DE60007980T2 - Holmverriegelung durch reibung - Google Patents
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Description
- TECHNISCHES GEBIET
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Mechanismus zum Aufbringen einer Spannkraft auf ein säulenförmiges Element, welcher besondere Anwendung in Maschinen zum Formen von Gegenständen findet.
- HINTERGRUND DER ERFINDUNG
- Spannsysteme für Formungsmaschinen wenden typischerweise Mittel zum Verriegeln der Spannstangen an, um die Spannkolben mit diesen zu verbinden und von diesen zu lösen. Beispielsweise zeigt das französische Patent 2,411,694 ein Reibungsmittel zum Ergreifen der Säule einer Dreiplattenmaschine, um einen Spannkolben mit der Säule zu verbinden. Die Konstruktion wendet einen konischen Verriegelungsring an, der in eine verjüngte Buchse gedrückt wird, wodurch der Verriegelungsring nach innen ausgelenkt wird und die sich durch seine zentrale Bohrung erstreckende Säule ergreift.
4 dieses Patentes zeigt, wie der Verriegelungsring Längsschlitze aufweist, die durch den Ring geschnitten sind, um diese Auslenkung zu erreichen. Das Problem mit dieser Lösung besteht darin, dass der Verriegelungsring innerhalb des zusammenpassenden verjüngten Stückes gleiten muss, um ausgelenkt zu werden. Die während dieser Gleitwirkung erzeugten hohen Kräfte verursachen eine Abnützung der zusammenwirkenden Oberflächen, welche die nützliche Lebensdauer einer solchen Vorrichtung beträchtlich verkürzt. Außerdem begrenzt die Reibung in den konischen Sitzen die Wirksamkeit der Greifwirkung. - Das US-Patent 2,691,799 illustriert einen anderen Lösungsweg. In diesem Patent wird ein kragenartiger Verriegelungsring verwendet, um an einer Spannstange anzugreifen.
- Das US-Patent 3,183,555 an Siegel zeigt eine Lösung, die Hydraulikdruck anwendet, um die Wände einer Buchse auszulenken, um an einer Spannstange anzugreifen.
- Das US-Patent 4,565,517 an Brinkmann illustriert eine Lösung unter Verwendung von Öldruck, um auf einen Kolben einzuwirken, der einen konischen Sitz hat, welcher Ringsegmente dazu veranlasst, an einer Spannstange anzugreifen.
- Das deutsche Patent Nr. 31 44 359 illustriert eine Lösung unter Verwendung eines Hydraulikkolbens, der gegen keilförmige Segmente drückt, um an einer Kolbenstange anzugreifen.
- Trotz dieser Systeme bleibt immer noch das Erfordernis für einen Spannmechanismus mit stärkerer Greifwirkung, der rascher arbeitet, um die mit der Abnützung verbundenen Probleme zu minimieren, und der mit einer wesentlichen Kosteneinsparung hergestellt werden kann.
- ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
- Es ist dementsprechend eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Mechanismus zum Aufbringen einer Spannkraft auf ein säulenförmiges Element, wie eine Spannstange, zu schaffen.
- Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Mechanismus zum Aufbringen einer Spannkraft zu schaffen, der in Pressen, Formungsmaschinen und Spritzgießmaschinen angewendet werden kann.
- Es ist noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Mechanismus zum Aufbringen einer Spannkraft zu schaffen, der mit einer wesentlichen Kosteneinsparung im Vergleich zu anderen mechanischen Verriegelungstechniken hergestellt werden kann.
- Es ist noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren zum Aufbringen einer Spannkraft auf ein säulenförmiges Element, wie eine Spannstange, zu schaffen.
