DE62311C - Wasch- und Hebeapparat für trockene oder geweichte Gerste bezw. für Getreide - Google Patents

Wasch- und Hebeapparat für trockene oder geweichte Gerste bezw. für Getreide

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DE62311C
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Germany
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elevator
grain
washing
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barley
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62311D
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English (en)
Original Assignee
J. P. VON REININGHAUS in Graz
Publication of DE62311C publication Critical patent/DE62311C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B1/00Preparing grain for milling or like processes
    • B02B1/04Wet treatment, e.g. washing, wetting, softening

Landscapes

  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bezweckt eine Verbesserung in der Reinigung der Gerste, welche als Vorbereitung für den Malzprocefs von grofsem Einflufs auf die Güte des Malzes und somit auch auf die Eigenschaften des Bieres ist.
Jedes Gerstenkorn (überhaupt jedes Getreide) ist an seiner Oberfläche — der rauhen Hülse — mit Unreinigkeiten behaftet, die sich aus der Luft (als Staub) oder aus den erdigen Bestandtheilen des Ackers, oder auch bei feuchtem Wetter als Schimmel, Pilze daran festgesetzt haben. Alle diese Unreinigkeiten erweisen sich als Schädlinge bei dem Mälzungsprocefs, indem sie, besonders in wärmerer Witterang, die Schimmelbildung befördern.
Bisher suchte man diesem Uebelstande dadurch vorzubeugen, dafs man mittels gut construirter Gersten-Putzmaschinen die noch trockene Gerste vor dem Einweichen reinigte; indessen ist diese Mafsregel, wie die Praxis lehrte, eine unvollkommene, indem an der rauhen Rinde des Kornes die feinsten Staubtheilchen, sowohl unorganische als organische (Pilze), haften bleiben.
Ein möglichst vollkommenes Reinigen der Gerste kann nur dann erfolgen, wenn dieselbe erst längere Zeit im Wasser aufgeweicht wurde, wobei dann gleichzeitig alle Unreinigkeiten ebenfalls erweicht werden und sich nunmehr durch ein richtig bewirktes Wäschen mit Reibevorrichtung durch Abspülung entfernen lassen.
Dies ist das Princip, das meiner Maschine zu Grunde liegt, welche zum gründlichen Reinigen der Gerste von anhaftenden Staubtheilen, Pilzen u. s. w. und gleichzeitigen Weiterfördern der Gerste bestimmt ist.
Das Reinigen wird hierbei dadurch erreicht, dafs trockenes oder geweichtes Getreide durch natürlichen Fall oder aber durch Wasserschlemmung einem wasserdicht ausgeführten Elevatorschlauch zugeleitet, in diesem mittels eines Elevators durch eine in dem Elevatorrohre stehende Wasserschicht von beliebig einzustellender Höhe durchgeführt, hierbei vorgewaschen und gleichzeitig gehoben wird, um auf eine weitere Wasch- und Putzvorrichtung zu kommen, bei welcher einestheils das mitgehobene, zur Waschung im Elevatorschlauche bereits benutzte Wasser abgeleitet, anderentheils aber das vorgewaschene Getreide durch ein kräftig wirkendes, immer reines Wasser zuführendes Spritzrohr neuerdings bezw. fertig und rein gewaschen wird.
Auf beiliegender Zeichnung stellt dar:
Fig. ι einen Querschnitt, Fig. 2 einen Längsschnitt und Fig. 3 einen Grundrifs der Gesammtanordnung, und ist hierbei der specielle Fall angenommen, dafs bereits geweichte Gerste aus den Weichstöcken einer Brauerei entnommen , gewaschen und auf die Malztennen gebracht werden soll.
Fig. 4 und 5 stellen den unteren Theil des Elevator-Waschapparates im vergröfserten Mafsstabe im Verücalschnitt und Grundrifs dar.
Fig. 6 zeigt die zur Nachreinigung dienende Wasch- und Putzvorrichtung (durch ein Schüttelsieb gebildet).
Es kann auch zwischen Paternosterwerk und der zweiten Waschvorrichtung ein beliebiges Transportelement eingeschaltet werden, letztere also von dem Paternosterwerke räumlich ge-
trennt sein, wenn dieses in einzelnen Fällen erwünscht wäre.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht der Apparat im' wesentlichen aus folgenden Haupttheilen:
1. dem Aufzug (Becherwerk) c,
2. dem Aufzugschlauch c' mit dem Gehäuse b, in welchem die Stoffleitungsrohre α münden,
3. der Nach- bezw. Fertigwaschvorrichtung d. Durch die Zulaufrohre α wird das Waschgut
