DE60197C - Aalpafs - Google Patents

Aalpafs

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Publication number
DE60197C
DE60197C DENDAT60197D DE60197DA DE60197C DE 60197 C DE60197 C DE 60197C DE NDAT60197 D DENDAT60197 D DE NDAT60197D DE 60197D A DE60197D A DE 60197DA DE 60197 C DE60197 C DE 60197C
Authority
DE
Germany
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eel
eels
water
fish
pafs
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT60197D
Other languages
English (en)
Original Assignee
P. GERHARDT, Meliorationsbauinspector und Oberfischmeister, in Berlin W., Bayreutherstrafse 1
Publication of DE60197C publication Critical patent/DE60197C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B8/00Details of barrages or weirs ; Energy dissipating devices carried by lock or dry-dock gates
    • E02B8/08Fish passes or other means providing for migration of fish; Passages for rafts or boats
    • E02B8/085Devices allowing fish migration, e.g. fish traps
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/60Ecological corridors or buffer zones

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Marine Sciences & Fisheries (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Farming Of Fish And Shellfish (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 84: Wasserbad.
PAUL GERHARDT in BERLIN. Aal ρ a Fs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Februar 1891 ab.
Man weifs, · dafs die Aale im Meere laichen, die jungen Thierchen demnächst in die Flüsse aufwärts wandern, dort nach mehreren Jahren laichfähig werden und demnächst als ausgewachsene grofse Aale zum Laichgeschäft wieder zurück nach dem Meere ziehen. Die Stauvorrichtungen der Flüsse und Bäche bieten Hindernisse auf diesen Wegen. Die Hindernisse werden überwunden für die junge aufwärts ziehende Brut durch Aalleitern, für die alten abwärts ziehenden Aale durch Aalpässe. Die Frage über die Bauart der Aalleitern ist gelöst: die junge Brut zieht in der schwachen Strömung am Ufer aufwärts, es genügen daher hier schmale, mit Leisten und Kiesfüllung versehene Rinnen oder kastenartige, mit Steinen gefüllte Leitern. Die Frage über die Bauart der Aalpässe ist,dagegen noch ungelöst: die grofsen Aale ziehen mit der Strömung am Boden abwärts. Sie können diejenigen Wehre ohne Schaden passiren, welche vom Wasser überflutet werden oder mit Schlitzen oder Rinnen für das Durchschlüpfen versehen sind. Sie können dagegen diejenigen Wehre nicht passiren, welche zur Zeit des Aalwanderns im Sommer vollkommen wasserdicht geschlossen werden, bei denen jeder Tropfen Wasser für das Triebwerk zur Verwendung kommt. Die Aale suchen hier am Triebwerk vorbei zu gelangen, schlüpfen zwischen den Stäben der Schutzgitter hindurch, kommen in die Trieb-.werke und werden hier zerstückelt. Die mit den Jahren zunehmende Zahl und Vollkommenheit der Triebwerke (Turbinen, Poncelet-Räder u. dergl.) führt zu immer gröfserer Schädigung der Aale.
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, hat man als Aalpafs ein Blechrohr, vorgeschlagen, welches, vom Fufspunkte des Rechens beginnend, an der Turbine vorbeiführt und in das Unterwasser mündet (s. Circular des deutschen Fischerei-Vereins 1890, Seite 75). Bei dieser Anordnung geht jedoch zufolge der grofsen Druckhöhe viel Wasser dem Triebwerk verloren: es findet daher ein solcher Aalweg bei allen Triebwerksbesitzern entschiedenen Widerspruch, und es ist bisher noch nicht gelungen, einen derartigen Pafs überhaupt anzulegen. Sonach ist die Frage nach der zweckmäfsigen Bauart eines Aalpasses bisher noch nicht gelöst.
Der hier gezeichnete Aalpafs soll das Passiren eines Triebwerkes durch Aale oder andere wandernde Fische ermöglichen, ohne dem Werke einen erheblichen Wasserverlust zuzufügen. Eine schräg aufwärts steigende Rinne A, Fig. ι und 2-, die geradlinig, gekrümmt oder gebrochen geführt werden kann, wird derartig in dem Schutzgitter des Stauwerkes angebracht, dafs sie, von der Sohle des oberen Flufslaufes ausgehend, den Oberwasserspiegel fast erreicht. Sie besteht ganz oder in dem unteren Theile aus Holz oder aus einem anderen, den Fisch nicht abschreckenden Material, nicht aus Eisen. Die Holzwände können geschlitzt oder durchlocht ausgeführt werden, um die Wasserführung nach dem Triebwerk nicht zu beeinträchtigen und auch den Fisch durch die Strömung anzulocken (s. Fig. 3). <? . Vom Scheitel C abwärts führt eine Rinne B, Fig. ι und 2, beliebig geradlinig, gekrümmt oder gebrochen in das Unterwasser. Sie kann
durch Sperren, Sandfüllungen u. dergl. als Aalleiter oder Fischpafs ausgebildet werden. Hier sind keine Schlitze oder Löcher anzu-.bringen (s. Fig. 4). . Die Ein- und Ausmündungen der Rinnen A und B in das Ober- und Unterwasser werden zweckmäfsig erweitert. In dem Scheitel C der Rinne (Fig. 1) ist zufolge der geringen Druckhöhe nur ein geringer Wasserabflufs möglich. Derselbe kann zu Zeiten durch eine bewegliche Vorrichtung (Klappe, Schütz, Ventil oder dergleichen) ganz oder theilweise aufgehoben werden. Es kann hier auch durch aufgelegte Stricke oder andere das Wasser leicht aufsaugende Stoffe, welche über dem Scheitel der Rinne vom Ober- in das Unterwasser reichen (Fig. 5), ein fast vollkommener Wasserabschlufs erzielt, doch aber das Passiren von Aalen ermöglicht werden. Es kann endlich durch bewegliche, als Schwimmer wirkende Vorrichtungen, welche aus Faserstoffen, Leder, Holz oder dergleichen herzustellen sind, der Wasserverschlufs selbstthätig eingerichtet werden. ■ . '

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung, welche das Passiren einer Stauvorrichtung durch Aale oder andere Fische aus dem Ober- in das Unterwasser ermöglicht, bestehend in einer schräg aufwärts, demnächst abwärts geführten Rinne, deren Scheitel ungefähr in Höhe des Oberwasserspiegels liegt, und welche. hier offen bleiben oder durch mechanische oder selbstthätig wirkende Sperrvorrichtungen oder durch Stoffe von capillarer Wirkung geschlossen werden kann, sowie die Verbindung dieser Vorrichtung mit dem Unterwasser durch einen Fischweg oder eine Aalleiter.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT60197D Aalpafs Expired - Lifetime DE60197C (de)

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