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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen isolierenden Verbinder, um
zwei oder mehrere Schaltungen miteinander zu verbinden oder voneinander
zu isolieren.
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Es
sind elektrische Verbinder erforderlich, die bei Anwendungen sicher
verwendet werden können,
in denen die Verbinder einer explosiven Atmosphäre ausgesetzt werden können. Solche
Anwendungen sind in Industrieanlagen, zum Beispiel in der Erdöl-, der
Erdgas-, der petrochemischen und der Bergbauindustrie, zu finden.
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Industrieanlagen
werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins von
explosiven Gasen in Zonen aufgeteilt. Es werden verschiedene Schutzmaßnahmen
angewendet, um Explosionen zu verhindern. Die Internationale Elektrotechnische
Kommission (IEC) hat Standards aufgestellt, die unter bestimmten
Umständen
angewendet werden sollten, zum Beispiel den Exd-Standard. Verbinder
nach dem Exd-Standard sollten dafür geeignet sein, in einer explosiven
Atmosphäre
verwendet zu werden, so daß,
falls zwei Verbinderelemente des Verbinders, die miteinander in
Eingriff gebracht werden können,
getrennt werden und ein Funke erzeugt wird, jede sich ergebende
Explosion innerhalb der Verbinderstruktur stattfindet und daran
gehindert wird, auf das umgebende Umfeld übertragen zu werden. Um diese
Standards zu erfüllen,
muß der
Verbinder in der Lage sein, einem Druck zu widerstehen, der sich
im Ergebnis einer inneren Explosion innerhalb des Verbinders entwickelt,
und die Übertragung der
Explosion längs
einer zwischen den Bauteilen des Verbinders definierten Flammenbahn
zu verhindern. Es sind gegenwärtig
Exd-Standard-Verbinder erhältlich,
aber allgemein erfüllen
sie die Standardanforderungen nur, falls den Verbinderelementen
vor dem Trennen der Verbinderelemente keine Energie zugeführt wird.
Um ein versehentliches Trennen zu verhindern, wenn dem Verbinder
noch Energie zugeführt
wird, müssen
solche Verbinder deutlich gekennzeichnet werden, zum Beispiel mit „Nicht
trennen, wenn unter Strom",
und die Verbinderelemente müssen
mit Hilfe von speziellen Befestigungselementen, die ein versehentliches
Lösen verhindern,
aneinander befestigt werden.
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Ein
Verbinder nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 wird in
US 3 644 871 offengelegt. In diesem Dokument
wird ein Verbinderelement offengelegt, das feststehende erste Kontakte
und eine bewegliche Isolierscheibe hat, die zweite und dritte Kontakte trägt. Die
Isolierscheibe kann derart bewegt werden, daß ihre zweiten Kontakte mit
den feststehenden ersten Kontakten verbunden werden. Wenn die dritten Kontakte
anschließend
mit einem anderen Verbinderelement verbunden werden, wird eine elektrische Verbindung
zwischen den feststehenden ersten Kontakten und dem anderen Verbinderelement
bereitgestellt. Jedoch erfüllt
dieser Verbinder nicht die oben dargelegten strengen Sicherheitsanforderungen.
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Verbinder bereitzustellen,
der strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen kann, selbst falls Elemente
des Verbinders getrennt werden, wenn sie noch mit einer Quelle elektrischer
Energie verbunden sind.
