DE60304826T2 - Vorrichtung und verfahren zum offenhalten einer ausgussöffnung eines metallurgischen gefässes - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum offenhalten einer ausgussöffnung eines metallurgischen gefässes Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft das Gießen von geschmolzenem Metall, insbesondere von geschmolzenem Stahl. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die das sichere Öffnen der Ausguss- bzw. Anstichblockierung eines metallurgischen Gefäßes, beispielsweise einer metallurgischen Pfanne, ermöglicht. Die Erfindung wird nachstehend bezüglich des Gießens von geschmolzenem Stahl aus einer Pfanne beschrieben. Es ist klar, dass dies nicht als eine Begrenzung des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung verstanden werden sollte.
  • In Stahlanlagen wird der geschmolzene Stahl in Pfannen transportiert. Der flüssige Stahl wird durch die Oberseite in die Pfanne gegossen und von der Pfanne durch die Unterseite, durch einen Ausguss, der durch einen Schiebeverschluss geregelt werden kann, abgezapft. Aufgrund der hohen Temperatur des geschmolzenen Stahls ist die Innenwand der Pfanne vollständig mit feuerfesten Elementen (wie in 1; a zu sehen ist) mit einer Dicke ausgekleidet, die häufig 20 Zentimeter übersteigt. 1 zeigt einen Querschnitt einer Stahlpfanne. Im Boden der Pfanne befindet sich ein Loch, das Ausguss (1; b) genannt wird, der durch einen Schiebeverschluss gesteuert wird. Dieses Loch besteht auch aus feuerfesten Elementen. Der Schiebeverschluss befindet sich außerhalb der Pfanne unter der Bodenwand. Er ist auch mit feuerfesten Elementen ausgestattet. 2 zeigt einen Querschnitt eines Pfannenausgusses mit dem Schachtblock (2; c), der inneren Düse (2; d), der festen (oder stationären) Platte des Schiebeverschlusses (2; e), der Schieberplatte bzw. beweglichen Platte des Schiebeverschlusses (2; f) und der Sammeldüse (2; g).
  • Vor der Verwendung, wenn die Pfanne leer ist, ist dieser Ausguss auch leer. Wenn die Pfanne mit Stahl gefüllt wird (in diesem Moment ist der Schiebeverschluss geschlossen), wird der Ausguss auch mit flüssigem Stahl gefüllt und aufgrund der Wärmeleitfähigkeit der feuerfesten Elemente, die den Ausguss bilden, erstarrt der flüssige Stahl. Wenn der Verschluss geöffnet wird, fließt der flüssige Stahl, der sich in der Pfanne befindet, folglich nicht durch den Ausguss, da er mit verfestigtem Stahl blockiert wird.
  • Um zu verhindern, dass dies passiert, ist es üblich, den Ausguss mit Sand (Ausgusssand genannt) zu füllen, bevor die Pfanne mit geschmolzenem Stahl gefüllt wird. Wenn der Schiebeverschluss geöffnet wird, fließt zuerst der Ausgusssand, was ein freies Fließen des flüssigen Stahls ermöglicht.
  • Es könnte passieren, dass, wenn der Schiebeverschluss geöffnet wird, der Stahl nicht herausfließt. Obwohl die Mehrheit des Ausgusssandes herausfließt, besteht eine Art von Kruste, die sich an der Grenzfläche zwischen dem flüssigen Stahl und dem Ausgusssand gebildet hat. Diese Kruste kann beständig genug sein, um dem ferrostatischen Druck des flüssigen Stahls, der sich auf dieser befindet, standzuhalten.
  • Wenn diese Art von Blockierung auftritt, muss eine Bedienperson in den Ausguss eine Sauerstoff-Stahllanze bis zur Blockierungshöhe einführen und Sauerstoff einblasen. Die Temperatur der Sandkruste wird durch die Verbrennungswirkung der Lanze erhöht und die Kruste bricht durch, was es ermöglicht, dass der Stahl aus der Pfanne ausfließt. Der Einschneidevorgang erzeugt wiederum andere Probleme.