aus dem jeweiligen Lagerräume (hier aus den Weichstöcken einer Mälzerei gedacht) durch eingeschaltete Absperrvorrichtungen a' in der Zulaufmenge regulirt und mit oder ohne separate Wasserzufuhr dem gufseisernen Gehäuse b des Elevators zugeführt. Der Zulauf kann nun entweder nur von einer Seile oder aber von beiden Seiten des Elevators erfolgen, je nachdem von einem oder mehreren Lagerplätzen (Gerstenweichen) aus gearbeitet wird. Durch ein Becherwerk c wird nun das Waschgut, eine höhere oder niedere Wasserschicht im Elevatorschlauche c' passirend, auf die in einer höheren Etage befindliche zweite Waschvorrichtung, hier ein einfaches Schüttelsieb d gedacht, gehoben, daselbst mittels durch ein Spritzrohr d' zugeführten reinen Wassers neuerlich gewaschen und durch den Ablafs (Rinne oder Schlauch) e als gewaschene Gerste abgeführt bezw. auf ' beliebige Räume weiter gefördert. Paternosterwerk und Säuberer werden durch Vorgelege mittels Riemen g bezw. h angetrieben. '
Die Elevatorkette läuft hierbei in einem geschlossenen Schlauch c', dessen unterer Theil aus Blech dicht genietet ist, und gestattet, dafs dieser Theil des Schlauches mit Wasser gefüllt gehalten werden kann. Das von den durchlochten oder auch nicht durchlochten Bechern aufgenommene Getreide wird hierdurch gezwungen, diese Wasserschicht zu passiren, und wird hierbei um so energischer gewaschen, je höher diese Wasserschicht gehalten wird.
Die Fig. 4 und 5 zeigen das Gehäuse b (Trog) mit dem Aufzugschlauch c' im Detail. Das gufseiserne Gehäuse b ist zweitheilig und durch die Deckplatte b' oben geschlossen, welche in der Mitte den eisernen Schlauch c' und zu beiden Seiten desselben die Zulaufrohre a (s. punktirte Linie) trägt. Der Schlauch c' hat zur Beobachtung des Vorganges das Schauloch c" und ist derselbe durch eine genügende Anzahl von Querverbindungen c'" versteift.
Als Becherkette ist eine zweisträngige Gliederkette, zwischen welchen die einzelnen Becher befestigt werden können, angenommen und läuft diese Von oben angetriebene Kette über die in dem unteren Gehäuse gelagerten Kettenrollen i. Zur Regulirung des Wasserstandes im Aufzugschlauche c' dient das Ablaufrohr k. bei welchem ein vorgelegtes Sieb k' den Austritt des Waschgutes verhindert, während durch den Hahn/ der Wasserabflufs regulirt werden kann.
Letzterer ist als Dreiwegehahn gedacht, um zu ermöglichen, dafs nach Beendigung des Waschverfahrens alle von den Bechern' nicht aufgenommenen Waschguttheile durch das am tiefsten Punkt des Gehäuses sich anschliefsende Rohr m mittels Wasserspülung entfernt werden können.
Selbstverständlich können für die Wasserregulirung und die Entleerung des Rückstandes auch getrennte Leitungen benutzt werden.
Fig. 6 zeigt das am oberen Theile des Paternosterwerkes vorgelegte einfache Schüttelsieb. Die Kette wird, wie gewöhnlich, von oben angetrieben, und das auf gewöhnliche Weise in seiner Neigung einstellbare Schüttelsieb wird durch eine Kurbelwelle d" bewegt, während das Spritzrohr d' reines Wasser zubringt und so das Waschgut während des Passirens der Siebfläche neuerdings gewaschen wird.
Diese Zeichnung soll, wie schon erwähnt, nur eine der einfachsten Ausführungen der zweiten Waschung zeigen, doch kann an Stelle des Siebes jede gleichwerthige Putzmaschine angeordnet werden. Da nur die Vornahme der zweiten Waschung durch Zuführung von reinem Wasser mittels Spritzrohr, nicht aber die Construction der hierfür geeigneten Vorrichtungen das wesentliche Merkmal meiner Erfindung ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Wasch- und Hebeapparat für trockene oder geweichte Gerste (Getreide), bestehend in der Combination eines* Elevators (c) mit einem Elevatorschlauch (c'J (sammt Gehäuse b) und einer Putzvorrichtung (d), so zwar, dafs das dem-Elevatorschlauch zugeführte Getreide vom Elevator durch eine im Schlauch stehende Wasserschicht hindurchgeführt, hierbei vorgewaschen und gleichzeitig auf die Putzvorrichtung gebracht wird, um hier nochmals, und zwar rein gewaschen zu werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62311D Wasch- und Hebeapparat für trockene oder geweichte Gerste bezw. für Getreide Expired - Lifetime DE62311C (de)

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