DE616882C - - Google Patents
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- H01G4/00—Fixed capacitors; Processes of their manufacture
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- Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
7. AUGUST 1935
7. AUGUST 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21g GRUPPE 10
A 60643 VIII cf21g Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: ii.Juli
Allgemeine Elektncitäts-Gesellschaft in Berlin*)
Elektrischer Kondensator für Hochspannung in Form eines Hänge-, Stützoder
Durchführungsisolators mit mechanisch festen Belegungen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1931 ab
Die Herstellung von Hochspannungskondensatoren mit einem keramischen Material
als Dielektrikum, wie sie beispielsweise zur Ankopplung von Niederspannungskreisen bei
der leitungsgerichteten Hochfrequenztelefonie sowie bei der Fernmessung und Fernsteuerung
verwendet werden, bereitet vor allem dann Schwierigkeiten, wenn es sich um die
Erzielung größerer Kapazitäten handelt. Hinsichtlich
der Wandstärke des Dielektrikums ist man sowohl aus brenntechnischen wie aus Festigkeitsrücksichten an gewisse Grenzen gebunden,
die nicht unterschritten werden dürfen. Andererseits dürfen die Gesamtabmessungen
nicht zu groß werden, da sonst aus Platz- und Gewichtsrücksichten die Unterbringung
in den Hochspannungsanlagen erschwert wird.
Es ist bekannt, für elektrische Hochspannungskondensatoren in Form von Hängeoder
Stützisolatoren mechanisch feste Belegungen zu verwenden. Bei den bekannten Kondensatoren dieser Art handelt es sich um
selbsttragende Belegungen, jedoch werden irgendwelche Zug-, Druck- oder Biegungsbeanspruchungen auf die Belegungen und Anschlüsse
nicht ausgeübt. Demgegenüber handelt es sich bei der Erfindung um einen elektrischen
Kondensator in Form eines Hänge-, Stütz- oder Durchführungsisolators mit mechanisch festen Belegungen, die als zwei
oder mehrere ineinander gesteckte Hohlkörper ausgebildet sind, bei welchen Zug- oder Biegungsbeanspruchungen
auf den Kondensator, beispielsweise durch Anhängen eines weiteren Kondensators oder einer Freileitung, ausgeübt
werden können.
Um zu verhindern, daß die dielektrischen Teile des Kondensators auf Zug und/oder Biegung
beansprucht werden, wird dieser erfindungsgemäß so ausgebildet, daß das Dielektrikum,
der Durchführungsisolator für den Hochspannungsanschlußbolzen und die zwischen den Belegungen befindlichen, abstandhaltenden
Isolierkörper, von mechanischen Zug- und/oder Biegungsbeanspruchungen entlastet sind.
Tn der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Abb. ι zeigt zwei der neuen kettenartig
"J Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Richard Tröger in Berlin-Zehlendorf.
aneinanderhängenden Kondensatoren, von denen der obere im Längsschnitt und der
untere in Ansicht dargestellt ist.
Tn Abb. 2 ist ein Teilschnitt einer anderen Ausführungsform des Kondensators nach
Abb. ι zu sehen.