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Nach
der vorliegenden Erfindung wird ein Verbinder bereitgestellt, um
zwei oder mehrere Schaltungen miteinander zu verbinden oder voneinander
zu isolieren, der erste und zweite Verbinderelemente umfaßt, die
miteinander in Eingriff gebracht werden können, wobei jedes davon bei
der Verwendung mit einer jeweiligen Schaltung verbunden ist und
wobei wenigstens eines davon einen ersten Kontakt, der mit der jeweiligen
Schaltung verbunden ist, und einen verschiebbaren Kontakthalter,
der miteinander verbundene zweite und dritte Kontakte trägt, haltert,
wobei der Kontakthalter zwischen einer ersten Position, an welcher
der erste und der zweite Kontakt getrennt sind, und einer zweiten
Position, an welcher der erste und der zweite Kontakt miteinander verbunden
sind, verschiebbar ist, wobei die Verbinderelemente derart gebildet
sind, daß bei
einem Eingriff der Verbinderelemente ineinander der Kontakthalter
von der ersten an die zweite Position versetzt wird, nachdem der
dritte Kontakt des Kontakthalters mit einem Kontakt des anderen
Verbinderelements untereinander verbunden ist, und derart, daß bei einer
Ausrückung
der Kontakthalter von der zweiten an die erste Position versetzt
wird, wobei die Kontakte derart angeordnet sind, daß sich bei
einer Ausrückung
der erste und der zweite Kontakt trennen, bevor der dritte Kontakt
von dem Kontakt des anderen Verbinderelements getrennt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß dann,
wenn sie getrennt sind, der erste und der zweite Kontakt innerhalb
einer geschlossenen Kammer angeordnet sind, die innerhalb des wenigstens
einen Verbinderelements definiert ist, wobei eine Einrichtung vorgesehen
ist, um den oder jeden Kontakthalter mit dem Kontakt des anderen
Verbinderelements zu verriegeln, außer wenn der erste und der
zweite Kontakt getrennt sind.
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Jedes
Verbinderelement kann einen jeweiligen ersten Kontakt und einen
jeweiligen verschiebbaren Kontakthalter, der miteinander verbundene zweite
und dritte Kontakte derart haltert, daß bei einem Eingriff der Verbinderelemente
ineinander die dritten Kontakte miteinander verbunden sind, tragen. Es
kann eine Einrichtung vorgesehen werden, um zu verhindern, daß der oder
jeder Kontakthalter aus dem zugehörigen Verbinderelement herausgeblasen wird.
Die Verhinderungseinrichtung kann einen Stift, der in einem Schlitz
aufgenommen ist, der in dem Kontakthalter gebildet ist, umfassen.
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Der
oder jeder Kontakthalter ist vorzugsweise derart in einer Bohrung
verschiebbar, daß die
geschlossene Kammer zwischen dem Kontakthalter und den Wänden dieser
Bohrung definiert wird. Vorzugsweise umfasst die zum Verriegeln
des oder jedes Kontakthalters mit dem besagten Kontakt des anderen
Verbinderelements bereitgestellte Einrichtung eine oder mehrere
Verriegelungskugeln, die in einem verriegelnden Eingriff zwischen
den Verbinderelementen und dem Kontakthalter gehalten werden, außer wenn
der Kontakthalter in der ersten Position ist.
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Es
kann eine Einrichtung zum Verriegeln des oder jedes Kontakthalters
in der ersten Position, wenn die Kontaktelemente getrennt sind,
bereitgestellt werden. Vorzugsweise erhält die Verriegelungseinrichtung
den oder jeden Kontakthalter in der ersten Position aufrecht, außer wenn
die Kontaktelemente miteinander in Eingriff stehen, und kann einen mit
einer Feder vorgespannten Schieber umfassen, der als Folge eines
Eingriffs der Verbinderelemente untereinander verschiebbar ist von
einer Position, an der er eine oder mehrere Verriegelungskugeln
in einem verriegelndem Eingriff zwischen dem Verbinderelement und
dem Kontakthalter, mit dem Kontakthalter in der ersten Position,
hält, und
einer weiteren Position, an der jede Verriegelungskugel gelöst ist und der
Kontakthalter an die zweite Position verschiebbar ist.
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Es
wird nun als Beispiel ein Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beschrieben, unter Bezugnahme auf die
beigefügten
Zeichnungen, in denen:
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1 eine Außenansicht
der zwei Verbinderelemente ist, die einen Verbinder nach einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ausmachen,
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2 eine Schnittansicht durch
die Verbinderbaugruppe von 1 ist,
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3 bis 9 aufeinanderfolgende Stadien beim Verbinden
der in 1 und 2 gezeigten Verbinderelemente
miteinander illustrieren und
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10 bis 15 die Folge von Bauteilbewegungen illustrieren,
der gefolgt wird, wenn die zwei Verbinderelemente getrennt werden.
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Unter
Bezugnahme auf 1 umfaßt die illustrierte
Verbinderbaugruppe einen Steckerverbinder mit einem Außenkörper 1 und
einen Buchsenverbinder mit einem Außenkörper 2. Ein Bund 3 wird
verschiebbar auf dem Buchsenverbinder-Außenkörper 2 getragen. Die
Spitze eines verschiebbaren Steckerkörper-Kontakthalters 4 ist
ebenfalls zu sehen.
