DE60034397T2 - Elektrochemische Zelle mit Deckelbaugruppe - Google Patents

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Harvey A. Clarence Hornung
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Description

  • QUERBEZUG AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN
  • Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der vorläufigen Anmeldung mit der Ifd.-Nr. 60/132.549, die am 5. Mai 1999 eingereicht wurde.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf die Umwandlung chemischer Energie in elektrische Energie und insbesondere auf eine elektrochemische Alkalimetall-Zelle oder eine wiederaufladbare elektrochemische Lithiumionen-Zelle, die bei erhöhten Drücken und Temperaturen entladen werden kann.
  • 2. Stand der Technik
  • Es ist bekannt, dass der Bereich der nützlichen Betriebstemperatur einer elektrochemischen Lithium-Zelle über den Schmelzpunkt von Lithium, nämlich 180,54 °C, bis zu etwa 200 °C erweitert werden kann. Die Betriebstemperatur wird durch das Bereitstellen der Anode als eine Lithium-Legierung, wie etwa eine Lithium-Magnesium-Legierung zum Teil erhöht. Obwohl herkömmliche Lithium-Zellen, die für solche Hochtemperaturanwendungen hergestellt sind, funktionsfähig sind, weisen sie ernsthafte Nachteile auf. Im Einzelnen ist die Energiedichte einer Lithium-Zelle im Stand der Technik infolge der Verwendung einer Druckhülse, die in der Sockelbaueinheit enthalten ist, verringert. Die Druckhülse ist erforderlich, um eine elektrische Isolierung der Anschlusszuleitung in der Sockelbaueinheit aufrechtzuerhalten und ein Auslaufen der Zelle zu verhindern.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist entdeckt worden, dass die Energiedichte einer elektrochemischen Zelle mit primären oder sekundären chemischen Eigenschaften, die für eine Verwendung bei Anwendungen mit erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur vorgesehen ist, durch die Verwendung einer neuartigen Sockelbaueinheit, bei der keine Druckhülse verwendet wird, wesentlich verbessert werden kann. Davon unterscheidet sich das Dokument des Standes der Technik US-A-4.792.503 durch das Vorhandensein von mehr als einer einzelnen Aussparung bzw. Rille, die im Gehäuse vorgesehen ist, während das Dokument US-A-4.158.721 Ausführungsformen mit einer Aussparung bzw. Rille offenbart, die sich nicht in einem Abstand von der Zuleitungsisolierung befindet.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung beschreibt eine verbesserte Sockelbaueinheit. Die vorliegende Sockelbaueinheit bleibt hermetisch abgeschlossen, wenn die Zelle bei einer erhöhten Temperatur schnell entladen wird, wobei sich gleichzeitig die Energiedichte der Zelle vergrößert, indem der Einschluss zusätzlicher elektrochemisch aktiver Komponenten ermöglicht wird. Während der Entladung bei Temperaturen bis etwa 200 °C erzeugen Lithium-Zellen mit primären oder sekundären chemischen Eigenschaften gasförmige Nebenprodukte, die den Druck in der Zelle vergrößern. Deswegen muss die Sockelbaueinheit, die die Glas/Metall-Dichtung enthält, diesen erhöhten Druck aushalten können, während sie unter allen Verwendungsbedingungen hermetisch abgeschlossen bleibt. Wenn die hermetische Abgeschlossenheit nicht aufrechterhalten werden kann, ist die betroffene Zelle nicht betriebsfähig und kann entlüftet werden oder explodieren.
  • Wie oben erläutert wurde, enthalten Lithium-Zellen des Standes der Technik typischerweise eine Druckhülse, die die Glas/Metall-Dichtung unterstützt. Die Druckhülse dient dazu, eine Biegung der Sockelbaueinheit minimal zu machen und innere Spannungen und Kräfte, die auf die Glas/Metall-Dichtung wirken, zu verringern. Obwohl Druckhülsenkonstruktionen des Standes der Technik ermöglichen, dass eine Lithium-Zelle bei Temperaturen bis zu etwa 200 °C betriebsfähig bleibt, weisen sie mehrere Nachteile auf. Erstens besitzen herkömmliche Druckhülsen typischerweise die Form eines Rings, der an die Sockelbaueinheit geschweißt ist. Deswegen erhöht das einfache Vorhandensein der Druckhülse die Kosten der Sockelbaueinheit und der sich ergebenden Zelle. Zweitens besitzt der Druckhülsenring die 2- bis 6-fache Dicke des Deckels und steht nach unten in die Zelle vor, wodurch die für die elektrochemisch aktiven Materialien zur Verfügung stehende Höhe verringert wird. Dies führt zu einer Verringerung der Energiedichte der Zelle.
