DE60006934T2 - Isolierender verbinder - Google Patents

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DE60006934T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen isolierenden Verbinder, um zwei oder mehrere Schaltungen miteinander zu verbinden oder voneinander zu isolieren.
  • Es sind elektrische Verbinder erforderlich, die bei Anwendungen sicher verwendet werden können, in denen die Verbinder einer explosiven Atmosphäre ausgesetzt werden können. Solche Anwendungen sind in Industrieanlagen, zum Beispiel in der Erdöl-, der Erdgas-, der petrochemischen und der Bergbauindustrie, zu finden.
  • Industrieanlagen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins von explosiven Gasen in Zonen aufgeteilt. Es werden verschiedene Schutzmaßnahmen angewendet, um Explosionen zu verhindern. Die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) hat Standards aufgestellt, die unter bestimmten Umständen angewendet werden sollten, zum Beispiel den Exd-Standard. Verbinder nach dem Exd-Standard sollten dafür geeignet sein, in einer explosiven Atmosphäre verwendet zu werden, so daß, falls zwei Verbinderelemente des Verbinders, die miteinander in Eingriff gebracht werden können, getrennt werden und ein Funke erzeugt wird, jede sich ergebende Explosion innerhalb der Verbinderstruktur stattfindet und daran gehindert wird, auf das umgebende Umfeld übertragen zu werden. Um diese Standards zu erfüllen, muß der Verbinder in der Lage sein, einem Druck zu widerstehen, der sich im Ergebnis einer inneren Explosion innerhalb des Verbinders entwickelt, und die Übertragung der Explosion längs einer zwischen den Bauteilen des Verbinders definierten Flammenbahn zu verhindern. Es sind gegenwärtig Exd-Standard-Verbinder erhältlich, aber allgemein erfüllen sie die Standardanforderungen nur, falls den Verbinderelementen vor dem Trennen der Verbinderelemente keine Energie zugeführt wird. Um ein versehentliches Trennen zu verhindern, wenn dem Verbinder noch Energie zugeführt wird, müssen solche Verbinder deutlich gekennzeichnet werden, zum Beispiel mit „Nicht trennen, wenn unter Strom", und die Verbinderelemente müssen mit Hilfe von speziellen Befestigungselementen, die ein versehentliches Lösen verhindern, aneinander befestigt werden.
  • Ein Verbinder nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 wird in US 3 644 871 offengelegt. In diesem Dokument wird ein Verbinderelement offengelegt, das feststehende erste Kontakte und eine bewegliche Isolierscheibe hat, die zweite und dritte Kontakte trägt. Die Isolierscheibe kann derart bewegt werden, daß ihre zweiten Kontakte mit den feststehenden ersten Kontakten verbunden werden. Wenn die dritten Kontakte anschließend mit einem anderen Verbinderelement verbunden werden, wird eine elektrische Verbindung zwischen den feststehenden ersten Kontakten und dem anderen Verbinderelement bereitgestellt. Jedoch erfüllt dieser Verbinder nicht die oben dargelegten strengen Sicherheitsanforderungen.
  • Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Verbinder bereitzustellen, der strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen kann, selbst falls Elemente des Verbinders getrennt werden, wenn sie noch mit einer Quelle elektrischer Energie verbunden sind.
  • Nach der vorliegenden Erfindung wird ein Verbinder bereitgestellt, um zwei oder mehrere Schaltungen miteinander zu verbinden oder voneinander zu isolieren, der erste und zweite Verbinderelemente umfaßt, die miteinander in Eingriff gebracht werden können, wobei jedes davon bei der Verwendung mit einer jeweiligen Schaltung verbunden ist und wobei wenigstens eines davon einen ersten Kontakt, der mit der jeweiligen Schaltung verbunden ist, und einen verschiebbaren Kontakthalter, der miteinander verbundene zweite und dritte Kontakte trägt, haltert, wobei der Kontakthalter zwischen einer ersten Position, an welcher der erste und der zweite Kontakt getrennt sind, und einer zweiten Position, an welcher der erste und der zweite Kontakt miteinander verbunden sind, verschiebbar ist, wobei die Verbinderelemente derart gebildet sind, daß bei einem Eingriff der Verbinderelemente ineinander der Kontakthalter von der ersten an die zweite Position versetzt wird, nachdem der dritte Kontakt des Kontakthalters mit einem Kontakt des anderen Verbinderelements untereinander verbunden ist, und derart, daß bei einer Ausrückung der Kontakthalter von der zweiten an die erste Position versetzt wird, wobei die Kontakte derart angeordnet sind, daß sich bei einer Ausrückung der erste und der zweite Kontakt trennen, bevor der dritte Kontakt von dem Kontakt des anderen Verbinderelements getrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn sie getrennt sind, der erste und der zweite Kontakt innerhalb einer geschlossenen Kammer angeordnet sind, die innerhalb des wenigstens einen Verbinderelements definiert ist, wobei eine Einrichtung vorgesehen ist, um den oder jeden Kontakthalter mit dem Kontakt des anderen Verbinderelements zu verriegeln, außer wenn der erste und der zweite Kontakt getrennt sind.