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Unter
Bezugnahme auf 2 entspricht
diese Ansicht der von 1,
wird aber im Axialschnitt gezeigt, um die innere Struktur des Stecker-
und des Buchsenverbinders zu enthüllen. Der Steckerverbinder-Außenkörper 1 trägt feststehend
einen Steckerverbinder-Innenkörper 5,
wobei zwischen dem Innen- und dem Außenkörper eine ringförmige Aussparung definiert
wird. Ein Steckerverbinderschieber 6 wird verschiebbar
innerhalb der Aussparung zwischen dem Innenkörper 5 und dem Außenkörper 1 aufgenommen,
und eine Reihe von Druckfedern 7 spannt den Schieber 6 gegen
einen durch den Innenkörper 5 gestützten Flansch 8 vor.
Der Innenkörper 5 definiert
eine Fassung 9, in der ein feststehender Steckerkörper-Kontakthalter 10 aufgenommen
wird. Kabel-Lötanschlüsse 11 erstrecken
sich in die Fassung 9, und der Halter 10 trägt erste
Steckerkontaktstifte 12, die in eine weitere durch den
Innenkörper 5 definierte
Fassung 13 vorstehen.
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Die
Stifte 12 stehen ersten Buchsenkontakten 14 gegenüber, die
in dem verschiebbaren Kontakthalter 4 getragen werden.
Die verschiebbare Kontakthalter 4 trägt außerdem zweite Buchsenkontakte 15,
die elektrisch mit den ersten Buchsenkontakten 14 verbunden
werden. Der Halter 4 kann innerhalb der Fassung 13 verschoben
werden, wird aber durch eine Verriegelungskugel 16 in der
in 2 gezeigten Position
festgehalten. Der maximale Zwischenraum zwischen den Stiften 12 und
den ersten Buchsenkontakten 14 wird durch die Position
eines Haltestifts 17 festgelegt, der innerhalb eines an der
Außenfläche des
Halters 4 geformten Schlitzes 18 aufgenommen wird.
Der Stift 17 wird feststehend im Steckerverbinder-Innenkörper 5 angebracht
und gewährleistet
eine Ausrichtung in Radialrichtung und verhindert ein vollständiges Herausziehen
des verschiebbaren Kontakthalters 4 aus dem Innenkörper 5.
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Der
Buchsenverbinder-Außenkörper 2 trägt feststehend
einen Buchsenverbinder-Innenkörper 19.
Zwischen dem Außenkörper 2 und
dem Innenkörper 19 wird
ein ringförmiger
Schlitz definiert und nimmt einen Buchsenverbinderschieber 20 auf,
der durch eine Druckfeder 21 gegen eine durch den Innenkörper 19 definierte
kegelstumpfförmige
Fläche 22 vorgespannt
wird. Eine Druckfeder 23 spannt den Bund 3 gegen
einen Halte-Sicherungsring 24 vor. Eine Verriegelungskugel 25 wird
in einer sich verjüngenden Öffnung im
Buchsenverbinder-Außenkörper 2 getragen.
Eine O-Ring-Dichtung 26 wird ebenfalls in einer ringförmigen Nut
innerhalb des offenen Endes des Buchsenverbinder-Außenkörpers 2 bereitgestellt.
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Der
Buchsenverbinder-Innenkörper 19 definiert
eine Fassung 27, die einen feststehenden Buchsenverbinder-Kontakthalter 28 aufnimmt.
Der Innenkörper 19 definiert
außerdem
eine Fassung 29, die verschiebbar einen verschiebbaren
Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 aufnimmt. Im getrennten
Zustand der Verbinderbaugruppe wird der verschiebbare Kontakthalter 30 durch
eine Verriegelungskugel 31 in seiner Position verriegelt.
Der verschiebbare Kontakthalter 30 definiert eine Fassung 32,
deren Wand Verriegelungskugeln 33 trägt und in die zweite Steckerkontaktstifte 34 vorstehen.
Die Stifte 34 werden mit dritten Buchsenkontakten 35 verbunden,
die ebenfalls durch den verschiebbaren Kontakthalter 30 getragen
werden. Die dritten Buchsenkontakte 35 stehen dritten Steckerkontaktstiften 36 gegenüber, die
sich vom feststehenden Kontakthalter 28 erstrecken. Die
dritten Steckerkontaktstifte 36 werden mit Kabel-Lötanschlüssen 37 verbunden,
die in die Fassung 27 vorstehen.
