DE60004975T2 - Verfahren und vorrichtung zur plasmasterilisation - Google Patents

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    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/14Plasma, i.e. ionised gases

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das allgemeine Gebiet der Sterilisation von Gegenständen und Oberflächen jeglicher Natur und Gestalt, und sie betrifft insbesondere ein Verfahren und verschiedene Vorrichtungen zur Plasmasterilisation, die bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck funktionieren.
  • STAND DER TECHNIK
  • Die Sterilisation entspricht einem Niveau von recht genauer Qualität im medizinischen und Nahrungsmittelbereich. Im medizinischen Bereich bezeichnet sie die Zerstörung aller Mikroorganismen, was in ihrem Wesen liegt. Gemäß der Europäischen Pharmacopöe kann ein Gegenstand als steril bezeichnet werden, wenn die Wahrscheinlichkeit, daß sich auf ihm ein lebender Mikroorganismus befindet kleiner oder gleich 10–6 ist. Die Sterilisationszeit ist die Zeit, die benötigt wird einen „normal kontaminierten" Gegenstand, das heißt der 106 Bakteriensporen enthält, zu sterilisieren. Somit entspricht die Sterilisation eines Gegenstandes einer Verringerung der ursprünglich auf diesem Gegenstand befindlichen Population von Bakteriensporen von 106 auf 10–6 Sporen, was einer logarithmischen Verringerung um 12 Dekaden entspricht.
  • Es bestehen derzeit zahlreiche Verfahren, welche es erlauben, Gegenstände zu sterilisieren oder steril zu bewahren. Der Artikel von Philip M. Schneider, erschienen im Tappi Journal, Vol. 77, Januar 1994 auf den Seiten 115 bis 119, vermittelt einen relativ ausführlichen Überblick davon. Gleichwohl beschließt Herr Schneider seine Worte mit der Feststellung, daß heutzutage kein ideales Sterilisationsverfahren bei niedriger Temperatur (das heißt, bei weniger als 80 °C) existiere, das heißt, welches von großer Leistung, schneller Wirkung und hoher Durchdringung sei, das weiterhin nicht toxisch, mit verschiedenen Materialien, insbesondere organischen Materialien, verträglich wäre und welches in einfacher Weise und mit geringen Kosten betrieben werden könne.
  • Des weiteren muß der sterile Zustand eines Gegenstandes durch eine besondere Verpackung aufrechterhalten werden, die mit dem verwendeten Sterilisationsverfahren verträglich (für das Sterilisationsmittel durchlässig) sein und das Eindringen von Mikroorganismen während der Transport- und Lagerphasen verhindern muß, um die Sterilität des Werkzeugs zur Zeit der nächsten Verwendung zu gewährleisten.
  • Die derzeitigen Sterilisationsverfahren gründen im Wesentlichen auf dem Effekt der Wärme oder der Wirkung von biozidischen Gasen.
  • Der Autoklav, welcher auf der Wirkung feuchter Wärme bei hoher Temperatur (wenigstens 121 °C) beruht, stellt das wirkungsvollste und am günstigsten zu betreibende Verfahren dar, jedoch erlaubt er die Sterilisation der immer häufigeren thermosensiblen Vorrichtungen, insbesondere auf medizinischem Gebiet, nicht.
  • Die Sterilisationsverfahren durch Gase (Ethylenoxid, Formaldehyde, Wasserstoffperoxid) nutzen die biozidische Eigenschaft eines Gases in einem Sterilisationsgehäuse und erlauben eine Sterilisation bei niedriger Temperatur von thermosensiblen Vorrichtungen. Jedoch weisen sie zahlreiche Nachteile auf:
    die Toxizität der in Betracht kommenden Gase, die aufwendige Verwendungs- und Kontrollverfahren erfordern; die Verpflichtung, in bestimmten Fällen (beispielsweise bei Kunststoffmaterialien) eine Phase der Desorption des toxischen Gases nach der Sterilisationsphase durchzuführen; schließlich die Dauer der Behandlung, die oft mehrere Stunden erfordert. Außerdem sollte die beschränkte Zerstörungswirkung bei bestimmten Bakteriensporen (wie den Sporen von Bacillus stearothermophilus) angemerkt werden.
  • Überdies besteht eine bekannte Verbesserung dieser Sterilisationsverfahren durch biozidische Gase darin, daß die Behandlung bei niedrigem Druck (einige Torr) durchgeführt wird, was eine Begünstigung der Gasdiffusion oder der Verdampfung einer zusätzlichen biozidischen Flüssigkeit im gesamten Sterilisationsgehäuse erlaubt. Ebenso können diese Sterilisationsverfahren bei niedrigem Druck optimiert werden, indem man Kreisläufe schafft, die aus alternierenden Phasen der Verringerung oder Vergrößerung des Drucks und Phasen der Plasmabehandlung bestehen, wie insbesondere gezeigt in der Patentanmeldung FR2759590, eingereicht von der Gesellschaft SA Microondes Energie Systemes.
  • Ebenfalls sind Plasmasterilisationsverfahren bei niedrigem Druck bekannt, die gegebenenfalls erlauben, die sterilisierenden Wirkungen der biozidischen Gase bei niedrigem Druck mit der Bildung in einem Plasma von reaktiven Produkten (Erzeugung von Radikalen O. und OH., ionisierten und/oder angeregten Produkten), ausgehend von einer Mischung biozidischer Gase, wie etwa H2O2 oder einer nichtbiozidischen Gasmischung (allgemein einfach O2, H2, H2O, N2 oder ein Edelgas wie Argon), zu vereinen, wobei der niedrige Druck außerdem die Rekombination instabiler Produkte einschränkt. Die Niedrigdruckplasmen regruppieren sich in der Mehrzahl der Fälle aus Mikrowellen- und Radiofrequenzplasmen.
  • Die Plasmasterilisation kann im Raum, wo das Plasma gebildet wird (Interelektrodenraum), sehr wirksam sein, aber abgesehen davon, daß die Sterilisationszone dann sehr klein ist (ungefähr einige cm Höhe), sind die Plasmaeigenschaften in sehr starkem Maße abhängig von der Dielektrizitätskonstante, der Natur und Gestalt des zu sterilisierenden Gegenstands. In diesem Fall erschwert das Plasma eine wirklich homogene Behandlung auf der gesamten Oberfläche und wirkt stark korrosiv auf die zu sterilisierenden Gegenstände.
  • Um ein solches Verfahren zu verbessern, müssen die Bereiche der Plasmaherstellung und der Behandlung getrennt werden (die Sterilisation wird dann als durch Nachglimmen durchgeführt bezeichnet), um eine zu große Wechselwirkung zwischen dem Plasma und dem zu sterilisierenden Gegenstand, der, wenn er im Interelektrodenraum angeordnet ist, naturgemäß eine Störung der Feldlinien und einen Abbau der Gegenstandsoberfläche nach sich zieht, zu vermeiden. Indessen ist festzustellen, daß die Trennung des Bereichs zum Erzeugen von Plasma und des Bereichs zum Sterilisieren in einem Niedrigdruckverfahren erleichtert wird, denn die Lebensdauer der bei diesen Drücken (etwa 1 Torr) vom Plasma gebildeten Radikale ist beträchtlich, was ihnen das Erreichen der zu sterilisierenden Gegenstände erlaubt.
  • Die Nachteile von Plasmasterilisationsverfahren bei niedrigem Druck sind ungeachtet dessen noch zahlreich und schließlich denen recht nahe, die bei alleiniger Gassterilisation auftreten: die hohen Kosten des gesamten Systems, das ein widerstandsfähiges Vakuumgehäuse und einen Plasmagenerator enthält; die Komplexität der diese Verfahren ausführenden Vorrichtungen, welche die möglichen Anwendungen einschränkt; die Erhöhung der Behandlungszeit aufgrund der mit der Niedrigdruckbehandlung verbundenen Verfahren (die Zeiten, die benötigt werden, das Gehäuse, oftmals von großem Volumen, unter Vakuum zu setzen und anschließend wieder unter Atmosphärendruck zurückzuversetzen, erhöhen die Behandlungszeit); die Unfähigkeit feuchte Gegenstände zu sterilisieren und die Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Materialien.
  • Überdies beruht ein anderes bekanntes Verfahren darauf, eine Ozonbehandlung bei Atmosphärendruck ausgehend von einer Vorrichtung auszuführen, die passend als "Ozoneur" bezeichnet wird. Diese Behandlung ist mit einer Nachglimm-Plasmasterilisation verbunden, wobei das Trägergas, dort vom trockenen Typ, Sauerstoff enthält. Dennoch ist die biozidische Wirkung von Ozon, welches vor allem zur Desinfektion von Wasser, Abfällen und Gas verwendet wird, im Bereich der Sterilisation ziemlich eingeschränkt. Zum Erhalt besserer Leistungen muß man im allgemeinen dem Ozon (O3) ein weiteres Desinfektionsmittel hinzufügen (zum Beispiel ClO2 zur Bildung von ClO3, welches eine bakterizide Wirkung in der Gasphase aufweist). Ebenso kann eine Befeuchtung des ozonierten Gases beim Austritt aus dem Ozoneur vorgenommen oder ganz einfach die zu sterilisierenden Objekte befeuchtet werden, um die biozidische Wirkung dieses ozonierten Gases zu erleichtern, wie in der Patentschrift US5120512 (Masuda) veranschaulicht. Im Allgemeinen schränkt bei den auf einfachen, nicht-biozidischen Gasen beruhenden Plasmaverfahren die Trennung des Bereichs zum Erzeugen von Plasma und der Behandlungszone die Wirksamkeit des Verfahrens ein, denn nur die Produkte von mittlerer und langer Lebensdauer sind noch im Bereich des Gegenstands aktiv. Weil nun aber diese Produkte weniger reaktiv als solche mit geringer Lebensdauer sind, ist es erforderlich deren Konzentration und die Behandlungsdauer zu erhöhen. Beispielsweise ist bekannt, daß annähernd 3 Stunden Behandlung erforderlich sind, um die Sterilisation von Sporen von Bacillus subtilis bei Feuchtigkeit mit einer Ozonkonzentration von 1500 ppm zu erreichen. Ein solches Produktionsniveau bedingt die Verwendung von komplexen Vorrichtungen, da die starke Ozonkonzentration den irreversiblen Abbau der Oberflächen und Materialien der zu sterilisierenden Objekte erhöht. Außerdem macht die Ozonproduktion in starker Konzentration, gemäß gesetzlicher Richtlinien, die Maßnahme einer besonders wirksamen Ozonvernichtungsvorrichtung des katalytischen oder thermischen Typs am Auslaß des Systems erforderlich.
  • Das Dokument US-A-5693424 beschreibt die Plasmasterilisation in einem mit Wasserdampf gefüllten Gehäuse bei unteratmosphärischem Druck.
