DE623693C - - Google Patents

Info

Publication number
DE623693C
DE623693C DENDAT623693D DE623693DA DE623693C DE 623693 C DE623693 C DE 623693C DE NDAT623693 D DENDAT623693 D DE NDAT623693D DE 623693D A DE623693D A DE 623693DA DE 623693 C DE623693 C DE 623693C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
copper
indole
hydrogen
hydrogenated
catalyst
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT623693D
Other languages
English (en)
Publication of DE623693C publication Critical patent/DE623693C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/08Indoles; Hydrogenated indoles with only hydrogen atoms or radicals containing only hydrogen and carbon atoms, directly attached to carbon atoms of the hetero ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 31. DEZEMBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12p GRUPPE
I. G. Farbenmdustrie Akt.-Ges. in Frankfurt a. M.*) Verfahren zur Herstellung von 2,3-DikydroincIolen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juli 1934 ab
Es ist bekannt, 2, 3-Dihydroindol und seine Homologen durch Anlagerung von Wasserstoff an Indol und dessen Homologien mittels Zinn und Salzsäure herzustellen. Man hat auch bereits Indol elektrolytisch zu 2, 3-Dihydroindol hydriert.
Versuche, freien Wasserstoff unter Anwendung von Katalysatoren an Indol anzulagern, haben dagegen nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt. Mit Edelmetallkatalysatoren wurden nur völlig hydrierte Produkte, wie Oktohydroindol, erhalten. Bei der Hydrierung mit Nickel in der Gasphase entstand aus Indol o-Toluidin und Methan. Auch bei der Behandlung von Indol und dessen Homologen in der flüssigen Phase mit Nickel und Wasserstoff unter Druck entstanden neben o-Alkylanilinen nur im Benzolkern oder völlig hydrierte Produkte. Nur bei reinem Indol gelang es, in. sehr schlechter Ausbeute aus Indol 2, 3-Dihydroindol zu erhalten; während die Homologen des Indols und technisches Indol sich nicht ohne Aufspaltung des Pyrrolringes hydrieren ließen.
Es wurde nun gefunden, daß man 2, 3-Dihydroindol, seine Homologen und Substitutionsprodukte in sehr guter Ausbeute erhalten kann, wenn man die entsprechenden Indole bei erhöhter Temperatur mit Kupfer oder solches enthaltenden Katalysatoren hydriert. Man kann das Verfahren in der Gasphase bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck, besonders vorteilhaft aber in der flüssigen Phase
unter erhöhtem Druck ausführen. Hierbei ist es mitunter zweckmäßig, die Hydrierung in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln vorzunehmen. Beim Arbeiten in der flüssigen Phase läßt sich der Vorgang dadurch kontinuierlich gestalten, daß man das zu hydrierende Produkt entweder über fest angeordnete Katalysatorkörper fließen oder im Gemisch mit fein verteiltem Katalysator über Füllkörper rieseln läßt.
Außer reinem Wasserstoff können auch wasserstoffhaltige Gase oder Wasserstoff abgebende Mittel zur Hydrierung verwendet werden. Der Wasserstoffdruck kann bis auf 200 at und mehr gesteigert werden, ohne daß auch der Benzolring hydriert wird. Die günstigsten Reaktionstemperaturen liegen zwischen 150 bis 2500.
Außer Indol und seinen Homologen, wie Methyl-, Äthyl-, Phenyl-, Cyclohexyl- oder Tetramethylenindol können auch Substitutionsprodukte des Indols und seiner Homologen, z. B. Amino-, Chlor-, Alkoxy- oder Carboxyverbindungien, in derselben Weise in der 2, 3-Stellung hydriert werden.
Als Katalysator kann das durch vorsichtige Reduktion aus Kupferverbindungen, ζ. Β. Kupferoxyd oder Kupfercarbonat, erhältliche fe"in verteilte Kupfer dienen. Meist empfiehlt es sich, aktivierte Kupferkatalysatoren oder Kupfer enthaltende Mischkatalysatoren, die auch Trägerstoffe enthalten können, zu verwenden. Diese können nach den bekannten
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Max Treppenhauer in Mannheim,
623
Methoden hergestellt werden und z. B. durch Erhitzen im Vakuum in Luft, StickstoiE oder Wasserdampf vorbehandelt - werden. Es ist auch nicht immer notwendig, insbesondere beim Arbeiten in der flüssigen Phase, den Katalysator schon vor seiner Verwendung zu reduzieren. Auch durch Verwendung - von Kupferverbindungen, die, wie das Formiat, beim Erhitzen fein verteiltes Metall hinterlassen, kann man die Herstellung der Katalysatoren in einem besonderen Arbeitsgang umgehen.
