DE603283C - Selbsttaetiger Feuer- und Einbruchsmelder, bei dem der Signalausloesehebel durch eine leicht schmelzbare Masse in Sperrstellung gehalten ist - Google Patents
Selbsttaetiger Feuer- und Einbruchsmelder, bei dem der Signalausloesehebel durch eine leicht schmelzbare Masse in Sperrstellung gehalten istInfo
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- G08B19/00—Alarms responsive to two or more different undesired or abnormal conditions, e.g. burglary and fire, abnormal temperature and abnormal rate of flow
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Description
Es sind, aus mechanisch-akustischen Signalwerken bestehende Feuermelder bekannt, bei
welchen ein Sperrhebel durch eine Wachsoder Papierschlinge in Sperrstellung gehalten
wird, welche außerhalb des Signalwerkes an einem Gehäuse angeordnet ist. Diese Feuermelder
haben den Nachteil, daß bereits bei tiefen oder mittleren Temperaturen eine ungewollte
Auslösung des Signalwerkes möglich ist, weil die Wachsschlinge leicht brüchig wird
und der Sperrhebel infolgedessen die Sperrstellung verläßt. Eine Papierschlinge wieder
verliert ihre Festigkeit, wenn sie feucht wird. Sie bringt den Sperrhebel aber im allgemeinen
nur zur Auslösung, wenn sie verbrennt, so daß der Feuermelder erst in Wirksamkeit tritt,
wenn der Feuerherd sich in unmittelbarer Nähe befindet.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein selbsttätiger Feuer- und Einbruchsmelder,
bei dem gleichfalls der Signalauslösehebel durch eine leicht schmelzbare Masse in Sperrstellung
gehalten ist. Das Kennzeichen der vorliegenden Erfindung besteht jedoch darin, daß die den
Signalauslösehebel in der Ruhelage haltende Schmelzmasse, die gleichfalls außerhalb des
Werkgehäuses untergebracht ist, in der Ruhelage von einem in labilem Gleichgewicht befindlichen
Hebelsystem getragen wird. Ist dieses Hebelsystem als doppelarmiger Hebel ausgebildet,
so befindet sich an seinem oberen Schenkelende die in einer Pfanne gelagerte Schmelzmasse, während von dessen unterem
Schenkel Sicherheitsschnüre ausgehen, die als Einbruchsmelder und im Falle des Verbrennens
auch als Feuermelder wirken.
In den Fig. 1 bis 3 sind drei Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung- dargestellt.
In Fig. ι ist in einem Gehäuse 1 ein Uhrwerk
untergebracht, welches mittels eines Schlegels eine Glocke 2 betätigt. Das aufgezogene Uhrwerk
ist durch einen aus dem Gehäuse ragenden Hebel 3 in Sperrstellung gehalten. Dieser
Hebel 3 steht unter der Wirkung einer Feder oder eines Gewichtes und hat das Bestreben,
sich in der Pfeilrichtung nach unten zu verschwenken und dadurch das Uhrwerk freizugeben.
Der Hebel 3 liegt jedoch auf einem leicht schmelzbaren Stoff 4 auf, welcher in einer Pfanne 5 gelagert ist. Die auf der Schmelzmasse
4 aufliegende Fläche des Signalauslösehebels 3 ist verbreitert, um ein Eindringen in
die Schmelzmasse zu erschweren und eine ungewollte Auslösung des Melders zu verhindern.
Als leicht schmelzbare Stoffe können Paraffin, Wachs, Harze, Kunstharze und auch leicht
schmelzbare Metalle oder Legierungen verwendet werden. Die Schmelzmasse 4 wird in
der Ruhelage durch den senkrecht stehenden doppelarmigen Hebel 6 gehalten, wobei das
obere Schenkelende 6 die Schmelzmasse 4 stützt und von dem unteren Schenkelende Sicherheitsschnüre
7 ausgehen. Steigt infolge eines Feuerausbruchs die Temperatur in dem gefährdeten
Räume an, so schmilzt die Masse 4, der Sperr-
hebel 3 findet infolgedessen keinen Widerstand mehr; er fällt nach unten, gibt das Uhrwerk
frei, und das Signal ertönt. Eine weitere Sicherung des Raumes findet, wie erwähnt,
durch die Sicherheitsschnüre 7 statt. Wird der Raum z. B. von unbefugten Personen betreten
und eine Sicherheitsschnur leicht bewegt oder gerissen, so kippt das Hebelsystem 6 um, die
Pfanne 5 fällt zu Boden, und der Sperrhebel 3 bewegt sich unter Auslösung des Läutewerk:
nach unten. Der Feuermelder stellt also gleichzeitig auch einen selbsttätigen Einbruchsmelder dar. Wie die Fig. 1 seigt, kann 2. B. an
dem Hebel 3 ein Faden 3' angreifen, welcher über den zu sichernden Raum gespannt ist.