  • GEGENSTAND UND KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit eine Plasmasterilisationsvorrichtung vorzuschlagen, die ein Verfahren einsetzt, welches bei niedriger Temperatur (vorzugsweise bei Raumtemperatur), bei einem Druck, der gleich oder im Wesentlichen gleich dem Atmosphärendruck ist und in einer offenen oder geschlossenen Umgebung abläuft, und die überdies die zahlreichen beschriebenen Nachteile des Standes der Technik beseitigt.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen ein Verfahren zum Sterilisieren zumindest eines Gegenstands mittels Plasma mit einem Druck, der dem Atmosphärendruck gleich oder im Wesentlichen gleich ist, bei welchem:
    • a) man den zu behandelnden Gegenstand oder die zu behandelnden Gegenstände in ein Behandlungsgehäuse hinein verbringt, das im Wesentlichen Atmosphärendruck unterliegt,
    • b) man in dieses Behandlungsgehäuse ein oder mehrere nicht-biozidische Gasmischungen einbringt, von denen zumindest eine in sich Feuchtigkeit aufgenommen hat,
    • c) man ein Plasma erzeugt, wobei man ausgehend von einer der Gasmischungen chemische Produkte herstellt, indem man mittels einer Hochspannungsspeisung zwischen einer Hochspannungselektrode und einer Massenelektrode eine elektrische Entladung hervorruft, wobei sich diese beiden Elektroden in diesem Behandlungsgehäuse befinden,
    • d) man die chemischen Produkte des Plasmas aus dem Zwischenelektrodenbereich zur Oberfläche des zu behandelnden Gegenstands oder der zu behandelnden Gegenstände leitet, und
    • e) man die Gasrückstände, die von der Behandlung herrühren, aus dem Behandlungsgehäuse abführt.
  • Folglich ist es mit diesem Betrieb bei Atmosphärendruck nicht mehr erforderlich, sich komplexer Vakuumvorrichtungen und biozidischer Gase zu bedienen.
  • Gemäß der in Betracht gezogenen Ausführungsform wird die Feuchtigkeit entweder direkt bei dem zu behandelnden Objekt oder den zu behandelnden Objekten (1b und 1c) oder im Zwischenelektrodenbereich (1a) zugeführt.
  • Erfindungsgemäß enthält das Gasgemisch wenigstens 10% Sauerstoff und 10% Stickstoff. Es kann ebenso vorteilhafterweise von der Außenluft gebildet werden.
  • Vorzugsweise liegt der relative Feuchtigkeitsgrad im Bereich des zu behandelnden Gegenstands oder der zu behandelnden Gegenstände zwischen 50% und 100%, vorteilhafterweise über oder bei 90%.
  • Nach der zugrundegelegten Ausführungsform erfolgt der Schritt b) des Einbringens der Gasmischungen) in das Behandlungsgehäuse in kontinuierlicher oder intermittierender Weise und es wird eine Steuerung des Durchsatzes der in das Behandlungsgehäuse eindringenden Gasmischungen) vorgenommen. Ebenso kann dem Schritt c) der Erzeugung des Plasmas ein Schritt der Zwangsumwälzung der Gasmischungen) im Behandlungsgehäuse vorangehen.
  • Schritt d) des Leitens der chemischen Produkte des Plasmas zur zu behandelnden Oberfläche erfolgt entweder mittels der Verwendung von elektrischem Wind, der durch die Entladung zwischen den beiden Elektroden erzeugt wird oder mittels der Erzeugung einer erzwungenen Strömung im Behandlungsgehäuse.
  • Die Erfindung betrifft weiterhin die Vorrichtung, die dieses Verfahren einsetzt, welche umfaßt:
    • – eine erste Gasquelle, welche eine nicht-biozidische Gasmischung enthält,
    • – zumindest ein Behandlungsgehäuse, welches Atmosphärendruck unterworfen ist und zumindest einen Bereich zum Sterilisieren umfaßt, in welchem sich der zu behandelnde Gegenstand oder die zu behandelnden Gegenstände befinden, wobei dieses Gehäuse ferner in zumindest einem Bereich zum Erzeugen von Plasma, der von dem Bereich zum Sterilisieren verschieden ist, zumindest zwei Elektroden umfaßt, die mit einer Hochspannungsspeisung verbunden sind, um ein Plasma zu erzeugen, welches mittels der Erzeugung einer elektrischen Entladung zwischen diesen Elektroden ausgehend von der in den Bereich zum Erzeugen von Plasma eingebrachten Gasmischung chemische Produkte herstellt, wobei die chemischen Produkte des Plasmas aus dem Bereich zum Erzeugen des Plasmas zur Oberfläche des zu behandelnden Gegenstands oder der zu behandelnden Gegenstände geleitet werden, und wobei die von der Behandlung herrührenden Gasrückstände über eine Ausgangsöffnung dieses Gehäuses zu einem Sammelsystem hin abgeführt werden, und
    • – eine Befeuchtungskammer, die mit dem Ausgang einer zweiten Gasquelle verbunden ist, um bei dem zu behandelnden Gegenstand oder den zu behandelnden Gegenständen einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad aufrechtzuerhalten.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform bilden die erste und zweite Gasquelle eine einzige Gasquelle. Der Bereich zum Erzeugen von Plasma ist dann entweder über die Befeuchtungskammer mit dieser einzigen Gasquelle verbunden oder direkt mit dieser einzigen Gasquelle verbunden, wobei der Bereich zum Sterilisieren über die Befeuchtungskammer mit dieser einzigen Gasquelle verbunden ist. Alternativ kann der Bereich zum Sterilisieren auch über die Befeuchtungskammer mit der zweiten Gasquelle verbunden sein, wobei der Bereich zum Erzeugen des Plasmas dann direkt mit der ersten Gasquelle verbunden ist.
  • Die Vorrichtung kann einen ersten und zweiten Sensor für die relative Feuchtigkeit umfassen, der sich am Eingang des Bereichs zum Erzeugen des Plasmas, beziehungsweise des Bereichs zum Sterilisieren befindet. Der zweite Sensor für die Feuchtigkeit erweist sich als besonders nützlich, wenn die erste Gasquelle direkt das Behandlungsgehäuse versorgt (sprich ohne durch die Befeuchtungskammer zu strömen) und kein Gas von konstanter Feuchtigkeit liefert.
  • Die Elektroden werden durch zumindest eine Elektrode mit großem Krümmungsradius und eine Elektrode mit kleinem Krümmungsradius gebildet, wobei die eine eine Hochspannungselektrode und die andere eine Massenelektrode ist. Vorzugsweise ist die eine oder die andere Elektrode, oder beide, mit einer dielektrischen Beschichtung überzogen.
  • Gemäß der in Betracht gezogenen Anwendung ist die Elektrode mit kleinem Krümmungsradius eine metallische Elektrode, die eine der folgenden Formen annehmen kann: Draht, Spitzen oder Draht mit Spitzen, und die Elektrode mit großem Krümmungsradius ist eine metallische Elektrode, die folgende Formen annehmen kann: Draht, Ebene, Vollzylinder oder Gitter. In einem Ausführungsbeispiel, das besonders der Sterilisation feiner Röhren angepaßt ist, wird die Hochspannungselektrode von einem Draht gebildet, und die Massenelektrode wird aus einem Gitterzylinder gebildet, der diesen Draht umgibt.
  • Ebenso können die Elektroden als Netz paralleler Elektroden installiert sein, wobei die Speisung der Elektroden mit Hochspannung aufeinanderfolgend oder simultan erfolgt.
  • Vorteilhafterweise können die Elektroden Verbrauchselektroden sein.
  • Die Hochspannungspeisung wird durch einen Niederfrequenzgenerator gewährleistet, der eine Gleichspannung, eine Rechteckspannung, alternativ oder in zeitlichen Pulsen, abgibt.
  • In einer für die Vorrichtung besonders in Betracht gezogenen Konfiguration, umfaßt diese mehrere Behandlungsgehäuse, wobei jedes Behandlungsgehäuse zumindest einen Bereich zum Erzeugen von Plasma umfaßt, der fest oder auch nicht mit zumindest einem Bereich zum Sterilisieren verbunden ist, wobei die Bereiche zum Erzeugen von Plasma mit einer gemeinsamen zentralen Einheit verbunden sind, welche zumindest die erste Quelle von nicht-biozidischem Gas, die Befeuchtungskammer, das System zum Sammeln von Gasrückständen und die Hochspannungsspeisung umfaßt.
  • Vorteilhafterweise weist der Bereich zum Sterilisieren eine Gestalt auf, die besonders an den zu sterilisierenden Gegenstand oder die zu sterilisierenden Gegenstände angepaßt ist, um die Erzeugung von chemischen Produkten, welche zum Sterilisieren erforderlich sind, einzuschränken und um die Strömungsgeschwindigkeit und die Konzentration dieser chemischen Produkte um den Gegenstand herum zu optimieren. Weiterhin kann der Bereich der Erzeugung von Plasma in den zu behandelnden Gegenstand, von dem er einen Teil bildet, integriert sein.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt das Behandlungsgehäuse eine Box mit Standardform, welche den Bereich zum Erzeugen von Plasma enthält, wobei der Bereich zum Sterilisieren von einem entnehmbaren Träger gebildet wird, der an den zu behandelnden Gegenstand oder die zu behandelnden Gegenstände spezifisch angepaßt ist und in die Box eingebettet ist.
  • Um eine homogene Behandlung aller Teile eines Gegenstands unter Verminderung der Ausbreitungszeit vom Bereich zum Erzeugen von Plasma auf die zu sterilisierenden Oberflächen zu erlauben, kann der Bereich zum Sterilisieren Ausbreitungsbereiche von kleinem Querschnitt umfassen, die es erlauben, die von dem Bereich zum Erzeugen von Plasma herkommenden chemischen Produkte zu verschiedenen Teilen des zu behandelnden Gegenstands oder der zu behandelnden Gegenstände hin zu beschleunigen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Bereich zum Sterilisieren von dem Bereich zum Erzeugen von Plasma getrennt und bildet ein unabhängiges Gehäuse.
  • Ein oder mehrere Behandlungs- oder Sterilisationsgehäuse können eine selbständige wiederverwertbare Verpackung in Form eines Transportköfferchens bilden, die es erlaubt den sterilen Zustand nach der Behandlung zu bewahren, oder eine Wegwerfverpackung in Form eines weichen Beutels, wobei der Bereich zum Sterilisieren durch Zerschneiden und gleichzeitiges Versiegeln von bestimmten Teilen dieses Beutels in mehrere, nach der Behandlung abgesonderte Bereiche getrennt sein kann. Vorzugsweise befindet sich die Vorrichtung ganz oder teilweise in einem Faraday'schen Käfig.
  • Vorteilhafterweise umfaßt die gemeinsame zentrale Einheit Mittel zum Anzeigen und zum Steuern, die jedem Sterilisationsgehäuse zugeordnet sind, um eine individuelle Steuerung der Sterilisation der Gegenstände, die es enthält, zu gewährleisten. Ebenso umfaßt sie Mittel zum Drucken, um ein Etikett zu drucken, auf dem für jedes mit dieser zentralen Einheit verbundenen Sterilisationsgehäuse eine Identifikationsnummer, welche für jedes Gehäuse spezifisch ist, aufgedruckt ist sowie das Behandlungsdatum und die Parameter des durchgeführten Sterilisationszyklus. Gleichfalls ist das Behandlungs- oder Sterilisationsgehäuse mit einem elektronischen Etikett versehen, das es über einen entsprechenden Laser der zentralen Einheit erlaubt, automatisch die Werte der Zuflußströmung und des Regulierungsstroms, die für den zu behandelnden Gegenstand oder die zu behandelnden Gegenstände angepaßt sind, zu bestimmen und die zur Sterilisation dieser Gegenstände benötigte Zeit zu berechnen. Dieses elektronische Etikett kann einen Geschwindigkeitssensor zur Bestimmung der Geschwindigkeit der Strömung der chemischen Produkte des Plasmas im Gehäuse sowie einen Sensor für eine chemische Messung umfassen.
