DE604363C - - Google Patents

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DE604363C
DE604363C DENDAT604363D DE604363DA DE604363C DE 604363 C DE604363 C DE 604363C DE NDAT604363 D DENDAT604363 D DE NDAT604363D DE 604363D A DE604363D A DE 604363DA DE 604363 C DE604363 C DE 604363C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R23/00Arrangements for measuring frequencies; Arrangements for analysing frequency spectra
    • G01R23/02Arrangements for measuring frequency, e.g. pulse repetition rate; Arrangements for measuring period of current or voltage

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Induction Machinery (AREA)
  • Tests Of Circuit Breakers, Generators, And Electric Motors (AREA)

Description

  • Schlupfmeßgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Messen der Schlüpfung einer Netzfrequenz gegenüber der Grundfrequenz oder einer harmonischen Oberschwingung eines anderen Netzes. Dasselbe Gerät kann auch dazu dienen, den Schlupf (Drehzahldifferenz) zwischen zwei Wellen verschiedener Drehzahl. zu messen. An Stelle der Anzeige des Meßwertes kann das Gerät auch als Relais dienen, z. B. zur Betätigung eines Kontaktes bei Über- oder Unterschreitung eines bestimmten Schlupfwertes.
  • Es sind bereits Meßinstrumente bekannt, welche dazu dienen, den Schlupf eines Asynchronmotors zu messen. Sie bestehen allgemein aus einer rotierenden -Wicklung, welche von dem zu prüfenden Asynchronmotor mit dessen Drehzahl angetrieben wird, wobei das in der Wicklung erzeugte Drehfeld mit Schlupffrequenz umläuft und auf eine als Meßinstrument ausgebildete Metalltrommel mit Gegenfeder ein Drehmoment ,ausübt oder auch in einer feststehenden Einp'hasenwicklung die Schlupfspannung erzeugt und diese einem 'besonderen Meßinstrument zuführt. Bekannt sind außerdem Meßgeräte zur Bestimmung des Schlupfes zwischen zwei Drehzahlen. Sie beruhen meist auf der Differenzbildung zweier Anzeigewerte der betreffenden Drehzahlen. So ist die -Differenzspannung zweier Gleichstromtachometerdynamos, welche mit den zu vergleichenden Drehzahlen angetrieben werden, dem Schlupf der 'beiden Drehzahlen proportional. Man kann ferner mit Hilfe eines Differentialgetriebes die Differenz der Drehzahlen direkt bilden und durch ein Tachometer zur Anzeige bringen. Diese und andere bekannte Einrichtungen haben gegenüber der im folgenden beschriebenen Erfindung den Nachteil geringerer Genauigkeit oder größerer Empfindlichkeit.
  • Erfindungsgemäß wird eine direkte. Anzeige des Schlupfwertes fi-f2 zweier Ein- oder Mehrphasenfrequenzen f1 und f2 erreicht durch die Vereinigung der bekannten Anordnung eines Periodenumformers und eines Instrumentes zur Messung von Mehrphasen.-leistungen mit einem Synchronmotor in einem Gerät. Der Drehsinn der Bewegung der Erregerwicklung muß dabei dem Drehsinn des in ihr mit der Frequenz f i kreisenden Drehfeldes @entgegengesetzt sein, so daß bei Synchronismus zwischen f1 und f2 (Schlupf o) das Drehfeld j l. gegenüber der zu induzierenden Mehrphasenwicklung stillsteht, also in ihr keine Spannung erzeugt. Ob, die Anordnung so getroffen wird, daß die induzierende, mit f1 gespeiste Wicklung stillsteht und die induzierte, die Schlupffrequenz führende Mehrphasenwicklung mit der Frequenz f2 rotiert, oder ob die induzierende Wicklung mit der Frequenz f 2 rotiert und die induzierte Wicklung feststeht, ist dabei gleichgültig. Wesentlich ist dagegen, daß die induzierte Wicklung eine Mehrphasenwicklung ist, weil nur eine (symmetrische) Mehrphasenleistung unabhängig von der Frequenz konstant ist. Würde man dagegen nur eine einphasige Wicklung anwenden, so würde die in ihr erzeugte Einphasenleistung zu einer im Takt des Schlupfes schwankenden Anzeige führen, da jede Einpbasenleistung im Gegensatz zur Mehrphasenleistung periodisch schwankt.