- Die vorstehenden Ziele werden durch einen Spannmechanismus und das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung erreicht, wie sie in den angeschlossenen Ansprüchen 1, 7 und 15 offenbart sind. Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung weist ein Mechanismus zum Aufbringen einer Spannkraft auf ein säulenförmiges Element, wie eine Spannstange, ein zusammendrückbares Element auf, welches das säulenförmige Element umgibt, um an dem säulenförmigen Element anzugreifen und eine Spannkraft auf dieses zu übertragen, wobei das zusammendrückbare Element des säulenförmigen Elementes gleitverschieblich ist. Der Mechanismus weist ferner ein erstes Mittel zum Aufbringen einer Spannkraft auf, welches erste Mittel eine Bohrung mit einer Angriffsfläche zur Aufnahme und zum Reibungseingriff mit dem zusammendrückbaren Element hat. Der Reibungseingriff zwischen dem zusammendrückbaren Element und der Angriffsfläche verhindert jegliche relative Gleitbewegung zwischen dem zusammendrückbaren Element und dem ersten Mittel. Der Mechanismus weist ferner ein zweites Mittel zum Aufbringen einer Spannkraft und zum Bewirken eines Gleitens des zusammendrückbaren Elementes entlang des säulenförmigen Elementes aus einer Ausgangsposition in eine Vorspannungsposition auf, in welcher das zusammendrückbare Element durch den Kontakt mit der Eingriffsfläche zusammengedrückt wird, wenn sich das zusammendrückbare Element zwischen den Positionen bewegt. Das Zusammendrücken des zusammendrückbaren Elementes bewirkt, dass dieses an dem säulenförmigen Element angreift und eine Ausgangsspannkraft aufbringt. Die Hauptspannkraft wird auf das zusammendrückbare Element und damit auf die Spannstange aufgebracht, indem das erste Mittel in eine Spannposition bewegt wird. Die auf dem Spannkolben während des Spannens ausgeübte Kraft erhöht ferner den Gelenkeffekt auf die Buchse und erhöht somit das radiale Auslenken der Buchse und die Greifwirkung.
- Der Spannmechanismus der vorliegenden Erfindung hat eine breite Anwendung. Er kann auf verschiedenen Arten von Pressen und Formungsmaschinen angewendet werden. Er findet besondere Anwendung bei Spritzgießmaschinen zum Formen von Kunststoffgegenständen.
- In einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der Spannmechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung dazu verwendet werden, um eine Spannkraft auf eine Form aufzubringen, die aus einer ersten Formhälfte, welche auf einer ersten Platte montiert ist, und einer zweiten Formhälfte, die auf einer zweiten Platte montiert ist, gebildet wird und eine oder mehrere Spannstangen aufweist, die sich zwischen der ersten und der zweiten Platte erstrecken. Das Verfahren zum Aufbringen der Spannkraft auf die Form umfasst die Schritte: Schließen der Form, Bereitstellen eines zusammendrückbaren Elementes mit einer zentralen Bohrung mit einem Durchmesser, der etwa jenem der Spannstange entspricht, einem Gleitkolben, der eine Bewegung des zusammendrückbaren Elementes zwischen einer Ausgangsposition und einer Vorspannungsposition bewirkt, und einem Spannkolben zum Aufbringen einer Hauptspannkraft oder einer Aufbrechkraft auf die Form über das zusammendrückbare Element; das Aktivieren des Gleitkolbens, damit das entsprechende zusammendrückbare Element, welches mit ihm zusammenarbeitet, entlang einer Spannstange zwischen der Ausgangsposition und der Vorspannungsposition gleitet, ohne daß das zusammendrückbare Element relativ zum Spannkolben gleitet, wodurch das zusammendrückbare Element zusammengedrückt wird und an der Spannstange angreift, entlang welcher es gleitet; und Aktivieren des Spannkolbens, indem er in die Spannposition bewegt wird, damit das zusammendrückbare Element eine Hauptspannkraft auf die Form über die Spannstange ausübt.
- Andere Details des Spannmechanismus und des Spannverfahrens der vorliegenden Erfindung sowie andere Aufgaben und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung und den angeschlossenen Zeichnungen hervor, in denen gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente bezeichnen.
- KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist eine Schnittansicht eines Ausführungsbeispieles eines Spannmechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung; -
2 ist ein vergrößerter Schnitt durch ein zusammendrückbares Element, das bei dem Spannmechanismus nach1 verwendet wird; und -
3 ist eine isometrische Ansicht einer alternativen Ausführungsform eines zusammendrückbaren Elementes, das bei dem Spannmechanismus nach1 verwendet wird. - DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
- Gemäß den Zeichnungen zeigt
1 einen Spannmechanismus10 gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Spannmechanismus10 hat breite Anwendungsmöglichkeit und kann mit einer großen Vielzahl von Pressen und Formungsmaschinen verwendet werden. Beispielsweise kann er, wie1 zeigt, mit einer Formungsmaschine verwendet werden, die eine erste Platte12 und eine zweite Platte14 aufweist. Jede Platte kann eine entsprechende Formhälfte16 ,18 haben, die an ihr in irgendeiner erwünschten Weise unter Verwendung irgendwelcher konventioneller Mittel, die im Stand der Technik bekannt sind, befestigt wird. Einer der Platten12 und14 kann stationär sein, während die andere bewegbar ist. Alternativ können beide Platten12 und14 bewegbar sein. - Die Formungsmaschine hat auch eine oder mehrere Spannstangen
20 , die sich zwischen den Platten12 und14 erstrecken. Die Abstützungen für die Spannstangen bilden keinen Teil der vorliegenden Erfindung und sind deshalb im Detail nicht beschrieben. Irgendwelche Spannstangenabstützungen nach dem Stand der Technik können verwendet werden. Die bewegbare(n) Platte(n)12 und/oder14 bewegt bzw. bewegen sich entlang der Spannstange(n)20 zwischen der Offenstellung und der Schließstellung der Form. Wenn die Formhälften die Formschließstellung eingenommen haben, wird eine Spannkraft auf die Form aufgebracht, um die Formhälften in dieser Position zu halten. Ähnlich wird beim Öffnen der Form eine Aufbrechkraft auf die Form aufgebracht, um die Formhälften zu öffnen. Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die Spannkraft und die Formaufbrechkraft über die Spannstange(n) über den Spannmechanismus10 aufgebracht. Während in1 der Einfachheit halber nur ein Spannmechanismus10 gezeigt ist, versteht sich, dass ein solcher Spannmechanismus für jede der Spannstangen20 vorgesehen ist. - Der Spannmechanismus
10 umfasst einen zusammendrückbaren Verriegelungsring22 , der sich von seiner Basis24 zu seinem Führungsrandteil26 verjüngt. Der Verriegelungsring22 hat eine zentrale Bohrung28 mit einem Durchmesser D, wobei sich die entsprechende Spannstange20 durch die Bohrung erstreckt. Der Verriegelungsring22 kann entlang der Spannstange20 zwischen einer Ausgangsposition und einer Vorspannungsposition gleiten. Wie in den1 und2 gezeigt ist, hat der Verriegelungsring22 eine Vielzahl von Umfangsschlitzen30 und einen ringförmigen Körperteil32 . Die Umfangsschlitze30 unterteilen einen Außenteil34 des Verriegelungsringes22 in eine Vielzahl von Segmenten36 . Wie aus1 hervorgeht, erstrecken sich die Umfangsschlitze30 und die Segmente36 nicht notwendigerweise über die gesamte Länge des Verriegelungsringes22 . Bei einer bevorzugten Ausführungsform erstrecken sich die Schlitze30 und die Segmente36 über den größten Teil der Länge des Verriegelungsringes22 . - Der Spannmechanismus
