DE620789C - Einrichtung zur Gemischbildung und zum Speisen von Brennkraftmaschinen - Google Patents

Einrichtung zur Gemischbildung und zum Speisen von Brennkraftmaschinen

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DE620789C
DE620789C DER86357D DER0086357D DE620789C DE 620789 C DE620789 C DE 620789C DE R86357 D DER86357 D DE R86357D DE R0086357 D DER0086357 D DE R0086357D DE 620789 C DE620789 C DE 620789C
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M69/00Low-pressure fuel-injection apparatus ; Apparatus with both continuous and intermittent injection; Apparatus injecting different types of fuel
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/15Mixture compressing engines with ignition device and mixture formation in the cylinder
    • F02B2720/153Mixture compressing engines with ignition device and mixture formation in the cylinder with injection of an air-fuel mixture under pressure during the suction or compression stroke

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Description

  • Einrichtung zur Gemischbildung und zum Speisen von Brennkraftmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf die Speisung von Brennkraftmaschinen, die mit einem auf erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck gehaltenen gemeinsamen Raum für die Speisevorrichtungen der verschiedenen Zylinder versehen sind_und bei denen das Gasgemisch in den Zylindern während der Kompressionsphase gebildet wird, wobei diese Zylinder zuvor mit reiner Luft gefüllt worden sind, und zwar bei Viertaktmaschinen während der Einlaßphase und bei Zweitaktmaschinen während der Spülphase.
  • Zweck der Erfindung ist, die schnelle Bildung der Gasmischung in den Zylindern zu erleichtern und ihre Homogenität zu gewährleisten.
  • Es ist ein Verfahren zur Zerstäubung von flüssigem Brennstoff für Verbrennungskraftmaschinen bekannt, bei dem man flüssigen Brennstoff mittels eines Gasstromes, der durch ein Gebläse erzeugt wird und im Kreislauf geführt wird und aus Luft und Auspuffgasen oder einem anderen nicht brennbaren Gas gebildet wird, in Überschuß in einem Raum zerstäubt, der durch eine Düse mit dem Ansaugrohr der Maschine verbunden ist. Bei dieser Einrichtung steht dieser Raten mit derAtmosphäre inVerbindung, und an keinem Punkte der Kreisleitung, durch welche der gasförmige Strom geführt wird,- besteht ein Unterdruck oder ein Druck. Der betreffende Raum befindet sich vielmehr stets unter atmosphärischem Druck, und das mit flüssigem Brennstoff gesättigte Gas wird in das Ansaugrohr gesandt, d. h. in eine Zone, wo ein Unterdruck und eine niedrige Temperatur herrscht.
  • Eine mit einer solchen Vorrichtung versehene Brennkraftmaschine kann nur mit flüchtigen Brennstoffen arbeiten (Benzin oder Benzol) oder mit einer Mischung aus Alkohol und Benzol; denn es tritt notwendigerweise eine Kondensierung eines sehr großen Teiles der Brennstoffmenge auf den Wandungen des Ansaugrohres und der Zylinder auf, und zwar aus folgenden Gründen: Geringe Umlaufgeschwindigkeit des Gases in dem Ansaugrohr und Einführung des Gases in die Zylinder während der Einlaßphase (Unterdruck und niedrige Temperatur), so daß" das Gas während einer verhältnismäßig langen Zeit,, die den Phasen der Kompression, der Zündung und der Verbrennung entspricht, in den Zylindern verbleibt.
  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Gemischbildung und Speisung von Brennkraftmaschinen mittels eines reichen Gasgemisches, welches durch Einspritzen eines e flüssigen oder gasförmigen Brennstoffes in Luft oder ein normales Gasgemisch hergestellt ist und in einer Kreisleitung mittels eines Kompressors o. dgl. in beständigem Umlauf gehalten wird.
  • Diese Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Luft oder das normale Gasgemisch unter Druck in die gegen die Außenluft völlig abgeschlossene Kreisleitung eingeführt wird, welche einen für alle -Zylinder gemeinsamen Raum aufweist, in dem beständig Brennstoff in die Luft oder das normale Gemisch eingespritzt wird, so daß ein reiches Gasgemisch entsteht, welches mittels eines Kompressors in beständigem Umlauf in für jeden Zylinder besondere Leitungen gedrückt wird, die in den gemeinsamen Raum vor der Einspritzstelle für den Brennstoff münden, wobei das reiche Gasgemisch während der Kompressionsphase der einzelnen Zylinder in diese elngepreßt wird, um mit der in den Zylindern befindlichen reinen Luft ein normales Gasgemisch zu bilden.