  • Wenn der Stahl aus der Pfanne gegossen wird, müssen Kontakte mit Luft verhindert werden, um eine Stahlrückoxidation zu vermeiden, die zum "Verbrennen" der im Stahl gelösten Legierungen durch den Sauerstoff der Luft und zur Bildung von "Einschlüssen" führen würde, die die Qualität des Stahls herabsetzen. Daher ist es wichtig, die "Rückoxidation" des flüssigen Stahls während des Gießens zu verhindern. In den meisten kontinuierlichen Gießvorrichtungen leitet eine "Pfannen abdeckung" – feuerfestes Rohr – den Stahl aus der Pfanne in den Zwischenbehälter, während er vor der Luft geschützt wird. Die Pfannenabdeckung muss entfernt werden, um zu ermöglichen, dass die Bedienperson den Sauerstoffstrahl in den Ausguss einführt. Wenn die Blockierung entfernt wurde, wird der Stahl folglich ohne irgendeine Abdeckung gegossen und wird- erheblich rückoxidiert.
  • Ein weiteres Problem besteht darin, dass, wenn der Stahl nicht vor der Luft geschützt wird, sein Wasserstoff- und Stickstoffgehalt zunimmt und der erzeugte Stahl aufgrund einer unzweckmäßigen Endqualität auch verschlechtert werden könnte.
  • Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Bedienperson nur einen kurzen Zeitraum hat, um die Pfanne zu öffnen; wenn es zu viel Zeit braucht, bis sie geöffnet wird, könnte es passieren, dass die Höhe des Stahls in der kontinuierlichen Gießvorrichtung zu niedrig wird und dass die Gießsequenz beendet werden soll. Dieser Vorfall führt zu "Nicht-Produktions"-Kosten, da die Gießvorrichtung für einen neuen Start erneut vorbereitet werden muss. Diese Arten von Nicht-Produktions-Ereignissen sind für die Stahlindustrie äußerst teuer.
  • Noch ein weiteres Problem besteht darin, dass, wenn der Stahl nach dem Entfernen der Blockierung auszufließen beginnt, die Bedienperson "wegrennen" muss, damit sie sich nicht durch Spritzer von geschmolzenem Stahl verbrennt. Man kann verstehen, dass dieser "Einschneide"-Vorgang sehr gefährlich ist und vermieden werden muss, wann immer es möglich ist.
  • Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung bereitzustellen, die ein schnelles, zuverlässiges und sicheres Öffnen eines metallurgischen Gefäßes ermöglicht. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines sicheren und effizienten Verfahrens für das Öffnen eines metallurgischen Gefäßes.
  • Versuche wurden in der Vergangenheit unternommen, um eine Lösung für diese Probleme bereitzustellen. US 5 167 902 beschreibt beispielsweise eine Pfeilanordnung, die aus einem Pfeilelement, das sich in der Sammeldüse befindet und durch eine Druckfeder betätigt wird, besteht. Wenn die Schieberplatten- und die Sammeldüsenöffnung mit den Öffnungen der festen Platte und der inneren Düse deckungsgleich sind, wird das Pfeilelement abgeschossen und nach oben durch den Sand projiziert.
  • JP-A-06063729 und JP-A-63052755 betreffen auch das Problem der Sandblockierung eines Ausgusses und offenbaren einen einzelnen Stift, der innerhalb des Ausgusses angeordnet wird, von dem erwartet wird, dass er sich mit dem Ziel, die verfestigte Sandschicht aufzubrechen, von links nach rechts bewegt. Die Amplitude der Bewegung eines solchen Systems ist auf die Länge des Stifts begrenzt. Außerdem ist die Bewegung des Stifts unvorhersagbar und somit wird der gewünschte Effekt nicht immer erreicht.
  • Eine weitere Lösung ist in Dokument FR-A1-2 755 045 offenbart, die ein Pfeilelement zeigt, das sich in der inneren Düse befindet und das durch eine pneumatische Vorrichtung betätigt wird, die in der Sammeldüse angeordnet ist.
  • Bekannte Systeme sind entweder nicht zuverlässig oder kompliziert und teuer. Einige sind auch schwierig anzubringen (sobald sie vorgerüstet sind) und könnten sogar selbst den Ausguss blockieren. Praktisch wird oder wurde keines dieser Systeme in einem kommerziellen Maßstab verwendet. Daher ist es eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine einfache, sichere und preisgünstige Vorrichtung bereitzustellen. Diese und weitere Aufgaben werden mit einer Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst.