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Der
maximale Zwischenraum zwischen den dritten Buchsenkontakten 35 und
den dritten Steckerkontaktstiften 36 wird durch einen durch
den Innenkörper 19 getragenen
Haltestift 38 festgelegt. Der Haltestift 38 wird
in einem länglichen
Schlitz 39 aufgenommen, der in der Außenfläche des verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalters 30 geformt wird.
Der Stift 38 gewährleistet
eine Ausrichtung in Radialrichtung und verhindert ein vollständiges Herausziehen
des Kontakthalters 30 aus dem Innenkörper 19.
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Unter
Bezugnahme auf 3 bis 9 wird nun die Wechselwirkung
der verschiedenen unter Bezugnahme auf 2 beschriebenen Bauteile, wenn der Stecker-
und der Buchsenverbinder zusammengebracht werden, beschrieben. Wenn
die Spitze des Steckerverbinder-Außenkörpers 1 in den Buchsenverbinderkörper 2 vorgeschoben
wird, werden die Verriegelungskugeln 33 in Radialrichtung
nach außen
gedrückt,
und die O-Ring-Dichtung 26 wird zusammengedrückt. Die
Spitze des Steckerverbinder-Außenkörpers 1 berührt danach
ein Ende des Buchsenverbinderschiebers 20. Wenn der Steckerverbinder
weiter in den Buchsenverbinder vorgeschoben wird, wird der Schieber 20 gegen
die Druckfeder 21 zurückgedrückt. Anfangs
sichert die Verriegelungskugel 31 den verschiebbaren Kontakthalter 30 gegen
eine Verschiebung in Axialrichtung, und im Ergebnis dessen schiebt
sich der verschiebbare Steckerverbinder-Kontakthalter 4,
der wiederum durch die Verriegelungskugel 16 gegen eine
Verschiebung in Axialrichtung verriegelt wird, vor, um so die zweiten Buchsenkontakte 15 auf
die zweiten Steckerkontaktstifte 34 zu drücken. Sobald
sich der Buchsenverbinderschieber 20 ausreichend weit gegen
die Vorspannkraft der Feder 21 bewegt hat, kann sich die Verriegelungskugel 31 vom
verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 wegbewegen,
um so eine Verschiebung des Kontakthalters 30 in Axialrichtung
zu ermöglichen. 4 zeigt die Baugruppe unmittelbar
nachdem die Verriegelungskugel 31 den Halter 30 für eine Verschiebung
in Axialrichtung freigegeben hat.
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Unter
Bezugnahme auf 5 wird
der Schieber 20 weiter gegen die Vorspannkraft der Feder 21 zurückgedrückt, und
der Kontakthalter 30 schiebt sich zu den dritten Steckerkontaktstiften 36 hin
vor, wenn der Steckerverbinder weiter in den Buchsenverbinder gedrückt wird.
Im Ergebnis dessen befindet sich der Haltestift 38 nicht
mehr an einem Ende des Schlitzes 39.
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Wie
es in 6 gezeigt wird,
drückt
ein weiteres Vorschieben des Steckerverbinders die dritten Buchsenkontakte 35 auf
die dritten Steckerkontakte 36. Die Verriegelungskugel 16 verhindert
noch immer eine Verschiebung des verschiebbaren Steckerverbinder-Kontakthalters 4 in
Axialrichtung.
