DE62560C - Colorimeter - Google Patents
ColorimeterInfo
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- DE62560C DE62560C DENDAT62560D DE62560DA DE62560C DE 62560 C DE62560 C DE 62560C DE NDAT62560 D DENDAT62560 D DE NDAT62560D DE 62560D A DE62560D A DE 62560DA DE 62560 C DE62560 C DE 62560C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N21/00—Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
- G01N21/17—Systems in which incident light is modified in accordance with the properties of the material investigated
- G01N21/25—Colour; Spectral properties, i.e. comparison of effect of material on the light at two or more different wavelengths or wavelength bands
- G01N21/29—Colour; Spectral properties, i.e. comparison of effect of material on the light at two or more different wavelengths or wavelength bands using visual detection
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Colorimeter besteht in der Hauptsache aus einem' viereckigen Messinggefäfs M, dessen
Vorder- und Rückwand, wie aus der Figur ersichtlich, je zwei grofse Schlitze besitzen.
Durch eine Zwischenwand \ wird dasselbe in zwei Abtheilungen getheilt, bei deren einer (in
der Fig. II) die Vorder- und Rückwand durch Auf kitten von gleich dicken, unter sich parallelen
Spiegelglasscheiben geschlossen werden, während an die Seitenwände der zweiten (in
der Fig. I) je ein rechtwinkliges Messingdreieck angeschraubt wird, so dafs dessen längste Seite
(Hypotenuse) die Diagonale dieser Seitenwände bildet. Auf dieselben wird ebenfalls eine
Spiegelglasscheibe derselben Art aufgekittet, so dafs die dadurch gebildete Hinterwand von
Fig. ι eine schräge Lage bekommt, während die Vorderseite dieselbe Lage erhält, wie die
entsprechende von Fig. II. Dadurch werden aus dem Messinggefäfs zwei durchsichtige Tröge
geschaffen, deren einer durch unter sich parallele Glasscheiben geschlossen ist, während der
andere bei gleicher Dicke oben nach unten allmälig bis zu verschwindender Dicke schmaler
wird.
Auf die Mittelwand dieses Doppeltroges wird vorn eine ; prismatische Laufschiene S aufgeschraubt,
an welcher sich vermittelst der Führungen f und /Ί der Beobachtungsapparat B
verschieben und vermittelst der Schraube s, welche die eine Führung fx durchbohrt, festklemmen
läfst.
Der Beobachtungsapparat B hat den Zweck, die in den durch die breite Schiene getrennten
Trögen sichtbaren Theile des Gesichtsfeldes behufs besserer Vergleichung derselben zur
unmittelbaren Berührung zu bringen. Er enthält in bekannter Weise zwei Prismen P1
und P2, die in einer scharfen Kante sich berühren und durch doppelte innere. Spiegelung
den gedachten Zweck erfüllen. Dieselben sind in einem Gehäuse (in der Figur stellenweise
durchbrochen gezeichnet) befestigt, das vorn eine aufzuschraubende, verschiebbare Lupe ο
trägt, welche auf die Berührungskante der Prismen eingestellt wird, während auf der
anderen Seite das Gesichtsfeld begrenzt wird durch zwei in die Hinterwand von B eingeschnittene
Oeffnungen. Statt der Lupe 0 kann man eventuell auch ein kleines, geradsichtiges
Spectröskop einschieben, dessen Spalt auf der Berührungskante der Prismen aufliegt
und senkrecht zu derselben steht, in welcher Lage es. durch eine geeignete Schlitzführung
jedesmal leicht einzuschieben ist. Diese Anordnung gestattet, die Vergleichung der Helligkeit
in den verschiedenen Spectralgebieten vorzunehmen , was in manchen Fällen wesentlich
ist.
Die Laufschiene S trägt zugleich eine Scala, die den Zwischenraum zwischen dem Punkt,
an welchem die Glaströge (innen) gleiche Dicke besitzen, und demjenigen, an welchem die
Dicke des einen (Fig.I) gleich O, in 100 Theile
theilt.
Der Beobachtungsapparat trägt an der oberen , Kante einen kleinen Index /, welcher auf der
Scala den Procentgehalt der ' farbigen Lösung abzulesen gestattet. , Die Scala beginnt ebenso
hoch über jenen beiden Punkten gleicher und verschwindender Dicke, als die Indexmarke
über der Mitte jener beiden Oeffnungen in der
Hinterwand von B liegt, die das Gesichtsfeld begrenzen.
Der ganze Apparat wird von einem dreibeinigen
Eisenfufs F getragen, mit dem er durch eine Messingsäule von für die bequeme
Beobachtung genügender Höhe verbunden ist.