  • Da mit einer solchen Vorrichtung die ganze Energie der Betätigung der Öffnungs-Vorrichtung durch die Betätigung der Schieberplatte im Schiebeverschluss geliefert wird, ist es daher nicht erforderlich, die Energie in Form von potentieller Energie (vorgespannte Feder) oder von irgendeiner an deren teuren und komplizierten zusätzlichen Energiequelle zu liefern.
  • Ein wichtiger Teil der Betätigungsenergie der Schieberplatte wird dadurch in die Betätigungsenergie der Öffnungs-Vorrichtung umgewandelt.
  • Nachdem dieses Prinzip festgelegt ist, wird der Fachmann selbst viele mechanische Lösungen finden können, um es zu implementieren.
  • Die Öffnungs-Vorrichtung kann beispielsweise einen Stift oder irgendein anderes Element umfassen, das nach oben geschoben oder gleiten lassen wird, gedreht oder gemäß einer Kombination dieser Bewegungen betätigt wird. Das obere Ende dieses Stifts oder Elements, das lang genug sein sollte, um zumindest die Sandkruste zu erreichen, stößt zumindest, wenn es betätigt wird, und bricht die Kruste, wenn es betätigt wird, was daher das freie Fließen des geschmolzenen Stahls ermöglicht.
  • Gemäß weiterer ihrer Aspekte betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Öffnen des Ausgusses eines metallurgischen Gefäßes, das mit einem Schiebeverschluss und mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung versehen ist.
  • Um das Verständnis der Erfindung zu unterstützen, wird sie nun mit Bezug auf die zugehörigen Figuren beschrieben.
  • 1 stellt eine schematische Ansicht einer Pfanne dar;
  • 2 stellt einen Querschnitt eines Pfannenausgusses dar;
  • 3 stellt eine dreidimensionale Ansicht einer Vorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung dar;
  • 4 bis 7 zeigen Konstruktionselemente der Vorrichtung von 3;
  • 8 bis 12 zeigen die verschiedenen Schritte der Ausgussöffnung mit der Vorrichtung von 3;
  • 13 zeigt das Verschließen des Schiebeverschlusses;
  • 14 bis 16 zeigen die verschiedenen Schritte der Ausgussöffnung mit einer Variante der Öffnungs-Vorrichtung.
  • Die Vorrichtung der Erfindung (siehe 3) besteht aus einem Rohr (1), an das Positionierungsplatten und Verriegelungsfedern geschweißt sind. Am unteren Ende des Rohrs (1) befindet sich ein Träger. Eine vollständige Beschreibung des Rohrs wird bei 4 gegeben. Innerhalb dieses Rohrs (1) befindet sich ein Stift (2). Dieser Stift kann sich innerhalb des Rohrs (1) auf und ab bewegen und drehen. Eine vollständige Beschreibung des Stifts wird bei 5 gegeben. Am oberen Ende des Stifts (2) befindet sich ein Kopfteil (3), um die gesinterte Sandkruste durch Drehen und/oder vertikale Aufwärtsverschiebung zu brechen. Am unteren Ende des Stifts (2) ist am Träger (1-4) eine Betätigungsvorrichtung, beispielsweise ein exzentrisches Rad bzw. eine exzentrische Scheibe (4), befestigt, um die Schließkraft des Schiebeverschlusses zu nutzen und um sie durch den Stift (2) auf den Kopfteil (3) zu übertragen.
  • Das Rohr besteht aus einem Rohr selbst (1-1), aus 4 Positionierungsplatten (1-2a, 1-2b, 1-2c, 1-2d), 2 Federn (1-3a, 1-3b) und einem Träger (1-4).
  • Die Positionierungsplatten, die Federn und der Träger sind an das Rohr (1-1) geschweißt, wie in 4 dargestellt, sodass die Anordnung einfach in der feuerfesten inneren Düse von der Außenseite des Schiebeverschlusses installiert werden kann.
  • Die Kraftreaktion aufgrund der Drehung des Stifts (2) innerhalb des Rohrs (1-1) wird zweckmäßigerweise auf die feuerfeste Wand der oberen Düse durch die Positionierungsplatten (1-2a bis 1-2d) übertragen.