  • Jedes Verbinderelement kann einen jeweiligen ersten Kontakt und einen jeweiligen verschiebbaren Kontakthalter, der miteinander verbundene zweite und dritte Kontakte derart haltert, daß bei einem Eingriff der Verbinderelemente ineinander die dritten Kontakte miteinander verbunden sind, tragen. Es kann eine Einrichtung vorgesehen werden, um zu verhindern, daß der oder jeder Kontakthalter aus dem zugehörigen Verbinderelement herausgeblasen wird. Die Verhinderungseinrichtung kann einen Stift, der in einem Schlitz aufgenommen ist, der in dem Kontakthalter gebildet ist, umfassen.
  • Der oder jeder Kontakthalter ist vorzugsweise derart in einer Bohrung verschiebbar, daß die geschlossene Kammer zwischen dem Kontakthalter und den Wänden dieser Bohrung definiert wird. Vorzugsweise umfasst die zum Verriegeln des oder jedes Kontakthalters mit dem besagten Kontakt des anderen Verbinderelements bereitgestellte Einrichtung eine oder mehrere Verriegelungskugeln, die in einem verriegelnden Eingriff zwischen den Verbinderelementen und dem Kontakthalter gehalten werden, außer wenn der Kontakthalter in der ersten Position ist.
  • Es kann eine Einrichtung zum Verriegeln des oder jedes Kontakthalters in der ersten Position, wenn die Kontaktelemente getrennt sind, bereitgestellt werden. Vorzugsweise erhält die Verriegelungseinrichtung den oder jeden Kontakthalter in der ersten Position aufrecht, außer wenn die Kontaktelemente miteinander in Eingriff stehen, und kann einen mit einer Feder vorgespannten Schieber umfassen, der als Folge eines Eingriffs der Verbinderelemente untereinander verschiebbar ist von einer Position, an der er eine oder mehrere Verriegelungskugeln in einem verriegelndem Eingriff zwischen dem Verbinderelement und dem Kontakthalter, mit dem Kontakthalter in der ersten Position, hält, und einer weiteren Position, an der jede Verriegelungskugel gelöst ist und der Kontakthalter an die zweite Position verschiebbar ist.
  • Es wird nun als Beispiel ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschrieben, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, in denen:
  • 1 eine Außenansicht der zwei Verbinderelemente ist, die einen Verbinder nach einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausmachen,
  • 2 eine Schnittansicht durch die Verbinderbaugruppe von 1 ist,
  • 3 bis 9 aufeinanderfolgende Stadien beim Verbinden der in 1 und 2 gezeigten Verbinderelemente miteinander illustrieren und
  • 10 bis 15 die Folge von Bauteilbewegungen illustrieren, der gefolgt wird, wenn die zwei Verbinderelemente getrennt werden.
  • Unter Bezugnahme auf 1 umfaßt die illustrierte Verbinderbaugruppe einen Steckerverbinder mit einem Außenkörper 1 und einen Buchsenverbinder mit einem Außenkörper 2. Ein Bund 3 wird verschiebbar auf dem Buchsenverbinder-Außenkörper 2 getragen. Die Spitze eines verschiebbaren Steckerkörper-Kontakthalters 4 ist ebenfalls zu sehen.
