet sind usw. Naturgemäß kann auch der Stulpenhalter 6" verschiedene Formen haben, sofern nur die vorstehende Bedingung zum Entlüften des Stoßdämpferarbeitsraumes erfüllt ist.
Die Verwirklichung des Erfindungsgedankens ist nicht an die beschriebenen und gezeichneten Mittel gebunden. Beispielsweise ist es auch möglich, das die Stulpe haltende Gegenstück sp auszubilden, daß ein scheibenförmiger Schlitz entsteht, von dessen Mittelpunkt aus die Flüssigkeit dann zu dem Regelventil 9 abfließen kann.
Eine solche Ausführungsform ist in Abb. 2 und 3 dargestellt.
In den Teil6a ist bei dieser Ausführungsform ein scheibenförmiger Körper 13 eingegesetzt, der durch kerbartige Vorsprünge 14

Claims (4)

  1. 63S909
    in einer kleinen Entfernung von der Stirnseite des Gegenstückes 6a gehalten wird. Auf diese Weise vermag die Flüssigkeit aus dem Arbeitsraum an dem gesamten Umfang des Körpers 13 und durch den spaltförmigen Zwischenraum zwischen diesem Körper und dem Gegenstück 6a entlang zu dem Regelventil zu strömen. In der Mitte trägt der Körper 13 einen stumpfartigen Vorsprung 15, der in eine entsprechende Bohrung des Gegenstückes 6a eingreift. Ein Ringkanal 16 und eine Längsbohrung 17 ermöglichen der Flüssigkeit, zu dem Regelventil zu fließen.
    PaτεntansρRüche:
    i. Flüssigkeitsstoßdämpfer, bei dem die Mündung des Auslaßventils nicht an der höchsten Stelle des Arbeitsraumes liegt, gekennzeichnet durch eine Zuleitung (11) zu dem Ventil (9), die den Flüssigkeitsstrom bei einsetzendem Arbeitshub zwingt, seinen Weg mit großer Geschwindigkeit ganz oder teilweise durch den oberen mit Luft angefüllten Teil des Arbeitsraumes zu nehmen.
  2. 2. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (11) in den Arbeitsraum am Rand des Kolbens mündet.
  3. 3. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das den Stulpen (5) haltende Gegenstück (6°) mit einer oder mehreren vom Außenrand zu dem Regelventil führenden Bohrungen (n) versehen ist.
  4. 4. Flüssigkeitsstoßdämpfer nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen auf die Stirnfläche des Gegenstückes (6°) aufgesetzten scheibenförmigen Körper (13) zwischen der Stirnseite des Gegenstückes (6a) und der Rückseite des Körpers (13) ein schmaler Ringspalt gebildet wird, durch den die Flüssigkeit vom Umfang des Arbeitsraumes aus zu dem Regelventil (9) abströmen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DED68716D 1934-09-09 1934-09-09 Fluessigkeitsstossdaempfer, insbesondere fuer Kraftwagen Expired DE633909C (de)

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