  • Diese Einrichtung ist insbesondere auf Brennkraftmaschinen der in der deutschen Patentschrift 547 o58 beschriebenen Art anwendbar, d. h. auf Mehrzylinderbrennkraftmaschinen, die mit einem für alle Zylinder gemeinsamen, auf erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck gehaltenen Raum ausgerüstet sind und in denen jeder Zylinder am Ende seiner Kompressionsphase einen Teil des normalen Gasgemisches, das er enthält, in diesen gemeinsamen Raum drückt. In dieser Maschine gemäß Patent 547 058 wird die von dem gemeinsamen Raum kommende normale Gasmischung in der für jeden Zylinder besonders angeordneten Zerstäubungsvorrichtung:mit Brennstoff angereichert, und die so erzeugte reiche Gasmischung wird zu Anfang der Kompressionsphase in jeden Zylinder eingeführt, nachdem dieser vollständig mit Luft gefüllt ist und seine Luftzuführungsöffnungen geschlossen sind. Diese Speisungsart ermöglicht es, .Gasmischungen von Luft -und schwerem Brennstoff zu erhalten, die auf die gewöhnliche Weise durch hochgespannte elektrische Funken ,gezündet werden können, der durch die übliche Zündvorrichtung aus Kerze und Magnetapparat erzeugt wird.
  • Bei der Anwendung der Einrichtung-gemäß der Erfindung auf Brennkraftmaschinen dieser Art wird das normal karburierte Gasgemisch in der Kreisleitung durch .die Teilbeträge des Gasgemisches, die durch jeden Zylinder am Ende seiner Kompressionsphase in den gemeinsamen Raum gedrückt werden, gebildet.
  • Die Zeichnungen stellen eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise :dar. Abb. r ist eine Ansicht in senkrechtem Axialschnitt, teils in Außenansicht der Speisevorrichtung für einen Zylinder.
  • Abb. z ist ein waagerechter Querschnitt nach Linie 2-2 der Abb. i.
  • Abb. 3 und 4 zeigen zwei Düsenanordnungen in .dem Kolbenventil der Speisevorrichtung im Grundriß.
  • Abb. 5 und 6 sind die entsprechenden Aufrisse.
  • Abb.7 ist ein waagerechter Querschnitt durch das Kolbenventil bei einer abgeänderten Ausführungsform.
  • Abb. 8 und 9 sind entsprechende senkrechte Längsschnitte.
  • Abb. io, i i und 12 zeigen die zur Bildung des reichen Gasgemisches dienende Vorrichtung, und zwar Abb. io im Grundriß, Abb. i i im Aufriß und Abb. 12 in vergrößertem Maßstab in senkrechtem Querschnitt nach Linie i2-12 der Abb. io und i i.
  • Die Speisevorrichtung jedes Zylinders a enthält einen Körper b aus gut wärmeleitendem Metall, der durch eine nichtdargestellte, ' schlecht wärmeleitende Verbindung thermisch vom Zylinder a isoliert ist, um den Körper der Speisevorrichtung auf einer höheren Temperatur halten zu können als die Wände des Zylinders. Ein. Kolbenventil e, das Teile vorn verschiedenem Durchmesser hat, ist so angeordnet, daß es sich im Körper b verschieben kann. Der untere Teil des Kolbens bildet das zylindrische Ventil cl, das in eine entsprechende zylindrische Bohrung b1 im Körper b eingepaßt ist. In diesen zylindrischen Teil cl sind kalibrierte Düsen d (Abb. i) gebohrt, die konvergent-divergent ausgebildet sind und gleichmäßig um die senkrechte Achse des Kolbenventils verteilt sind. Die Achsen dieser Düsen d können parallel zu dieser Achse des Kolbenventils liegen (Abb. 1, 3, 5) oder hinsichtlich dieser geneigt sein (Abb. 4 und 6). Statt-im Kolbenventil selbst angeordnet zu sein, wie es in Abb. 1, 3, 4, 5 und 6 dargestellt ist, können die Düsen d, wenn man ihren Durchgangsquerschnitt vergrößern will, ohne den Durchmesser des Kolbenventils zu vergrößern, am Umfange des letzteren angeordnet sein, wie in Abb. 7, 8 und 9 dargestellt. In diesem Falle ist eine gerademachende Hülle dl außen am unteren Teil cl des Kolbenventils c angeordnet und so mit ihm verbunden, daß sie ein Stück mit ihm bildet und ihm bei allen Verschiebungen folgt. Die Düsen d können parallel zur Achse des Kolbenventils (Abb.8) oder gegenüber dieser Achse geneigt-(Abb. 9) sein.