  • Soll nicht der Schlupf zwischen der Frequenz f l, und der Frequenz 12, sondern der zwischen der Frequenz f1 und der . Frequenz a./2 gemessen werden, so muß die rotierende Wicklung die Drehzahl ,n . f 2 @er-. halten. So interessiert vielfach der Schlupf zwischen der dreifachen Einphasenfrequenz (1a # f2= 3 # 162g Perioden) eines Bahnnetzes und der Frequenz eines damit gekuppelten Drehstromnetzes (fl=5o Perioden). In diesem Falle muß die rotierende Wicklung mit der dreifachen. Einphasendrehzahl angetrieben werden, sei es durch ein überse-tzungsgetriebe i : 3' oder etwa durch einen Einphasensynchronmotor, dessen Polpaarzahl 1/a der Polpaarzahl der induzierenden Drehstromwicklung beträgt, oder durch einen Drehstromsynchronmotor, dessen Polpaarzahl das Dreifache der Polpaarzahl der induzierenden Einphasenwicklung beträgt.
  • Soll der mechanische Schlupf zweier Wellen gemessen werden, so kann man je einen kleinen Synchrongenerator durch jede Welle antreiben lassen und den Schlupf der erzeugten Frequenzen in der beschriebenen Weise messen.
  • Was das Meßinstrument selbst betrifft, so kann es nach irgendeinem zur Messung von Mehrphasenleistungen bekannten Prinzip gebaut werden. So kann z. B. die in der Mehrphasenwicklung induzierte Leistung in einem Mehrphasenwiderstand in Wärme umgesetzt werden und der Schlupfwert nach der erzeugten Wärme (z. B. auf Grund der Wärmeausdehnung oder mit Hilfe eines Thermdelementes) bestimmt werden. Man kann ferner die induzierte Mehrpbasenleistung in mechanisches Drehmoment umsetzen, indem das Instrument nach Art eines Mehrphaseninduktionsmotors eine feststehende Mehrphasenwicklung erhält, welche mit der erzeugten Mehrpbasenleistung gespeist wird. Im Felde dieser Wicklung befindet sich ein beweglicher Anker mit Kurzscblußwicklung (z. B. Kupferzylinder). Der Anker, an dem man. den Zeiger des Meßinstrumentes anbringen wird, muß mit Hilfe von Feder oder Ctewicht dem erzeugt Drehmoment Drehmoment das Gleichgewicht halten.
  • Endlich kann man gewöhnliche Voltrneter-(Amperemeier-) Systeme für Wechselstrom, deren Drehmomente auf geeignete Weise mechanisch addiert werden (z. B. dadurch, daß man sie auf die gleiche Achse setzt, vgl. Abbildung), je durch eine Phase der erzeugten Mehrphasenleistung speisen..
  • Schließlich kann man die induzierte Wick-Lung kurzschließen und derart drehbar anordnen, daß sie selbst bereits den beweg,-lichen -Teileines Meßinstrumentes bildet. Sie wird alsdann mit Zeiger verseben und einer Gegenfeder, welche dem erzeugten Drehmoment das Gleichgewicht hält.
  • Als Ausführungsbeispiel eines Schlupfmeßgerätes ist eine Anordnung zur Messung des Schlupfes zwischen der dreifachen Periodenzahl (3.f2) eines Einphas@enwechs#elstrdm,-netzes von 162/,3 Perioden Normalfrequenz und der Periodenzahl (il) eines Drehstromnetzes vbn 5o Perioden Normalfrequenz an Hand der Abbildung beschrieben. Ein synchronisierter Einphastninduktionsmotor I wird im Ständer vom Einphasennetz mit 162/s Perioden gespeist. Die Polpaarzahl seines Ständers ist die dreifache derjenigen des Läufers von Maschine II. Letztere wird von Maschine "I angetrieben. Ihr Läufer hat eine Drehstromwicklung und wird aus dem 5operlodischen (J2) Drehstromnetz über Schleifringe gespeist. Der Läufer induziert in. der feststehenden Zweiphasenwicklung die Schlupffrequenz f1-12. Diese Schlupffrequenz wird den beiden Weich eisensystemen (Solenoide) des Meßinstrumentes zugeführt. Der Zugkraft dieser beiden Systeme hält eine Gegenfeder das Gleichgewicht. Die Skala des Instrumentes kann nach dem Scblupfwert f1-12 geeicht werden.