  • Eine neuartige Sockelbaueinheit gemäß der vorliegenden Erfindung eliminiert die Verwendung einer Druckhülse. Der Deckel der Sockelbaueinheit ist in der Weise modifiziert, dass er eine konzentrische Aussparung bzw. Rille mit einer festen Breite und Tiefe enthält. Die Aussparung bzw. Rille ist in einem festen Abstand von der Kante der Glas/Metall-Dichtung angeordnet. Die Dicke des Deckels und seine Lage, Breite und Tiefe hängen neben anderen Parametern von dem speziellen Elektrolyten, das zum Aktivieren der Zelle verwendet wird, der Zellengröße und der vorgesehenen Entladungsrate und der Temperatur der Zelle ab. Die vorliegende Sockelbaueinheit ist in Hochtemperatur-Lithium-Zellen besonders nützlich und hat durch den Einschluss zusätzlicher elektrochemisch aktiver Komponenten eine wesentliche Vergrößerung der Energiedichte der Zelle zur Folge. Wenn sie bei Temperatur von bis zu etwa 200 °C entladen wird, bleibt die Sockelbaueinheit hermetisch abgeschlossen.
  • Diese sowie weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden einem Fachmann durch Bezugnahme auf die folgende Beschreibung und die beigefügte Zeichnung in stärkerem Maße deutlich.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
  • 1 ist eine perspektivische Ansicht einer prismatischen elektrochemischen Zelle 10 gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • 2 ist eine geschnittene Seitenansicht der elektrochemischen Zelle 10;
  • 3 ist eine Schnittansicht längs der Linie 3-3 von 2;
  • 4 ist eine Schnittansicht längs der Linie 4-4 von 1;
  • 5 bis 7 veranschaulichen alternative Ausführungsformen einer Aussparung bzw. Rille, die die Anschlusszuleitung 16 umgibt, gemäß der vorliegenden Erfindung; und
  • 8 ist ein Seitenaufriss einer spiralförmig gewundenen Zelle 100, die in einem zylindrischen Gehäuse 102 untergebracht ist.
  • GENAUE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • In der Zeichnung zeigen die 1 bis 3 eine prismatische elektrochemische Zelle 10 gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Zelle 10 enthält eine Katodenelektrode 12 mit einem Stromkollektor 14, der mit einer Anschlusszuleitung 16 verbunden ist. Die Katodenelektrode 12 ist in einfacher Weise in einer Alkalimetall/Festkörper-Katode oder einer elektrochemischen Alkalimetall/Oxyhalogenid-Zelle sowohl des Typs mit Festkörperkatode als auch des Typs mit Flüssigelektrolyt enthalten, ohne dass sie gewechselt oder in anderer Weise modifiziert werden muss.
  • Die dargestellte Zelle 10 ist beispielhaft für den Typ mit Festkörperkatode, der in einem leitenden Gehäuse 18 untergebracht ist. Das Gehäuse 18 weist voneinander beabstandete, im Allgemeinen ebene vordere und hintere Seitenwände 20 und 22 auf, wovon jede eine halbkreisförmige Form mit einer oberen ebenen Kante 24 hat. Die Seitenwände 20, 22 sind durch eine halbkreisförmige dazwischenliegende Stirnwand 26 verbunden, die gekrümmt ist, damit sie längs ihres gesamten radialen Umfangs auf diese auftrifft. Die offene Oberseite des Gehäuses 18 ist durch einen Deckel 28 verschlossen. Das Gehäuse 10 ist aus einem leitenden Material hergestellt, das vorzugsweise aus einer Gruppe ausgewählt ist, die aus Nickel, Aluminium, Edelstahl, Normalstahl, Tantal und Titan besteht. Eine externe elektrische Verbindung der Zelle ist durch die Anschlusszuleitung 16 und durch einen Kontaktbereich geschaffen, der den Deckel 28 oder das gesamte leitende Gehäuse 18 umfasst, der bzw. das von der Anschlusszuleitung 16 isoliert sind.
