DE620455C - Kohleelektrode fuer elektrische Elemente - Google Patents

Kohleelektrode fuer elektrische Elemente

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Publication number
DE620455C
DE620455C DES114348D DES0114348D DE620455C DE 620455 C DE620455 C DE 620455C DE S114348 D DES114348 D DE S114348D DE S0114348 D DES0114348 D DE S0114348D DE 620455 C DE620455 C DE 620455C
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DE
Germany
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pored
carbon
coarse
coating
carbon electrode
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Expired
Application number
DES114348D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Oswald V Wartburg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Plania Werke AG
Original Assignee
Siemens Plania Werke AG
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Publication date
Application filed by Siemens Plania Werke AG filed Critical Siemens Plania Werke AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE620455C publication Critical patent/DE620455C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M12/00Hybrid cells; Manufacture thereof
    • H01M12/04Hybrid cells; Manufacture thereof composed of a half-cell of the fuel-cell type and of a half-cell of the primary-cell type
    • H01M12/06Hybrid cells; Manufacture thereof composed of a half-cell of the fuel-cell type and of a half-cell of the primary-cell type with one metallic and one gaseous electrode

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. OKTOBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
. KLASSE 21b GRUPPE 7oi
Kohleelektrode für elektrische Elemente
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1934 ab
Zur Herstellung von Elementen, die durch Luftsauerstoff depolarisiert werden, würden sich Kohlen gut eignen, die ähnlich den sog. aktiven Kohlen eine sehr hohe Porosität haben. Wenn sich der Verwendung solcher Kohlen dennoch erhebliche Schwierigkeiten entgegenstellen, so liegt die Ursache dafür darin, daß es nicht möglich ist, diese Kohlen mechanisch fest zu gestalten und ihnen eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit zu verleihen, und zwar deshalb nicht, weil diese Kohlen nicht mit den sonst üblichen Bindemitteln, wie Pech u. dgl., gebunden werden können, da hierdurch die
!5 wirksame Porosität wieder' verlorengehen würde, und weil ferner die Elektroden, wenn sie ihre Aktivität behalten sollen, nur bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur gebrannt werden dürfen.
Es haben sich daher auch die bekannten Elektroden nicht bewährt, die in einem Arbeitsgang entweder so hergestellt werden, daß mittels eines geeigneten Preßwerkzeuges die Dichtigkeit des Kohlemassegefüges an dem äußeren Umfang erhöht wird, so daß die Porosität des gebrannten Körpers von außen nach innen zunimmt, oder bei deren Herstellung die Korngröße der Masse so verteilt wird, daß sich die gröberen Körner in der Mitte befinden und die Korngröße nach außen und innen immer kleiner wird. Wenn man nämlich solchen Elektroden dann die notwendige mechanische Festigkeit erteilen will, muß man sie bei sehr hohen Temperaturen brennen, wodurch sie zwar eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit erhalten, jedoch die Aktivität der Elektrode verlorengeht.
Gemäü der Erfindung werden die Schwierigkeiten, die sich bisher bei der Herstellung ^0 von Kohleelektroden für Elemente ergaben, durch eine bei hoher Temperatur gebrannte, grobporöse Kohle und einen in einem besonderen Arbeitsgang auf die gebrannte, grobporöse Kohle aufgebrachten Überzug von feinporiger, aktiver, nicht oder bei niedriger Temperatur gebrannter Kohle vermieden. Die festgebrannte, grobporöse Kohle gestattet dann den Durchtritt von Gasen und dient als gutleitender Träger für den Überzug aus feinporiger, gebrannter Kohle; der für die Übertragung von Sauerstoff geeignet ist. Der Überzug aus. feinporiger Kohle wird zweckmäßigerweise auf den Körper aus grobporiger Kohle als Paste vor seinem Brennen oder Trocknen aufgetragen. Die Kohleelektrode gemäß der Erfindung kann als Hohlkörper ausgebildet sein und entweder mit der Innenoder Außenseite dem Elektrolyten ausgesetzt sein, während an der entgegengesetzten Seite