  • Ersetzt man die mit der Frequenz f2 synchrone Relativgeschwindigkeit der induzierenden- Spule gegen die induzierte durch eine konstante Drehgeschwindigkeit, also "durch eine Art Uhrwerk, so gibt die gemessene Schlupffrequenz die Abweichung der zu bestimmenden Frequenz f1 von dem durch das Uhrwerk eingehaltenen Normalwert au. Beispielsweise wäre in der Abbildung der Einpbasenmotor I durch ein Uhrwerk zu ersetzen, dessen Drehzahl der Periodenzahl 5o entspricht. In dem Fall, daß die Frequenz f l 5o Perioden beträgt, ist der erzeugte Schlupf o. Ist il größer, z. B. 52, so ist der erzeugte Schlupf + z, ist sie kleiner, z. B. 48, so ist der erzeugte Schlupf - 2. Zur Anzeige braucht 1 man hier ein Meßinstrument mit beiderseitigem Ausschlag. 'Man kann hierzu die obererwähnte Ausführung nach Art eines Mehrphaseninduktionsmotors mit Kurzschlußanker verwenden und wird den Nullpunkt zweck- 1 mäßigerweise in die Mitte der Skala legen. Die Skala, selbst kann dann nach der Frequenz f l geeicht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE.: i. Vereixiigvng der bekanntem. Anordnung eines Periodenumformers (II) und eines Instrumentes zur Messung von Mehrpbasenleistungen mit einem Synchronmotor (I) in einem Gerät zum Messen der Scblüpfung einer Netzfrequenz gegenüber der Grundfrequenz oder einer harmonischeu Oberschwingung eines anderen Netzes. a. Meßgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht rotierende Wicklung des Periodenumformers (II) in an sich bekannter Weise kurzgeschlossen und als bewegliches System eines Meßinstrumentes drehbar angeordnet sowie mit Zeiger und rückführender -Kraft (Gegenfeder) versehen ist, so daß ihre Drehung aus der Nullage dem in ihr erzeugten Drehmoment und damit dem Schlupfwert entspricht. 3. Meßgerät nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein an sich bekanntes Meßinstrument mit feststehender Mehrghas-enwicklung und Kurzschlußanker zur Messung der erzeugten mehrphasigen Schlupfleistung. q.. Meßgerät nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Voltmeter- (oder Amperemeter-) Systeme (je seines für jede Phase), deren Drehmomente sich addieren, zur Messung der erzeugten mehrphasigen Schlupfleistung. ` 5. Meßgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundfrequenz durch einen mit konstanter Geschwindigkeit laufenden Synchronmotor oder ein Uhrwerk bestimmt ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE913710C (de) * 1952-06-20 1954-06-18 Deutsche Bundesbahn Vorrichtung zur Messung kleinster Drehzahldifferenzen, insbesondere bei elektrischenLokomotiven
DE1055264B (de) * 1952-03-13 1959-04-16 Licentia Gmbh Vorrichtung zur Messung des Verhaeltnisses der Differenzdrehzahl zweier Wellen zur Drehzahl einer der beiden Wellen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1055264B (de) * 1952-03-13 1959-04-16 Licentia Gmbh Vorrichtung zur Messung des Verhaeltnisses der Differenzdrehzahl zweier Wellen zur Drehzahl einer der beiden Wellen
DE913710C (de) * 1952-06-20 1954-06-18 Deutsche Bundesbahn Vorrichtung zur Messung kleinster Drehzahldifferenzen, insbesondere bei elektrischenLokomotiven

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