10 umfasst ferner einen Spannkolben40 , der innerhalb der Platte14 angeordnet ist. Der Spannkolben40 wird dazu verwendet, um eine Hauptspannkraft auf die Form über den zusammendrückbaren Verriegelungsring22 und die Spannstange20 aufzubringen. Der Spannkolben40 wird auch vorzugsweise dazu verwendet, um eine Aufbrechkraft auf die Form über den zusammendrückbaren Verriegelungsring22 und die Spannstange20 aufzubringen. Der Spannkolben40 bewegt sich im Betrieb zwischen der Ausgangsposition, die in1 gezeigt ist, in eine Spannposition. Der Hub des Spannkolbens40 wird durch eine Abdeckplatte42 begrenzt, die an der Platte14 angebolzt ist. - Wie aus
1 hervorgeht, hat der Spannkolben40 eine verjüngte Innenbohrung44 , die eine verjüngte Oberfläche46 hat, welche in Reibungseingriff mit der Außenfläche48 des zusammendrückbaren Elementes steht. Der Reibungseingriff zwischen der verjüngten Fläche46 und der Außenfläche48 verhindert jegliche Gleitbewegung zwischen dem Verriegelungsring22 und dem Spannkolben40 , wenn sich der Verriegelungsring22 entlang der Spannstange20 zwischen seiner Ausgangsposition und seiner Vorspannungsposition bewegt. - Ein Gleitkolben
50 ist vorgesehen, um den Verriegelungsring22 zwischen der Ausgangsposition nach1 und der Vorspannungsposition zu bewegen. Der Gleitkolben50 ist in einem Zylinder52 angeordnet, der durch eine Ringnut54 im Spitzenteil56 des Spannkolbens40 und einer Endplatte58 definiert ist, die an dem Spitzenteil56 angebolzt ist. Die Endplatte58 begrenzt den Hub des Gleitkolbens50 . - Im Betrieb wird Drucköl über eine Öffnung
60 im Zylinder62 zugeführt. Dies bewirkt, dass sich der Gleitkolben50 gegen den Spannkolben40 bewegt. Als Ergebnis gleitet der zusammendrückbare Verriegelungsring22 entlang der Spannstange20 aus einer Ausgangsposition in seine Vorspannungsposition. Der Verriegelungsring22 gleitet nicht innerhalb der verjüngten Bohrung44 wegen des hohen Reibungskoeffizienten, der zwischen den Oberflächen46 und48 besteht. Wie2 zeigt, bewirkt statt des Gleitens die Bewegung des Verriegelungsringes22 in seine Vorspannungsposition, dass jedes Segment36 an der Oberfläche46 angreift. Dies resultiert in einer Gelenkwirkung um jeden Kontaktpunkt A, so dass der ringförmige Körperteil32 des zusammendrückbaren Verriegelungsringes22 gegen die Spannstange20 gedrückt und der Durchmesser D der zentralen Bohrung28 um einen Betrag d verringert wird. (2 illustriert das radiale Zusammendrücken oder Auslenken des Verriegelungsringes22 .) Dies wiederum resultiert darin, dass der zusammendrückbare Verriegelungsring22 an der Spannstange20 angreift und den Spannkolben40 wirksam mit der Spannstange20 kuppelt. Es ergibt sich auch die Anwendung einer kleiner Anfangsspannkraft auf die Spannstange20 . Die vorerwähnte Gelenkwirkung kann mit einem Stapel von Federscheiben verglichen werden, die zusammengedrückt werden. Wenn der Außendurchmesser der Federscheiben innerhalb einer Buchse zusammengedrückt wird, nimmt der Durchmesser der zentralen Bohrung durch die Buchse ab, wenn ausreichende Axialkräfte auf den Spannkolben40 aufgebracht werden. - Die Hauptspannkraft wird aufgebracht, indem Hochdrucköl auf den Zylinder