  • Um die Mitte des Rohrs (1) befindet sich ein geneigter Schlitz (5), der die Drehung des Stifts induziert, wenn der Stift nach oben geschoben wird.
  • Um den 1/3 unteren Teil des Stifts (2) befindet sich ein Ansatz (2a), der im Schlitz (5) des Rohrs (1) gleitet, wenn der Stift (2) nach oben geschoben wird. Dieser Gleiteffekt induziert, dass sich der Stift (2) um ungefähr 45° dreht. Der untere Teil des Stifts kann abgerundet sein.
  • Eine Sandbrechvorrichtung (der Kopfteil (3)) ist an das obere Ende des Stifts (2) geschweißt. Dieser Kopfteil kann aus der Anordnung eines Rohrs (3-1) und einiger Platten (3-x), die senkrecht, in der Achsenrichtung, an das Rohr (3-1) geschweißt sind (wahlweise geringfügig geneigt), bestehen.
  • Der untere Teil des Kopfteils ist dazu ausgelegt, das Hauptrohr (1) zu bedecken, um eine Sandeinführung in das Rohr zu vermeiden.
  • Die allgemeine Konstruktion des Kopfteils (3) ist an das feuerfeste Profil des Kunden angepasst.
  • Ein Rad (4) ist am unteren Ende des Rohrs (1-4) mittels einer exzentrischen Achse (4a) befestigt. Die Bewegung dieses Rades ist locker um die Achse 4a. Die Achse 4a ist jedoch am Träger (1-4) des Rohrs (1) gut festgespannt.
  • Der Zweck dieses Rades besteht darin, die Kraft der Platte auf den Stift (2) zu übertragen, um den Kopfteil (3) in den Sand zu bewegen.
  • Dieses Rad muss über der Schieberplatte des Schiebeverschlusses vor seinem Öffnen "gelagert" werden. Wenn der Schiebeverschluss geöffnet wird, fällt das Rad in die Arbeitsposition im Loch der Schieberplatte des Schiebeverschlusses. Wenn der Schiebeverschluss dazu tendiert vollständig geschlossen zu sein, wird das exzentrische Rad in eine obere Position angehoben und ermöglicht dadurch, dass der Schiebeverschluss, falls erforderlich, wiederum vollständig geschlossen wird.
  • Beschreibung der Erfindung im Dienstbetrieb
  • Die Installation der Vorrichtung wird im Pfannenvorbereitungsbereich der Stahlanlage, direkt bevor die Pfanne diesen Bereich verlässt, durchgeführt. Die Vorrichtung wird in die obere Düse der Pfanne (d.h. über dem Schiebeverschluss) eingeführt. Sie wird einfach in den Ausguss gescho ben. Sobald sie sich in Position befindet, kann der Schiebeverschluss verschlossen werden.
  • Die Pfanne wird in ihre Arbeitsposition (vertikal) bewegt. In diesem Moment liegt das Rad an der unteren Platte an. Der Stift (2) befindet sich in seiner unteren Position, was bedeutet, dass die Sandbrechvorrichtung auch in ihrer unteren Position liegt (siehe 8).
  • Dann wird der Ausgusssand in den Ausguss gegossen. Die Vorrichtung wird somit vollständig vom Ausgusssand umgeben. Danach wird der flüssige Stahl in die Pfanne gegossen. Dann geschieht die Stahlbehandlung, bis die Pfanne in ihre Gießposition geht. Der obere Teil der Kopfvorrichtung wird geringfügig in den Ausgusssand eingetaucht. Dadurch wird er in die Kruste eingebettet (siehe 9).
  • In der Gießposition wird der Schiebeverschluss geöffnet. In 10 entspricht das Öffnen des Schiebeverschlusses einer Bewegung der Schiebeplatte von links nach rechts. Der Ausgusssand fällt heraus (siehe 10). Wenn der Schiebeverschluss fast vollständig geöffnet ist, fällt das Rad (4) in seine untere Position und befindet sich "im Loch" der beweglichen Schiebeverschlussplatte (siehe 11).
  • Wenn der Stahl sofort nach dem Ausgusssand fließt, schmilzt die Vorrichtung im Stahlfluss und stört den normalen Gießvorgang nicht.
