DE603845C - Gasturbinenanlage - Google Patents

Gasturbinenanlage

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Publication number
DE603845C
DE603845C DEA68514D DEA0068514D DE603845C DE 603845 C DE603845 C DE 603845C DE A68514 D DEA68514 D DE A68514D DE A0068514 D DEA0068514 D DE A0068514D DE 603845 C DE603845 C DE 603845C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compressor
turbine
compressors
gas turbine
power
Prior art date
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Expired
Application number
DEA68514D
Other languages
English (en)
Inventor
Alf Lysholm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Milo AB
Original Assignee
Milo AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Milo AB filed Critical Milo AB
Priority to DEA68514D priority Critical patent/DE603845C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE603845C publication Critical patent/DE603845C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C3/00Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid
    • F02C3/04Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid having a turbine driving a compressor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Gasturbinenanlage Bei Gasturbinenanlagen, welche mindestens zwei gegebenenfalls unter Einschaltung einer Zwischenerwärmung- hintereinandergeschaltete, auf getrennten Wellen arbeitende Gasturbinen aufweisen, von denen die eine für Nutzleistung, die andere als Kompressorantrieb dient, besteht die Gefahr, daß die Anlage unstabil wird, wenn die Nutzleistung abgebende Turbine im Leerlauf betrieben wird. In diesem Falle wird nämlich die Temperatur der die Nutzleistungsturbine verlassenden Gase so niedrig, daß sie in der der Kompressorturbine vorgeschalteten Wiedererwärmungsvorrichtung den eingespritzten Brennstoff nicht mehr mit ausreichender Sicherheit zu zünden vermögen. Bei solchen Turbinenanlagen, bei welchen zwischen der Nutzleistungs- und der Kompressorturbine keine Wiedererwärmungsvorrichtung vorhanden ist, besteht bei Leerlauf und bei niedrigsten Lasten die Gefahr der Unstabilität, weil die bei Leerlauf die Nutzleistungsturbine verlassende Treibmittelmenge weder ihrer Menge noch ihrer Temperatur nach ausreicht, um die nachgeschaltete Kompressorturbine zu betreiben.
  • Die Erfindung bezweckt, diesen Mangel zu beseitigen und erreicht dies durch Anordnung eines von der Nutzleistungsturbine angetriebenen Regelkompressors, der allein oder zusammen mit den übrigen Kompressoren arbeiten kann.
  • Gemäß der Erfindung werden weiterhin bei Leerlauf bzw. niedrigsten der Leerlaufleistung naheliegenden Leistungen der Anlage die Kompressorantriebsturbine und die von ihr getriebenen Kompressoren abgeschaltet, so daß nunmehr nur der von der Nutzleistungsturbine angetriebene Regelkompressor arbeitet und. die für den Leerlauf der Nutzleistungsturbine ausreichende Luftmenge liefert. Bei Belastung der Anlage dagegen wird die Kompressorturbine mit den von ihr angetriebenen Kompressoren wieder eingeschaltet. Dann kann der Regelkompressor ausgeschaltet werden oder zusammen mit den anderen Kompressoren, z. B. als mit ihnen in Serie geschalteter Hochdruckkompressor, arbeiten.
  • In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • z bedeutet eine Gasturbine, die im gezeichneten Ausführungsbeispiel als gegenläufige Radialturbine ausgebildet ist. Ihre Abgase gehen durch den Auslaß 2 ab zu einer Wiedererwärmungsvorrichtung 3, in welcher durch Einspritzung von Brennstoff in die Abgase eine Wiedererwärmung auf die für eine nachgeschaltete Turbine -erwünschte Betriebstemperatur erfolgt. Von der Wiedererwärmungsvorrichtung geht durch die Doppelleitungen q, 5 das wiedererwärmte Betriebsmittel zu einer zweiten Turbine, die ebenfalls beispielsweise als gegenläufige Radialturbine 6 ausgebildet ist. Von hier gehen die Abgase durch die Leitung 7 zu einem Regenerator 8 und, nachdem sie diesen durchströmt hgb-en, durch die Ableitung g fort. Die Turbine i treibt zwei rechts und links von ihr angeordnete Stromerzeuger io und i1, die ihr nachgeschaltete Kompressorturbine zwei Kompressoren 12, 14, die in Serie geschaltet sind, derart, daß der rechts liegende Kompressor 1a der Niederdruckkompressor ist, der die in Richtung der eingezeichneten Pfeile einströmende Luft ansaugt und zum zweiten Kompressor 14 hinüberdrückt. Von diesem geht die verdichtete Luft durch die Leitung 15 zu einem Regelkompressor 16. Dieser ist auf der Welle der primären Nutzleistungsturbine = aufgesetzt und läuft somit bei allen Belastungen, mit, insbesondere also auch bei Leerlauf und niedrigsten Belastungen. In Serie mit den Kompressoren 12 und 14 geschaltet wirkt er als Hochdruckkompressor, von diesen Kompressoren 12 und -14 abgeschaltet als einziger Kompressor. Die von ihm verdichtete Luft geht durch die Leitung 17 zunächst zu einer Einspritzvorrichtung 18, in welche, wie durch den Pfeil und die kleine Einführungsleitung ig angegeben, Wasser eingespritzt wird. Durch diese Wassereinspritzung wird die Temperatur der verdichteten Luft wesentlich herabgesetzt und gleichzeitig Wasserdampf gebildet. Das verdichtete Gemisch gelangt nun nach dieser Temperaturerniedrigung in die eine Endkammer 2o des Regenerators, durchströmt diesen in der eingezeichneten Pfeilrichtung bis zur Endkammer 2i und gelangt von hier durch die Leitung 22 zur Erhitzungsvorrichtung 23. Diese besteht aus einer Verbrennungskammer, in welche durch die Leitung 24 Brennstoff eingespritzt wird, der nach Zündung mit der verdichteten Luft das hocherhitzte Treibmittel für die Gasturbine i liefert, der es durch die beiden Leitungen 25 und 26 zugeführt wird. In die von der Primärturbine 1 zur Wiedererwärmungsvorrichtung 3 führende Leitung ist eine Abzweigleitung 27 und ein Absperrventil 28 eingesetzt, weiter in die Leitung 27 ein Absperrventil 29, hinter dem die Leitung 27 fortgeht, bis sie in die heiße Abgasleitung 7 der Sekundärturbine einmündet.