  • Die große Flexibilität der Vorrichtung, die zum Teil auf der Möglichkeit beruht, die Zahl, die Gestalt und die Position von Bereichen zum Erzeugen von Plasma in Abhängigkeit des Volumens und der Gestaltung der zu behandelnden Gegenstände zu wählen, erlaubt seine Verwendung zur Sterilisation diverser Gegenstände jeglicher Gestalt und jeglicher Natur, insbesondere metallischer, zusammengesetzter oder thermosensibler, wie zur Sterilisation von Verpackungsoberflächen, Produkten oder Produktionsmitteln, zur Dekontamination innerer Oberflächen von Klimaanlagen oder auch zur Desinfizierung von Umschließungs- oder Überführungsbereichen. Ihre Verwendung ist insbesondere auf medizinischem, zahnmedizinischem, Nahrungsmittel- oder pharmazeutischem Gebiet von Interesse.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen besser aus der folgenden, die Erfindung kennzeichnenden aber nicht einschränkenden Beschreibung hervor, in Anbetracht der angefügten Zeichnungen auf denen:
  • 1a ein Prinzipschema einer erfindungsgemäßen Plasmasterilisationsvorrichtung darstellt,
  • 1b und 1c Prinzipschemen darstellen, die zwei Ausführungsvarianten der erfindungsgemäßen Plasmasterilisationsvorrichtung veranschaulichen,
  • 2 ein Prinzipschema eines in der Vorrichtung der 1 verwendeten Behandlungsgehäuses darstellt,
  • 3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Plasmasterilisationsvorrichtung nach 1 veranschaulicht,
  • 4 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Behandlungsgehäuses gemäß 2 zeigt,
  • 5 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Behandlungsgehäuses gemäß 2 zeigt,
  • 6 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Behandlungsgehäuses gemäß 2 zeigt,
  • 6a eine Teilansicht der 6 darstellt, die eine bestimmte Anordnung von Elektroden veranschaulicht,
  • 7a und 7b ein viertes Ausführungsbeispiel eines Behandlungsgehäuses gemäß 2 zeigen und
  • 8 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Plasmasterilisationsvorrichtung nach 1 veranschaulicht.
  • BESCHREIBUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Sterilisation, das eine sporizide Wirksamkeit gegenüber Bakteriensporen aufweist, die von der Europäischen Pharmakopöe als am resistentesten erachtet werden: Bacillus subtilis und Bacillus stearothermophilus. Das Verfahren verwendet eine gasförmige Mischung, die Sauerstoff und Stickstoff beinhaltet, aus der ein Plasma niedriger Temperatur gebildet wird, dessen chemischen Produkte eine sterilisierende Wirkung auf den zu behandelnden Gegenstand in Anwesenheit von Feuchtigkeit aufweisen. Der zu behandelnde Gegenstand befindet sich außerhalb des Raums, wo die Entladung stattfindet und die Behandlung bei Atmosphärendruck abläuft.
  • Das Plasma ist ein durch eine ausreichende elektromagnetische Energiequelle teilaktiviertes Gas. Die im Plasma gebildeten Produkte sind ionisierte (Moleküle oder Atome), neutrale (solche wie die Radikale) oder angeregte Produkte. Die gasförmigen Produkte weisen eine gesteigerte Reaktivität auf, die es ihnen erlaubt, mit den Oberflächen des zu sterilisierenden Gegenstands oder der zu sterilisierenden Gegenstände in Wechselwirkung zu treten und auf diese Weise die auf den Oberflächen befindlichen Mikroorganismen zu zerstören. Bei Atmosphärendruck sind bei einem Plasma, welches aus einfachem, nicht-biozidischem Gas gebildet wird, diejenigen Produkte am reaktivsten, welche die geringste Lebensdauer aufweisen, wobei die Wirksamkeit in starkem Maße abhängig ist von der Entfernung des Bereichs zum Erzeugen von Plasma vom Gegenstand.
  • Ein erstes Prinzipschema einer Vorrichtung zur Plasmasterilisation, welches das erfindungsgemäße Verfahren einsetzt, ist in 1a veranschaulicht. Die Vorrichtung ist um ein Behandlungsgehäuse 10, welches in zwei Bereiche getrennt ist, aufgebaut: einen Bereich zum Erzeugen von Plasma 10a, in dessen Inneren ein Plasma durch Entladung zwischen zwei Elektroden gebildet wird, und einen Bereich zum Sterilisieren 10b, wo sich der zu behandelnde Gegenstand befindet. Die Entladung wird durch eine nicht-biozidische Gasmischung, die von einer Gasquelle 12 bereitgestellt und mittels des Durchströmens einer Befeuchtungskammer 14 befeuchtet wird, erzeugt. Das Behandlungsgehäuse kann, je nach der beabsichtigten Anwendung, vollständig geschlossen (und dann luftdicht) oder nur teilweise geöffnet sein.
  • Die Gasmischung enthält Sauerstoff und Stickstoff und ihre Zusammensetzung kann in Abhängigkeit von der Art des zu behandelnden Gegenstands variieren. Vom in der Mischung enthaltenen Sauerstoffgehalt hängt die Agressivität der Mischung gegenüber den die zu sterilisierenden Gegenstände bildenden Materialien ab. Die Gasmischung muß im Minimum 10 Sauerstoff und 10% Stickstoff enthalten, um einen annehmbaren sporiziden Effekt zu gewährleisten. Vorteilhafterweise kann die Mischung aus von einem Kompressor erhaltener Außenluft bestehen. Der Grad relativer Feuchtigkeit im Bereich zum Sterilisieren, das heißt bei den zu behandelnden Gegenständen, liegt zwischen 50% und 100%, vorteilhafterweise über oder bei 90%. Zur Verbesserung der Behandlungszeit kann vorteilhafterweise die Temperatur der Sterilisationsvorrichtung kontrolliert werden, wobei die maximale Temperatur 80 °C nicht überschreitet, um bestimmte Arten von Gegenständen, wie hitzeempfindliche Objekte, nicht zu beschädigen.
  • Der Durchsatz bei Eintritt der Gasmischung in das Behandlungsgehäuse 10 wird in Abhängigkeit von der Form und der Menge der zu sterilisierenden Gegenstände eingestellt mittels einer Kontrollvorrichtung 16, welche am Ausgang der Gasquelle 12 angeordnet ist und eine Kontrolle der Strömungsgeschwindigkeit und Konzentration des Gases erlaubt.
  • Die elektrische Entladung bildet in der Tat ein Plasma, das Produkte von variabler Lebensdauer erzeugt. Um einen Nutzen aus den aktivsten Produkten (solchen mit geringer Lebensdauer) ziehen zu können derweil man sich außerhalb der Entladung befindet, ist es erforderlich sich zu vergewissern, daß die Ausbreitungszeit zwischen dem Bereich zum Erzeugen von Plasma und dem Gegenstand minimal ist, das heißt, daß die Ausbreitungsgeschwindigkeit zwischen diesen beiden Bestandteilen maximal ist. Indessen haben die von den Erfindern durchgeführten Experimente gezeigt, daß, wenn überdies alles andere gleich blieb, die Wirksamkeit des vorgeschlagenen Verfahrens sich verringerte, wenn die Ortsgeschwindigkeit des Gases im Bereich des zu behandelnden Gegenstands anstieg. Es ist daher ebenso erforderlich eine Strömung zwischen dem Bereich zum Erzeugen von Plasma und dem Bereich zum Sterilisieren zu wählen, die einen Kompromiß zwischen der größtmöglichen Ausbreitungsgeschwindigkeit und der kleinstmöglichen Ortsgeschwindigkeit gewährleistet.
  • Die Befeuchtungskammer 14 erlaubt die Befeuchtung der Gasmischung bis zur Feuchtigkeitssättigung bei normalen Temperatur- und Druckbedingungen.
  • Die unmittelbare Befeuchtung der Mischung erlaubt die Vereinfachung des Verfahrens, wobei die Gaszufuhr eingeschränkt und die Strömungen erleichtert werden. Die relative Feuchtigkeit der befeuchteten Gasmischung (dem Trägergas) wird vor Eintritt in das Behandlungsgehäuse 10 durch einen geeigneten Sensor 18a kontrolliert, der am Eingang des Bereichs zum Erzeugen von Plasma 10a angebracht ist, wobei der Wert der relativen Feuchtigkeit die zur Sterilisation benötigte Behandlungszeit bedingt. Tatsächlich konnten die von den Erfindern durchgeführten Untersuchungen zeigen, daß je beträchtlicher die relative Feuchtigkeit im Bereich des Gegenstands, desto kürzer die Sterilisationszeit ist (siehe insbesondere am Beispiel weiter vorn).
  • Der Sterilisationszyklus kann mit einer externen kontinuierlichen oder intermittierenden Gasumwälzung oder ohne externe Gasumwälzung stattfinden. Es ist indes notwendig, daß eine Gasumwälzung (natürlich oder erzwungen) im Innern des Gehäuses vorhanden ist, um die Produkte vom Bereich der Erzeugung von Plasma dem Bereich zum Sterilisieren zuzuführen. Im ersten Fall wird der Durchsatz der Gasmischung durch die Kontrollvorrichtung 16 während des gesamten Sterilisationszyklus konstant gehalten, und die gasförmigen Überreste (Abgase), die von der Entladung herrühren, werden am Ausgang des Behandlungsgehäuses 10 durch einen Gassensor 20 gemessen, um die gemäß den Vorschriften festgelegten Grenzkonzentrationen nicht zu überschreiten (folglich beträgt beispielsweise im Fall von Ozon der Mittelwert der erlaubten Aussetzung eines Arbeitsplatzes während 8 Stunden 0,1 ppm gemäß der Norm der Occupational Safety Health Administration), bevor diese, wenn nötig, durch ein Rückgewinnungssystem 22 abgeführt werden. Im zweiten Fall wird das Behandlungsgehäuse bei Atmosphärendruck mit der Gasmischung gefüllt und dann vor dem Sterilisationszyklus isoliert (die Kontrollvorrichtung 16 umfaßt zu diesem Zweck insbesondere eine Isolationsschleuse), wobei die Behandlung in einem nicht erneuerten Gas stattfindet. Am Ende des Sterilisationszyklus wird die Atmosphäre des Behandlungsgehäuses 10 mittels des Durchfluß der Gasmischung bevor sie geöffnet wird, erneuert. Im dritten Fall kann der Sterilisationszyklus gegebenenfalls eine Abfolge von Zwischenphasen der Umwälzung der Gasmischung und der Erzeugung von Plasma umfassen.