Durch den Isolator ι ist ein Metallbolzen 2 hindurchgeführt, welcher die mechanische
Verbindung des Kondensators mit dem Aufhängegerüst, beispielsweise mit einem Leitungsmast
oder mit einem weiteren Kondensator, an dem der dargestellte Kondensator kettenartig aufgehängt ist, herstellt. Auf das
untere Ende des Metallbolzens 2 ist ein Hohlkörper aus Metallblech 3 aufgeschraubt, welcher
die eine Belegung des Kondensators bildet. Die in Abb. 1 dargestellte Schraubenverbindung
zwischen dem Bolzen 2 und dem Hohlkörper 3 wird zweckmäßig nachträglich noch verschweißt oder verlötet, damit die
gegenseitige richtige Lage der beiden Teile festliegt. Die feste mechanische Verbindung
zwischen Bolzen 2 und Hohlkörper 3 kann auch, in anderer Weise erreicht werden. Über
dem Hohlkörper 3 und an allen Stellen etwa im gleichen Abstand zu diesen ist ein weiterer
Metallhohlkörper 4 vorgesehen. Die beiden Hohlkörper sind mechanisch so fest ausgebildet,
daß sie die Zug- und Biegungs- und Druckbeanspruchungen, welche auf sie ausgeübt
werden, aushalten. Der Hohlkörper 4 ist bei 5 mit dem Isolator 1 durch Verkitten
o. dgl. verbunden. Im übrigen ist aber dafür Sorge getragen, daß eine gewisse Beweglichkeit
zwischen dem Hohlkörper 4 und dem Isolator 1 ermöglicht wird. Zu diesem Zweck
ist bei dem Ausführungsbeispiel der Hohlkörper 4 bei 6 wellenrohrartig ausgebilder,
so daß geringe Lagenänderungen des Hohlkörpers 4 nicht auf den Isolator 1 übertragen
werden und dieser weitgehendst von mechanischen Beanspruchungen entlastet ist. Zwischen
den Metallhohlkörpern 3 und 4 befinden sich Druckstücke 7 aus Isoliermaterial, welche die
gesamte mechanische Belastung des Kondensators von dem Metallhohlkörper 3, welcher
an dem Bolzen 2 hängt, auf den Metal !hohlkörper 4 übertragen. Außer den Druckstücken
7 werden noch eine Anzahl Abstandhalter 8 aus Isoliermaterial zwischen den Hohlkörpern 3 und 4 vorgesehen, welche
mechanisch nicht stark beansprucht werden und lediglich dazu dienen, die Metallhohlkörper
3 und 4 im richtigen Abstand voneinander zu halten. Sowohl die Druckstücke 7 als auch die Abstandhalter 8 werden zur Vermeidung
von Kriechströtnen zweckmäßig mit möglichst großer Oberfläche ausgebildet, um
den Weg für den Strom zu vergrößern und
ihm dadurch das Fließen zu erschweren. Die Druckstücke 7 und auch die Abstandhalter 8
können als Kreisringe oder Kreissegmente ausgebildet sein, da der Metal !hohlkörper 4
j aus mehreren, mindestens zwei Teilen besteht, j welche erst nach dem Aufbringen der Druckstücke
7 bzw. Abstandhalter 8 über diese geschoben und miteinander verbunden werden. Der Hohlraum zwischen den Metallhohlkörpern
3 und 4 dient zur Aufnahme des eigentlichen Kondensatordielektrikums 9, weiches keinerlei mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt
ist und deshalb sich in gasförmigem, flüssigem oder festem Aggregatzustand befinden
kann. Falls erforderlich, kann auch eine vollständige Abdichtung des Hohlraumes zwischen den Hohlkörpern 3 und 4 erfolgen,
indem beispielsweise eine stoffbuchsenartige Dichtung 10 am oberen Ende des Isolators 1
vorgesehen wird. Statt dieser Abdichtung kann aitch ein elastisches Zwischenglied vorgesehen
werden, das sowohl mit dem Isolator ι als auch mit dem Bolzen 2 fest verbunden
ist, aber zwischen diesen Befestigungsenden genügend Elastizität besitzt. Es gibt
auch noch andere Ausführungsmöglichkeiten, bei denen ebenfalls auf eine ausreichende Beweglichkeit