  • Wenn der Stahl nicht herausfließt, ist eine Ausgusssandkruste vorhanden, die den oberen Teil der inneren Düse blockiert (siehe 11). Um sie aufzubrechen, schließt die Bedienperson den Schiebeverschluss wieder, wodurch das Rad mit der Schiebeverschlussplatte (die sich in die Schließposition zurückbewegt) geschoben wird und folglich der Stift geschoben wird. Der Stift bewegt sich nach oben und dreht sich geringfügig. Dadurch bewegt sich die Sandbrechvorrichtung (Kopfteil), die am Stift befestigt ist, auch nach oben und dreht sich (siehe 12). Dies zerstört die Sandkruste und lässt den Stahl fließen.
  • Wenn der Stahl selbst nach dem Schließen des Schiebeverschlusses und nachdem die Vorrichtung betätigt wurde, nicht herausfließt, kann der Schiebeverschluss in die vollständig geschlossene Position zurückkehren, ohne die Vorrichtung zu stören (siehe 13).
  • In einer Variante der Erfindung, die in 1416 dargestellt ist, ist das Rad (4) gegen eine gelenkige Anordnung von drei Verbindungsstäben (61, 62, 63) ausgetauscht.
  • Die in den 1416 dargestellte Variante sieht einen viel längeren Hub für die vertikale Bewegung des Stifts (2) vor. Der Rest der Vorrichtung kann zu der Vorrichtung von 3 ähnlich sein oder alternativ kann der Schlitz (5) im Rohr (1) linear sein.
  • In der anfänglichen (Warte-) Position (14) ist der erste Verbindungsstab (61) fest an einem Träger angebracht, der wie in der dargestellten Vorrichtung ein Rohr (7) sein könnte, das an das Rohr (1) geschweißt ist. Wenn die Schieberplatte bewegt wird und sich der Schiebeverschluss in der vollständig geöffneten Position befindet (15), fallen die Verbindungsstäbe (62, 63) in den Ausguss und werden nur durch den ersten Verbindungsstab (61) festgehalten. Das Ende des letzten Verbindungsstabes (63) steht gerade mit dem unteren Ende des Stifts (2) in Kontakt, sodass, wenn der Schiebeverschluss geschlossen wird (16), die Schieberplatte den letzten Verbindungsstab (63) schiebt, der selbst den Stift (2) schiebt, wodurch die Öffnungs-Vorrichtung betätigt wird.

Claims (6)

  1. Öffnungs-Vorrichtung, umfassend ein längliches Schubelement (2), das einzusetzen ist in das Anstichloch eines metallurgischen Gefäßes, das mit einem eine bewegliche Platte umfassenden Schiebeverschluss ausgestattet ist, wobei das Schubelement durch die bewegliche Platte des Schiebeverschlusses zu betätigen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungs-Vorrichtung weiterhin einen Kopf (3), ein Führungsrohr (1) und ein Übertragungsmittel (4, 61, 62, 63) umfasst, wobei der Kopf (3) am Schubelement (2) befestigt ist, das Führungsrohr (1) das Schubelement (2) aufnimmt und das Schubelement (2) so angeordnet ist, dass es sich innerhalb des Führungsrohrs (1) axial bewegt, wobei das Übertragungsmittel (4, 61, 62, 63) so angeordnet ist, dass es das Schubelement (2) bewegt, sobald es durch die Betätigung der beweglichen Platte im Schiebeverschluss betätigt wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Kurbel, einen Hebel oder einen Stift umfasst, die/der sich bewegen, drehen oder gleiten oder eine Kombination dieser Bewegungen unter Verwendung der Kraft, die durch die Bewegung der beweglichen Platte des Schiebeverschlusses verliehen wird, ausführen können.
  3. Öffnungs-Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsmittel aus einer Scheibe (4) besteht, die an einer exzentrischen Achse (4a) befestigt ist.
  4. Öffnungs-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsmittel Verbindungsstäbe (61, 62, 63) umfasst.
  5. Verfahren zum Öffnen des Anstichlochs eines metallurgischen Gefäßes, das mit einem Schiebeverschluss und mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegliche Platte des Schiebeverschlusses verschoben wird, wodurch die Vorrichtung betätigt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsenergie der beweglichen Platte in Betätigungsenergie der Öffnungs-Vorrichtung umgewandelt wird.
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