  • Der Gassensor 20, der am Ausgang des Behandlungsgehäuses angebracht ist, erlaubt mit Hilfe von Befehlsmitteln 24, die beispielsweise im Bereich des Gehäuses angeordnet sind, in Echtzeit den Sterilisationszyklus freizugeben und die Behandlungszeit gemäß des Gaspegels im Gehäuse und der Strömungsbedingungen anzupassen. Die Befehlsmittel sind vorteilhafterweise auch an der Kontrollvorrichtung 16 und am Sensor der relativen Feuchtigkeit 18a angeordnet, um eine vollständig automatische Kontrolle des Sterilisationszyklus sicherzustellen.
  • Es ist zu bemerken, daß die Befeuchtung des Gases, was wesentlich der Gewährleistung einer genügenden Feuchtigkeit im Bereich des zu sterilisierenden Gegenstands dient, ebenso möglich ist, indem, wie in den 1b und 1c veranschaulicht, der Bereich zum Erzeugen von Plasma mit einem ersten nicht biozidischen Gas 12 (welches wenigstens 10% Sauerstoff und 10% Stickstoff, vorteilhafterweise Außenluft enthält) und der Bereich zum Sterilisieren mit einem zweiten nicht biozidischen Gas 26 (vorteilhafterweise Außenluft) versorgt wird, aber anschließend befeuchtet wird (beim Durchfluß durch den Befeuchter 14), so daß die Feuchtigkeit bei erforderlichem Niveau (dann am Eingang des Bereichs zum Sterilisieren 10b durch einen zweiten Feuchtigkeitssensor 18b gemessen, der am Ausgang des Befeuchters angebracht wird) aufrechterhalten wird. Es ist zu bemerken, daß der erste Sensor 18a beim Eingang in den Bereich zum Erzeugen von Plasma 10a beibehalten werden kann, insbesondere wenn das erste Gas nicht mit konstanter Feuchtigkeit zugeführt wird (beispielsweise wenn es sich um Außenluft handelt). Die ersten und zweiten nicht biozidischen Gase können gleicher (1 b) oder verschiedener Natur (1c) sein. Selbstverständlich kann auch eine Kontrollvorrichtung des Durchsatzes 28 beim Ausgang der zweiten Gasquelle 26 angebracht sein.
  • 2 stellt ein detaillierteres Prinzipschema des Behandlungsgehäuses 10 dar, das aus einem Bereich zum Erzeugen von Plasma 30 und einem Bereich zum Sterilisieren 32 gebildet wird. Die beiden Bereiche sind gegebenenfalls durch ein Metallgitter 34 getrennt, wobei der Bereich zum Sterilisieren eine geschlossene oder auch offene Gestaltung im Fall der Behandlung von Oberflächen aufweisen kann. Der zu behandelnde Gegenstand 50 wird auf eine Unterlage, die das Zirkulieren des Sterilisationsmittels über seine gesamte Oberfläche gestatten muß, im Bereich zum Sterilisieren 32 gestellt, das heißt außerhalb des Bereichs zum Erzeugen von Plasma (Zwischenelektrodenbereich 30 der Erzeugung der Entladung).
  • Im veranschaulichten Beispiel erfolgt die Versorgung durch ein feuchtes Gasgemisch, und der Bereich zum Erzeugen von Plasma umfaßt einerseits eine Eintrittsöffnung für die Zufuhr des Trägergases und andererseits zwei Elektroden, eine Hochspannungselektrode 36, die von einem Hochspannungsgenerator niedriger Frequenz 38 gespeist wird und eine Massenelektrode 40, die dazu bestimmt sind zwischen sich eine elektrische Entladung, sprich "Koronarentladung", zu erzeugen. Die Koronarentladung ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei Elektroden von sehr unterschiedlichem Krümmungsradius verwendet werden. Die Erhöhung des elektrischen Feldes an der Elektrode mit kleinem Krümmungsradius erlaubt es, die zum Auftreten der Entladung notwendige Spannung zu senken, derweil eine Spannungsspeisung verwendet wird, die von niedriger Frequenz sein kann. Eine der beiden Elektroden – mit kleinem und großem Krümmungsradius – kann mit der Hochspannung verbunden sein, wobei die andere an der Masse angeschlossen ist. Selbstverständlich ist diese Anordnung der Elektroden in keiner Weise einschränkend und die Elektroden können ebenso in Form eines Netzes paralleler Elektroden auftreten, deren Zahl und Anordnung von der Gestalt und Natur des zu sterilisierenden Gegenstands abhängen.
  • Die Elektrode mit kleinem Krümmungsradius 36 (auf dem Schema mit der Hochspannung verbunden) ist metallisch, gegebenenfalls von einem Dielektrikum überzogen und kann in Form von Spitzen, eines Drahtes oder eines Drahtes mit Spitzen vorliegen. Wenn das Volumen des Bereichs zum Sterilisieren beträchtlich ist (was von der Gestalt und der Anzahl der zu behandelnden Gegenstände abhängt) sind die Elektroden vorteilhafterweise als Netz paralleler Elektroden errichtet, wobei die Versorgung der Hochspannungselektroden dann in simultaner oder aufeinanderfolgender Weise während der Sterilisationszeit stattfinden kann. Die Elektrodenanzahl und ihre Länge werden so festgelegt, daß die Erzeugung sterilisierender chemischer Produkte ausreicht, um die zur Sterilisation erforderliche Konzentration zu erhalten.
  • Die sterilisierenden chemischen Produkte, die durch die Koronarentladung im Zwischenelektrodenbereich erzeugt werden, können in den Bereich zum Sterilisieren entweder natürlicherweise durch den elektrischen Wind, der durch die Entladung zwischen den beiden Elektroden gebildet wird (und der von der Elektrode mit kleinem Krümmungsradius auf die Elektrode mit großem Krümmungsradius gerichtet ist) oder durch die Erzeugung einer erzwungenen Strömung im Behandlungsgehäuse befördert werden.
  • Die sporizide Wirksamkeit, folglich die Sterilisationszeit an einem gegebenen Ort des Behandlungsgehäuses (auch Reaktor genannt) hängt von der Ausbreitungsgeschwindigkeit und der Lokalgeschwindigkeit ab. Bei einer einfachen Strömung mit konstanter Geschwindigkeit sind die beiden Werte gleich: es existiert folglich ein Optimum der Geschwindigkeit (und des Durchsatzes), was eine minimale Sterilisationszeit gewährleistet.
  • Zur Sterilisation von Gehäusen großer Dimension in einer vernünftigen Zeit ist es von Interesse, die Strömung im Innern des Gehäuses so vorzusehen, daß das Gas während der Ausbreitungsphase beschleunigt und es lokal im Bereich der zu sterilisierenden Oberfläche abgebremst wird. Auf diese Weise können die Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Ortsgeschwindigkeit in unabhängiger Weise optimiert werden, um die Sterilisationszeit zu verringern.
  • Die Elektrode mit großem Krümmungsradius 40 (auf dem Schema mit der Masse verbunden) ist ebenfalls metallisch, gegebenenfalls von einer dielektrischen Beschichtung überzogen, was erlaubt, den Übergang in den Lichtbogen während des Sterilisationszyklus zu verhindern. Entsprechend der Anwendungen kann sie die Form einer Ebene, die Form eines Drahtes oder die Form eines Vollzylinders oder ebenso Gitterform einnehmen, um die Strömung der bei der Entladung erzeugten chemischen Produkte zu erleichtern. Die variable Geometrie der Elektroden erlaubt somit verschiedene Verwendungen des Verfahrens: beispielsweise sterilisierende Verpackung, Sterilisation von Hohlräumen, Oberflächendesinfektion. Es sollte bemerkt werden, daß die Elektroden sich im Lauf der Zeit durch die Entladung oxidieren, wobei der Bereich zum Erzeugen von Plasma und/oder die Elektroden nach einem (im Falle einer Einmalverwendung) oder mehreren Behandlungszyklen ersetzt werden können.
  • Die Eintrittsöffnung des Trägergases 42 ist vorzugsweise neben den Elektroden 36 und 40 angeordnet, um dessen Durchfluß durch den Zwischenelektrodenbereich zu optimieren, wobei die Plasmaerzeugung auf den Zwischenelektrodenbereich beschränkt ist. Eine Gasaustrittsöffnung 44 ist, was den Bereich zum Sterilisieren 32 betrifft, unterhalb des zu behandelnden Gegenstands angeordnet in Bezug auf die natürliche Strömungsrichtung des Gases.
  • Ferner, damit das System mit den elektromagnetischen Kompatibilitätsnormen vereinbar ist, wird der Bereich der Erzeugung von Plasma, in dessen Innern die Entladung erfolgt, vorteilhafterweise durch einen Faraday'schen Käfig 46 gebildet, um die durch die Entladung erzeugten Interferenzen einzuschränken.
  • In Serie mit der Massenelektrode oder mit der Hochspannungselektrode ist eine Strommeßvorrichtung 48 geschaltet, in deren Bereich es möglich ist, einen Entladungsstrom zu messen. Die Messung dieses Stroms erlaubt es, den zur Errichtung der Entladung im Zwischenelektrodenbereich erforderlichen Spannungswert einzustellen und zu kontrollieren. Durch Messung des Stroms oberhalb und unterhalb der Entladung ist es möglich, zu überprüfen, daß der durch die Quelle eingespeiste Strom ganz dem entspricht, welcher der Massenelektrode zugeführt wird (Fehlerstromschutz).
  • Der Hochspannungsgenerator 38 ist ein Generator niedriger Frequenz. Das Spannungssignal, das auf die Elektrode 36 angewendet wird, kann gleichmäßig, als Rechteckspannung, mit positivem oder negativem Vorzeichen, alternativ oder auch in zeitlichen Pulsen vorliegen.
  • Die Erzeugung verschiedener chemischer Gasprodukte hängt von den Entladungsverhältnissen ab. Um hinsichtlich der Sterilisation wirksame Koronarentladungsverhältnisse zu erhalten, muß das Spannungssignal ein für die Geometrie der Elektroden geeignetes Vorzeichen besitzen. Das Spannungssignal ist vorzugsweise gleichmäßig positiv bei einer Hochspannungselektrode, die eine oder mehrere Spitzen umfaßt. Es ist vorzugsweise gleichmäßig negativ bei einer als Draht vorliegenden Hochspannungselektrode. Bei von einem Dielektrikum überzogenen Elektroden wird es vorzugsweise alternativ gewählt.
  • Der zur Errichtung einer elektrischen Entladung im Zwischenelektrodenbereich erforderliche Spannungswert hängt vom Durchmesser der Hochspannungselektrode und dem Abstand zwischen den Elektroden ab. Beispielsweise wurde gemessen, daß bei Anlegen einer positiven Gleichspannung von 12 kV auf einen Draht mit einem Durchmesser von 0,125 mm, bei einem Abstand zwischen den Elektroden von 10 mm, eine Koronarentladung erhalten wird, die einen Entladungsstrom von 50 ☐A/cm liefert. Es ist zu bemerken, daß diese elektrische Entladung nur während eines Bruchteils des Sterilisationszyklus aufrechterhalten werden kann.