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Oswald v. Wartburg in Berlin-Weißensee.
Luft hinzutreten kann. In jedem Falle ist die dem Elektrolyten zugewandte Seite mit dem aktiven Überzug aus -feinporiger Kohle versehen. "Die gutleitende/ grobporige Trägerkohle wird zweckmäßig aus grobkörnigem Material und fester Bindung hergestellt. Der aktive, feinporige Überzug besteht vorteilhaft aus sehr fein gemahlener, feinporiger Kohle, beispielsweise aus Torfkohle, Holzkohle oder
ίο Kohle aus anderen organischen Stoffen, und wird vor oder während des Aufbringens mit Wasserglas oder einem ähnlichen trocknenden Bindemittel angefeuchtet. Man kann den aktiven Kohleüberzug auf der Trägerkohle auch dadurch erzeugen, daß man eine poröse, aus ungebrannten, organischen Substanzen in geeigneter Auswahl und einem verkokenden Bindemittel bestehende Paste auf die Trägerkohle aufträgt und dann die Elektrode nochmais bei niedriger Temperatur brennt. Als Bindemittel dienen in diesem Falle zweckmäßigerweise Dextrin, Syrup ο. dgl.
Um das Haften des aktiven Überzuges auf der Trägerkohle zu begünstigen, ist es zweckmäßig, die Trägerkohle vor der Erzeugung des aktiven Überzuges durch an sich bekannte Methoden, wie Oxydation o. dgl., aufzurauhen.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele
der Erfindung:
Fig. ι zeigt eine Kohleelektrode für Elemente, bei der die äußere Oberfläche der Elektrode mit dem feinporigen, aktiven Überzug versehen ist. Die inneren Kanäle 2 in der Kohle, durch die der Sauerstoff zugeführt wird, sind an ihrer unteren Oeffnung durch Pfropfen 3 abgeschlossen. Der feinporige, aktive Überzug 4 ist, wie schon erwähnt, dem Elektrolyten ausgesetzt.
Fig. 2 zeigt eine Elektrode, bei der die Trägerkohle nach der Elektrolytseite hin gerippt ausgebildet ist. Vom Fuße der Vertiefungen aus verlaufen zum gemeinsamen Hohlraum hin Luftkanäle. Durch diese Anordnung ist erreicht worden, daß der aktive Kohleüberzug 12 in enge Berührung mit dem Luftsauerstoff gelängt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche;
    i. Kohleelektrode für elektrische Elemente, gekennzeichnet durch eine bei hoher Temperatur gebrannte, grobporöse Kohle und einen auf der gebrannten, grobporösen Kohle aufgebrachten Überzug von feinporiger, aktiver, nicht oder bei niedriger Temperatur gebrannter Kohle.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung einer Kohleelektrode gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus feinporiger, aktiver Kohle auf den Körper aus grobkörniger Kohle als Paste vor seinem Brennen oder Trocknen aufgetragen wird.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung einer Kohleelektrode gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der aktive 5S Kohleüberzug auf der grobporigen Kohle dadurch erzeugt wird, daß eine poröse, aus ungebrannten, organischen Substanzen in geeigneter Auswahl und einem verkokenden Bindemittel bestehende Paste' auf die grobporige Kohle aufgetragen und bei niedriger Temperatur gebrannt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die grobporige Kohle vor dem Aufbringen des Überzuges aufgerauht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES114348D 1934-06-16 1934-06-16 Kohleelektrode fuer elektrische Elemente Expired DE620455C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1187696B (de) * 1961-07-05 1965-02-25 Varta Pertrix Union Ges Mit Be Einen Hohlraum aufweisende positive Elektrode fuer plattenfoermige Luftsauerstoffelemente
DE3339756A1 (de) * 1983-11-03 1985-05-15 Sigri Elektrographit Gmbh, 8901 Meitingen Aktivkohle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1187696B (de) * 1961-07-05 1965-02-25 Varta Pertrix Union Ges Mit Be Einen Hohlraum aufweisende positive Elektrode fuer plattenfoermige Luftsauerstoffelemente
DE3339756A1 (de) * 1983-11-03 1985-05-15 Sigri Elektrographit Gmbh, 8901 Meitingen Aktivkohle

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