62 über die Öffnung64 aufgebracht wird, und bewirkt, dass sich der Spannkolben40 gegen den Gleitkolben50 bewegt. Die Bewegung des Spannkolbens40 bringt die Hauptspannkraft auf den zusammendrückbaren Verriegelungsring22 auf, welcher diese Kraft auf die Spannstange20 und auf die Form überträgt. Es hat sich gezeigt, dass eine relativ hohe Spannkraft auf die Form auf diese Weise übertragen werden kann. - Wenn es Zeit ist, die Form zu öffnen, wird eine Formaufbrechkraft auf die Form über den Verriegelungsring
22 und die Spannstange20 übertragen. Die Formaufbrechkraft wird erzeugt, indem Öl aus dem Zylinder62 über die Öffnung64 abgezogen wird und Hochdrucköl über die Öffnung66 dem Zylinder68 zugeführt wird. Die Bewegung des Spannkolbens40 von der Abdeckplatte42 weg erzeugt eine Kraft, welche die Form öffnet. Diese Aufbrechkraft ist typischerweise 10% der Spannkraft, die von dem Spannkolben40 aufgebracht wird. Als Ergebnis kann eine entsprechend kleinere Fläche angewendet werden. Kleine Formaufbrechkräfte können auch durch den Formhubzylinder (nicht gezeigt) aufgebracht werden. - Nach dem Aufbringen der Formaufbrechkraft kann der zusammendrückbare Verriegelungsring
22 von seiner Vorspannungsposition in seine Ausgangsposition bewegt werden, wenn dies erwünscht ist. Dies kann durch Abziehen von Fluid aus dem Zylinder52 über die Öffnung60 erfolgen, und dadurch, dass die elastischen Eigenschaften des zusammendrückbaren Verriegelungsringes22 den Gleitkolben50 in seine Ausgangsposition drücken. Falls erforderlich, können Druckfedern100 in Taschen des Gleitkolbens50 vorgesehen werden, um das Zurückdrücken des Gleitkolbens50 für eine schnellere Bewegung zu unterstützen. - Das Material des Verriegelungsringes
22 ist vorzugsweise flexibel und elastisch. Beispielsweise kann der Verriegelungsring22 aus einem hochfesten Kunststoffmaterial geformt werden. Es ist möglich, den Verriegelungsring22 aus einem Metallmaterial zu formen; wie -
3 zeigt, werden die Längsschlitze vorzugsweise vorgesehen, um die Radialkompression zu erleichtern. - Einer der Vorteile des Spannmechanismus der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass eine genaue Führung der Spannstange
20 nahe dem Verriegelungsring22 gegeben ist, und enge Toleranzen es gestatten, kleine Spalten zwischen dem Verriegelungsring22 und der Spannstange20 zu schließen, und eine minimale Materialverformung während des Spannens. - Andere Vorteile des Spannmechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung bestehen darin, dass er schneller arbeitet als Zahneingriffsverfahren. Ein Grund für die schnelle Arbeitsweise ist die Tatsache, dass kein Spiel zwischen den Zähnen überbrückt werden muss. Dies ist wesentlich, um einen Zeitverlust zu vermeiden, wenn die Formaufbrechkraft nach dem Spannen geändert wird. Ein anderer Vorteil besteht darin, dass die Kolben
40 und50 im Gegensatz zu einer Bajonett-Verriegelungsanordnung nicht gedreht werden müssen, bei welcher die Dichtungen in den drehenden Kolben Reibung erzeugen, die hohe Drehmomente erfordert, um sie zu drehen. Zeit und Energie werden auf diese Weise eingespart. - Außerdem kann der Spannmechanismus gemäß der vorliegenden Erfindung mit wesentlichen Kosteneinsparungen gegenüber anderen mechanischen Verriegelungsmethoden gebaut werden.
