DE607248C - Verfahren zur Herstellung eines Litzenleiters vom Wiederkehrtyp - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Litzenleiters vom Wiederkehrtyp

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DE607248C
DE607248C DEN34789D DEN0034789D DE607248C DE 607248 C DE607248 C DE 607248C DE N34789 D DEN34789 D DE N34789D DE N0034789 D DEN0034789 D DE N0034789D DE 607248 C DE607248 C DE 607248C
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DE
Germany
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stranding
stranded
thermoplastic
strands
stranded conductor
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Expired
Application number
DEN34789D
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Horn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Norddeutsche Seekabelwerke GmbH
Original Assignee
Norddeutsche Seekabelwerke GmbH
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/12Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics

Landscapes

  • Processes Specially Adapted For Manufacturing Cables (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Litzenleiters des sog. Wiederkehrtyps. Unter einem Leiter vom Wiederkehrtyp soll im folgenden ein Litzenleiter verstanden werden, bei dem jeder der Drähte, aus denen er sich zusammensetzt, seine Lage im Leiterquerschnitt wechselt, und zwar derart, daß er in regelmäßiger Aufeinanderfolge von der Mitte des Leiterquer-Schnitts zu der äußeren Umgrenzung und von dort wieder zurückwandert. Die einzelnen Drähte sind dabei von einer isolierenden Oxydschicht oder einer dünnen Lackschicht umgeben. Derartige Litzenleiter haben den Vorteil, daß sie auch beim Durchgang von Strömen hoher Frequenz eine gleichmäßige Stromdichte in allen Teilen des Leiterquerschnitts aufweisen und daher praktisch frei sind von der widerstandserhöhenden Wirkung des Skineffektes. Derartige Leiter eignen sich somit besonders zur Übertragung von Strömen hoher Frequenz, beispielsweise können sie als Leiter in ' Trägerfrequenzkabeln verwendet werden.
Es ist bereits bekannt, zur Herstellung der Litzenleiter vom Wiederkehrtyp zunächst drei einzelne Drähte 1, 2, 3 zu einem Verseilelement 4 zu verseilen, wie dies in Abb. 1 dargestellt ist, darauf drei so gebildete Verseilelemente 4 zu einem Verseilelement höherer Ordnung 5, schließlich wiederum drei solcher Verseilelemente 5 zu einem Litzenleiter 6 zu vereinigen.
Wie sich bei Betrachtung der Abb. 1 sofort ergibt, wechselt jeder Draht seine Lage im Drehquerschnitt in der oben beschriebenen Weise. Ein solcher Litzenleiter zeigt indessen einen schlechten Füllfaktor, den man nur dadurch verbessern kann, daß man den fertig verseilten Litzenleiter einem Zieh- oder Walzprozeß unterwirft. Als Folge der hierbei notwendigen hohen mechanischen Beanspruchung treten jedoch häufig Brüche in den einzelnen Drähten auf, so daß zur Aufrechterhaltung der leitenden Verbindung Lötstellen hergestellt werden müssen, was nicht nur für den Leiter sehr schädlich ist, sondern auch seine Herstellung verteuert.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung dieses Verfahrens und besteht darin, „c|aß während der Herstellung der Litze an geeigneten Stellen zwischen die einzelnen ye'rseilelemente Formstränge aus einem thermoplastischen Material eingelegt und mit diesen zusammen verseilt werden. Das thermoplastische Material soll dabei bei gewöhnlicher Temperatur fest genug sein, um die mechanischen Beanspruchungen der Verseilung auszuhalten. Ein Litzenleiter gemäß der Erfindung könnte beispielsweise in der Art hergestellt werden, daß bei dem in Abb. 1 dargestellten Leiter nicht sämtliche Drähte
*) Fon dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Heins Horn in Nordenham a. d. W.
aus leitendem Metall gewählt werden, sondern daß einzelne Drähte, beispielsweise alle Drähte i, aus einem thermoplastischen Material hergestellt sind. Vorteilhafter sind indessen andere Verseilarten, von denen unten ausführlich die Rede ist. Unterwirft man einen gemäß der Erfindung mit thermoplastischen Zwischenlagen versehenen Litzenleiter einem Zieh- oder Walzprozeß unter gleichzeitiger Anwendung von Wärme, so werden sich die aus thermoplastischem Material bestehenden Stränge auflösen, und infolge der hierbei entstehenden Lücken wird es ohne großen Aufwand an mechanischer Energie möglich sein, der Litze einen hohen Füllfaktor zu geben.
Statt, wie in Abb. ι dargestellt, zwei Einzelleiter mit einem Strang aus thermoplastischem Material zu einem Verseilelement ao höherer Ordnung zu vereinigen, wird man vorteilhafter eine größere Anzahl von Einzelleitern, beispielsweise fünf oder sechs, um einen Kern aus thermoplastischem Material verseilen. Es sind aber auch viele andere Verseilarten denkbar, bei denen der Litzenleiter gemäß der Erfindung dadurch für den Walz- oder Ziehprozeß geeignet gemacht wird, daß zwischen seine Verseilelemente thermoplastische Formstränge eingefügt werden, die unter dem Einfluß der Wärme plastisch werden und die mechanische Festigkeit der Litze in radialer Richtung verändern. Es wurde beispielsweise gefunden, daß eine besonders gute Raumausnutzung durch die \rerseilart gegeben wird, die in Abb. 2 dargestellt ist: Um einen Mitteldraht 10 sind drei Verseilelemente 11 geschlagen, von denen jedes aus einem Kern von thermoplastischem Material 12 besteht, um den sechs Leitungsdrähte 13 verseilt sind.