  • Der mittlere Teil c2 des Kolbenventils c hat auf seiner Oberfläche schraubenförmige Flügel c3, die zwischen sich Nuten oder Hohlräume schraubenförmiger Gestalt c4 bilden, die dazu bestimmt sind, dem Gasstrom oberhalb der Düsend im Augenblick des Einspritzens in den Arbeitszylinder a eine Wirbelbewegung zu erteilen. Die Flügel c3 dienen auch zur Führung des Kolbenventils während seiner Verschiebungen in der zylindrischen Bohrung bi im Körper b.
  • Der obere Teil c5 des Kolbenventils weist größeren Durchmesser auf und ist mit Dichtungsringen c6 versehen.
  • Das Kolbenventil c ist mit einem Ventilteller e fest verbunden, der die Verbindung zwischen der im Innern des Körpers b gebildeten Kammer und dem Zylinder a herstellt.
  • Die Gesamtheit aus Kolbenventil c und Ventilteller e wird durch einen Nocken f gesteuert, der auf eine mit dem Kolbenventil c fest verbundene Traverse f1 einwirkt, die auf Rückziehfedern f2 aufruht, die auf im Körper b der . Speisevorrichtung befestigte Bolzen f3 aufgerollt sind. Der Nöcken f hat ein geeignetes Profil, um zuerst eine langsame Öffnung des Ventils e derart zu ermöglichen, daß das Gasgemisch von der Speisevorrichtung nur durch die Düsen d in den Zylinder a eintritt. Hierdurch wird die Erreichung einer sehr großen Ausströmgeschwindigkeit am Ausgang der Düsen ermöglicht, was nötig ist, um die Gasmischung zu vollenden und sie mit einer ausreichenden lebendigen Kraft in den Zylinder zu stoßen, der in diesem Augenblick (Beginn der Kompression) mit reiner Luft gefüllt ist.
  • Am Ende des Kompressionshubes verläßt der untere zylindrische Teil cl des Kolbenventils c unter Einwirkung des Nockens f seine Bohrung bi im Körper b, und der so freigegebene ringförmige Durchtrittsquerschnitt kommt zu dem Düsenquerschnitt hinzu und ergibt so einen größeren Verbindungsquerschnitt zwischen dem Zylinder a und dem Innern der Speisevorrichtung.
  • Die im Inneren des Körpers b unter dem oberen Teil c5 des Kolbenventils c angeordnete Kammer g steht durch eine Leitung b2, die durch den Körper b gebohrt ist, mit einer für alle Zylinder a des Motors gemeinsamen Sammelleitung h in Verbindung.
  • Im Körper b sind ferner Leitungen il, i2 gebohrt, die von einem Anschlußstück i ausgehen und in eine ringförmige Kammer oder Kehle j enden. Diese mündet im Innern des Körpers b unter eine Scheibe k, die durch ein Gewinde k1 geführt und auf .einem Sitz b3 gehalten wird, der im Körper vorgesehen ist. Die Scheibe k hat auf ihrer Unterseite gegenüber der ringförmigen Kehle j eine kreisförmige Kehle k2, von der kleine radiale Leitungen k3 ausgehen, die in den schraubenförmigen Hohlräumen c4 im mittleren Teil c2 des Kolbenventils c enden. Ein im Körper b befestigter, in eine Nut der Scheibe k eindringender Zapfen k4 richtet diese so, daß sich die Leitungen k3 stets vor den schraubenförmigen Hohlräumen c4 befinden: Wie in Abb. y o, yi und i2 dargestellt, sind die Speisevorrichtungen der verschiedenen Zylinder untereinander durch den gemeinsamen Sammler h verbunden, der dazu bestimmt ist, nach der Zündfolge mit jedem der Zylinder a mittels der entsprechenden Speisevorrichtung in Verbindung zu treten.