Geeignete Katalysatoren erhält man z. B. nach folgenden Herstellungsweisen: Ein aktives Gemisch aus Kupfer und Magnesiumoxyd wird erhalten durch Zersetzen einer Kupfermagnesiumlegierung mit Wasserdampf. Ein aus basischem Kupfercarbonat und Tonerdehydrat bestehender Katalysator ist erhältlieh durch Fällung einer gemeinsamen Lösung der Nitrate mittels Natriumbicarbonatlösung. Ferner erhält man einen wirksamen Kupferchromitkatalysator durch Erhitzen von Kupferchromat oder ein wirksames fein verteiltes Kupfer auf Kieselgel durch Tränken des Gels mit Kupfernitratlösung, Erhitzen und vorsichtige Reduktion mit Wasserstoff. Weiterhin kann man Kupferzeolith, der sehr wirksam ist, erhalten, wenn man künstlichen' Alkalizeolith mit Kupfernitratlösung umsetzt.
Die Katalysatoren können neben' Kupfer
ein oder mehrere andere Metalle der 1. bis
7. Gruppe des periodischen Systems, wie JSTa, Ca1 Zn, V, Mo, W, Mn usw. oder deren Verbindungen, enthalten. Flerner sind auch solche Katalysatoren geeignet, die neben Kupfer Elemente der 8. Gruppe des periodischien Systems, z. B. Co oder Ni, enthalten. Indessen ist es meist zweckmäßig, wenn diese Elemente nur in geringen Mengen vorhanden sind, so daß die spezifisch katalytische Wirkung des Kupfers nicht beeinträchtigt wird.
Beispiel 1
100 Teile technisches 2-Methylindol werden zusammen mit 4 Teilen Kupferoxyd, das durch Erhitzen von käuflichem Kupfercarbonat auf 4000 hergestellt wurde, in einem Rührautoklaven unter einem Wasserstoff druck von 200 at auf 22OD erhitzt, bis die Wasserstoffaufnahme beendet ist. Das vom Katalysator abgetrennte Reaktionsprodukt wird der fraktionierten Destillation im Vakuum unterworfen. Man erhält neben unverändertem 2-M'ethylindol 2,3-Dihydro-2-methylindol von Kp18 115 bis 117° in einer Ausbeute von über 90 °/0 des. umgesetzten 2-Methylindols.
Beispiel2
ι Mol Kupfernitrat, x/10 Mol Aluminiumnitrat und 1Z200MoI Bariumnitrat werden gemeinsam gelöst und durch Zugabe von Natriumbicarbonatlösung gefällt. Der Niederschlag wird abfiltriert, ausgewaschen, getrocknet und vorsichtig bei 180 bis 2000 in einem Gemisch von Wasserstoff und Stickstoff reduziert. Der erhaltene Katalysator stellt nach dem Erkalten ein schwarzbraunes Pulver dar. Erhitzt man 100 Teile 2-Methylindol zusammen mit 3 Teilen des so erhaltenen Katalysators unter sonst gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 auf i8o°, so erhält man 2,3-Dihydro-2-methylindol in einer Ausbeute von über 95°/o·
Beispiel 3
Man fällt eine Lösung, die Kupfer- und Mangannitrat im molekularen Verhältnis enthält, mit Natriumbicarbonatlösung, wäscht den Niederschlag aus, trocknet und erhitzt ihn dann auf 400 bis 500°.
100 Teile 2-Methylindol werden zusammen mit 3 Teilen des so erhaltenen Katalysators in der im Beispiel 2 beschriebenen Weise behandelt. Man erhält bei einem Umsatz von etwa 80 % das 2, 3-Dihydro-2-methylindol in einer Ausbeute von über 95% des umgesetzten 2-Methylindols.
Beispiel 4 go
Indol wird in der in Beispiel 2 beschriebenen Weise bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme bei 1700 und 200 at Druck behandelt. Man erhält das bei 112 bis ii3o/i7 mm siedende 2,3-Dihydroindol in nahtezu theoretischer Ausbeute.
Beispiel 5
2, 5-Dimethylindol (F. 113 bis HS0) wird in der im Beispiel 2 beschriebenen Weise bei einer Temperatur von 1700 und einem Druck von 250 at mit Wasserstoff behandelt. Das in nahezu theoretischer Ausbeute erhaltene 2, 3-Dihydro-2, 5-dimethylindol siedet bei i26o/i8 mm und schmilzt bei 3-5 bis 370.
Beispiel 6
i, 2-Dimethylindol wird in der in Beispiel 2 beschriebenen Weise bei einer Temperatur von i8o° und 200 at Wasserstoffdruck hydriert. Man erhält das bei 94 bis 95°/ 13 mm siedende 1, 2-Dimethyl-2, 3-dihydroindol in sehr guter Ausbeute.
Beispiel 7
2,6-Dimethylitidol (F. 840, Kp11 151 bis Χ53°) wird nach Beispiel 2 hydriert. Das in sehr guter Ausbeute entstehende 2,6-Dimethyl-2,3-dihydroindol siedet bei in bis 1120/ 10 mm.
Beispiel 8
2-Methyl-6-methoxyindol (F. ιοί bis IO2°) wird nach Beispiel 2 bei i8o° unter 290 at Wasserstoffdruck hydriert. Man erhält das bei 142 bis i45°/io mm siedende 2-Methyl-6-methoxy-2,3-dihydroindol in guter Ausbeute.
Analyse: Ber. C: 73,62% H: 7,97°/0 N: 8,58°/0 Gef. C: 73,73 % H: 7,83 °/o N: 8,71 °/o
Beispiel 9
2-Phenylindol wird in Methanol im Verhältnis ι : ι gelöst und nach der in Beispiel 2 beschriebenen Weise bei 1500 und 200 at Wasserstoffdruck hydriert. Man erhält das 2-Phenyl-2, 3-dihydroindol (F. 460) neben unverändertem Ausgangsmaterial in einer Ausbeute von 89°/o der Theorie.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 2, 3-D1-hydroindolen, dadurch gekennzeichnet, daß man Indol, seine Homologen oder Substitutionsprodukte in Gegenwart von Kupfer oder Kupfer enthaltenden Katalysatoren hydriert.
DENDAT623693D Active DE623693C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE623693C true DE623693C (de)