Eine weitere zweckmäßige Verseilart ist in
Abb. 3 dargestellt: Sechs Formstränge 20 aus thermoplastischem Material werden um einen Kerndraht 21 geschlagen; um dieses Herzstück werden sechs weitere Verseilelemente geschlagen, von denen jedes aus einem Kern von thermoplastischem Material 22 mit darum verseilten sechs Einzeldrähten 23 besteht. Die hierbei entstehende Litze setzt sich somit aus 37 Leitungsdrähten zusammen.
Zum Aufbau eines Leiters von mehr als
37 Drähten kann man um einen Herzdraht drei oder sechs Verseilelemente schlagen, von denen jedes aus einem Gebilde besteht, wie es in Abb. 2 oder 3 dargestellt ist.
Der fertig verseilte Leiter wird nun erwärmt und durch Walzen oder Preßlager gezogen. Abb. 4 gibt einen Querschnitt durch einen Litzenleiter gemäß Abb. 3, nachdem er dem Walzprozeß unterworfen worden ist. Das thermoplastische Material hat die Zwischenräume zwischen den Leitungsdrähten vollständig ausgefüllt und wirkt daher zugleich als Isoliermittel zwischen den Drähten. Verwendet man den gemäß der Erfindung hergestellten Litzenleiter in Tiefseekabeln, so hat man den weiteren Vorteil, daß das thermoplastische Material zugleich als druckausgleichende Masse wirkt.
Die gemäß "der Erfindung zur Verwendung gelangenden Formstränge können aus irgendeinem der thermoplastischen Isolierstoffe der Elektrotechnik bestehen, beispielsweise aus Polystyrol oder aus einer Mischung von Polystyrol mit Guttapercha, Paragutta, Balata oder ähnlichem. Von besonderem Vorteil ist es, Formstränge aus Polystyrol zu verwenden, da sich dieser Stoff zu festen Drähten oder Bändern ausziehen läßt und da er bekanntlich außerdem vorzügliche elektrische Eigenschaften aufweist.
An Stelle der hier beschriebenen thermoplastischen Formstränge können auch gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung Zwischenlagen aus einem durch irgendein Mittel löslichen Stoff verwendet werden, so daß also an Stelle der Wärmebehandlung des verseilten Litzenleiters eine Behandlung mit einem Lösungsmittel treten kann. Beispielsweise ist es möglich, Zwischenlagen aus Guttapercha vor dem Walz- oder Ziehprozeß mit Hilfe von Benzol herauszulösen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung eines Litzenleiters vom Wiederkehrtyp, gemäß dem die Einzeldrähte zunächst zu Verseilgebilden niederer Ordnung und diese wiederum zu Verseilgebilden höherer Ordnung verseilt werden, dadurch gekennzeichnet, daß Formstränge aus einem thermoplastischen oder löslichen Stoff zwischen die Verseilelemente der Litze eingelegt und mit diesen verseilt werden, und daß diese Formstränge nach der Verseilung mit Hilfe der Wärme bzw. mit Hilfe eines Lösungsmittels aufgelöst werden, worauf dann der Litzenleiter einem Walz- oder Ziehprozeß unterworfen wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verseilung der Verseilelemente mit den Formsträngen aus thermoplastischem oder löslichem Material in der Weise geschieht, daß um ein Herzstück Verseilelemente geschlagen werden, die ihrerseits aus einem Kern von thermoplastischem oder löslichem Material bestehen, um den eine Lage Leitungsdrähte verseilt ist.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von
    thermoplastischem Material gebildeten Formstränge aus Polystyrol oder aus einer Mischung von Polystyrol mit Guttapercha, Balata, Paragutta oder ähnlichem bestehen.
  4. 4. Nach dem Verfahren gemäß Anspruch i, 2 oder 3 hergestellter Litzenlei
    ter, dadurch gekennzeichnet, daß das thermoplastische oder lösliche Material, aus dem die bei der Verseilung verwendeten Formstränge bestanden haben, die Zwischenräume zwischen den Leitungsdrähten vollständig und gleichmäßig ausfüllt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEN34789D 1933-01-25 1933-01-25 Verfahren zur Herstellung eines Litzenleiters vom Wiederkehrtyp Expired DE607248C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767806C (de) * 1935-12-24 1953-10-12 Hackethal Draht Und Kabelwerke Aus duennen Einzelleitern zusammengesetzter Hochfrequenzleiter
DE1091906B (de) * 1953-05-05 1960-10-27 British Ropes Ltd Verfahren zum Impraegnieren von Seilen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767806C (de) * 1935-12-24 1953-10-12 Hackethal Draht Und Kabelwerke Aus duennen Einzelleitern zusammengesetzter Hochfrequenzleiter
DE1091906B (de) * 1953-05-05 1960-10-27 British Ropes Ltd Verfahren zum Impraegnieren von Seilen

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