  • Die Katodenelektrode 12 weist einen Körper aus einem festen Katodenmaterial in der Form von aus einer aktiven Mischung bestehenden Katodenplatten 30, 32 auf, die gegen den Katodenstromkollektor 14 gepresst sind oder diesen beschichten. Die Katodenelektrode 12 ist mit einer Kante 34 mit vollständigem Radius versehen, die sich von einem Punkt angrenzend an eine Stufe 36 (2) erstreckt und dem Radius und der Krümmung der dazwischenliegenden Stirnwand 26 des Gehäuses bis zu einer Position nahe an einer Isolatorstruktur 38 für einen Zellenverschluss 40, die in einer Elektrolytfüllöffnung 42 vorgesehen ist, folgt. Diese Konstruktion sieht eine so große Menge an aktivem Katodenmaterial in einer elektrochemischen Verbindung mit der Anode vor, wie das Innenvolumen des Gehäuses 18 aufnehmen kann.
  • Der Katodenstromkollektor 14 umfasst ein mit Öffnungen versehenes Gitter 44, einen inneren Verbindungsansatz 46 in Form eines Stegs, der mit dem Gitter 44 koplanar ist und an drei Seiten von diesem umgeben ist, und einen einteiligen äußeren Verbindungsansatz 48. Der äußere Verbindungsansatz 48 ist eine sich nach außen erstreckende Verlängerung des inneren Ansatzes 46. Die Anschlusszuleitung 16 ist so gezeigt, dass sie in 2 mit dem äußeren Ansatz 48 verbunden ist, sie kann jedoch an jedem Kontaktpunkt längs der vollständigen Ausdehnung des inneren Ansatzes 46 und des äußeren Ansatzes 40 mit dem Katodenstromkollektor 14 direkt verbunden sein. Diese Konstruktion ist im US-Patent Nr. 5.750.286 genauer beschrieben.
  • Ein bevorzugtes Material für den Katodenstromkollektor 14 ist ein Sieb aus Nickel des Typs der Serien 200 oder 201 gemäß der Spezifikationen ASTM B-162. Vor dem Gebrauch muss das Sieb sauber, blank und frei von Fett und Verarbeitungsölen sein. Das Sieb ist vorzugsweise geglüht.
  • Die Zelle 10 enthält ferner eine Anodenelektrode, z. B. eine Anodenelektrode aus Alkalimetall, die allgemein mit dem Bezugszeichen 50 bezeichnet ist. Die Anodenelektrode 50 umfasst ein einteiliges leitendes Element, das als Stromkollektor dient und aus einem dünnen Metallblech, vorzugsweise aus Nickel hergestellt ist und ein Paar flügelähnliche Abschnitte 52 und 54 aufweist, die durch einen dazwischenliegenden Bahnabschnitt 56 verbunden sind. Der Anodenstromkollektor ist vorzugsweise in einer geglühten ausgedehnten Form.
  • Ein bevorzugtes Alkalimetall für die Anode ist Lithium oder eine Lithium-Legierung. Lithium-Anodenplatten 58 und 60 sind in einem Pressklebekontakt mit einem entsprechenden der Stromkollektor-Flügelabschnitte 52 bzw. 54 und werden durch diesen getragen. Die flügelähnlichen Abschnitte sind aus einer Siebformation, um das Anhaften an den Lithium-Anodenelementen 58, 60 zu erleichtern. Die Lithium-Anodenelemente 58, 60 haben eine ähnliche Form oder Konfiguration wie die entsprechenden Flügelabschnitte 52 und 54, haben jedoch eine geringfügig größere Abmessung oder einen geringfügig größeren Oberflächenbereich, so dass sie eine Rand- oder Umfangserweiterung oder eine Grenze definieren, die den Umfang jedes Stromkollektor-Flügelabschnitts umgeben. Dadurch sind die Länge und die Breite jedes der Lithium-Anodenelemente 58 und 60 geringfügig größer als die Länge und die Breite der entsprechenden Flügelabschnitte 52 und 54, wobei die Anodenelemente in einem kurzen Abstand von dem Elektrodenbahnabschnitt 56 enden.