Family

ID=576651

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT623693D Active DE623693C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE623693C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US4153578A (en) Catalyst comprising Raney nickel with adsorbed molybdenum compound
EP0071787B1 (de) Neue Ruthenium/Kohle-Hydrierkatalysatoren, deren Herstellung und Verwendung zur selektiven Hydrierung von ungesättigten Carbonylverbindungen
US3997478A (en) Promted Raney-nickel catalysts
DE1115238B (de) Verfahren zur partiellen Hydrierung von Acetylenverbindungen
US2087691A (en) Process of catalytically hydeogen
DE2518964A1 (de) Verfahren zur herstellung ungesaettigter kohlenwasserstoffe
US4006165A (en) Process for converting maleic anhydride to γ-butyrolactone
US4182721A (en) Catalytic hydrogenation of carbonyl containing organic compounds
US5888923A (en) Modified Raney nickel catalyst and a process for preparing diols by using the same
US3948805A (en) Catalysts for converting maleic anhydride to alpha-butyrolactone
US1964000A (en) Catalytic hydrogenation process
DE623693C (de)
EP0711267A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,4-butandiol
DE2816460C3 (de) Verfahren zur Herstellung von asymmetrischen N-Phenyl-N`-substituierten p-Phenylendiaminen
DE953605C (de) Verfahren zur Herstellung sauerstoffhaltiger Verbindungen
DE1271696B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 2, 2-Trifluoraethanol
DE828540C (de) Verfahren zur Herstellung aliphatischer Ketone
US2487054A (en) Process for the hydrogenation of furfural
CH183199A (de) Verfahren zur Herstellung von 2.3-Dihydroindolen.
US4006104A (en) Process for converting γ-butyrolactone into tetrahydrofuran
US2069662A (en) Production of 2.3-dihydroindoles
US3969371A (en) Process for converting γ-butyrolactone into tetrahydrofuran
US2046011A (en) Catalytic hydrogenation of aromatic aldehydes
DE950908C (de) Verfahren zur Herstellung von Butyraldehyd
DE920363C (de) Verfahren zur Herstellung von Hydrierungskatalysatoren