  • Vom tiefsten Punkt des Sammlers k geht eine Abzweigung hl ab, die ihn mit der Ansaugekammer h eines kleinen Kreiselkompressors l verbindet, der mit großer Geschwindigkeit durch den Motor selbst über die Welle 12 angetrieben wird.
  • Der untere Teil der Druckkammer L3 des Kompressors l ist mit den Speisevorrichtungen der verschiedenen Zylinder durch Rohre m verbunden, die in dem Anschlußstück i im Körper b der Speisevorrichtungen enden. Diese Rohre in sind' mit einer Wärmeschutzhülle mal umgeben, um zu vermeiden, daß die Temperatur des Gasgemisches während des Durchganges durch die Rohre sinkt.
  • Ein Druckbrennstoffverteiler 14 dessen Abgabe veränderlich ist und durch einen Hebel W geregelt wird, ist an die Welle Z2 des Kompressors gekuppelt und wird wie der Kompressor Z selbst mit einer Geschwindigkeit angetrieben, die mit der Geschwindigkeit der Kurbelwelle des Motors bei normalem Funktionieren in unveränderlichem Verhältnis steht, aber größer ist als die der Kurbelwelle.
  • Die Druckkammer des Brennstoffverteilers za ist durch ein Rohr n= mit einer mechanischen Zerstäubungsvorrichtung o verbunden, die in der Ansaugekammer h des Kompressors l liegt.
  • Diese mechanische Zerstäubungsvorrichtung kann, wie gestrichelt bei o1 in Abb. i2 gezeigt ist, durch eine Venturivorrichtung ersetzt werden, die einfach oder mehrfach angeordnet sein kann und von der Art ist, die zur Zerstäubung des Brennstoffes bei Vergasern angewendet wird und im Innern der Abzweigung hl, die vom Sammler h zum Kompressor l führt, angeordnet ist.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Gegen Ende der Kompression in jedem Zylinder a stellt der Nocken f durch Einwirkung auf die Traverse f1 des Kolbenventils c die Verbindung zwischen dem Zylinder und seiner Speisevorrichtung in verhältnismäßig großem Durchtrittsquerschnitt dadurch her, daß er das Ventil e von seinem Sitz entfernt und den unteren zylindrischen Teil cl des Kolbenventils c um eine genügende Strecke senkt, so daß er aus der Bohrung b1 im Körper b hinausgeht. Ein Teil des normalen Gasgemisches, das im betrachteten Zylinder gebildet wurde, geht durch die Kammer g der Speisevorrichtung und durch die Leitung b2 in ihrem Körper in den gemeinsamen Sammler h. Die verschiedenen Teilbeträge des normalen Gasgemisches laden so den Sammler h.
  • Der Kreiselkompressor l setzt diese Masse des normalen Gasgemisches, die im Sammler h aufgespeichert ist, in Bewegung, indem er sie durch die Abzweigung hl in die Kammer 11 ansaugt, sie in die Kammer 13 drückt und sie zum ,gemeinsamen Sammler h zurückschickt, indem sie durch die Speisevorrichtung jedes Zylinders in folgender Reihenfolge geht: Rohr m, Anschlußstück i, Leitung arm, i2, ringförmige Kehle j im Körper b, ringförmige Kehle k2 und Leitung k3 in der Scheibe k, schraubenförmige Hohlräume c4 des Kolbenventils, Kammer g, Leitung b2 im Körper b.
  • Das normale Gasgemisch, das auf- diese Art in ständiger schneller Bewegung gehalten wird, wird bei seinem Durchgang in die An-,saugekammer h des Kreiselkompressors l durch Zuführung von Brennstoff durch die mechanische Zerstäubungsvorrichtung o oder durch die Venturivorrichtung am Eingang der Abzweigung hl zwischen Sammler h und Kompressor l angereichert. Diese Brennstoffzufuhr, deren Betrag durch den Verteilern geregelt werden kann, geschieht stets vordem Eintritt der gasförmigen Masse in den Kompressor Z und in seine Ansaugezone.