  • Unter Bezugnahme auf 2 entspricht diese Ansicht der von 1, wird aber im Axialschnitt gezeigt, um die innere Struktur des Stecker- und des Buchsenverbinders zu enthüllen. Der Steckerverbinder-Außenkörper 1 trägt feststehend einen Steckerverbinder-Innenkörper 5, wobei zwischen dem Innen- und dem Außenkörper eine ringförmige Aussparung definiert wird. Ein Steckerverbinderschieber 6 wird verschiebbar innerhalb der Aussparung zwischen dem Innenkörper 5 und dem Außenkörper 1 aufgenommen, und eine Reihe von Druckfedern 7 spannt den Schieber 6 gegen einen durch den Innenkörper 5 gestützten Flansch 8 vor. Der Innenkörper 5 definiert eine Fassung 9, in der ein feststehender Steckerkörper-Kontakthalter 10 aufgenommen wird. Kabel-Lötanschlüsse 11 erstrecken sich in die Fassung 9, und der Halter 10 trägt erste Steckerkontaktstifte 12, die in eine weitere durch den Innenkörper 5 definierte Fassung 13 vorstehen.
  • Die Stifte 12 stehen ersten Buchsenkontakten 14 gegenüber, die in dem verschiebbaren Kontakthalter 4 getragen werden. Die verschiebbare Kontakthalter 4 trägt außerdem zweite Buchsenkontakte 15, die elektrisch mit den ersten Buchsenkontakten 14 verbunden werden. Der Halter 4 kann innerhalb der Fassung 13 verschoben werden, wird aber durch eine Verriegelungskugel 16 in der in 2 gezeigten Position festgehalten. Der maximale Zwischenraum zwischen den Stiften 12 und den ersten Buchsenkontakten 14 wird durch die Position eines Haltestifts 17 festgelegt, der innerhalb eines an der Außenfläche des Halters 4 geformten Schlitzes 18 aufgenommen wird. Der Stift 17 wird feststehend im Steckerverbinder-Innenkörper 5 angebracht und gewährleistet eine Ausrichtung in Radialrichtung und verhindert ein vollständiges Herausziehen des verschiebbaren Kontakthalters 4 aus dem Innenkörper 5.
  • Der Buchsenverbinder-Außenkörper 2 trägt feststehend einen Buchsenverbinder-Innenkörper 19. Zwischen dem Außenkörper 2 und dem Innenkörper 19 wird ein ringförmiger Schlitz definiert und nimmt einen Buchsenverbinderschieber 20 auf, der durch eine Druckfeder 21 gegen eine durch den Innenkörper 19 definierte kegelstumpfförmige Fläche 22 vorgespannt wird. Eine Druckfeder 23 spannt den Bund 3 gegen einen Halte-Sicherungsring 24 vor. Eine Verriegelungskugel 25 wird in einer sich verjüngenden Öffnung im Buchsenverbinder-Außenkörper 2 getragen. Eine O-Ring-Dichtung 26 wird ebenfalls in einer ringförmigen Nut innerhalb des offenen Endes des Buchsenverbinder-Außenkörpers 2 bereitgestellt.
  • Der Buchsenverbinder-Innenkörper 19 definiert eine Fassung 27, die einen feststehenden Buchsenverbinder-Kontakthalter 28 aufnimmt. Der Innenkörper 19 definiert außerdem eine Fassung 29, die verschiebbar einen verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 aufnimmt. Im getrennten Zustand der Verbinderbaugruppe wird der verschiebbare Kontakthalter 30 durch eine Verriegelungskugel 31 in seiner Position verriegelt. Der verschiebbare Kontakthalter 30 definiert eine Fassung 32, deren Wand Verriegelungskugeln 33 trägt und in die zweite Steckerkontaktstifte 34 vorstehen. Die Stifte 34 werden mit dritten Buchsenkontakten 35 verbunden, die ebenfalls durch den verschiebbaren Kontakthalter 30 getragen werden. Die dritten Buchsenkontakte 35 stehen dritten Steckerkontaktstiften 36 gegenüber, die sich vom feststehenden Kontakthalter 28 erstrecken. Die dritten Steckerkontaktstifte 36 werden mit Kabel-Lötanschlüssen 37 verbunden, die in die Fassung 27 vorstehen.