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7 zeigt die relativen Positionen
der verschiedenen Bauteile unmittelbar nachdem der verschiebbare
Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 gegen die Unterseite
der durch den Innenkörper 19 des Buchsenverbinders
definierten Fassung 29 nach oben gedrückt worden ist. Es wird zu
sehen sein, daß die
Spitze 40 des Innenkörpers 19 den
Steckerverbinderschieber 6 gegen die Vorspannkraft der
Feder 7 in einem ausreichenden Maß zurückgedrückt hat, so daß sich die
Verriegelungskugel 16 aus dem Eingriff mit dem verschiebbaren
Steckerverbinder-Kontakthalter 4 bewegen kann. Ein weiteres
Vorschieben des Steckerverbinder-Außenkörpers 1 in den Buchsenverbinder
bewirkt ein weiteres Zusammendrücken
der Feder 7, wie es in 8 gezeigt
wird, bis die ersten Steckerkontaktstifte 12 in die ersten
Buchsenkontakte 14 eintreten. Danach wird der Steckerverbinder
vollständig
in die in 9 gezeigte
Ruheposition gedrückt,
in welcher Position die Verriegelungskugeln 25 in eine
im Außenkörper 1 des
Steckerverbinders geformte ringförmige
Vertiefung gedrückt werden,
wobei die Verriegelungskugeln 25 durch den Bund 3 in
ihrer Position gehalten werden, der durch die Feder 23 über die
Verriegelungskugeln 25 gedrückt wird. Folglich werden die
Kabel-Lötanschlüsse 11 durch
eine Reihe von drei Verbindungen, die jede durch in Buchsenkontakten
aufgenommene Steckerkontaktstifte definiert werden, unmittelbar
mit den Kabel-Lötanschlüssen 37 verbunden.
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Unter
Bezugnahme auf 10 bis 15 wird nun die Folge von
Bauteilbewegungen beschrieben, der gefolgt wird, wenn der Stecker-
und der Buchsenverbinder getrennt werden. Zuerst wird, wie es in 10 gezeigt wird, der Bund 3 zurückgezogen,
um die Verriegelungskugeln 25 freizugeben. Danach wird
zwischen dem Bund 3 und dem Außenkörper 1 des Steckerverbinders
ein Zug ausgeübt,
um so die zwei Hälften
des Verbinders auseinanderzuziehen. Die Verriegelungskugeln 33 verhindern
eine Trennung des verschiebbaren Steckerverbinder-Kontakthalters 4 und
des verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalters 30. Folglich
wird der Zug auf die Verbindungen zwischen den ersten Steckerstiften 12 und
den Buchsenkontakten 14 und den dritten Steckerstiften 36 und
den Buchsenkontakten 35 ausgeübt. In Abhängigkeit davon, welche dieser
zwei Verbindungen von Stiften und Buchsenkontakten der Trennung
den größten Reibungswiderstand
entgegensetzt, werden entweder die Stifte 36 aus den Buchsenkontakten 35 gezogen,
wie es in 10 gezeigt
wird, oder die Stifte 12 werden aus den Buchsenkontakten 14 gezogen,
wie es in 11 gezeigt wird
(11 zeigt nur die inneren
Bauteile des Verbinders). Eine weitere Trennung des Stecker- und des
Buchsenverbinderteils bewegt die Baugruppe in die Position, wie
sie in 12 gezeigt wird
(falls die anfängliche
Trennung zwischen den Stiften 36 und den Buchsenkontakten 35 erfolgte,
wie es in 10 gezeigt
wird) oder bewegt die Bauteile der Baugruppe zu den in 13 gezeigten relativen Positionen (falls
die anfängliche
Trennung zwischen den Stiften 12 und den Buchsenkontakten 14 erfolgte,
wie es in 11 gezeigt
wird). Folglich sind die zwei Kontakthalter, die aneinander verriegelt
sind, entweder von dem feststehenden Steckerverbinder-Kontakthalter 10 oder
dem feststehenden Buchsenverbinder-Kontakthalter 28 getrennt
worden.
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Die
verschiebbaren Stecker- und Buchsenverbinder-Kontakthalter bleiben
aneinander verriegelt, und folglich nehmen die Baugruppenbauteile, wenn
der Stecker- und der Buchsenverbinder weiter auseinandergezogen
werden, den in 14 gezeigten
Zustand ein, in dem die aneinander verriegelten verschiebbaren Kontakthalter
von den ersten Steckerkontaktstiften 12 und den dritten
Steckerkontaktstiften 36 elektrisch isoliert werden. Wenn
der Stecker- und der Buchsenverbinderteil weiter zu den in 14 gezeigten Positionen
auseinandergezogen werden, werden die Verriegelungskugeln 33 freigegeben,
und im Ergebnis dessen können
sich die zwei verschiebbaren Kontakthalter 4 und 30 trennen,
wie es in 15 gezeigt
wird. Im Ergebnis dessen werden die zweiten Steckerkontaktstifte 34 aus
den zweiten Buchsenkontakten 15 gezogen. Alle drei Sätze von
Steckerstiften und Buchsenkontakten werden folglich getrennt, und
danach kann eine weitere Trennung der zwei Hälften des Verbinders vor sich gehen.