  • Um eine Anoden-Katoden-Unterbaueinheit aufzubauen, werden die Katodenplatten 30 und 32 aus aktivem Material der festen Katode zuerst mit dem Katodenstromkollektor 14 in einen Presskontakt gebracht. Das aktive Katodenmaterial enthält vorzugsweise ein Mischmetalloxid, wie etwa Silbervanadiumoxid und Kupfersilbervanadiumoxid, ein fluorisiertes Kohlenstoffmaterial oder bei einer Oxyhalogenid-Zelle ein kohlenstoffartiges Material. Der Katodenstromkollektor 14 ist aus einem dünnen Metallblech, das aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Cobalt-Nickel-Legierungen, Chrom-Ferrit, Nickel-Legierungen, Aluminium, Edelstahl, Normalstahl und Titan besteht, wobei Titan bevorzugt ist.
  • Die Anoden-Flügelabschnitte 52, 56 mit den zugehörigen Anoden-Lithiumelementen 58, 60 werden dann relativ zum Bahnabschnitt 56 und aufeinander zu und in einer solchen Weise gefaltet, dass die Lithium-Anodenabschnitte 58, 60 in einem funktionsfähigen Kontakt mit den entgegengesetzt gerichteten Hauptoberflächen der Katodenplatten, die an beiden Seiten des Stromkollektors 14 miteinander verbunden sind, angeordnet sind. Eine Abschirmung und isolierende Lagen (nicht gezeigt) sind zwischen der Bahn 56 und der Katodenelektrode positioniert.
  • Das Lithium-Anodenelement 58 ist im Einzelnen durch einen Abschnitt eines Trennmaterials 62 mit der Katodenplatte 30 in einem funktionsfähigen Kontakt. Das Lithium-Anodenelement 60 ist gleichfalls durch einen anderen Abschnitt der Trenneinrichtung 62, der den Katodenkörper umgibt und einhüllt, um einen direkten physikalischen Kontakt mit der Anode zu verhindern, in einem funktionsfähigen Kontakt mit der Katodenplatte 32. Die Anschlusszuleitung 16 ist mit dem Katodenstromkollektor 14 verbunden, der sich durch die Sockelbaueinheit erstreckt, die eine neuartige Glas/Metall-Dichtung 64 umfasst, die in den Deckel 28 eingesetzt ist.
  • Wie in 4 gezeigt ist, umfasst die Glas/Metall-Dichtung 64 der vorliegenden Erfindung eine zylindrische Wand 66, die in dem Deckel zwischen seiner oberen Oberfläche 68 und seiner unteren Oberfläche 70 vorgesehen ist. Die zylindrische Wand 66 hat eine Längsachse, die senkrecht zu der oberen und unteren Oberfläche 68 und 70 angeordnet ist, und versieht den Deckel mit einer ausreichenden Dicke zwischen den Oberflächen, um ein Glasmaterial 72 zu unterstützen. Der Deckel besitzt vorzugsweise eine Dicke im Bereich von 1,3 mm (etwa 0,05 Zoll) bis 2 mm (etwa 0,2 Zoll). Das Glasmaterial 72 ist zwischen der Anschlusszuleitung 16 und der zylindrischen Wand 66 hermetisch abgedichtet. Die Anschlusszuleitung 16 befindet sich an der Längsachse der zylindrischen Wand 66.
  • Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in dem Deckel eine ringförmige Aussparung bzw. Rille 74 vorgesehen, die die zylindrische Wand 66 und den Anschlussstift 16 umgibt. Die Aussparung bzw. Rille 74 erstreckt sich von der unteren Oberfläche 70 des Deckels und hat die Form eines Kanals, der eine innere Seitenwand 76 und eine äußere Seitenwand 78, die sich zur Zwischenwand 80 erstreckt und mit dieser zusammentrifft, umfasst. Die Seitenwände 76 und 78 verlaufen vorzugsweise konzentrisch um die Anschlusszuleitung 16 und die Zwischenwand verläuft vorzugsweise parallel zu der oberen und der unteren Deckeloberfläche 68 und 70. Die konzentrische Aussparung bzw. Rille 74 ist im Allgemeinen in einem festen radialen Abstand im Bereich von etwa 10 % bis etwa 90 % der Strecke von der Zuleitung 16 zur Kante des Deckels 28 angeordnet. Die Tiefe der Aussparung bzw. Rille 74 schwankt zwischen etwa 10 % und etwa 90 % der Dicke des Deckels 28 und die Breite der Aussparung bzw. Rille 74 schwankt zwischen etwa 1 % und etwa 50 % des festen radialen Abstands zwischen der Zuleitung 16 und der Kante des Deckels 28.