- Es zeigt sich, dass gemäß der vorliegenden Erfindung eine Reibungsspannstangenklemme geschaffen wird, welche die Mittel, Ziele und Vorteile erfüllt, die vorstehend beschrieben worden sind. Während die vorliegende Erfindung im Zusammenhang mit einem spezifischen Ausführungsbeispiel beschrieben worden ist, sind dem Fachmann andere Variationen, Alternativen und Modifikationen möglich, nachdem er die vorliegende Beschreibung gelesen hat. Es ist beabsichtigt, diese Variationen, Alternativen und Modifikationen, welche in den Schutzbereich der nachfolgenden Ansprüche fallen, mit einzubeziehen.
Claims (16)
- Mechanismus zum Aufbringen einer Spannkraft auf ein säulenförmiges Element (
20 ), wobei der Mechanismus aufweist: ein zusammendrückbares Element (22 ) mit einem ringförmigen Körperteil (32 ), einer zentralen Bohrung (28 ) und einer Vielzahl von Umfangsschlitzen (30 ), welche eine Vielzahl von Segmenten (36 ) definieren, wobei das zusammendrückbare Element (22 ) das säulenförmige Element (20 ) umgibt, um an dem säulenförmigen Element (20 ) anzugreifen und die Spannkraft auf dieses zu übertragen; erste Mittel (40 ) zum Aufbringen einer Spannkraft, wobei die ersten Mittel eine Bohrung (44 ) mit einer Angriffsfläche (46 ) zur Aufnahme des zusammendrückbaren Elementes (22 ) und zum Reibungseingriff mit diesem aufweisen, wobei der Reibungseingriff zwischen dem zusammendrückbaren Element (22 ) und der Angriffsfläche (46 ) zur Verhinderung einer relativen Gleitbewegung zwischen dem zusammendrückbaren Element (22 ) und dem ersten Mittel (40 ) dient; zweite Mittel (50 ) zum Aufbringen einer zweiten Kraft auf das zusammendrückbare Element (22 ) zum gleitverschieblichen Betätigen des zusammendrückbaren Elementes (22 ) entlang des säulenförmigen Elementes (20 ) aus einer nicht zusammengedrückten Ausgangsposition in eine Vorspannungsposition in Reibungs- und Druckeingriff mit dem ersten Mittel (40 ), wodurch der ringförmige Körperteil (32 ) entlang des säulenförmigen Elementes (20 ) unter Zusammendrücken gleitverschiebbar und zusammenziehbar ist, wobei die Segmente (36 ) infolge der Umfangsschlitze (30 ) auslenken, um das Zusammenziehen des ringförmigen Körperteiles (32 ) gegen das säulenförmige Element (20 ) zu unterstützen, wodurch ein Durchmesser der zentralen Bohrung (28 ) abnimmt; wobei die ersten Mittel (40 ) die Spannkraft auf das säulenförmige Element über das zusammendrückbare Element (22 ) aufbringen. - Mechanismus nach Anspruch 1, bei welchem das zusammendrückbare Element (
22 ) sich von einer Basis (24 ) weg zu einem Führungsrandteil (26 ) verjüngt, und wobei die Angriffsfläche (46 ) eine angepasste verjüngte Fläche aufweist. - Mechanismus nach Anspruch 1, bei welchem das erste Mittel einen Spannkolben (
40 ) aufweist, der zwischen einer entspannten Position und einer Spannkraftaufbringposition bewegbar ist. - Mechanismus nach Anspruch 3, bei welchem der Spannkolben (
40 ) innerhalb einer Platte (12 ,14 ) positioniert und sein Hub durch eine Abdeckplatte (42 ) begrenzt ist, die mit der Platte (12 ,14 ) verbunden ist. - Mechanismus nach Anspruch 3, bei welchem die zweiten Mittel einen Gleitkolben (
50 ) umfassen, der sich innerhalb eines Spitzenteiles (56 ) des Spannkolbens (40 ) bewegt. - Mechanismus nach Anspruch 5, der ferner aufweist: eine Endplatte (