zwischen Bolzen und Isolator geachtet werden muß. Fernerhin muß dafür Vorsorge getroffen werden, daß das Dielektrikum
zwischen den als Belegungen dienenden Hohlkörpern 3 und 4 den auftretenden Temperaturänderungen
folgen kann. Wenn man ein flüssiges Dielektrikum, wie z. B. öl, verwendet,
so kann man dies dadurch erreichen, daß man nicht den ganzen Hohlraum damit ausfüllt, sondern beispielsweise am Isolatorkopf
eine geringe Menge eines inerten Gases einbringt, welches bei Volumenänderungen der Flüssigkeit komprimiert wird bzw. wieder
expandiert. Eine besonders zweckmäßige Ausführung erhält man, wenn man den Hohlkörper
3, der ja an seinem unteren Teil mechanisch nicht beansprucht wird, elastisch
ausbildet, so daß er bei Volumenänderungen des Dielektrikums nachgibt. Zur Verbindung
des Kondensators mit dem Zuleitungsdraht oder mit einem weiteren an ihn angehängten
Kondensator dient eine Befestigungsarmatur 12, welche ebenso wie eine Versteifungsrippe
11 mit dem unteren Ende des Metallhohlkörpers 4 fest verbunden ist. Bei dem Ausführungsbeispiel
nach Abb. 1 ist an die Befestigungsarmatur 12 ein Bolzen 2 eines weiteren
in Ansicht dargestellten Kondensatorgliedes angehängt. Da die Befestigungsarmatur
mit dem äußeren Metallhohlkörper 4 leitend verbunden ist, erfolgt mittels des Bolzens
2 gleichzeitig eine elektrische Hintereinanderschaltung der aneinandergehängten Kondensatorglieder.
In Abb. 2 ist ein Ausführungsbeispiel des neuen Kondensators für wesentlich größere
Kapazität bei gleichen äußeren Abmessungen wie in Abb. ι dargestellt. Die Vergrößerung
der Kapazität wird durch die Vergrößerung der Oberflächen der Hohlkörper 3 und 4
erreicht. Diese sind nämlich falten- bzw. wellenförmig ausgebildet, wobei die Wellen in
das Innere des Körpers hineinragen, so daß eine Vergrößerung der äußeren Abmessungen
vermieden wird. Auch bei dieser Konstruktion werden die Hohlkörper 3 und 4 durch Abstandhalter
8 im richtigen Abstand voneinander gehalten. Man hat derartige Faltenoder Wellenformen auch schon bei Kondensatoren
mit keramischem Dielektrikum herzustellen versucht, jedoch lassen sich meistens praktisch keramische Materialien nicht mit der
erforderlichen Festigkeit in derartig komplizierte Formen bringen. Aus Metall kann
jedoch die in Abb. 2 dargestellte Form auch in wirtschaftlicher Weise hergestellt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 ist nur eine Faltung an der Unterseite des Kondensators
vorgesehen und die Befestigungsarmatur 12 mit der Befestigungsrippe 11 der-
artig befestigt, daß die Falten oder Wellen durch Zug- und Druckkräfte nicht beanspi acht
werden.
Die Vorteile des neuen Kondensators gegenüber den bisherigen dieser Art liegen vor
allem darin, daß das Dielektrikum zwischen den Kondensatorbelegen von mechanischen
Beanspruchungen freigehalten wird. Der Abstand der Belege 3 und 4 kann somit nach rein
elektrischen Gesichtspunkten festgestellt werden. Alle auftretenden Zug- und Biegungskräfte werden von den Metallhohlkörpem aufgenommen,
die zweckmäßig aus besonders widerstandsfähigem Metall hergestellt werden. Die einzige mechanische Beanspruchung
eines Isoliermaterials tritt bei den Druckstücken 7 auf. Diese Druckbeanspruchungen
sind jedoch leicht zu bewältigen, da Isoliermaterialien wie Porzellan eine hohe Druckfestigkeit
haben. Die neuen Kondensatoren können wesentlich leichter gebaut werden als bisher, da schwere Porzel'ankörper 0. dgl.
nicht Verwendung finden. Außerdem wird die Herstellung wesentlich vereinfacht und verbilligt.