  • Bei einem gegebenen Hochspannungssignaltyp, der durch seine Polarität, seine Form und seine Frequenz definiert ist, hängen die Entladungsverhältnisse und die Erzeugung chemischer Produkte gleichsam von der Stromstärke ab.
  • Die effektive Impedanz der Entladung, die das Verhältnis zwischen Strom und Spannung bezeichnet, kann sich im Lauf der Zeit wandeln. Die Regulation geschieht vorzugsweise bei konstantem Strom, um dieselben Entladungsverhältnisse und dieselbe Erzeugung chemischer Produkte aufrechtzuerhalten, zur Gewährleistung einer gleichbleibenden Sterilisationswirkung. Bei linearen Elektroden sind die Entladungsverhältnisse und die Erzeugung chemischer Produkte eine Funktion des Stroms pro Längeneinheit.
  • Ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Sterilisationsvorrichtung wird in 3 veranschaulicht, die eine modulare Anordnung mit einer Zentraleinheit, mit welcher verschiedene Typen von Behandlungsgehäusen verbunden sind, zeigt. Diese modulare Anordnung erlaubt eine Vielzahl von Konfigurationen vorzuschlagen, die sich im Typ des verwendeten Gehäuses und durch die Art und Weise, wie dieses Gehäuse mit der Zentraleinheit verbunden ist, unterscheiden. Es ist folglich möglich, eine Reihe von Gehäusen vorzuschlagen, die den Bedürfnissen eines jeden Anwenders gemäß dem Typ der zu sterilisierenden Gegenstände angepaßt sind.
  • Erfindungsgemäß umfaßt die modulare Anordnung eine gemeinsame Zentraleinheit, welche die Quelle der Gasmischung, die Befeuchtungskammer und die Hochspannungsspeisung umfaßt. Die Zentraleinheit 60 umfaßt eine oder mehrere Gasausgänge (zum Beispiel 62) und eine entsprechende Anzahl von Hochspannungsausgängen (zum Beispiel 64), die ein oder mehrere Behandlungsgehäuse speisen, wovon jedes einen Bereich zum Erzeugen von Plasma 68, 70, 72, der dem Bereich zum Erzeugen von Plasma 30 entspricht, umfaßt, und ein sterilisierendes Gas an einen Bereich zum Sterilisieren 76, 78, 80 bereitstellt, welcher dem Bereich zum Sterilisieren 32 entspricht, der die Gegenstände vor der Behandlung beinhaltet. Die Bereiche zum Erzeugen von Plasma und zum Sterilisieren können zwei unterschiedliche Bereiche desselben Gehäuses bilden (zum Beispiel die Gehäuse 74 und 130) oder sie können jede ein separates Gehäuse einnehmen, welche dann als Gehäuse zum Erzeugen von Plasma (im Fall der Gehäuse 68, 70, 72) oder Gehäuse zum Sterilisieren (bei den Gehäusen 76, 78, 80) bezeichnet werden. Vorteilhafterweise befindet sich die Gesamtvorrichtung ganz oder teilweise in einem Faraday'schen Käfig, um die durch die Entladung gebildeten Interferenzen einzuschränken.
  • Die modulare Anordnung erlaubt es, in simultaner Weise oder nicht, eine Gesamtheit von Gehäusen, die in Anzahl, Form und Volumen an die Gegenstände angepaßt sind, ausgehend von einer einzigen Zentraleinheit, die eine oder mehrere Hochspannungsspeisungen umfaßt und von einem einzigen Gasleitungssystem (das die Versorgung und Entsorgung gewährleistet), die in der Zentraleinheit 60 enthalten sind, zu behandeln. Das Gas wird nach der Behandlung schließlich durch eine oder mehrere Gasentsorgungseingänge (zum Beispiel 82) in die Zentraleinheit zurückgeführt.
  • Die Mittel zum Anzeigen und zum Steuern 84, 86, 88, 90, die auf der Zentraleinheit 60 bezüglich der entsprechenden Gehäuse, mit denen sie verbunden sind, angeordnet sind, erlauben eine individuelle Kontrolle jedes Gehäuses, wobei das Ingangsetzen des Sterilisationszyklus und die Regulierung der Behandlungszeit gewährleistet werden, durch Steuern des angemessenen Wertes der Zuflußströmung und des Regelstroms und gegebenenfalls durch Bestimmung der Zusammensetzung der verwendeten Gasmischung. Das Nachvollziehen verschiedener Befehle wird durch den Ausdruck eines gedruckten Etiketts 94 auf einem in die Zentraleinheit 60 integrierten Drucker 96 gewährleistet. Für jedes Gehäuse, das eine spezifische Identifikationsnummer trägt, ist es somit möglich auf dem Etikett das Behandlungsdatum und die Parameter des Sterilisationszyklus, insbesondere seine Dauer, anzugeben. Die Gehäuse können mit einem automatischen Identifikationssystem versehen sein, dem beispielsweise Barcodes oder elektronische Etiketten des Typs RFID (Radio Frequency IDentification) oder des Typs IRC (InfraRed Communication) zugrunde liegen, das es erlaubt, mittels eines entsprechenden Lesegeräts 98b der Zentraleinheit, automatisch die geeigneten Werte der Zuflußströmung des Durchsatzes und des Regelstroms zu bestimmen und die Sterilisationszeit zu berechnen. Die Etiketten können im Innern des Gehäuses angebracht und vorteilhafterweise mit Sensoren versehen sein, die es erlauben den Sterilisationszyklus zu kontrollieren, insbesondere chemische Meßsensoren beispielsweise zur Messung der Feuchtigkeit, von Ozon, des pH oder des Stickstoffdioxidgehalts.
  • Der Bereich zum Sterilisieren kann, gemäß der Anforderungen des Anwenders, von variabler oder standardisierter Gestalt sein. Durch Anpassung von Gestalt und Volumen des Bereichs an die zu sterilisierenden Gegenstände ist es möglich, die Zirkulation des Sterilisationsmittels (seine Strömungsgeschwindigkeit und seine Konzentration) um die Gegenstände herum zu optimieren und somit eine homogene Behandlung zu gewährleisten.
  • Die 4 bis 7 veranschaulichen verschiedene Beispiele der Gehäusekonfiguration.
  • In 4 ist das Gehäuse zum Sterilisieren 76, 78 unabhängig vom Gehäuse zum Erzeugen von Plasma 68, 70 ausgeführt. Sie umfaßt in einer Box 100, bei der ein hermetischer Verschluß beispielsweise durch Sicherheitsclips 102, die auf einem Deckel 104 der Box Halt finden, gewährleistet werden kann, eine Auflageplatte 106 für die zu sterilisierenden Gegenstände, beispielsweise eine Schere 108, ein Skalpell 110 und ein Messer 112. Die Auflageplatte, die aus einem porösen Material geschaffen sein kann, um die Zirkulation der sterilisierenden chemischen Produkte zu erleichtern, teilt die Box in zwei übereinander liegende Bereiche ein, einen höher liegenden Bereich 114 und einen unteren Bereich 116, in denen nach und nach die sterilisierenden Produkte zirkulieren. Die Zirkulation wird durch Öffnungen, die auf der Platte oder auf der Box vorhanden sind, ermöglicht und deren Anordnung festgelegt ist, um eine Laminarströmung im Bereich zum Sterilisieren zu gewährleisten. Beispielsweise können Durchflußöffnungen 118 der chemischen Produkte an der Auflageplatte vorgesehen werden ebenso wie Eintritts- 120 und Austrittsöffnungen 122 der sterilisierenden chemischen Produkte an der Box, jeweils im höher gelegenen Bereich 114 und unteren Bereich 116. Die Eintritts- und Austrittsöffnungen sind mit die Rückströmung verhindernden Ventilklappen und/oder vorteilhafterweise mit antibakteriellen Filtern ausgestattet, um die Dichtheit des Innenraums der Box nach der Behandlung zu gewährleisten. Die Dichtheit kann gleichermaßen durch ein einfaches manuelles Verschlußsystem gewährleistet werden, welches beispielsweise eine Schlauchklemme verwendet. Da das Verhältnis zwischen Durchsatz und Geschwindigkeit eine Funktion des Füllpegels des Gehäuses ist, ist es möglich, die Strömungsgeschwindigkeit im Gehäuse nach der Befüllung mittels eines Geschwindigkeitssensors, der innerhalb des Gehäuses angebracht ist, zu messen, um den Durchsatz auf den Wert einzustellen, der den Erhalt der gewünschten Strömungsgeschwindigkeit erlaubt. Der Sensor kann vorteilhafterweise eines der Bestandteile der elektronischen Etiketten 98a bilden.
  • Um den sterilen Charakter eines Gegenstandes bis zu seiner Verwendung aufrecht zu erhalten, ist zu bemerken, daß es im Grunde erforderlich ist, den Gegenstand vor der Behandlung zu verpacken. Die chemischen Produkte müssen dann ins Innere der Verpackung diffundieren und nicht mit dieser in Wechselwirkung treten. Im Falle der Hitzesterilisation diffundiert der Wasserdampf durch die Verpackung hindurch ohne mit dieser in Wechselwirkung zu treten, aber im Falle der Gassterilisation ist es im Grunde nötig, eine Verpackung von spezifischer Zusammensetzung zu entwickeln, die nicht mit den chemischen Produkten des Plasmas interagiert.
  • Die Einfachheit der oben beschriebenen modularen Anordnung erlaubt dieses Problem zu vermeiden, denn die Box bildet natürlicherweise eine sterile Verpackung, ist überdies leicht tragbar und wieder verwendbar. Es versteht sich, daß sie nach dem Sterilisationszyklus für diese bakteriologische Schutzfunktion geschlossen bewahrt werden muß (Verpackung). Aber falls sie geöffnet werden muß, um die von ihr umschlossenen Gegenstände ganz oder teilweise zu verwenden, ist es dann allerdings erforderlich einen neuen Sterilisationszyklus einzuleiten, wobei die Box in die Zentraleinheit zurückgestellt wird. Es ist weiterhin anzumerken, daß die Box auch eine mechanische Schutzfunktion gewährleistet (Transport- oder Lagerungsköfferchen).
  • Kommen wir zu 3 zurück, die gleichermaßen zwei weitere mögliche Anordnungen des Behandlungsgehäuses zur Durchführung einer Sterilisation von Gegenständen zeigt. In jeder dieser Anordnungen befinden sich der Bereich zur Erzeugung von Plasma (Erzeugung der Entladung) und der Bereich zum Sterilisieren in demselben Gehäuse 74, 130, das direkt von der Zentraleinheit 60 mit Trägergas und Hochspannung gespeist wird. Es versteht sich, daß die Gehäuse einen oder mehrere Bereiche zum Erzeugen von Plasma enthalten können.