  • Der maximale Zwischenraum zwischen den dritten Buchsenkontakten 35 und den dritten Steckerkontaktstiften 36 wird durch einen durch den Innenkörper 19 getragenen Haltestift 38 festgelegt. Der Haltestift 38 wird in einem länglichen Schlitz 39 aufgenommen, der in der Außenfläche des verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalters 30 geformt wird. Der Stift 38 gewährleistet eine Ausrichtung in Radialrichtung und verhindert ein vollständiges Herausziehen des Kontakthalters 30 aus dem Innenkörper 19.
  • Unter Bezugnahme auf 3 bis 9 wird nun die Wechselwirkung der verschiedenen unter Bezugnahme auf 2 beschriebenen Bauteile, wenn der Stecker- und der Buchsenverbinder zusammengebracht werden, beschrieben. Wenn die Spitze des Steckerverbinder-Außenkörpers 1 in den Buchsenverbinderkörper 2 vorgeschoben wird, werden die Verriegelungskugeln 33 in Radialrichtung nach außen gedrückt, und die O-Ring-Dichtung 26 wird zusammengedrückt. Die Spitze des Steckerverbinder-Außenkörpers 1 berührt danach ein Ende des Buchsenverbinderschiebers 20. Wenn der Steckerverbinder weiter in den Buchsenverbinder vorgeschoben wird, wird der Schieber 20 gegen die Druckfeder 21 zurückgedrückt. Anfangs sichert die Verriegelungskugel 31 den verschiebbaren Kontakthalter 30 gegen eine Verschiebung in Axialrichtung, und im Ergebnis dessen schiebt sich der verschiebbare Steckerverbinder-Kontakthalter 4, der wiederum durch die Verriegelungskugel 16 gegen eine Verschiebung in Axialrichtung verriegelt wird, vor, um so die zweiten Buchsenkontakte 15 auf die zweiten Steckerkontaktstifte 34 zu drücken. Sobald sich der Buchsenverbinderschieber 20 ausreichend weit gegen die Vorspannkraft der Feder 21 bewegt hat, kann sich die Verriegelungskugel 31 vom verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 wegbewegen, um so eine Verschiebung des Kontakthalters 30 in Axialrichtung zu ermöglichen. 4 zeigt die Baugruppe unmittelbar nachdem die Verriegelungskugel 31 den Halter 30 für eine Verschiebung in Axialrichtung freigegeben hat.
  • Unter Bezugnahme auf 5 wird der Schieber 20 weiter gegen die Vorspannkraft der Feder 21 zurückgedrückt, und der Kontakthalter 30 schiebt sich zu den dritten Steckerkontaktstiften 36 hin vor, wenn der Steckerverbinder weiter in den Buchsenverbinder gedrückt wird. Im Ergebnis dessen befindet sich der Haltestift 38 nicht mehr an einem Ende des Schlitzes 39.
  • Wie es in 6 gezeigt wird, drückt ein weiteres Vorschieben des Steckerverbinders die dritten Buchsenkontakte 35 auf die dritten Steckerkontakte 36. Die Verriegelungskugel 16 verhindert noch immer eine Verschiebung des verschiebbaren Steckerverbinder-Kontakthalters 4 in Axialrichtung.
  • 7 zeigt die relativen Positionen der verschiedenen Bauteile unmittelbar nachdem der verschiebbare Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 gegen die Unterseite der durch den Innenkörper 19 des Buchsenverbinders definierten Fassung 29 nach oben gedrückt worden ist. Es wird zu sehen sein, daß die Spitze 40 des Innenkörpers 19 den Steckerverbinderschieber 6 gegen die Vorspannkraft der Feder 7 in einem ausreichenden Maß zurückgedrückt hat, so daß sich die Verriegelungskugel 16 aus dem Eingriff mit dem verschiebbaren Steckerverbinder-Kontakthalter 4 bewegen kann. Ein weiteres Vorschieben des Steckerverbinder-Außenkörpers 1 in den Buchsenverbinder bewirkt ein weiteres Zusammendrücken der Feder 7, wie es in 8 gezeigt wird, bis die ersten Steckerkontaktstifte 12 in die ersten Buchsenkontakte 14 eintreten. Danach wird der Steckerverbinder vollständig in die in 9 gezeigte Ruheposition gedrückt, in welcher Position die Verriegelungskugeln 25 in eine im Außenkörper 1 des Steckerverbinders geformte ringförmige Vertiefung gedrückt werden, wobei die Verriegelungskugeln 25 durch den Bund 3 in ihrer Position gehalten werden, der durch die Feder 23 über die Verriegelungskugeln 25 gedrückt wird. Folglich werden die Kabel-Lötanschlüsse 11 durch eine Reihe von drei Verbindungen, die jede durch in Buchsenkontakten aufgenommene Steckerkontaktstifte definiert werden, unmittelbar mit den Kabel-Lötanschlüssen 37 verbunden.