  • In die Leitung 15, welche die verdichtete Luft vom Kompressor 14 zum Regelkompressor 16 führt, ist ebenfalls eine Leitungsabzweigung 30 und ein Absperrventil 30a eingebaut.
  • Im Normalbetrieb sind die Ventile 30a und 2g geschlossen, das Ventil 28 offen. Die Abgase der Primärturbine gehen also direkt zur Wiedererwärmungsvorrichtung 3, in welcher sie durch Einspritzung von Brennstoff durch die Einspritzleitung 32 wieder erwärmt werden, von hier zur Sekundärturbine 6 und durch die Abgasleitung 7 und den angeschlossenen Regenerator 8, wie oben beschrieben, ins Freie oder zu irgendeinem Abwärmeverwerter. Die zu verdichtende Luft 'wird im Kompressor 12 angesaugt, im Kompressor 14 weiter verdichtet und durch die Leitung 15 zum Regelkompressor 16, der jetzt als Hochdruckkompressor arbeitet, übergeschoben, von wo sie auf dem Wege über die Wassereinspritzungsvorrichtung 18, den Regenerator 8 und die Verbrennungskammer 23 zur Primärturbine i gelangt.
  • Wird jetzt die Leistung in der Primärturbine derartig abgesenkt, daß diese nur in Leerlauf oder in allerniedrigster Leistung läuft, und reichen infolgedessen die aus ihr austretenden Abgase nicht mehr aus, um die Sekundärturbine, sei es mit oder ohne Wiedererwärmung, zu betreiben, dann wird das Ventil 28 geschlossen; aber die Ventile 2,9 und 30a werden geöffnet. Die Abgase der Primärturbine gehen jetzt also durch die Leitung 27 zur Abgasleitung 7 und von hier durch den Regenerator, während der mit der Primärturbine i ständig umlaufende Kompressor 16 nunmehr durch das offene Ventil 30a Luft ansaugt, die er verdichtet und dann über die Einspritzvorrichtung 18, den Regenerator8 und die Verbrennungskammer 23 an die Primärturbine liefert. Der Regelkompressor ist also derart bemessen, daß er den für den Leerlaufbetrieb oder in der Nähe des Leerlaufes liegenden Leistungen die ausreichende Verdichtungsluft liefert.
  • Es besteht somit keine Gefahr, daß bei niedrigsten Leistungen die Anlage aussetzt, da die Einschaltung des Regelkompressors den Ausfall an ausreichendem Betriebsstoff für die Sekundärturbine durch einfache Umschaltung zu regeln gestattet.
  • In dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist nur ein Regelkompressor vorgesehen. Der Kompressor kann jedoch auch aus mehreren Einheiten bestehen, sofern diese von der Primärturbine angetrieben werden und die- für ihre Leerlaufleistung ausreichende Verdichtungsluftmenge liefern.