  • Die schnelle Zirkulation sowie die Anreicherung des im Sammler h aufgespeicherten normalen Gasgemisches gehen sozusagen in geschlossenem Kreislauf vor sich. Der Kompressor l ermöglicht es infolge der durch ihn erzeugten Rührbewegung, ein homogenes, sehr brennstoffreiches Gemisch zu erhalten.
  • Sobald ein Zylinder a fest geschlossen ist, das heißt sobald .die Zuführungsöffnungen oder das Einlaßventil geschlossen sind, am Beginn der Kompressionsphase im Zylinder, wirkt der Nocken f auf das Kolbenventil c und das Ventile ein, die fest miteinander verbunden sind. Das Ventil e öffnet sich zuerst langsam infolge der dem Nocken f gegebenen Gestalt, während das Kolbenventil langsam abwärts geht, wobei sein unterer zylindrischer Teil cl noch in der Bohrung bi im Körper b bleibt. Es folgt daraus,) daß die Speisevorrichtung nur durch den verhältnismäßig kleinen Querschnitt der Düsen d mit dem Zylinder in Verbindung steht.
  • Das reiche Gasgemisch, das auf dem oben beschriebenen Weg durch die Speisevorrichtung geht, strömt durch die schraubenförmigen Hohlräume c4, die ihm eine Wirbgl-Bewegung erteilen, welche eine reguläre und gleichmäßige Beschickung der Absperrdüsen gewährleistet, indem es durch die Gemischkammer c' zwischen den Teilen c1 und c2 des Kolbenventils geht.
  • Es wird also ein reiches Gasgemisch mit sehr großer Geschwindigkeit durch die Düsen d gespritzt und durch Wirbelung in der im Zylinder a komprimierten reinen Luft zerstreut.- Die große Ausströmgeschwindigkeit folgt .aus dem beträchtlichen Druckverhältnis zwischen Sammler h und Zylinder a sowie aus dem Profil der Düsend.
  • Während der ersten Phase der Einspritzperiode in den Zylinder a erfolgt die Entladung des Sammlers h einzig durch die Absperrdüsend., derart, daß, wenn noch flüssiger Brennstoff in Tropfenform infolge der Unbeweglichkeit des Kolbenventils c und des Ventils e während der vorhergehenden Periode vorhanden ist, diese Tröpfchen durch Zerreißen getrennt und durch die Geschwindigkeit des am Ausgang des divergenten Teiles der Düsen d sich ausdehnenden Gases zerstreut werden. Während dieser Zeit setzt der Kolben seinen aufsteigenden Kompressionshub im Zylinder a fort, und der Druckunterschied zwischen dem Zylinderinnern und dem Sammler h wird kleiner. Wenn sein Betrag nicht mehr zur Zerstäubung ausreicht, läßt der Nocken f beim Fortgang seiner Drehung den unteren zylindrischen Teil cl des Kolbenventils aus seiner Bohrung bt im Körper b austreten. Ein beträchtlicher kreisförmiger Durchtrittsquerschnitt tritt so plötzlich zu dem der Düsen d hinzu, und es entsteht ein Druckausgleich zwischen dem Sammler h und dem Zylinder ca.
  • Die Wärmezufuhr infolge der Kompression im Zylinder ermöglicht es, den zerstreuten Brennstoff zu vergasen. In diesem Augenblick wird die Luft bis zu einem normalen Betrag vollständig karburiert durch die Zerstreuung und die Mischung des reichen Gases, das in die_im Zylinder enthaltene Luftmenge eingespritzt ist.