Wenn der Faden an irgendeiner Stelle seine Spannung verliert, so wird gleichfalls das
Alarmsignal ausgelöst.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der die Schmelzmasse 4 aufnehmende Behälter
5 mit dem um die Achse S schwenkbaren Kipphebel 6 verbunden, so daß er sich bei Zug
an dem Faden 7 mit diesem Hebel verschwenkt und den Auslösehebel 3 freigibt. Nach Fig. 3 soll die den Signalauslösehebel
in der Ruhelage haltende Schmelzmasse 4 von einem am Gehäuse 1 schwenkbar angebrachten
Hebel 9 getragen werden. Das freie Ende dieses Hebels ist an dem einen Arm 10 eines doppelarmigen Hebelsystems ausklinkbar
aufgehängt, an dem gleichzeitig Sicherheitsschnüre 7 angreifen. Bei diesem doppelarmigen
Hebel spricht also der Arm-io- auf Zugmittels
der Sicherheitsschnüre 7 an. während der Arm 11 auf Druck anspricht. Wird also
der Haken 10 durch Zug an dem Faden 7 oder durch Druck auf die rückwärtige Verlängerung
des Hebelannes 11 ausgelöst, so fällt der Hebel 9
mit der Pfanne 5 nach unten und gibt den Auslösehebel 3 frei, der zur Unterstützung der
Wirkung noch durch eine Feder 12 oder ein Sehiebegewicht 13 belastet ist.
Ferner kann eine Einrichtung vorgesehen sein, welche anzeigt, ob die Vorrichtung betriebibereit
bzw. ob das Uhrwerk aufgezogen ist oder nicht. Zu dem Zwecke ist bei der Ausfülirungsform
nach Fig. 3 an dem Gehäuse 1 ein mit einer gleichzeitig als Belastungsgewieht
dienenden Signalscheibe 15 ausgestatteter Hebel 16 gelagert, an dessen freiem Arm 17 eine auf
eine kleine Trommel 18 der Uhrwerkswelle 19 aufgewickelten Schnur 20 angreift. Wird das
Uhrwerk aufgezogen, so wird die Schnur 20 aufgewickelt und der Hebel 16 in eine nahezu
senkrechte Stellung bewegt, in welcher das Signal 15 sichtbar ist. Bei Ablauf des Uhrwerks
wird die Schnur 20 abgewickelt, und der Hebel 16
fällt infolge seines -Eigengewichtes nach unten.
Die Anordnung" kann auch so getroffen sein,
daß die Signalscheibe 15 nur bei abgelaufenem Uhrwerk sichtbar ist und. bei dem Aufziehen
des Werkes verdeckt wird.
Es ist ersichtlich, daß die Einrichtung nach der Erfindung in den Gestehungskosten außerordentlich
niedrig ist und von jedem ohne irgendwelche Kenntnisse bedient werden kann. Der Apparat tritt auch nur dann in Tätigkeit,
wenn tatsächlich Feuer ausgebrochen ist oder durch starkes Erhitzen unmittelbar Feuersgefahr besteht. Der Apparat hat auch noch
den weiteren Vorteil, daß er gleichzeitig und selbsttätig, als Einbruchsmelder verwendet
werden kann.
Es können auch weitere Abänderungen getroffen werden unter Verwendung de? Prinzips,
welches der vorliegenden Erfindung zugrunde Hegt.
Claims (5)
1. Selbsttätiger Feuer- und Einbruchsmeider, bei dem der Signalauslösehebel
durch eine leicht schmelzbare Masse in Sperrstellung gehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die den Signalauslösehebel in der Ruhelage haltende Schmelzmasse (4) getragen wird von einem in labilem Gleichgewicht
befindlichen Hebelsystem (6).
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das die Schmelzmasse (4) tragende labile Hebelsystem aus einem in
der Ruhelage senkrecht stehenden doppelarmigen Hebel besteht, der mit seinem oberen Schenkelende die Schmelzmasse
stützt und von dessen unterem Schenkel • Sicherheitsschnüre ausgehen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Signalauslösehebel
in der Ruhelage haltende Schmelzmasse (4) getragen wird von einem am
Gehäuse (1) schwenkbar angebrachten Hebel (9), dessen freies Ende aufgehängt ist an
einem durch Druck an seinem einen Arm (11) oder durch Zug mittels Sicherheitsschnüren
(7) an seinem anderen Arm (10) ausklinkbaren doppelarmigen Hebel.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 und folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
auf der Schmelzmasse aufhegende Fläche des Signalauslösehebels (3) verbreitert ist und
unter der Einwirkung eines Gewichtes (13) no
oder einer Spannfeder (12) steht.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem
Signalwerk eine Anzeigevorrichtung (15 bis 20) gekuppelt ist, weiche die Bereitschaftsstellung
der Einrichtung kenntlich macht.
Hierzu r Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK125397D DE603283C (de) | 1932-05-07 | 1932-05-07 | Selbsttaetiger Feuer- und Einbruchsmelder, bei dem der Signalausloesehebel durch eine leicht schmelzbare Masse in Sperrstellung gehalten ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK125397D DE603283C (de) | 1932-05-07 | 1932-05-07 | Selbsttaetiger Feuer- und Einbruchsmelder, bei dem der Signalausloesehebel durch eine leicht schmelzbare Masse in Sperrstellung gehalten ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE603283C true DE603283C (de) | 1935-02-14 |
Family
ID=7245863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK125397D Expired DE603283C (de) | 1932-05-07 | 1932-05-07 | Selbsttaetiger Feuer- und Einbruchsmelder, bei dem der Signalausloesehebel durch eine leicht schmelzbare Masse in Sperrstellung gehalten ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE603283C (de) |
-
1932
- 1932-05-07 DE DEK125397D patent/DE603283C/de not_active Expired
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