58 ), die mit dem Spitzenteil (56 ) des Spannkolbens (40 ) verbunden ist; wobei die Endplatte (58 ) und der Spitzenteil (56 ) des Spannkolbens (40 ) einen Zylinder (52 ) definieren, in welchem sich der Gleitkolben (50 ) bewegt. - Maschine zur Formung eines Gegenstandes mit: einer ersten Platte (
12 ) und einer zweiten Platte (14 ), die relativ zur ersten Platte (12 ) bewegbar ist; einer Spannstange (20 ), die mit der ersten Platte (12 ) verbunden ist und sich durch zumindest eine dieser Platten erstreckt; Mittel zum Aufbringen einer Spannkraft im Betrieb zwischen den Platten über die Spannstange (20 ), wobei diese Mittel einen Spannkolben (40 ), der innerhalb einer der Platten montiert ist, einen Gleitkolben (50 ), der relativ zum Spannkolben (40 ) bewegbar ist, und ein zusammendrückbares Element (22 ) umfassen; wobei das zusammendrückbare Element einen Ringkörperteil (32 ), eine zentrale Bohrung (28 ) und eine Vielzahl von Umfangsschlitzen (30 ) in einer Außenfläche des ringförmigen Körperteiles aufweist, wobei die Umfangsschlitze (30 ) eine Vielzahl von Segmenten (36 ) definieren, wobei das zusammendrückbare Element (22 ) die Spannstange (20 ) umgibt, um an der Spannstange (20 ) anzugreifen und die Spannkraft auf diese zu übertragen; wobei der Spannkolben (40 ) eine Bohrung (44 ) mit einer Angriffsfläche (46 ) zur Aufnahme des zusammendrückbaren Elementes (22 ) und zum Reibungseingriff mit diesem aufweist, wobei der Reibungseingriff zwischen dem zusammendrückbaren Element (22 ) und der Angriffsfläche (46 ) dazu dient, um im Betrieb beim Aufbringen einer Spannkraft zwischen den Platten über die Spannstange (20 ) eine relative Gleitbewegung zwischen dem zusammendrückbaren Element (22 ), der Spannstange und dem Spannkolben (40 ) zu verhindern; wobei der Gleitkolben (50 ) eine zweite Kraft auf das zusammendrückbare Element (22 ) aufbringt, um das zusammendrückbare Element (22 ) in eine Gleitbewegung entlang der Spannstange (20 ) aus der nicht zusammengedrückten Ausgangsposition in eine Vorspannungsposition in Reibungs- und Druckeingriff mit der Bohrung des Spannkolbens (40 ) zu versetzen, wobei der ringförmige Körperteil (32 ) dadurch entlang der Spannstange (20 ) unter Zusammendrücken gleitverschiebbar und zusammenziehbar ist, um ein Auslenken der Segmente zu ermöglichen, um ein Zusammenziehen des ringförmigen Körperteiles (32 ) gegen die Spannstange (20 ) zu bewirken, wodurch ein Durchmesser der zentralen Bohrung (28 ) verringert wird. - Maschine nach Anspruch 7, bei welcher die Spannkolbenfläche (
46 ) verjüngt ist und sich das zusammendrückbare Element (22 ) von einer Basis (24 ) zu einem Führungsrandteil (26 ) verjüngt. - Mechanismus nach Anspruch 1 oder nach der Maschine nach Anspruch 8, bei welcher das zusammendrückbare Element (
22 ) entweder aus einem hochfesten Kunststoffmaterial oder Metallmaterial gebildet ist. - Mechanismus nach Anspruch 1 oder nach der Maschine nach Anspruch 7, bei welcher das zusammendrückbare Element (
22 ) eine Vielzahl von Längsschlitzen (70 ) aufweist, um das radiale Zusammendrücken des zusammendrückbaren Elementes (22 ) zu erleichtern. - Maschine nach Anspruch 7, die ferner aufweist: eine ringförmige Nut (