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Vorausgesetzt,
daß zwischen
den Kabel-Lötanschlüssen 11 und 37 ein
Strom angelegt ist, wenn mit dem illustrierten Verbinder eine Verbindung
hergestellt oder unterbrochen wird, wird das Verbinden oder das
Trennen der Verbinderbaugruppe trotzdem auf eine sichere Weise erreicht.
Falls zum Beispiel, wie es in 12 gezeigt
wird, der elektrische Stromkreis zuerst im Ergebnis einer Trennung
der Steckerstifte 36 und der Buchsenkontakte 35 unterbrochen wird,
wird ein sich daraus ergebender Funke in dem um die Stifte 36 definierten
geschlossenen Raum erzeugt. Selbst wenn dieser Raum mit einem explosiven
Gasgemisch gefüllt
ist, das im Ergebnis der Funkenerzeugung gezündet wird, wird das gezündete Gasvolumen
verhältnismäßig klein
sein. Eine Gasexplosion in dem geschlossenen Raum wird dazu führen, daß eine Kraft
in Axialrichtung auf den verschiebbaren Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 ausgeübt wird,
aber dieser Kontakthalter wird im Ergebnis eines gegenseitigen Eingriffs
zwischen dem Haltestift 38 und dem Schlitz 39 daran
gehindert, aus der Baugruppe geblasen zu werden. Die durch die eingeschlossene
Explosion erzeugte Wärme
wird schnell durch den Verbinderkörper absorbiert, und die Länge einer
Kriechstrecke aus dem geschlossenen Raum, in dem die Explosion stattgefunden
hat, zum Äußeren des
Verbinders wird derart sein, daß die
Explosion nicht zur Atmosphäre
außerhalb
des Verbinders verbreitet werden kann. Ähnlich wird, falls die erste
Unterbrechung in der elektrischen Verbindung durch die Verbinderbaugruppe
ein Ergebnis dessen ist, daß die
Stifte 12 aus den Buchsenkontakten 14 gezogen
werden, wie es in 13 gezeigt wird,
ein Funke in dem um die Stifte 12 definierten geschlossenen
Raum erzeugt, und der verschiebbare Steckerverbinder-Kontakthalter 4 wird
durch eine Wechselwirkung zwischen den Haltestiften 17 und dem
Schlitz 18 innerhalb des Verbinderkörpers festgehalten. Eine weitere
Trennung der Vorrichtung wird zur Trennung von zwei weiteren Sätzen von
Steckerstiften und Buchsenkontakten führen, aber zur Zeit der Trennung
wird über
diese Verbindungen keine Spannung angelegt sein, und dementsprechend
können
keine weiteren Funken erzeugt werden. Die Gesamtbaugruppe ist folglich
inhärent
sicher gegenüber der
Gefahr, daß Funken
auf eine Weise erzeugt werden, die eine Verbreitung von Explosionen
außerhalb des
Verbinderkörpers
bewirken könnte.
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Sobald
der Verbinder getrennt worden ist, befinden sich die zwei Hälften des
Verbinders in dem Zustand, wie er in 2 illustriert
wird. In diesem Zustand wird der verschiebbare Steckerverbinder-Kontakthalter 4 durch
die Verriegelungskugel 16 gegen eine Verschiebung in Axialrichtung
verriegelt, und der verschiebbare Buchsenverbinder-Kontakthalter 30 wird
durch die Verriegelungskugel 31 gegen eine Verschiebung
in Axialrichtung verriegelt. Folglich würde der Kontakthalter nicht
in Axialrichtung verschoben werden und könnte daher keine elektrische
Verbindung mit einem an die jeweilige Verbinderhälfte angeschlossenen Kabel
herstellen, selbst wenn ein Benutzer unbeabsichtigt eine Kraft in
Axialrichtung auf einen der Kontakthalter ausüben sollte. Die Gesamtbaugruppe
ist folglich inhärent
sehr sicher gegenüber Gefahren
sowohl für
die Sicherheit von Benutzern als auch der Erzeugung von Explosionen,
die sich in das umgebende Umfeld verbreiten könnten.