  • 5 veranschaulicht eine erstes Ausführungsbeispiel eines solchen Gehäuses, das zur allgemeinen Verwendung gebraucht werden kann. Das Gehäuse 74, das die Verpackung nach der Behandlung bildet, umfaßt eine Box standardisierter Form 186, die gegebenenfalls in verschiedener Gestalt auftritt. Sie umfaßt einen oder mehrere Bereiche zum Erzeugen von Plasma 188, die direkt in die Box eingelassen sind, Anschlüsse für die Versorgung mit Gas 190, 192 und Spannung 194 sowie ein elektronisches Etikett 98a. Die Dichtheit der nach außen führenden Gasverbindungen kann wie in der vorherigen Ausführungsform gewährleistet werden, jedoch kann ein einfacher Bakterienfilter, der die Luft und die Feuchtigkeit durchläßt, ausreichend sein. Der Filter muß nicht mit den sterilisierenden chemischen Produkten verträglich sein, da die Entladung in der Verpackung integriert ist.
  • Im Innern der Box 186 wird eine Auflagefläche 196 beherbergt, die vom Bediener gemäß des zu behandelnden Gegenstands oder der zu behandelnden Gegenstände gewählt wird. Die Auflage erlaubt die Überführung eines standardisierten Gehäuses in ein Gehäuse, das spezifisch an einen oder mehrere einzelne Gegenstände angepaßt ist. Tatsächlich, da die Anschlüsse und das Dichtungssystem gänzlich in der Box enthalten sind, kann die innere Auflage 196 von sehr einfacher Art sein, direkt dem Volumen und der Gestalt des zu behandelnden Gegenstands angepaßt, mit einer Geometrie, die so definiert ist, die Strömung zu optimieren, wobei eine maximale Ausbreitungsgeschwindigkeit für eine minimale Ortsgeschwindigkeit bei den zu behandelnden Gegenständen gewährleistet wird. Sie umfaßt ein Gitter 198, auf das der oder die Gegenstände gestellt werden und Ausbreitungsbereiche kleinen Schnitts 200, die sich in einer Doppelwand 202 der Auflagefläche befinden, wobei eine Beschleunigung des Gases bis zu lokalen Gaseinspeisungen 204 ermöglicht wird, die in den Bereich zum Sterilisieren 206 im Bereich verschiedener Teile des zu behandelnden Gegenstandes oder der zu behandelnden Gegenstände so münden, daß eine Sterilisation auf allen Flächen gewährleistet wird. Die Ausscheidungen werden am Ende des Gehäuses mittels eines Durchgangs 208 zurückgewonnen und über Rückführungsbereiche 210, die in der Doppelwand enthalten sind sowie über die Wiedergewinnungsöffnung 192 zum Hauptversorgungsbereich des Gehäuses zurückgeleitet. Die Ausbreitung der chemischen Produkte zu den lokalen Einspeisungen kann gleichermaßen durch einfache Röhren von angepaßtem Durchmesser gewährleistet werden. Das Gehäuse ist natürlich von einem Deckel 212 bedeckt, der durch die Klemmen 214 unter hermetischem Verschluß gehalten wird.
  • Es muß bemerkt werden, daß die Auflagefläche 196 gleichermaßen im Gehäuse 100 verendet werden kann, und daß umgekehrt die Auflageplatte 106 dieses letzten Gehäuses im Gehäuse 74 Verwendung finden kann.
  • Die 6 und 6a veranschaulichen ein zweites Ausführungsbeispiel eines Behandlungsgehäuses, das spezifischer zur Sterilisation eines Endoskops angepaßt und mit drei unabhängigen Bereichen zum Erzeugen von Plasma ausgestattet ist.
  • Das Behandlungsgehäuse 130 ist durch eine besondere Elektrodengeometrie gekennzeichnet, die den Bereich zum Erzeugen von Plasma bildet, welche gleichermaßen die in-situ Erzeugung von sterilisierenden chemischen Produkten erlaubt. In der Tat können die inneren Bereiche von Gegenständen bei herkömmlichen Sterilisationstechniken Schwierigkeiten bei der Sterilisation bereiten, wenn die aktiven Prinzipien diese schlecht erreichen können. Das Problem ist insbesondere gegeben bei Hohlräumen oder dem Innern von Röhren, wie zum Beispiel im Fall der Kanäle von Endoskopen. Nun erlaubt aber das Sterilisationsverfahren der Erfindung, das in perfekter Weise zur Sterilisation dieser Hohlräume verwendet werden kann, gleichermaßen das Problem des Zugangs zu diesen inneren Bereichen in einfacher Weise zu lösen.
  • Das Gehäuse 130 liegt in der Form einer Box vor, die hermetisch verschlossen werden kann und deren Innenraum (genau gesagt der Bereich zum Sterilisieren) gemäß der Gestalt des zu behandelnden Gegenstands angeordnet ist. Folglich, im veranschaulichten Beispiel, worin das Endoskop im Gehäuse flach zusammengelegt ist, werden drei verschiedene Bereiche zum Erzeugen von Plasma beschrieben, einer 132 im Bereich seines Kopfteils 134 und zwei weitere 136, 138 sind regelmäßig entlang der äußeren Oberfläche seines Kanals 140 verteilt. Das Trägergas wird von der Zentraleinheit 60 mittels wenigstens einer äußeren Verbindung 142 der Box zugeführt und auf die Bereiche zum Erzeugen von Plasma durch die inneren Leitungen 144, 146 beziehungsweise 148 verteilt. Die Elektroden dieser Bereiche zum Erzeugen von Plasma sind insbesondere durch die Verbindungen 150, 152 mit einem ersten externen Hochspannungsverbindungsstück 154 verbunden, das in Verbindung mit einem ersten entsprechenden kompatiblen Verbindungsstück 158a der gemeinsamen Zentraleinheit 60 steht. Eine Verbindung 160 erlaubt die Ableitung des Gases nach der Behandlung hin zur Zentraleinheit. Zur Sterilisation der inneren Oberfläche des Endoskopkanals ist weiterhin ein System von spezifischen Drahtelektroden vorgesehen (siehe 6a). Die Hochspannungselektrode 162, die durch ein zweites Verbindungsstück 156, das ebenfalls mit einem Verbindungsstück der Zentraleinheit 158b verknüpft ist, kann in der Form eines Drahtes ausgeführt sein, welcher gegebenenfalls Spitzen umfaßt und der entlang der Längsachse des Kanals angeordnet ist, und die Massenelektrode besteht vorteilhafterweise aus einem Gitterzylinder, welcher um die Hochspannungselektrode herum angeordnet ist. Eine Konfiguration mit zwei Drahtelektroden, die als Bündel gestaltet sind, ist ebenso vorstellbar. In allen Fällen müssen die Drahtelektroden, aus Gründen der Stabilität der Entladung, von einer Isolierung umhüllt sein, wie dies beispielsweise bei einem emaillierten Draht der Fall ist. Das Elektrodensystem wird in den Endoskopkanal vor Beginn des Sterilisationszyklus eingeführt. Jedoch kann es in bestimmten Fällen bevorzugt werden, die Entladungselektroden (die gegebenenfalls austauschbar sind) direkt in den zu behandelnden Gegenstand einzulassen. In der Tat ist es vollkommen vorstellbar, daß der Bereich zum Erzeugen von Plasma in den zu behandelnden Gegenstand schon bei dessen Entwurf integriert ist und somit einen Teil dessen darstellt. Die Abführung von Abgasen aus dem Bereich zum Sterilisieren 166 kann vom Verbindungsstück 159 gleichermaßen durch die Verbindung 160 erfolgen. Wie im vorhergehenden Beispiel sind Gegenstromventile und/oder antibakteriellen Filter an den Schnittstellen der Box 130 vorgesehen, um deren Dichtheit nach Abkoppelung von der gemeinsamen Zentraleinheit 60 zu gewährleisten. Eine individuelle Kontrolle der Box wird durch ein Anzeige- und Steuermittel 92, das auf der Zentraleinheit angeordnet ist, gewährleistet.
  • Die Ausführungsformen des vorstehend vorgeschlagenen Gehäuses verwenden das Sterilisationsgehäuse als Verpackung des zu behandelnden Gegenstands oder der zu behandelnden Gegenstände. Bei Verwendung eines Gegenstands, der die vollständige Öffnung des Gehäuses nötig macht, müssen alle Gegenstände, selbst solche, die nicht gebraucht werden, vor der nächsten Verwendung von neuem sterilisiert werden.
  • Die 7a und 7b schlagen noch eine weitere Anordnung des Behandlungsgehäuses vor, welche dem Problem entspricht, das angesichts der Gegenstände aufgeworfen wird, die gleichzeitig sterilisiert, aber getrennt verwendet werden. In diesem dritten Ausführungsbeispiel wird das Behandlungsgehäuse ganz oder teilweise aus einem weichen Material ausgeführt, das eine individuelle Versiegelung nach der Behandlung erlaubt. Diese Versiegelung erlaubt es, die im Gehäuse enthaltenen Gegenstände nach der Sterilisation ohne das Risiko der Kontamination zu trennen und die verschiedenen Gegenstände tatsächlich getrennt zu verwenden.
  • [0083] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Gehäuse ein Beutel 220, der wenigstens eine durchsichtige Seite und eine Öffnung umfaßt, um die verschiedenen Gegenstände einführen zu können. Das Material des Beutels wird so gewählt, um die Tätigkeiten des Aufschneidens und Versiegelns gleichzeitig zu erlauben, beispielsweise durch Verschweißen oder jedes andere entsprechende Verfahren. Die Gestalt und die Form des Beutels werden durch den Bediener gemäß dessen Anforderungen bestimmt. Der Beutel enthält eine Plasmaquelle 222 am einen Ende und einen Ausführstutzen 224 am anderen. Die Plasmaquelle und der Ausführstutzen können durch den Bediener auf dem Beutel versiegelt, oder bei seinem Entwurf direkt in den Beutel integriert werden. Nach der Ablage der zu behandelnden Gegenstände 226, 228, 230 wird der Beutel an seinen Enden so versiegelt, daß die Dichtheit gegenüber dem Äußeren gewährleistet ist, indem die Zirkulation des Gases von einem Ende des Gehäuses zum anderen ermöglicht wird. Diese Zirkulation kann erleichtert werden, derweil entweder der Beutel einem leichten Unterdruck ausgesetzt wird, um ihn aufzublasen oder unter Ausnutzung der Gestalt der Plasmaquelle oder des Verbindungsstutzens, um ihn auszubreiten. Die Plasmaquelle und der Ausführstutzen sind mit der Zentraleinheit 60 durch die Verbindungen 142 beziehungsweise 160 verknüpft. Eine elektrische Leitung 158 gewährleistet die Versorgung der Plasmaquelle mit Hochspannung.
  • Nach dem Sterilisationszyklus ermöglicht eine Versiegelungsgerät 232 die Gegenstände in einzelnen sterilen Säckchen 234, 236, 238 voneinander und von der Quelle und dem Ausführstutzen zu isolieren (siehe 7b). Diese Tätigkeit findet ohne Kontaminationsrisisko von außen statt. Die erreichte Isolierung zwischen den Gegenständen ermöglicht eine getrennte Verwendung der verschiedenen Gegenstände. Die Plasmaquelle und der Stutzen können nach der Behandlung verworfen oder wiederaufbereitet werden. Dieses Prinzip kann gleichermaßen bei starren Gehäusen Verwendung finden, indem in einen Beutel verschiedene Gehäuse eingebracht werden, wobei der Beutel am Ende der Sterilisation die Funktion des Deckels übernimmt.