  • In dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i ist gezeigt, wie der Regelkompressor mit dem Nutzleistungskompressor ständig umläuft bzw. bei Belastung der Anlage in Serie mit den anderen Kompressoren geschaltet als Hochdruckkompressor arbeitet. Es ist jedoch möglich, den Regelkompressor für gewisse Belastungen auszuschalten bzw. überhaupt von der Nutzleistungsturbine zu trennen, woraus sich weitere Regelmöglichkeiten zur Erhöhung der Elastizität der Anlage ergeben. Solche Ausführungsformen sind in Fig.2 dargestellt. Hier ist der Kompressor 16 an die Welle der Nutzleistungsturbine durch eine lösbare Kupplung 39 angekuppelt. Sein Einlaßstutzen ist mit 31 bezeichnet und öffnet einerseits über das Ventil 33 an die Außenluft oder durch das Ventil 34 zur Verdichterleitung 15. Von dieser zweigt eine Umgehungsleitung 35 mit darin angeordnetem Ventil 36 ab zu einem an die Einspritzvorrichtung 18 angeschlossenen Leitungszwischenstück 37, das einerseits an die Leitung 35 und durch ein Ventil 38 an den Auslaßkanal des Regelkompressors 16 angeschlossen ist. Die Betriebsmöglichkeiten einer solchen Anlage nach Fig. 2 sind folgende a) Die Ventile 33 und 36 sind abgeschlossen, die Ventile 34 und 38 offen. Dann strömt die von den Kompressoren z2 und 14 gelieferte Luft durch die Verdichterleitung 15, das offene Ventil 34 zum Regelkompressor 16, der die Hochdruckverdichtung übernimmt und die verdichtete Luft über das Ventil 38 zur Wassereinspritzvorrichtung 18 und von dort über den oben beschriebenen Weg zur Nutzleistungsturbine liefert. In diesem Betriebsfalle ist der Regelkompressor durch die Kupplung 39 mit der primären Turbinenwelle verbunden. Die Anlage arbeitet so wie die der Fig. r.
  • b) Die Ventile 33, 34, 38 sind geschlossen, das Ventil 36 ist offen. Dann liefert der Kompressor 14 durch die Leitung 15 über das Ventil 36, die Leitung 35 die Luft unter Umgehung des Regelkompressors 16 in die Einspritzvorrichtung. Der Regelkompressor ist in diesem Falle aus dem Luftwege ausgeschaltet und wird zur Vermeidung von Ventilationsverlusten mit Hilfe der Kupplung 39 zweckmäßig von der Turbine z abgekuppelt.
  • c) Das Ventil 34 ist abgeschlossen, die Ventile 33, 36, 38 sind offen. Dann ist der Regelkompressor mit dem- Kompressor 14 parallel geschaltet.
  • d) Die Ventile 38, 34 und 36 sind geschlossen, die Ventile 29, 33 und 38 sind offen, der Regelkompressor 16 ist durch die Kupplung 39 mit der Primärturbine = gekuppelt. Dann ist die Kompressorturbine 6 außer Betrieb gesetzt, und der Regelkompressor liefert allein die für den Leerlauf oder niedrigste Leistungen der Primärturbine erforderliche Luftmenge.
  • Ob zwischen der Nutzleistungsturbine = und der Kompressorturbine 6 eine Wiedererwärmungsvorrichtung 3 angeordnet ist oder nicht, oder ob der Kompressor ständig mit der Primärturbine umläuft oder durch eine ein- und ausschaltbare Kupplung mit ihr verbunden ist, ändert an der Bedeutung des Regelkompressors nichts, da er in jedem Falle die Regelung und weitestgehende Anpassung der zu liefernden Luftmenge an den jeweiligen Belastungszustand. der Anlage gestattet.
  • Statt einer Kompressorturbine können auch mehrere Kompressorturbinen in geeigneter Schaltung und entsprechender Anzahl von Kompressoren angeordnet sein.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Gasturbinenanlage mit wenigstens zwei gegebenenfalls unter Einschaltung einer Zwischenerwärmung hintereinandergeschalteten, auf getrennten Wellen arbeitenden Gasturbinen, deren eine für Nutzleistung und deren andere für Kompressorantrieb dient, gekennzeichnet durch einen von der Nutzleistungsturbine angetriebenen Regelkompressor, der allein oder mit den übrigen Kompressoren zusammenarbeiten kann.
  2. 2. Gasturbinenanlage nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß bei Leerlauf und niedrigsten Leistungen der Anlage die Kompressorantriebsturbine und die von ihr getriebenen Kompressoren abgeschaltet werden und der Regelkompressor allein arbeitet.
  3. 3. Gasturbinenanlage nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Belastung der Anlage der Regelkompressor je nach der Größe der Belastung entweder mit den anderen Kompressoren zusammenarbeitet oder ausgeschaltet bleibt.
  4. 4. Gasturbinenanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Belastung der Regelkompressor mit den übrigen Kompressoren in Serie geschaltet als Hochdruckkompressor arbeitet.
  5. 5. Gasturbinenanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Belastung der Regelkompressor parallel zu den übrigen Kompressoren arbeitet.
DEA68514D 1933-02-02 1933-02-02 Gasturbinenanlage Expired DE603845C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767491C (de) * 1935-12-09 1952-09-08 Anxionnaz Rene Waermekraftanlage mit Gasturbinen mit Gleichdruckverbrennung
DE922870C (de) * 1945-04-19 1955-01-27 Siemens Ag Mit Gleichdruckverbrennung arbeitende Gasturbinenanlage
DE768035C (de) * 1937-12-09 1955-05-26 Messerschmitt Boelkow Blohm Regelvorrichtung fuer umlaufende Verdichter, insbesondere Axialverdichter von Flugturbinen
DE969073C (de) * 1952-05-01 1958-04-30 Tech Studien Ag Waermekraftanlage zur Ausnutzung von Abwaerme

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DE922870C (de) * 1945-04-19 1955-01-27 Siemens Ag Mit Gleichdruckverbrennung arbeitende Gasturbinenanlage
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