  • Es wird angenommen, dass die verbesserte Sockelbaueinheit die hermetische Abgeschlossenheit zum Teil in der folgenden Weise aufrechterhält. Wenn der in der Zelle 10 erzeugte Innendruck als Folge von gasförmigen Entladungsprodukten, wegen der internen Wärme, die während der Zellenentladung erzeugt wird, und wegen der äußeren Wärme oder der erhöhten Umgebungstemperatur ansteigt, bewirken die resultierenden internen Spannungen und Kräfte eine Biegung des Deckels 28 in der Nähe der konzentrischen Aussparung bzw. Rille 74. Der Deckel 28 biegt sich vorzugsweise in diesem Bereich, was eine Vergrößerung der Spannungen und Kräfte, die an der Glas/Metall-Dichtung ausgeübt werden, zur Folge hat.
  • Es wird deswegen angenommen, dass die vorliegende Sockelbaueinheit mit dem Deckel 28 und der Glas/Metall-Dichtung 64 die Energiedichte der Zelle durch Eliminieren des Druckhülsenrings, der in Entwürfen des Standes der Technik verwendet wird, vergrößert. Wenn der Druckhülsenring entfernt ist, sind die Höhe der Elektrodenbaueinheit und das Volumen des elektrochemisch aktiven Materials im Gehäuse 18 größer. Dies führt wiederum zu einem Ansteigen der Energiedichte der Zelle. In dieser Hinsicht ist das zusätzliche Hohlraumvolumen in der Zelle 10 für eine Vergrößerung des Volumens der aktiven Materialien von Anode und Katode nützlich, was bei der Verringerung des internen Drucks, der in der Zelle erzeugt wird, hilft. Nachdem die Anoden/Katoden-Elektrodenbaueinheit in dem Gehäuse 18 angeordnet ist und der Deckel 28 an dem Gehäuse hermetisch abgedichtet ist, wie etwa durch Schweißen, wird die Zelle 10 durch ein nicht flüssiges Elektrolyt für eine Festkörper-Katodenzelle fertig gestellt und bei einer Oxyhalogenid-Zelle wird ein flüssiger Depolarisator im Gehäuse 18 vorgesehen und darin durch das Bereitstellen der Verschlusseinrichtung 40, die in die Öffnung 42 geschweißt ist, um die Zelle 10 hermetisch zu verschließen, eingeschlossen. Die Zuleitung 16 ist der positive elektrische Anschluss, der mit der Katoden-Körperelektrode 12 verbunden ist. Wenn die Anodenelektrode 50 mit dem leitenden Gehäuse 18 durch den Bahnabschnitt 56 des Anodenstromkollektors, der hiermit in einem elektrischen Kontakt ist, in einem funktionsfähigen Kontakt ist, ist die vorliegende Erfindung in einer elektrischen Konfiguration mit negativen Gehäuse.
  • Der Katodenstromkollektor 14 ist vorzugsweise aus Titan. Der Deckel ist vorzugsweise aus Edelstahl und ein geeignetes Glas für die Glas/Metall-Dichtung 64 einer Lithium-Oxyhalogenid-Zelle ist GBC614U, während ein geeignetes Material des Anschlussstifts Alloy' 52 ist. Weitere Materialien, die für die Glasdichtung 72 geeignet sind, enthalten CABAL 12 TA-23, FUSITE 425 oder FUSITE 435, das Glas hermetisch abdichtet, und der Zellenverschluss 40 ist aus Edelstahl, Titan oder Nickel.
  • Das Metallgehäuse kann Materialien enthalten, wie etwa Edelstahl, Normalstahl, nickelbeschichteter Normalstahl, Titan, Tantal oder Aluminium, sie sind jedoch nicht darauf beschränkt, solange das metallische Material für eine Verwendung mit Komponenten der Zelle kompatibel ist. Bei einem Edelstahldeckel ist das Gehäuse vorzugsweise ebenfalls aus Edelstahl.