  • Schließlich ist zu bemerken, daß, in einer nicht dargestellten Grundanordnung, alle zur Sterilisation notwendigen Bestandteile (Trägergasquelle, Befeuchter, Elektroden, Hochspannungsversorgung) ebenso wie das Behandlungsgehäuse, welches ein oder mehrere gleichzeitig zu behandelnde Gegenstände enthalten kann, selbstverständlich in einem einzigen geschlossenen Modul oder Gehäuse angeordnet sein können.
  • Ein zweites Ausführungsbeispiel einer Plasmasterilisationsvorrichtung ist in 8 veranschaulicht. Es bezieht sich insbesondere auf die Desinfektion von Oberflächen. In der Tat erlaubt das Verfahren der Erfindung den Entwurf einer Vorrichtung zur Oberflächendesinfektion mit Außenluft, das beispielsweise zur Desinfektion von Böden verwendet werden kann. Die zur Desinfektion benötigte Zeit ist viel kürzer als die, welche bei einer Sterilisation benötigt wird und erlaubt so die Entwicklung eines Oberflächenbehandlungssystems durch Verlagerung des Bereichs zum Erzeugen von Plasma. In diesem Fall gewährleistet die Behandlung eine forcierte Desinfektion gegenüber allen Mikroorganismen (Bakterien, Hefen, Schimmel und Milben), und sie kann in eine Reinigungsvorrichtung einbezogen sein, denn die zu behandelnden Gegenstände müssen vor der Sterilisationsbehandlung nicht getrocknet werden.
  • In einer solchen Oberflächendesinfektionsvorrichtung wird der Bereich zum Sterilisieren nicht von einem geschlossenen Gehäuse gebildet, sondern durch einen freien Bereich direkt unterhalb des Bereichs zum Erzeugen von Plasma. Tatsächlich stellt sich die Vorrichtung in Form einer Bürste 168 dar, mit einer Lüftungszufuhr 170, die auf dem Bürstenkörper 172 befestigt ist, welcher ein Schutzgehäuse für die verschiedenen zum Erzeugen von Plasma notwendigen Bestandteile darstellt. Insbesondere kann das Elektrodensystem mit der Hochspannungseektrode 174 und der Massenelektrode aus einem einfachen metallischen Gitter 176 bestehen. Die Elektroden haben dieselben Eigenschaften wie diejenigen, die im ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurden, wobei die Hochspannungselektrode beispielsweise in Form von Spitzen, eines Drahtes oder als Draht mit Spitzen ausgeführt sein kann. Gleichwohl ist die Hochspannungselektrode 174 hier, aus Wirksamkeitsgründen, plattiert und bildet somit einen Bimetallstreifen, der gegebenenfalls Spitzen umfaßt, in deren Mitte die Zufuhr der Gasmischung erfolgt. Durch diese spezifische Struktur bildet das Elektrodensystem folglich zwei Plasmavorhänge im Zwischenelektrodenbereich. Selbstverständlich kann das Elektrodensystem bei größeren Vorrichtungen mehrmals in paralleler Anordnung vervielfältigt sein. Die Speisung der Elektroden wird vorteilhafterweise von einer oder mehreren Batterien 178 bewirkt, die in den Bürstenkörper 172 integriert sind.
  • In dieser Ausführungsform besteht das Gasgemisch einfach aus Außenluft, die in den Bürstenkörper durch einen Außenlufteintritt 180 eingeführt und dann in einem Wassertank 182 befeuchtet wird. Ein gegebenenfalls mit einer Filtervorrichtung versehener Luftkompressor kann sich unter Umständen direkt hinter dem Lufteintritt vor dem Wassertank befinden.
  • Das Funktionsprinzip dieser Bürste 168 ist analog zu dem, welches die vorhergehenden Gehäuse leitet. Die von befeuchteter Luft gebildete Gasmischung wird zwischen den Elektroden zu Plasma transformiert, und die durch die Koronarentladung im Zwischenelektrodenbereich erzeugten chemischen Produkte werden einerseits durch den elektrischen Wind, der von der Elektrode mit kleinem Krümmungsradius (Bimetallstreifen der Hochspannungselektrode) zur Elektrode mit großem Krümmungsradius (Gitter der Massenelektrode) gerichtet ist und andererseits durch eine Zwangsumlüftung zur zu desinfizierenden Oberfläche, die sich unterhalb der Massenelektrode befindet, befördert. Es findet so eine Desinfektion der Oberfläche statt, wobei die Gasableitung natürlicherweise durch das Gitter 176 erfolgt. Die Desinfektionsvorrichtung kann ein Rollensystem (nicht dargestellt) umfassen, um die gesamte betrachtete Oberfläche zu durchlaufen.
  • Es ist zu bemerken, daß die Zirkulation des Trägergases gleichmäßig im Elektrodensystem verteilt werden muß und insbesondere zwischen den beiden Hochspannungselektroden, um die Erneuerung der Luft zu begünstigen und den Durchfluß des Trägergases durch die beiden Plasmavorhänge zu erzwingen.
  • Das folgende Beispiel ermöglicht die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Plsmasterilisationsverfahrens besser zu würdigen, dessen sterilisierende Wirkung nach der Zusammensetzung des Trägergases und nach der Art der Bakteriensporen verglichen wird.
  • Die Versuche wurden mit biologischen Indikatoren durchgeführt, die gegen die Gassterilisation besonders resistente Mikroorganismen enthielten. Es handelt sich um Sporen von Bacillus subtilis (entstammen der Sammlung des Instituts Pasteur, CIP77.18) und von Bacillus stearothermophilus (entstammen der Sammlung des Instituts Pasteur, CIP52.81), die auf Glaslamellen inokuliert wurden. Jede Probe enthält 106 Bazillensporen.
  • Jeder biologische Indikator wird in den Bereich zum Sterilisieren eingebracht und einem Behandlungszyklus unterworfen. Während der Behandlung ist der Durchsatz der Gasmischung 0,2 Liter/mn in einem Behandlungsbereich von 0,5 Litern bei Atmosphärendruck und Raumtemperatur.
  • Die Hochspannungselektrode ist eine Stahlklinge von 5 cm Länge, die Spitzen über die gesamte Länge trägt. Die Massenelektrode ist eine Stahlscheibe von 5 cm Durchmesser. Der Abstand zwischen den Elektroden beträgt 10 mm. Die Koronarentladung wird durch Anlegen einer positiven Gleichspannung von 11 kV an die Hochspannungselektrode erwirkt.
  • Nachdem die biologischen Indikatoren einem Behandlungszyklus von 20 Minuten ausgesetzt wurden, werden sie in steriler Weise auf ein Nährmedium überführt. Die biologischen Indikatoren, die Bacillus subtilis Sporen enthalten, werden bei 37 °C für 15 Stunden inkubiert. Die biologischen Indikatoren, die Bacillus stearothermophilus Sporen enthalten, werden bei 56 °C für 30 Stunden inkubiert.
  • Figure 00300001
  • Es ist deutlich zu bemerken, daß das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere wirksam ist, wenn das Trägergas eine hohe relative Feuchtigkeit enthält. Im Gegensatz dazu ist bei einem klassischen Verfahren unter Verwendung von Edelgas wie etwa Argon die Wirkung auf die Sporen von Bacillus subtilis relativ gering und sogar sehr gering auf die Sporen von Bacillus stearothermophilus, was kein für eine Sterilisation genügendes Qualitätsniveau zu erhalten gestattet.
  • Somit betrifft die Erfindung ein Nachglimm-Plasmasterilisationsverfahren bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck (oder einem Druck nahe Atmosphärendruck) mittels einer Koronarentladung, welche in einer nichtbiozidischen Gasmischung, die Sauerstoff und Stickstoff enthält und in Gegenwart von Feuchtigkeit errichtet wird. Das Verfahren weist eine sporizide Wirkung auf Sporen von Bacillus subtilis wie auch von Bacillus sterothermophilus auf und zwar in weniger als einer Stunde. Das Verfahren erlaubt des weiteren die Sterilisation von Gegenständen und Oberflächen, die gemäß Gestalt und Natur metallisch, zusammengesetzt und hitzeempfindlich sind.
  • Die Plasmasterilisation durch Koronarentladung scheint eine innovative Technik zu sein, die bei Raumtemperatur, in einem Gas bei Atmosphärendruck und ohne toxische Überreste verwendet werden kann. Das so beschriebene Verfahren ist zugleich von einfachem Entwurf, denn das Gehäuse muß keinen bedeutenden Druckunterschieden standhalten, das System zur Versorgung mit Hochspannung ist von niedriger Frequenz und das Gasversorgungssystem ist vereinfacht, und leicht anzuwenden, denn es müssen keine chemischen Produkte vor und nach dem Sterilisationszyklus manipuliert werden und die Risiken der Umweltbelastung sind begrenzt. Es weist weiterhin geringe Herstellungskosten auf durch das Zurückgreifen auf gasförmige Atmosphären und einfache Elektrodenstrukturen.
  • Die vorgeschlagenen Anwendungen betreffen hauptsächlich den medizinischen Bereich, aber das Verfahren kann auf einige weitere industrielle Anwendungen ausgeweitet werden, beispielsweise in den Bereichen Nahrungsmittel- oder Pharmaindustrie. Die große Flexibilität der Vorrichtung gestattet des weiteren die Sterilisation von Oberflächen von Verpackungen, Produkten oder Produktionsmitteln, die Desinfektion von Umschließungsbereichen oder Überführungsbereichen. Die Vorrichtung kann auch zur Dekontamination innerer Oberflächen von Klimaanlagen Verwendung finden.

Claims (49)

  1. Verfahren zum Sterilisieren zumindest einen Gegenstands mittels Plasma mit einem Druck, der dem Atmosphärendruck gleich oder im Wesentlichen gleich ist, bei welchem: a) man den zu behandelnden Gegenstand (50) oder die zu behandelnden Gegenstände in ein Behandlungsgehäuse (10) hinein verbringt, das im Wesentlichen Atmosphärendruck unterliegt, b) man in dieses Behandlungsgehäuse eine oder mehrere nicht-biozidische Gasmischungen einbringt, von denen zumindest eine in sich Feuchtigkeit aufgenommen hat, c) man ein Plasma erzeugt, wobei man ausgehend von einer der Gasmischungen chemische Produkte herstellt, indem man mittels einer Hochspannungsspeisung (38) zwischen einer Hochspannungselektrode (36) und einer Massenelektrode (40) eine elektrische Entladung hervorruft, wobei sich diese beiden Elektroden in diesem Behandlungsgehäuse befinden, d) man die chemischen Produkte des Plasmas aus dem Zwischenelektrodenbereich (30) zur Oberfläche des zu behandelnden Gegenstands (50) oder der zu behandelnden Gegenstände leitet, und e) man die Gasrückstände, die von der Behandlung herrühren, aus dem Behandlungsgehäuse abführt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtigkeit direkt bei dem zu behandelnden Gegenstand (50) oder den zu behandelnden Gegenständen eingebracht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtigkeit beim Zwischenelektrodenbereich (30) eingebracht wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasmischung zumindest 10% Sauerstoff und 10% Stickstoff enthält.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasmischung in Form von Außenluft ist.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der relative Feuchtigkeitsgrad bei dem zu behandelnden Gegenstand (50) oder den zu behandelnden Gegenständen zwischen 50% und 100% liegt.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der relative Feuchtigkeitsgrad bei dem zu behandelnden Gegenstand (50) oder den zu behandelnden Gegenständen (50) größer oder gleich 90% ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt b) des Einbringens der Gasmischungen) in das Behandlungsgehäuse (10) in kontinuierlicher oder intermittierender Weise erfolgt.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung des Durchsatzes der in das Behandlungsgehäuse (10) eindringenden Gasmischungen) vorgenommen wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schritt c) der Erzeugung des Plasmas ein Schritt des Bewirkens einer Umwälzung der Gasmischungen) im Behandlungsgehäuse (10) vorangeht.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt d) des Leitens der chemischen Produkte des Plasmas zur zu behandelnden Oberfläche (50) mittels der Verwendung von elektrischem Wind, der durch die Entladung zwischen den beiden Elektroden (36, 40) erzeugt wird, erfolgt.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt d) des Leitens der chemischen Produkte des Plasmas zur zu behandelnden Oberfläche (50) mittels der Erzeugung einer erzwungenen Strömung in dem Behandlungsgehäuse (10) erfolgt.