  • Unter Bezugnahme auf 10 bis 15 wird nun die Folge von Bauteilbewegungen beschrieben, der gefolgt wird, wenn der Stecker- und der Buchsenverbinder getrennt werden. Zuerst wird, wie es in 10 gezeigt wird, der Bund 3 zurückgezogen, um die Verriegelungskugeln 25 freizugeben. Danach wird zwischen dem Bund 3 und dem Außenkörper 1 des Steckerverbinders ein Zug ausgeübt, um so die zwei Hälften des Verbinders auseinanderzuziehen. Die Verriegelungskugeln 33 verhindern eine Trennung des verschiebbaren Steckerverbinder-Kontakthalters 4 und des verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalters 30. Folglich wird der Zug auf die Verbindungen zwischen den ersten Steckerstiften 12 und den Buchsenkontakten 14 und den dritten Steckerstiften 36 und den Buchsenkontakten 35 ausgeübt. In Abhängigkeit davon, welche dieser zwei Verbindungen von Stiften und Buchsenkontakten der Trennung den größten Reibungswiderstand entgegensetzt, werden entweder die Stifte 36 aus den Buchsenkontakten 35 gezogen, wie es in 10 gezeigt wird, oder die Stifte 12 werden aus den Buchsenkontakten 14 gezogen, wie es in 11 gezeigt wird (11 zeigt nur die inneren Bauteile des Verbinders). Eine weitere Trennung des Stecker- und des Buchsenverbinderteils bewegt die Baugruppe in die Position, wie sie in 12 gezeigt wird (falls die anfängliche Trennung zwischen den Stiften 36 und den Buchsenkontakten 35 erfolgte, wie es in 10 gezeigt wird) oder bewegt die Bauteile der Baugruppe zu den in 13 gezeigten relativen Positionen (falls die anfängliche Trennung zwischen den Stiften 12 und den Buchsenkontakten 14 erfolgte, wie es in 11 gezeigt wird). Folglich sind die zwei Kontakthalter, die aneinander verriegelt sind, entweder von dem feststehenden Steckerverbinder-Kontakthalter 10 oder dem feststehenden Buchsenverbinder-Kontakthalter 28 getrennt worden.
  • Die verschiebbaren Stecker- und Buchsenverbinder-Kontakthalter bleiben aneinander verriegelt, und folglich nehmen die Baugruppenbauteile, wenn der Stecker- und der Buchsenverbinder weiter auseinandergezogen werden, den in 14 gezeigten Zustand ein, in dem die aneinander verriegelten verschiebbaren Kontakthalter von den ersten Steckerkontaktstiften 12 und den dritten Steckerkontaktstiften 36 elektrisch isoliert werden. Wenn der Stecker- und der Buchsenverbinderteil weiter zu den in 14 gezeigten Positionen auseinandergezogen werden, werden die Verriegelungskugeln 33 freigegeben, und im Ergebnis dessen können sich die zwei verschiebbaren Kontakthalter 4 und 30 trennen, wie es in 15 gezeigt wird. Im Ergebnis dessen werden die zweiten Steckerkontaktstifte 34 aus den zweiten Buchsenkontakten 15 gezogen. Alle drei Sätze von Steckerstiften und Buchsenkontakten werden folglich getrennt, und danach kann eine weitere Trennung der zwei Hälften des Verbinders vor sich gehen.
