DE62145C - Tragbare Kolben-Spritze - Google Patents

Tragbare Kolben-Spritze

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DE62145C
DE62145C DENDAT62145D DE62145DA DE62145C DE 62145 C DE62145 C DE 62145C DE NDAT62145 D DENDAT62145 D DE NDAT62145D DE 62145D A DE62145D A DE 62145DA DE 62145 C DE62145 C DE 62145C
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Application number
DENDAT62145D
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J. WlETHE in Scharnstein, Ober-Oesterreich
Publication of DE62145C publication Critical patent/DE62145C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C31/00Delivery of fire-extinguishing material

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
  • Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 59: Pumpen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine am Rücken zu tragende Spritze, welche, ähnlich der Form eines Militärtornisters, aus einem Behälter aus dünnem Blech mit eingesetztem Pumpwerk besteht und mittelst eiserner Tragspangen auf den Schultern ruht. Die Enden des Pumpenhebels, sind durch Schnüre mit den Steigbügeln verbunden. Sobald der Mann mit der vom Rücken genommenen Spritze sich mit- den Füfsen auf die Bügel stellt, wird damit der Pumpenhebel festgehalten und er kann durch Auf- und Niederneigen der Schultern mit dem Behälter das Pumpwerk, also die Spritze, in Bewegung setzen, wobei die rechte Hand den an der Behälterwand angebrachten Spritzenschlauch führt, während die linke freibleibt und allenfalls zum Anhalten auf Leitern oder Dächern verwendet werden kann.
Dieser Spritzapparat soll zum Löschen im Innern der Gebäude entstehender Brände, ferner zum Schutz der Nachbarobjecte gegen das Weitergreifen eines Feuers in den inneren Räumen, aber auch zur Garten- und Strafsenbespritzung benutzt werden.
Die Tornisterspritze fafst 20 bis 25 1 Wasser, welches bei ununterbrochener Thätigkeit 4 bis 5 Minuten ausreicht; der Behälter kann jedoch sogar während des Spritzens durch Wasserträger nachgefüllt werden. Da der Mann mit den Schultern eine bedeutende Kraft ausüben kann, so ist er mit geringer Anstrengung und mäfsiger Bewegung im Stande, den Strahl auf 12 m Wurfweite zu bringen, was für den ausgesprochenen Zweck vollkommen genügt.
Während des Gehens oder Kletterns hängen die Fufsbügel an den am Kasten befindlichen Traghaken; der Mann kann sich also mit der Tornisterspritze an jeden zugänglichen Ort bei inneren Bränden und dorthin, wo man mit den grofsen Spritzen nicht beikommen kann, verfügen. Die vorstehend allgemein beschriebene Tornisterspritze ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und zwar stellt dar: Fig. ι einen Aufrifs der Spritze mit theilweisem Verticalschnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 eine Draufsicht, Fig. 4 den Boden des Kastens, Fig. 5 den Bügel.
A bezeichnet den Wasserbehälter (Kasten, Fig. i. und 2) aus verzinktem Eisenblech, in welchen das Spritzwerk eingesetzt ist. Letzteres besteht aus der Bodenplatte B, Fig. 1, 2 und 3, welche siebartig durchlocht ist. Auf dieser Platte sind der Windkessel C und die beiden Pumpenstiefel D durch Schrauben und Flantschen befestigt. Die Anordnung der Saugrohre E, des Druckrohres F, der Verbindungsrohre G, des Hebels H, der Kolben mit den Kolbenstangen /, sowie der Kugelventile ist wie bisher üblich und bekannt. Die Schnüret mit den Bügeln L, Fig. 5, sind mittelst Schnallen oder dergleichen leicht verstellbar, so dafs dieselben in einigen Secunden nach der Körpergröfse gerichtet werden können. Der untere Boden M des Kastens (Fig. 1, 2 und 4) ist vertieft in dem Kasten fest eingelöthet; an demselben befinden sich zwei angeschraubte Kappen N, Fig. i, 2 und 4, um die Saugrohre und Ventile zugänglich zu machen.
Der obere, ebenfalls vertiefte, in den Kasten eingesetzte Boden O ist genau so durchlocht wie die Bodenplatte des Pumpwerkes und ent-

Claims (1)

  1. hält die Oeffnungen für den Windkessel und die Pumpenstiefel. Dieser Boden ist zum Herausnehmen eingerichtet. Die zwei Bügel P, Fig. i, 2 und 3, dienen zur Befestigung der beiden Tragspangen Q, mittelst deren die Spritze am Rücken bezw. auf den Schultern getragen wird. Das Pumpwerk ruht mit der Bodenplatte auf den an den Wänden des Kastens festgeschraubten Schienen R. Die Schnüre haben ihre Führung durch die Rollen S, Fig. i, der entsprechend lange Spritzenschlauch T, Fig. ι und 2, ist an der Kastenwand in das Gufsrohr F eingeschraubt. Die Tragspangen Q sind mit Wollschnüren umwickelt, damit sie auf den Schultern nicht drücken.
    Behufs Bethätigung der Spritze tritt der mit dieser Spritze ausgerüstete Mann auf die Bügel L, hält hiermit den Pumpenhebel H bezw. die Pumpenkolben fest und bewegt hierauf abwechselnd die rechte und linke Schulter auf und ab. Auf diese Weise werden beim Heben jeder Schulter die Gehäuse D abwechselnd von dem einen Kolben entfernt und dem anderen genähert, wodurch Wasser in das eine Pumpengehäuse angesaugt und gleichzeitig in das andere gedrückt wird.
    Pateντ-Anspruch:
    Tragbare Kolben-Spritze, welche dadurch in Thätigkeit gesetzt wird, dafs der an die Kolbenstangen angreifende Pumpenhebel durch Schnüre oder dergleichen vermittelst der Füfse festgehalten und die Spritze selbst durch Auf- und Abbwegen der Schultern gehoben und gesenkt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62145D Tragbare Kolben-Spritze Expired - Lifetime DE62145C (de)

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