  13. Vorrichtung zum Sterilisieren zumindest eines Gegenstands mittels Plasma, dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst: – eine erste Gasquelle (12), welche eine nicht-biozidische Gasmischung enthält, – zumindest ein Behandlungsgehäuse (10), welches Atmosphärendruck unterworfen ist und zumindest einen Bereich zum Sterilisieren (10b, 32) umfasst, in welchem sich der zu behandelnde Gegenstand (50) oder die zu behandelnden Gegenstände befinden, wobei dieses Gehäuse ferner zumindest einen Bereich (10a, 30) zum Erzeugen von Plasma umfasst, der von dem Bereich zum Sterilisieren verschieden ist, wobei zumindest zwei Elektroden (36, 40) mit einer Hochspannungsspeisung (38) verbunden sind, um ein Plasma zu erzeugen, welches mittels der Erzeugung einer elektrischen Entladung zwischen diesen Elektroden ausgehend von der in dem Bereich zum Erzeugen von Plasma eingebrachten Gasmischung chemische Produkte herstellt, wobei die chemischen Produkte des Plasmas aus dem Bereich zum Erzeugen des Plasmas zur Oberfläche des zu behandelnden Gegenstands oder der zu behandelnden Gegenstände geleitet werden, und wobei die von der Behandlung herrührenden Gasrückstände über eine Ausgangsöffnung (44) dieses Gehäuses zu einem Sammelsystem (22) hin abgeführt werden, und – eine Befeuchtungskammer (14), die mit dem Ausgang einer zweiten Gasquelle (12, 26) verbunden ist, um bei dem zu behandelnden Gegenstand (50) oder den zu behandelnden Gegenständen einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad aufrechtzuerhalten.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Gasquelle eine einzige Gasquelle (12) bilden.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich zum Erzeugen von Plasma (10a, 30) über die Befeuchtungskammer (14) mit dieser einzigen Gasquelle verbunden ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich zum Erzeugen von Plasma (10a, 30) mit dieser einzigen Gasquelle (12) direkt verbunden ist, wobei der Bereich zum Sterilisieren (10b, 32) über die Befeuchtungskammer (14) mit dieser einzigen Gasquelle verbunden ist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich zum Sterilisieren (10b, 32) über die Befeuchtungskammer (14) mit der zweiten Gasquelle (26) verbunden ist, wobei der Bereich zum Erzeugen von Plasma (10a, 30) direkt mit der ersten Gasquelle (12) verbunden ist.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie zumindest einen zweiten Sensor (18b) für die relative Feuchtigkeit umfasst, der sich am Eingang des Bereichs zum Sterilisieren (10b, 32) befindet.
  19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen ersten Sensor für relative Feuchtigkeit (18a) umfasst, der sich am Eingang des Bereichs zum Erzeugen von Plasma (10a, 30) befindet.
  20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasmischung zumindest 10% Sauerstoff und 10% Stickstoff enthält.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasmischung in Form von Außenluft ist.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenluft vor ihrer Befeuchtung komprimiert wird.
  23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich zum Sterilisieren (10b, 32) ein relativer Feuchtigkeitsgrad herrscht, der zwischen 50% und 100% liegt und vorteilhafterweise größer oder gleich 90% ist.
  24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass er zumindest eine Elektrode mit großem Krümmungsradius und eine Elektrode mit kleinem Krümmungsradius umfasst, wobei die eine eine Hochspannungselektrode (36) und die andere eine Massenelektrode (40) ist.
  25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode mit kleinem Krümmungsradius eine metallische Elektrode ist, die eine der folgenden Formen einnehmen kann: Draht, Spitzen oder Draht mit Spitzen.
  26. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrode mit großem Krümmungsradius eine metallische Elektrode ist, die eine der folgenden Formen einnehmen kann: Draht, Ebene, Vollzylinder oder Gitter.
  27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die eine oder die andere der beiden Elektroden oder beide mit einer dielektrischen Beschichtung überzogen ist/sind.
  28. Vorrichtung nach Anspruch 25 und Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochspannungselektrode von einem Draht (162) gebildet ist, und dass die Massenelektrode von einem den Draht umgebenden Gitterzylinder (164) gebildet ist.
  29. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden als Netz paralleler Elektroden installiert sind, wobei die Speisung der Elektroden mit Hochspannung aufeinanderfolgend oder simultan erfolgt.
  30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden Verbrauchselektroden sind.
  31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochspannungsspeisung (38) mittels eines Niederfrequenzgenerators bereitgestellt wird, der eine Gleichspannung, eine Rechteckspannung, alternativ oder in zeitlichen Pulsen, abgibt.
  32. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Behandlungsgehäuse umfasst, wobei jedes Behandlungsgehäuse zumindest einen Bereich zum Erzeugen von Plasma (68; 70; 72; 132, 136, 138; 188), der fest oder auch nicht mit zumindest einem Bereich zum Sterilisieren (76; 78; 80; 166; 206) verbunden ist, wobei die Bereiche zum Erzeugen von Plasma mit einer gemeinsamen zentralen Einheit (60) verbunden sind, welche zumindest die erste Quelle (12) von nicht-biozidischem Gas, die Befeuchtungskammer (14), das System (22) zum Sammeln von Gasrückständen und die Hochspannungsspeisung (38) umfasst.
  33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich zum Sterilisieren (166; 206) des Behandlungsgehäuses (74, 130) eine Form aufweist, die besonders an den zu sterilisierenden Gegenstand oder die zu sterilisierenden Gegenstände (134, 140; 226, 228, 230) angepasst ist, um die Erzeugung von chemischen Produkten, welche zum Sterilisieren erforderlich sind, einzuschränken, und um die Strömungsgeschwindigkeit und die Konzentration dieser sterilisierenden Produkte um den Gegenstand herum zu optimieren.
  34. Vorrichtung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsgehäuse (74) eine Box (186) mit Standardform, welche den Bereich zum Erzeugen von Plasma (188) enthält, umfasst, wobei der Bereich zum Sterilisieren von einem entnehmbaren Träger (196) gebildet ist, der besonders an den zu behandelnden Gegenstand oder die zu behandelnden Gegenstände angepasst ist und in die Box eingebettet ist.
  35. Vorrichtung nach Anspruch 32 oder 34, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich zum Sterilisieren Ausbreitungsbereiche (200) mit kleinem Querschnitt umfasst, die es erlauben, die von dem Bereich zum Erzeugen von Plasma (188) herkommenden chemischen Produkte zu verschiedenen Teilen des zu behandelnden Gegenstands oder der zu behandelnden Gegenstände hin zu beschleunigen.
  36. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich zum Erzeugen von Plasma in den zu behandelnden Gegenstand integriert ist, von dem er einen Teil bildet.
  37. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich zum Sterilisieren von dem Bereich zum Erzeugen von Plasma getrennt ist und ein unabhängiges Gehäuse (76, 78, 80) bildet.
  38. Vorrichtung nach Anspruch 32 oder Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Gehäuse zum Behandeln oder zum Sterilisieren eine selbstständige wiederverwertbare Verpackung in Form eines Transportköfferchens bildet, welches es erlaubt, nach der Behandlung den sterilen Zustand zu bewahren.
  39. Vorrichtung nach Anspruch 32 oder Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Gehäuse zum Behandeln oder zum Sterilisieren eine Wegwerfpackung in Form eines weichen Beutels (220) bilden, wobei der Bereich zum Sterilisieren durch Zerschneiden und gleichzeitiges Versiegeln von bestimmten Teilen dieses Beutels in mehrere, nach dem Behandeln abgesonderte Bereiche (234, 236, 238) getrennt werden kann.
  40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 32 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass sich die ganze Vorrichtung oder ein Teil von ihr in einem Faradaykäfig befindet.
  41. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame zentrale Einheit (60) Mittel zum Anzeigen und zum Steuern (84, 86, 88, 90) umfasst, die jedem Sterilisierungsgehäuse zugeordnet sind, um eine individuelle Steuerung der Sterilisierung der Gegenstände, die es enthält, zu gewährleisten.
  42. Vorrichtung nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame zentrale Einheit (60) Mittel zum Drucken (96) umfasst, um ein Etikett (94) zu drucken, auf dem für jedes mit dieser zentralen Einheit verbundene Sterilisierungsgehäuse eine Identifizierungsnummer, die für jedes Gehäuse spezifisch ist, wie auch das Datum der Behandlung und die Parameter des durchgeführten Sterilisierungszyklus aufgedruckt sind.
  43. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse zum Behandeln oder zum Sterilisieren mit einem elektronischen Etikett (98a) versehen ist, welches es über einen entsprechenden Leser (98b) der zentralen Einheit (60) erlaubt, die Werte der Zuflussströmung und des Regulierungsstroms, die für den zu behandelnden Gegenstand oder die zu behandelnden Gegenstände geeignet sind, automatisch zu bestimmen, und die für die Sterilisierung dieser Gegenstände erforderliche Zeit zu berechnen.
  44. Vorrichtung nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Etikett einen Geschwindigkeitssensor umfasst, um die Geschwindigkeit der Strömung der chemischen Produkte des Plasmas in dem Gehäuse zu messen.
  45. Vorrichtung nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Etikett einen Sensor für eine chemische Messung umfasst.
  46. Verwendung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 45 zum Sterilisieren von Gegenständen jeglicher Form und jeglicher Art, insbesondere metallischer, zusammengesetzter oder thermosensibler Art.
  47. Verwendung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 45 zum Sterilisieren von Oberflächen von Verpackungen, Produkten oder Produktionsmitteln.
  48. Verwendung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 45 zum Dekontaminieren von inneren Oberflächen von Klimaanlagen.
  49. Verwendung der Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 45 zum Desinfizieren betreffend Umschließungsbereiche oder Überführungsbereiche.
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