  • Die elektrochemische Zelle 10 der vorliegenden Erfindung kann außerdem so aufgebaut sein, dass sie eine elektrische Konfiguration mit positivem Gehäuse aufweist, indem die Katodenteile in Kontakt mit dem leitenden Zellengehäuse 18 angeordnet werden. Im Einzelnen und bei Bezugnahme auf die Anoden/Katoden-Unterbaueinheit der 2 und 3 wird die elektrische Konfiguration mit positivem Gehäuse geschaffen, indem die Lithium-Anodenelemente 58, 60 durch Katodenplatten 30, 32 an den Elektrodenflügelabschnitten 52, 54 ersetzt werden. Dementsprechend wird die Katodenelektrode 12 durch das Paar Lithium-Anodenelemente 58, 60 ersetzt, die jeweils untereinander und in Bezug auf das mit Öffnungen versehenen Gitter 40, das als ein Katodenstromkollektor dient, sandwichartig angeordnet sind, wobei der Katodenstromkollektor seinerseits über einen elektrischen Kontakt mit dem inneren Verbindungsansatz 46 und/oder dem äußeren Verbindungsansatz 48 mit der Anschlusszuleitung 16 verbunden ist, und wobei die Zuleitung 16 durch die Glas/Metall-Dichtung 52 vom Deckel 28 isoliert ist. Wenn die Katodenplatten 30, 32 mit den Elektrodenflügelabschnitten 52, 54 in Kontakt sind und der Elektrodenbahnabschnitt 56 mit dem Zellengehäuse 18 in Kontakt ist, wird eine Zelle in einer elektrischen Konfiguration mit positivem Gehäuse geschaffen. In allen anderen Aspekten ist die Anodenelektrode in der Konfiguration mit positivem Gehäuse der Anodenelektrode ähnlich, die oben in Bezug auf eine Zelle 10 in der Konfiguration mit negativem Gehäuse beschrieben wurde.
  • Obwohl die Aussparung bzw. Rille 74 als konzentrisch zu der Anschlusszuleitung 16 beschrieben wurde, kann das nicht für alle Zellenkonfigurationen bevorzugt sein. Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Aussparung bzw. Rille 82 (5) in Bezug auf die Längsachse der Zuleitung 16 versetzt sein. Wie gezeigt ist, ist der Abstand 84 zwischen der Aussparung bzw. Rille 82 und der Zuleitung 16 kleiner als der Abstand 86. Des Weiteren muss die Aussparung bzw. Rille 88 nicht notwendigerweise eine kreisförmige Form haben, sondern kann eine quadratische, rechteckige, sechseckige (6) oder eine andere mehrseitige Form haben. Die Aussparung bzw. Rille 90 kann sogar eine unregelmäßige Form haben, wie in 7 gezeigt ist. Tatsächlich ist die Form der Aussparung bzw. Rille lediglich durch die Vorstellung eines Fachmanns und durch die Anforderungen einer bestimmten Batterieanwendung begrenzt.
  • Während die vorliegenden Sockelbaueinheiten, die in den 4 bis 7 gezeigt sind, in Bezug auf eine prismatische Zelle beschrieben wurden, wird ein Fachmann leicht erkennen, dass dies lediglich zur Erläuterung dient. Die Aussparung bzw. Rille und die Sockelbaueinheiten werden leicht an eine große Vielzahl von Zellenkonstruktionen angepasst, die spiralförmig gewundene Zellen, knopfförmige und münzenförmige Zellen und Batterien enthalten. 8 zeigt z. B. allgemein eine spiralförmig gewundene elektrochemische Zelle 100, die in einem Gehäuse 102 untergebracht ist. Das Gehäuse 102 hat eine zylindrisch geformte Seitenwand 104, die an ihrem unteren Ende durch eine Bodenwand 106 und an der Oberseite durch einen Sockel 108 verschlossen ist. Der Sockel 108 enthält eine (nicht gezeigte) Glas/Metall-Dichtung, die die Anschlusszuleitung 110 vom Rest des Ge häuses 102 durch eine der in den 4 bis 7 gezeigten Baueinheiten elektrisch isoliert, die eine innere Aussparung bzw. Rille aufweisen, die die Zuleitung umgibt.