  • Wenn der Kolben seinen Kompressionshub im Zylinder fortsetzt, wird die. Richtung des Stromes zwischen Sammler h und Zylinder a umgekehrt. Der Zylinder wird jetzt in den Sammler h- entladen, und zwar durch die Speisevorrichtung für den betrachteten Zylinder. Eine normal karburierte Gasmenge wird in einem Volumen, das dem der zuvor in den Zylinder a eingespritzten reichen Gasmischung entspricht, in den Sammler h zurückgeschickt, wo sie sich mit der schon dort befindlichen Gasmenge mischt, die auf dieselbe Weise von den anderen Zylindern am Ende ihrer Kompressionsphase zurückgeschickt worden ist. Diese Gasmenge wird bei ihrem Vorbeigehen vor der mechanischen Zerstäubungsvorrichtung bzw. der Venturivorrichtung mit Brennstoff angereichert, und das reiche Gasgemisch wird durch den Kompressor z in beständiger Zirkulation durch die Rohre in, die Speisevorrichtungen für die Zylinder und den Sammler h gehalten.
  • Die Periode der Ladung des Sammlers h mit normaler Gasmischung durch jeden der Zylinder a dauert bis zum Zündpunkt im betrachteten Zylinder. Sie wird in diesem Augenblick durch das schnelle Schließen des Ventils e unterbrochen, das durch die Federn f2 wieder auf seinen Sitz geführt wird, um die Verbrennung der im Sammler h aufgespeicherten Ladung zu verhüten.
  • Die Zündung im Zylinder wird durch den elektrischen Funken erzeugt, die Verbrennung findet statt, und der Druck im Zylinder steigt bis zum Ende des Hubes. Es findet dann die Expansion der Verbrennungsgase, gefolgt vom Ausstoßen der verbrannten Gase statt. Der Zylinder erhält dann eine neue Ladung reiner Luft, und wenn der Motorkolben sich von neuem am Anfang der tatsächlichen Kompression befindet und alle seine Öffnungen geschlossen sind, öffnet sich das Ventil e, gesteuert vom Nocken f, von neuem, um eine Einspritzung von reichem Gasgemisch in die im Zylinder enthaltene reine Luft zu ermöglichen. Die verschiedenen Phasen des Kreislaufes treten auf die oben beschriebene Weise wieder ein. Er ist für alle Zylinder desselben Motors gleich in der Reihenfolge ihrer Zündung.
  • Die Homogenität der Ladung, die man schließlich in jedem Zylinder erhält und die von der Zerstreuung des reichen Gasgemisches in der im Zylinder enthaltenen reinen Luft herrührt, ist bedeutend größer als die Homogenität des Gasgemisches, das man erhält, wenn man ein sehr geringes Volumen flüssigen Brennstoff in eine beträchtliche Luftmasse spritzt. Die Zündung dieser homogenen Masse wird leichter erzielt, und ihre vollständige Verbrennung ist schneller, was ein wesentlicher Vorteil für das ordnungsmäßige Funktionieren von Motoren bei erhöhtem Betrieb ist, dessen Verwirklichung so erleichtert wird.
  • Will man mit diesem Verfahren zur Bildung der einzuspritzenden Ladung den besten Ertrag erzielen, so ist es nötig, die Leitungswände durch eine Zirkulation von heißer Luft oder heißem Gas in einer die Leitungen umgebenden Hülle thermisch zu isolieren, wie es bei p in den Abb. r o, r r, 12 dargestellt ist. Man braucht die in den Leitungen zirkulierenden Gasmengen weder zu erwärmen noch abzukühlen, wenn man die in der Konstruktion des Motors (Volumen der Kompressionskammern in den Zylindern) vorgesehenen Gleichgewichtsbedingungen erhalten will, ausgehend von einem gegebenen Motor.
  • Um das Inbetriebsetzen des Motors in kaltem Zustand zu ermöglichen unter Verwendung schwerer Brennstoffe, wie Brennpetroleum, Alkoholen, Gasölen, Pflanzenölen u. dgl., deren Dämpfe bei gewöhnlicher Temperatur nicht entzündbar sind, wird ein elektrischer Widerstand r (Abb. 12) auf eine Muffe r1 aufgerollt, die aus elektrisch isolierendem, aber gut wärmeleitendem Stoff besteht und auf der gut wärmeleitenden Wand des Abzweigungsrohres h1 angebracht ist, das den Sammler h mit_ der Ansaugekammer 1i des Kompressors Z verbindet. Der Widerstand r wird durch eine äußere Hülle r2 aus feuerfestem Stoff geschützt. Vor dem Inbetriebsetzen des Motors wird der Widerstand r etwa eine Minute lang erwärmt durch den niedrig gespannten Strom, der durch eine zum Anfahren des Motors dienende Akkumulatorenbatterie erzeugt wird.