  • Vorausgesetzt, daß zwischen den Kabel-Lötanschlüssen 11 und 37 ein Strom angelegt ist, wenn mit dem illustrierten Verbinder eine Verbindung hergestellt oder unterbrochen wird, wird das Verbinden oder das Trennen der Verbinderbaugruppe trotzdem auf eine sichere Weise erreicht. Falls zum Beispiel, wie es in 12 gezeigt wird, der elektrische Stromkreis zuerst im Ergebnis einer Trennung der Steckerstifte 36 und der Buchsenkontakte 35 unterbrochen wird, wird ein sich daraus ergebender Funke in dem um die Stifte 36 definierten geschlossenen Raum erzeugt. Selbst wenn dieser Raum mit einem explosiven Gasgemisch gefüllt ist, das im Ergebnis der Funkenerzeugung gezündet wird, wird das gezündete Gasvolumen verhältnismäßig klein sein. Eine Gasexplosion in dem geschlossenen Raum wird dazu führen, daß eine Kraft in Axialrichtung auf den verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 ausgeübt wird, aber dieser Kontakthalter wird im Ergebnis eines gegenseitigen Eingriffs zwischen dem Haltestift 38 und dem Schlitz 39 daran gehindert, aus der Baugruppe geblasen zu werden. Die durch die eingeschlossene Explosion erzeugte Wärme wird schnell durch den Verbinderkörper absorbiert, und die Länge einer Kriechstrecke aus dem geschlossenen Raum, in dem die Explosion stattgefunden hat, zum Äußeren des Verbinders wird derart sein, daß die Explosion nicht zur Atmosphäre außerhalb des Verbinders verbreitet werden kann. Ähnlich wird, falls die erste Unterbrechung in der elektrischen Verbindung durch die Verbinderbaugruppe ein Ergebnis dessen ist, daß die Stifte 12 aus den Buchsenkontakten 14 gezogen werden, wie es in 13 gezeigt wird, ein Funke in dem um die Stifte 12 definierten geschlossenen Raum erzeugt, und der verschiebbare Steckerverbinder-Kontakthalter 4 wird durch eine Wechselwirkung zwischen den Haltestiften 17 und dem Schlitz 18 innerhalb des Verbinderkörpers festgehalten. Eine weitere Trennung der Vorrichtung wird zur Trennung von zwei weiteren Sätzen von Steckerstiften und Buchsenkontakten führen, aber zur Zeit der Trennung wird über diese Verbindungen keine Spannung angelegt sein, und dementsprechend können keine weiteren Funken erzeugt werden. Die Gesamtbaugruppe ist folglich inhärent sicher gegenüber der Gefahr, daß Funken auf eine Weise erzeugt werden, die eine Verbreitung von Explosionen außerhalb des Verbinderkörpers bewirken könnte.
  • Sobald der Verbinder getrennt worden ist, befinden sich die zwei Hälften des Verbinders in dem Zustand, wie er in 2 illustriert wird. In diesem Zustand wird der verschiebbare Steckerverbinder-Kontakthalter 4 durch die Verriegelungskugel 16 gegen eine Verschiebung in Axialrichtung verriegelt, und der verschiebbare Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 wird durch die Verriegelungskugel 31 gegen eine Verschiebung in Axialrichtung verriegelt. Folglich würde der Kontakthalter nicht in Axialrichtung verschoben werden und könnte daher keine elektrische Verbindung mit einem an die jeweilige Verbinderhälfte angeschlossenen Kabel herstellen, selbst wenn ein Benutzer unbeabsichtigt eine Kraft in Axialrichtung auf einen der Kontakthalter ausüben sollte. Die Gesamtbaugruppe ist folglich inhärent sehr sicher gegenüber Gefahren sowohl für die Sicherheit von Benutzern als auch der Erzeugung von Explosionen, die sich in das umgebende Umfeld verbreiten könnten.
  • Es wird zu erkennen sein, daß alternative Anordnungen zu den in 1 bis 15 beschriebenen vorstellbar sind. Zum Beispiel könnten an Stelle der illustrierten Stifte und Fassungen gefederte Kontaktanordnungen verwendet werden. Es könnten gefederte Anordnungen bereitgestellt werden, um zur Unterstützung der Trennung bestimmter Stifte und Fassungen in einer vorher festgelegten Reihenfolge eine Vorspannkraft auszuüben. Es könnte ein System mit unverlierbarer Schraubengewinde-Ringmutter oder Krampenverriegelung verwendet werden, um den Bund 3 in einer verriegelten Position zu halten, um so die Gefahr einer unbeabsichtigten Verbindertrennung zu verringern. Die verschiebbaren Bünde 6 und 20 könnten mehrteilige Baugruppen sein. Darüber hinaus könnte der Verbinder für eine kombinierte elektrische/Faseroptik-Verbindung oder nur für eine Faseroptik-Verbindung verwendet werden, obwohl bei dem illustrierten Verbinder nur einfache elektrische Verbindungen erforderlich sind. Kombinierte Verbinder könnten ebenfalls pneumatische und/oder hydraulische Verbindungen einschließen.