54 ) in einem Spitzenteil (56 ) des Spannkolbens (40 ); und eine Endplatte (58 ), die mit dem Spitzenteil (56 ) des Spannkolbens (40 ) verbunden ist; wobei die Ringnut (54 ) und die Endplatte (58 ) einen Zylinder (52 ) für den Gleitkolben (50 ) definieren. - Maschine nach Anspruch 7, die ferner eine Abdeckplatte (
42 ) aufweist, welche mit der einen Platte verbunden ist, wobei die Abdeckplatte (42 ) den Hub des Spannkolbens (40 ) begrenzt. - Maschine nach Anspruch 7, bei welcher eine Formaufbrechkraft auf die Form über den Spannkolben (
40 ), das zusammendrückbare Element (22 ) und die Spannstange (20 ) übertragen wird. - Maschine nach Anspruch 7, die ferner aufweist: eine Vielzahl von Spannstangen (
20 ), die sich zwischen der ersten und der zweiten Platte (12 ,14 ) erstrecken; wobei die Spannkraftaufbringmittel Spannkraftaufbringmittelumfassen, die jeder der Spannstangen (20 ) zugeordnet sind, und jedes Spannkraftaufbringmittel entsprechend Anspruch 7 einen Spannzylinder (40 ) aufweist, der innerhalb der einen Platte montiert ist und die entsprechende Spannstange (20 ) umgibt, einen Gleitkolben (50 ), der relativ zum Spannkolben (40 ) bewegbar ist, und ein zusammendrückbares Element (22 ), welches die entsprechende Spannstange (20 ) umgibt. - Verfahren zum Aufbringen einer Spannkraft auf eine Form, die aus einer ersten Formhälfte (
16 ), welche an einer ersten Platte (12 ) montiert ist, und einer zweiten Formhälfte (18 ), die an einer zweiten Platte (14 ) montiert ist, besteht, und eine Spannstange (20 ) aufweist, die sich zwischen der ersten und der zweiten Platte (12 ,14 ) erstreckt, auf welcher sich zumindest eine der Platten bewegt, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist: Vorsehen eines zusammendrückbaren Elementes (22 ) mit einem Ringkörperteil (32 ), einer zentralen Bohrung (28 ) mit einem Durchmesser, welcher an die Spannstange angrenzt, und einer Vielzahl von Umfangsschlitzen (30 ), die eine Vielzahl von Segmenten (36 ) definieren, welche gelenkig sind, um ein Auslenken derselben zu gestatten; Aktivieren eines Gleitkolbens (50 ), um das zusammendrückbare Element (22 ) zur Gleitbewegung entlang der Spannstange (20 ) zwischen einer Ausgangsposition und einer Vorspannungsposition zu veranlassen, derart, dass das zusammendrückbare Element zwischen einem relativ nicht zusammengedrückten Zustand in der Ausgangsposition in einen Zustand des Reibungs- und Druckeingriffes mit einer Angriffsfläche (46 ) des Spannkolbens (40 ) in der Vorspannungsposition gelangt, wobei der ringförmige Körperteil (32 ) dazu veranlasst wird, sich entlang der Spannstange (20 ) zusammenzuziehen, um an der Spannstange (20 ) unter Druckeinwirkung anzugreifen, wenn das zusammendrückbare Element in die Vorspannungsposition bewegt wird, unter Auslenken der Vielzahl von Segmenten (36 ) um entsprechende Gelenke, die der Spannstange benachbart sind; Aktivieren des Spannkolbens (40 ), damit eine Spannkraft auf die Form über das zusammendrückbare Element (22 ) und die Spannstange (20 ) übertragen wird. - Verfahren nach Anspruch 15, bei dem ferner eine Aufbrechkraft auf die Form über den Spannkolben (
40 ), das zusammendrückbare Element (22 ) und die Spannstange (20 ) aufgebracht wird, und vorzugsweise die Aufbrechkraft etwa 10% der Spannkraft beträgt.
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