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Es
wird zu erkennen sein, daß alternative Anordnungen
zu den in 1 bis 15 beschriebenen vorstellbar
sind. Zum Beispiel könnten
an Stelle der illustrierten Stifte und Fassungen gefederte Kontaktanordnungen
verwendet werden. Es könnten
gefederte Anordnungen bereitgestellt werden, um zur Unterstützung der
Trennung bestimmter Stifte und Fassungen in einer vorher festgelegten
Reihenfolge eine Vorspannkraft auszuüben. Es könnte ein System mit unverlierbarer
Schraubengewinde-Ringmutter oder Krampenverriegelung verwendet werden,
um den Bund 3 in einer verriegelten Position zu halten,
um so die Gefahr einer unbeabsichtigten Verbindertrennung zu verringern.
Die verschiebbaren Bünde 6 und 20 könnten mehrteilige
Baugruppen sein. Darüber
hinaus könnte
der Verbinder für
eine kombinierte elektrische/Faseroptik-Verbindung oder nur für eine Faseroptik-Verbindung
verwendet werden, obwohl bei dem illustrierten Verbinder nur einfache
elektrische Verbindungen erforderlich sind. Kombinierte Verbinder könnten ebenfalls
pneumatische und/oder hydraulische Verbindungen einschließen.
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Es
sind weitere Modifikationen an der illustrierten Verbinderanordnung
möglich.
Zum Beispiel könnten
die Federn des illustrierten Ausführungsbeispiels durch Schaumgummi,
zusammendrückbare Gasanordnungen
oder eine einzelne große
Feder ersetzt werden. Die ringförmigen
Bünde könnten durch verschiebbare
Stäbe oder
dergleichen ersetzt werden. Verriegelungskugeln könnten durch
einen Formstift oder andere Verriegelungselemente ersetzt werden.
Die Haltepfosten könnten
durch Ankerbolzen, Sicherungsringe, maschinell bearbeitete Schenkel oder
Ränder
oder dergleichen ersetzt werden. Die Bünde könnten in eine Reihe von unabhängigen Elementen
aufgespalten werden um die Sicherheit gegen Eingriffe zu verbessern.
Bei dem illustrierten Ausführungsbeispiel
gleiten die Haltepfosten in Schlitzen in Axialrichtung, welche die
maximale Verschiebung der Kontakthalter in Axialrichtung begrenzen.
Es sind jedoch andere Anordnungen möglich. Zum Beispiel könnte ein
gefederter Haltepfosten in einem Schlitz verschiebbar sein, der
einen ersten, in Axialrichtung verlaufenden, Schlitzabschnitt und einen
zweiten Schlitzabschnitt einschließt, der in einem spitzen Winkel
zu dem axialen Abschnitt geneigt ist. Bei einer solchen Anordnung
könnte
der gefederte Haltepfosten bewirken, daß sich der Stifthalter in eine
verriegelte Position bewegt und dadurch eine erneute Verbindung
der Stifte verhindert, falls ein Versuch unternommen würde, den
Kontakthalter zurückzudrücken, wenn
die Kontaktelemente getrennt sind. Bei einer solchen Anordnung würde die
Federbelastung eine Drehung des Kontakthalters bewirken, wenn der
Kontakthalter nicht im Ergebnis eines gegenseitigen Eingriffs mit
Bauteilen der anderen Verbinderelemente am Drehen gehindert würde. Zum Beispiel
würden
an dem einen Kontaktelement angebrachte Stifte in Fassungen des
Kontakthalters des anderen Kontaktelements eingreifen, um so eine Drehung
des Kontakthalters zu verhindern. Eine solche Anordnung würde die
Kontakthalter vor einem gegenseitigen Eingriff der Verbinderelemente
nicht völlig
gegen eine Verschiebung in Axialrichtung verriegeln, wie es bei
dem illustrierten Ausführungsbeispiel
der Fall ist.
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Es
wird zu erkennen sein, daß Verbinder nach
der Erfindung mit Luft- oder inerter Gasspülung versehen werden können, um
den Aufbau von explosiven Gasgemischen in den geschlossenen Kammern
zu verhindern, in denen Funken erzeugt werden können, oder die geschlossenen
Kammern mit einer nicht entflammbaren, elektrisch isolierenden Flüssigkeit
gefüllt
werden können.