  • Es sind weitere Modifikationen an der illustrierten Verbinderanordnung möglich. Zum Beispiel könnten die Federn des illustrierten Ausführungsbeispiels durch Schaumgummi, zusammendrückbare Gasanordnungen oder eine einzelne große Feder ersetzt werden. Die ringförmigen Bünde könnten durch verschiebbare Stäbe oder dergleichen ersetzt werden. Verriegelungskugeln könnten durch einen Formstift oder andere Verriegelungselemente ersetzt werden. Die Haltepfosten könnten durch Ankerbolzen, Sicherungsringe, maschinell bearbeitete Schenkel oder Ränder oder dergleichen ersetzt werden. Die Bünde könnten in eine Reihe von unabhängigen Elementen aufgespalten werden um die Sicherheit gegen Eingriffe zu verbessern. Bei dem illustrierten Ausführungsbeispiel gleiten die Haltepfosten in Schlitzen in Axialrichtung, welche die maximale Verschiebung der Kontakthalter in Axialrichtung begrenzen. Es sind jedoch andere Anordnungen möglich. Zum Beispiel könnte ein gefederter Haltepfosten in einem Schlitz verschiebbar sein, der einen ersten, in Axialrichtung verlaufenden, Schlitzabschnitt und einen zweiten Schlitzabschnitt einschließt, der in einem spitzen Winkel zu dem axialen Abschnitt geneigt ist. Bei einer solchen Anordnung könnte der gefederte Haltepfosten bewirken, daß sich der Stifthalter in eine verriegelte Position bewegt und dadurch eine erneute Verbindung der Stifte verhindert, falls ein Versuch unternommen würde, den Kontakthalter zurückzudrücken, wenn die Kontaktelemente getrennt sind. Bei einer solchen Anordnung würde die Federbelastung eine Drehung des Kontakthalters bewirken, wenn der Kontakthalter nicht im Ergebnis eines gegenseitigen Eingriffs mit Bauteilen der anderen Verbinderelemente am Drehen gehindert würde. Zum Beispiel würden an dem einen Kontaktelement angebrachte Stifte in Fassungen des Kontakthalters des anderen Kontaktelements eingreifen, um so eine Drehung des Kontakthalters zu verhindern. Eine solche Anordnung würde die Kontakthalter vor einem gegenseitigen Eingriff der Verbinderelemente nicht völlig gegen eine Verschiebung in Axialrichtung verriegeln, wie es bei dem illustrierten Ausführungsbeispiel der Fall ist.
  • Es wird zu erkennen sein, daß Verbinder nach der Erfindung mit Luft- oder inerter Gasspülung versehen werden können, um den Aufbau von explosiven Gasgemischen in den geschlossenen Kammern zu verhindern, in denen Funken erzeugt werden können, oder die geschlossenen Kammern mit einer nicht entflammbaren, elektrisch isolierenden Flüssigkeit gefüllt werden können.