Da die Metallkörper hohe Biegungs- und Zugfestigkeit haben, können die Kondensatoren
ohne weiteres als Hänge- bzw. Abspannisolatoren für Leitungen sowie als Stützisolatoren ausgebildet werden. Da das
Gewicht und die Abmessungen der Kondensatoren vergrößerter Kapazität nach Abb. 2
verhältnismäßig gering sind, kann man sie gleichzeitig als Abspann- oder Hängeketten
verwenden, ohne daß deshalb die Tragkonstruktion verstärkt oder erhöht zu werden
braucht. Während in dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 nur zwei derartige Kondensatorglieder
dargestellt sind, können auch, je nachdem die Verhältnisse es erfordern, mehrere
derartige Kondensatoren kettenartig aneinandergehängt werden.
Claims (9)
1. Elektrischer Kondensator für Hochspannung in Form eines Hänge-, Stützoder
Durchführungsisolators mit mechanisch festen Belegungen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kondensatofbelegungen als zwei oder mehrere ineinandergesteckte
Hohlkörper (3, 4) großer Festigkeit ausgebildet sind, und das Dielektrikum (9), der Durchführungsisolator (1) für den
Hochspannungsanschlußbolzen (2) und die zwischen den Belegungen (3, 4) befindlichen
abstandhaltenden Isolierkörper (7,8) von mechanischen Zug- und/oder Biegungsbeanspruchungen
entlastet sind.
2. Elektrischer Kondensator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
mechanisch festen Kondensatorbelegungen durch nur auf Druck beanspruchte Isolierkörper
(7) und/oder besondere, mechanisch wenig beanspruchte Abstandhalter (8) aus Isoliermaterial in Abstand voneinander
gehalten sind.
3. Elektrischer Kondensator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Druckstücke (7) und die Abstandhalter (8) durch die besondere Ausbildung ihrer
Oberfläche Kriechströme verhindern.
4. Elektrischer Kondensator nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckstücke (7) bzw. die Abstandhalter (8)' als Kreisringe oder Kreissegmente
ausgebildet sind.
5. Elektrischer Kondensator nach Anspruch ι bis 4, gekennzeichnet durch ein
Dielektrikum (9) aus einem flüssigen oder gasförmigen Stoff zwischen den beiden Hohlkörpern (3 und 4).
6. Elektrischer Kondensator nach Anspruch ι bis 5 mit flüssigem Dielektrikum,
dadurch gekennzeichnet, daß im Kondensator ein Ausdehnungsraum für das Dielektrikum
bei Temperaturschwankungen vorgesehen ist, welcher mit einem inerten Gas gefüllt ist, das den Volumenänderungen
des Dielektrikums ohne erhebliche Druckänderungen folgen kann.
7. Elektrischer Kondensator nach A.nspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß eine oder beide Belegungen (3, 4) an bestimmten Stellen elastisch ausgebildet
sind, um bei Volumenänderungen des Dielektrikums (9) nachgeben zu können.
8. Elektrischer Kondensator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Belegungen (3, 4) an den mechanisch
wenig oder gar nicht beanspruchten S+eilen
wellen- oder fadenförmig ausgebildet sind.
9. Elektrischer Kondensator nach Anspruch ι bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchführungsisolator (1) mit dem Befestigungsorgan (dem Zugbolzen 2)
und dem Hohlkörper (4) derart verbunden ist, daß er einerseits den Hohlraum zwischen
den Belegungen (3 und 4) abdichtet, andererseits aber gegenüber dem Hohlkörper (4) elastisch beweglich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE616882C true DE616882C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE616882C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946468C (de) * | 1936-02-23 | 1956-08-16 | Siemens Ag | Aus kastenfoermigen Teilkondensatoren bestehender Starkstrom-Phasenschieberkondensator |
-
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- DE DENDAT616882D patent/DE616882C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE946468C (de) * | 1936-02-23 | 1956-08-16 | Siemens Ag | Aus kastenfoermigen Teilkondensatoren bestehender Starkstrom-Phasenschieberkondensator |
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