  • Man kann an Stelle des Kreiselkompressors mit Flügeln L eine Zentrifugenturbine großer Geschwindigkeit, eine Kolbenpumpe, eine Scheibenpumpe o. dgl. verwenden, ohne an der Art der Bildung und Zirkulation des zum Einspritzen in die Zylinder bestimmten reichen Gasgemisches etwas zu ändern.

Claims (5)

  1. PATENT ANSPRÜCHE: r. Einrichtung zur Gemischbildung und Speisung von Brennkraftmaschinen mittels eines reichen Gasgemisches, welches durch Einspritzen eines flüssigen oder gasförmigen Brennstoffes in Luft oder ein normales Gasgemisch hergestellt ist und in einer Kreisleitung beispielsweise mittels Kompressors in beständigem Umlauf gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft oder das normale Gasgemisch unter Druck in die gegen die Außenluft völlig abgeschlossene Kreisleitung eingeführt wird, welche einen für alle Zylinder gemeinsamen Raum aufweist, in dem beständig Brennstoff in die Luft oder das normale Gemisch eingespritzt wird, so daß ein reiches Gäsgemisch entsteht, welches mittels eines Kompressors in beständigem Umlauf in für jeden Zylinder besondere Leitungen gedrückt wird, die in dem gemeinsamen Raum vor der Einspritzstelle für den Brennstoff münden, wobei das reiche Gasgemisch während der Kompressionsphase der einzelnen Zylinder in diese eingepreßt wird, um mit der in den Zylindern befindlichen reinen Luft ein normales Gasgemisch zu bilden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr von normal karburiertem Gasgemisch in die Kreisleitung dadurch erfolgt, daß der Arbeitskolben jedes Zylinders während des letzten Teiles des Kompressionshubes einen Teil des im Zylinder (ca) befindlichen normalen Gasgemisches in die Kreisleitung drückt.
  3. 3. Einrichtung nach Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung eines elektrischen Widerstandes (y), der um die Abzweigung gelegt ist, die vom Sammler (h) zur Saugseite des Kompressors, der Pumpe o. dgl. (l) geht, und der dazu bestimmt ist, durch einen niedrig gespannten Strom erwärmt zu werden, zum Ingangsetzen des Motors in kaltem Zustand unter Verwendung schwerer Brennstoffe. q..
  4. Einrichtung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zylinder aus einem Körper mit aneinander befestigtem Kolbenventil (c) und Ventil (e) besteht, die durch einen einzigen und denselben Nocken (f) betätigt werden, so daß zuerst die Öffnung des Ventils (e) allein und nach einer gewissen Zeit auch die Öffnung des Kolbenventils (c) bewirkt wird, so daß die Verbindung zwischen dem Zylinder und der Speisevorrichtung zuerst durch einen kleinen Durchtrittsquerschnitt und dann durch einen plötzlich vergrößerten Durchtrittsquerschnitt hergestellt wird.
  5. 5. Einrichtung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung des reichen Gasgemisches, das vom Druckstutzen des Kompressors, der Pumpe o. dgl. (L) kommt, in die Speisevorrichtung jedes Zylinders mittels einer Scheibe (k) erfolgt, die auf einem im Körper der Speisevorrichtung vorgesehenen Sitz (b3) angeordnet ist und gegenüber einer ringförmigen Kehle (j), die in diesem Sitz ausgehöhlt ist und mit der Druckseite des Kompressors o. dgl. verbunden ist, eine entsprechende ringförmige Kehle (k2) aufweist, die durch in der Scheibe (k) vorgesehene Leitungen (k3) n *t Ü Hohlräumen (c4) in Verbindung steht, die in der Seitenfläche des Kolbenventils (c) vorgesehen sind, wobei diese Scheibe (k) in einer geeigneten winkligen Lage mit Bezug auf den Körper der Speisevorrichtung gehalten wird.
DER86357D 1931-11-07 1932-11-08 Einrichtung zur Gemischbildung und zum Speisen von Brennkraftmaschinen Expired DE620789C (de)

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