Claims (9)

  1. Verbinder, um zwei oder mehrere Schaltungen miteinander zu verbinden oder voneinander zu isolieren, umfassend erste und zweite Verbinderelemente (1, 2), die miteinander in Eingriff gebracht werden können, wobei jedes davon bei der Verwendung mit einer jeweiligen Schaltung verbunden ist und wobei wenigstens eines davon einen ersten Kontakt (12, 36), der mit der jeweiligen Schaltung verbunden ist, und einen verschiebbaren Kontakthalter (4, 30), der einen zweiten (14, 35) und dritten (15, 34) Kontakt trägt, haltert, wobei der Kontakthalter zwischen einer ersten Position, an der der erste (12, 36) und zweite (14, 35) Kontakt getrennt sind, und einer zweiten Position, an der der erste (12, 36) und zweite (14, 35) Kontakt miteinander verbunden sind, verschiebbar ist, wobei die Verbinderelemente (1, 2) derart gebildet sind, dass bei einem Eingriff der Verbinderelemente ineinander, der Kontakthalter (4, 30) von der ersten an die zweite Position versetzt wird, nachdem der dritte Kontakt (15, 34) des Kontakthalters (4, 30) mit einem Kontakt des anderen Verbinderelements untereinander verbunden ist, und derart, dass bei einer Ausrückung der Kontakthalter von der zweiten an die erste Position versetzt wird, wobei die Kontakte derart angeordnet sind, dass bei einer Ausrückung der erste (12, 36) und zweite (14, 35) Kontakt sich trennen, bevor der dritte Kontakt (15, 34) von dem besagten Kontakt des anderen Verbinderelements getrennt wird, dadurch gekennzeichnet, dass dann, wenn sie getrennt sind, der erste und zweite Kontakt innerhalb einer geschlossenen Kammer angeordnet sind, die innerhalb des besagten wenigstens einen Verbinderelements definiert ist, und dass eine Einrichtung (33) vorgesehen ist, um den oder jeden Kontakthalter mit dem besagten Kontakt der anderen Verbinderelemente zu verriegeln, außer wenn der erste und zweite Kontakt getrennt sind.
  2. Verbinder nach Anspruch 1, wobei jedes Verbinderelement einen jeweiligen ersten Kontakt (12, 36) und einen jeweiligen verschiebbaren Kontakthalter (4, 30), der untereinander verbundene zweite (14, 35) und dritte (15, 34) Kontakte derart trägt, dass bei einem Eingriff der Verbinderelemente ineinander die dritten (15, 34) Kontakte miteinander verbunden sind, haltert.
  3. Verbinder nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Einrichtung (17, 18) vorgesehen ist, um zu verhindern, dass der oder jeder Kontakthalter (4, 30) aus dem zugehörigen Verbinderelement herausgeblasen wird.
  4. Verbinder nach Anspruch 3, wobei die Verhinderungseinrichtung einen Stift (17), der in einem Schlitz (18) aufgenommen ist, der in dem Kontakthalter gebildet ist, umfasst.
  5. Verbinder nach irgendeinem vorangehenden Anspruch, wobei der oder jeder Kontakthalter (4, 30) in eine Bohrung (13, 29) derart schiebbar ist, dass die geschlossene Kammer zwischen dem Kontakthalter (4, 30) und Wänden der Bohrung (13, 29) definiert wird.
  6. Verbinder nach irgendeinem vorangehenden Anspruch, wobei die Einrichtung zum Verriegeln des oder jedes Kontakthalters mit dem besagten Kontakt der anderen Verbinderelemente ein oder mehrere Verriegelungskugeln (33) umfasst, die in einem verriegelnden Eingriff zwischen dem Verbinderelement und dem Kontakthalter (4) gehalten werden, außer wenn der Kontakthalter in der ersten Position ist.
  7. Verbinder nach irgendeinem vorangehenden Anspruch, umfassend eine Einrichtung (16, 31) zum Verriegeln des oder jedes Kontakthalters (4, 30) in der ersten Position, wenn die Kontaktelemente getrennt sind.
  8. Verbinder nach Anspruch 7, wobei die Verriegelungseinrichtung (16, 31) den oder jeden Kontakthalter in der ersten Position aufrecht erhält, außer wenn die Kontaktelemente miteinander in Eingriff stehen.
  9. Verbinder nach Anspruch 8, wobei die Verriegelungseinrichtung einen mit einer Feder vorgespannten Schieber (6, 20) umfasst, der als Folge eines Eingriffs der Verbinderelemente untereinander von einer Position, an der er ein oder mehrere Verriegelungskugeln (16, 31) in einem verriegelndem Eingriff zwischen dem Verbinderelement und dem Kontakthalter, mit dem Kontakthalter in der ersten Position, hält, und einer weiteren Position, an der die oder jede Verriegelungskugel (16, 31) gelöst ist und der Kontakthalter an die zweite Position verschiebbar ist, verschiebbar ist.
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