Um das Eindringen von Staub etc. bei der Beobachtung zu verhüten, können die beiden
Tröge durch einen gemeinschaftlichen Deckel geschlossen werden, welcher mit zwei kleinen
Stiften iri entsprechende Löcher der Seitenwände
des Apparates pafst. (Der Deckel .ist, als unwesentlich, in der Zeichnung fortgelassen.)
Die Beleuchtung liefert diesem Colorimeter nicht, wie den übrigen, ein Spiegel,, sondern
behufs gröfserer Gleichmäfsigkeit des Lichtes entweder ein schräg gestellter weifser Papierschirm
oder eine an der Hinterwand des Colorimeters befestigte gleichmäfsig matte Glasscheibe.
Die Messung erfolgt nun in der Weise, dafs man den Beobachtungsapparat so lange verschiebt,
bis die im Ocular ο sichtbare Partie des parallelepipedischen Glastroges mit der zu
untersuchenden, überall gleich hell erscheinenden Lösung dieselbe Lichtintensität zeigt, wie
die Unmittelbar daneben sichtbare Partie des keilförmigen Gefäfses mit der Normallösung,
die über dieser Stelle entsprechend der Zunahme der Dicke dunkler, unter derselben infolge der
Dickenabnahjne heller wird. Nach den Gesetzen der Absorption farbiger Lösungen enthält
dann aber die zu untersuchende Flüssigkeit den ebensovielten Theil des Farbstoffes
wie die -andere, die Normallösung,: als die Dicke der letzteren an dieser Stelle kleiner ist
als die der zu untersuchenden Flüssigkeit. Dieses Verhältnifs liest man aber nach einem
einfachen geometrischen Satz direct an der Scala ab, wenn die Bedingungen erfüllt sind,
dafs i. die beiden Tröge oben genau gleiche innere Dicke besitzen, dafs 2. die Glasscheiben
des keilförmigen Troges unten genau zusammenschliefsen, und dafs 3. die diesen Punkten
entsprechenden Stellen der Scala richtig markirt sind.
Die wesentlichen Vorzüge dieses Colorimeters gegenüber den bisher am meisten gebräuchlichen
beruhen darauf, dafs bei ihm die sehr unsichere Ablesung der Höhe einer Flüssigkeit
in einer Glasrohre vermieden wird, die wegen des Meniscus an der Oberfläche derselben bisweilen
um mehrere Procente differiren kann, dafs ferner eine Schrägstellung des Apparates
ganz ohne Einflufs ist, während bei jenen jede Neigung Fehler in die Messung bringt, und
dafs endlich das umständliche Ein- und Ausfüllen der Flüssigkeiten zum Zweck der Vergröfserung
bezw. Verkleinerung der zu durchblickenden Flüssigkeit fortfällt, Nachtheile, die
hier ersetzt werden durch eine bei sorgfältiger Ausführung mathematisch scharfe Begrenzung
der Flüssigkeitsschichten und eine sehr leichte und schnelle Auffindung des Punktes der
Farbengleichheit, ohne die Flüssigkeiten weiter zu verändern.
Man braucht übrigens auch dem keilförmigen Trog unten nicht die Dicke O zu geben, mufs
dann aber die wirkliche Dicke genau be-. stimmen und bei der Theilung der Scala, die
dann natürlich nicht bis zu ο pCt. gehen kann, rechnerisch berücksichtigen.
Vermittelst kleiner constructiver Aenderungen kann man auch den Beobachtungsapparat und
den parallelepipedischen Trog, der dann nur geringe Höhe zu haben braucht, feststellen und
den keilförmigen Trog verschiebbar machen, oder endlich auch beide Tröge gegen einander
verstellbar einrichten, in welch letzterer Gestalt der Apparat auch für genaue physikalische
Messungen, z. B. beim Studium der Diffusionserscheinungen, benutzt werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Colorimeter, gekennzeichnet durch zwei neben einander angeordnete Glaströge, von denen der eine parallelepipedisch, der andere keilförmig ist, sowie durch eine vor diesen längs einer Scala verschiebbare Lupe (oder Spectroskop), welche, ein gleichzeitiges Durchsehen durch beide, mit gefärbten Flüssigkeiten gefüllte Glaskörper gestattet, so dafs nach Einstellung gleicher Farbintensität der Procentgehalt an färbender Substanz an der Scala direct .abgelesen werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62560C true DE62560C (de) |
Family
ID=336540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62560D Expired - Lifetime DE62560C (de) | Colorimeter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62560C (de) |
-
0
- DE DENDAT62560D patent/DE62560C/de not_active Expired - Lifetime
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