Claims (13)

  1. Elektrochemische Zelle, welche folgendes umfasst: a) eine Anode; b) eine Kathode; c) ein Elektrolyt, welches die Anode und die Kathode aktiviert; d) ein Gehäuse, in welchem die aktivierte Anode und Kathode untergebracht sind, wobei das Gehäuse als ein erster Anschluss für eine von der Anode oder der Kathode dient und eine Zuleitung, welche von dem Gehäuse isoliert ist, als ein zweiter Anschluss für die andere von der Anode oder der Kathode dient; und e) eine einzelne Aussparung bzw. Rille, welche in dem Gehäuse bereitgestellt wird, welche die Zuleitung umgibt, welche von dem Gehäuse isoliert ist und welche in einem Abstand von der Zuleitungsisolierung angeordnet ist, wobei sich die einzelne Aussparung bzw. Rille von der inneren Oberfläche des Gehäuses bis zu einem Abschnitt des Weges durch eine Dicke des Gehäuses erstreckt.
  2. Elektrochemische Zelle nach Anspruch 1, bei welcher die Aussparung bzw. Rille kanalförmig ist.
  3. Elektrochemische Zelle nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei welcher die Aussparung bzw. Rille mit der Zuleitung konzentrisch ist.
  4. Elektrochemische Zelle nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher das Gehäuse einen Behälter umfasst, welcher ein offenes Ende aufweist, welches durch einen Deckel geschlossen wird, und bei welcher die Aussparung bzw. Rille von der Zuleitung in einem radialen Abstand von 10 % bis 90 % des Abstandes von der Zuleitung zu einer Kante des Deckels angeordnet ist, welcher den Behälter schließt.
  5. Elektrochemische Zelle nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher sich die Aussparung bzw. Rille über 10 % bis 90 % des Weges durch die Dicke des Gehäuses erstreckt.
  6. Elektrochemische Zelle nach Anspruch 2, bei welcher das Gehäuse einen Behälter umfasst, welcher ein offenes Ende aufweist, welches durch einen Deckel geschlossen wird, und bei welcher die kanalförmige Aussparung bzw. Rille eine Breite von 10 % bis 50 % des Abstands von der Zuleitung zu einer Kante des Deckels aufweist, welcher den Behälter schließt.
  7. Elektrochemische Zelle nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher die Aussparung bzw. Rille in Bezug auf die Zuleitung versetzt ist.
  8. Elektrochemische Zelle nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher die Aussparung bzw. Rille mehrseitig ist.
  9. Elektrochemische Zelle nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher die Aussparung bzw. Rille eine unregelmäßige Form aufweist.
  10. Elektrochemische Zelle nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, welche eine Lithium- oder eine Lithium-Legierungs-Anode aufweist.
  11. Elektrochemische Zelle nach Anspruch 10 als eine Hauptzelle.
  12. Elektrochemische Zelle nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher die Zelle aus einer Gruppe ausgewählt wird, welche aus einer prismatischen Zelle, einer spiralförmig gewundenen Zelle, welche in einem zylindrischen Gehäuse untergebracht ist, einer knopfförmigen Zelle oder einer münzenförmigen Zelle besteht.
  13. Verfahren zur Bereitstellung einer elektrochemischen Zelle nach irgendeinem der vorangegangenen Ansprüche, welches folgende Schritte umfasst: a) Bereitstellen einer Anode; b) Bereitstellen einer Kathode; c) Unterbringen der Anode und der Kathode in einem Gehäuse, wobei das Gehäuse als ein erster Anschluss für eine von der Anode oder der Kathode dient und eine Zuleitung, welche von dem Gehäuse isoliert ist, als ein zweiter Anschluss für die andere von der Anode oder Kathode dient; d) Aktivieren der Anode und der Kathode mit einem Elektrolyten; und e) Bereitstellen einer einzelnen Aussparung bzw. Rille in dem Gehäuse, welches die Zuleitung umgibt, welche von dem Gehäuse isoliert ist, und welche in einem Abstand von der Zuleitungsisolierung angeordnet ist, wobei sich die einzelne Aussparung bzw. Rille von der inneren Oberfläche des Gehäuses bis zu einem Abschnitt des Weges durch die Dicke bzw. dünne Schicht des Gehäuses erstreckt.
DE60034397T 1999-05-05 2000-05-05 Elektrochemische Zelle mit Deckelbaugruppe Expired - Lifetime DE60034397T2 (de)

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