DE596993C - Brennstoffpumpe fuer Verpuffungskammern, deren Spielzahl AEnderungen unterworfen ist - Google Patents

Brennstoffpumpe fuer Verpuffungskammern, deren Spielzahl AEnderungen unterworfen ist

Info

Publication number
DE596993C
DE596993C DE1930596993D DE596993DD DE596993C DE 596993 C DE596993 C DE 596993C DE 1930596993 D DE1930596993 D DE 1930596993D DE 596993D D DE596993D D DE 596993DD DE 596993 C DE596993 C DE 596993C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control
delivery
fuel pump
deflagration
effective start
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930596993D
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Schaper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
E H HANS HOLZWARTH DR ING
Original Assignee
E H HANS HOLZWARTH DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by E H HANS HOLZWARTH DR ING filed Critical E H HANS HOLZWARTH DR ING
Application granted granted Critical
Publication of DE596993C publication Critical patent/DE596993C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Description

  • Brennstoffpumpe für Verpuffungskammern, deren Spielzahl Änderungen unterworfen ist Werden bei einer- Kolbenbrennkraftmaschine die einzelnen Phasen eines Arbeitsspieles in Bruchteilen einer Kurbelwellenurndrehung ausgedrückt, so ergibt sich, daß ,gleichartige Phasen unter sich auch bei verschiedenen Drehzahlen gleich sind. Aus diesem Grunde muß auch die Brennstofförderung, ausgedrückt in Bruchteilen einer Kurbelwellenumdrehung, konstant gehalten werden. Änderungen des wirksamen Förderbeginnes und Förderendes der Brennstoffpumpe, bezogen ,auf Kurbelwellenumdrehungen, bleiben also bestimmt durch die in den Verbrennungsraum. einzuführende Brennstoffmenge; für die Verlegung .eines dieser. oder beider Zeitpunkte in Durchführung des Regelungsverfahrens sprechen somit lediglich Zweckmäßigkeitsgründe. So spricht für die Änderung beider Zeitpunkte das Bestreben, Förderanfang und Förderende möglichst aus dein Bereiche der schleichenden Plungerbewegung, .welche durch den allmählichen Übergang der Nockenauflaufbahn zwischen Grundkreis und 'zum Grundkreis konzentrischer Rast des Nockens hervorgerufen wird, heraus zu verlegen. Eine unmittelbare Notwendigkeit, gerade den wirksamen Förderbeginn oder das Förderende zu ändern, besteht dagegen nicht.
  • Unter wirksamem Förderbeginn und wirksamem Förderende wexden dabei die Zeitpunkte verstanden, in denen sich das in den Verbrennungsraum einmündende Biennstoffeinlaßorgan öffnet bzw. schließt. Diese Zeitpunkte sind verschieden von den Zeitpunkten, in denen die Förderbewegung des Brennstoffpumpenplungers beginnt bzw. endet, weil beispielsweise der zwischen Brennstoffpumpenplunger und Brennstoffeinlaßorgan befindliche Brennstoff erst auf den Druck komprimiert werden muß, bei dem sich das Brennstoffeinlaßorgan gegen die Wirkung von Federn, Kolben o. dgl. stelbsttätig öffnet.
  • Vorliegende Erfindung geht nun von der Erkenntnis aus, daß sich die für -Kolbenbrennkraftmaschinen dargelegten Verhältnisse grundlegend ändern, wenn es sich um die Brennstoffeinführung bei Verpuffungskammern handelt, deren Spielzahl Änderungen unterworfen ist; derartige Verpuffungskammern finden insbesondere beim Betrieb von Verp.uffungsbrennkraftturbinen Anwendung. So sind beispielsweise besondere Regelungsverfahren ausgebildet worden, die sich zur Anpassung der Verpuffungskammer bzw. Turbinenleistung an den Leistungsbedarf planmäßig der Änderung der Spielzahl bedienen. Der Änderung der Spielzahl entsprechen aber bestimmte Änderungen der Steuer-Wellengeschwindigkeit, während sich andererseits die durch die Steuerwelle nicht gesteuerteri Betriebsgrößen ihrer absoluten Zeitdauer nach nicht ändern. So ist beispielsweise die Zeitspanne zwischen Ansteuerung des Brennstoffpumpenplungers und Eröffnung des Brennstoffeinspritzventils unabhängig von der Steuerwellengeschwindigkeit, während andererseits die Steueizeitpunkte der Betriebsmitteleinlaßorgane der Verpuffungska.mmer, insbesondere des Einlaliorgans, für die bei der Zerstäubung und Verteilung des Brennstoffes in hohem Maße wirksame Ladeluft durch die Steuerwellengeschwindigkeiten bestimmt sind. Dadurch ist es möglich, wie an Hand der Diagramme nach Abb. i und 2 noch zu erläutern sein wird, daß der Zeitpunkt höchster Ladeluftgeschwindigkeit und der Einspritzzeitpunkt für den Brennstoff zeitlich auseinanderfallen, so daß die Ladeluft ihre die Zerstäubung und die Gemischbildung begünstigende Wirkung nicht zu entfalten vermag.
  • Diese Nachteile werden erfindungsgemäß durch Einlichtungen vermieden, die den wirksamen Förderbeginn, bezogen .auf eine Unidrehung der Steuerwelle, in Abhängigkeit von oder gleichzeitig mit auftretenden Spielzahländerungen der Verpuffungsk.ainmer verlegen. Unter einem Arbeitsspiel der Verpuffungskan fern werden dabei die aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgänge der Aufladung des Verbrennungsraumes mit zündfähigem Gemisch, der Verpuffung dieses Gemisches nach Einleitung der Zündung, der Expansion der erzeugten Verbrennungsgase und der Spülung des Verbrennungsraumes von den Verbrennungsgasen verstanden, so daß die Arbeitsspielzahl je Zeiteinheit angibt, wieviel Explosionen (Verpuffungen) einschließlich der zur Einleitung und Vorbereitung für die nächste Explosion dienenden Vorgänge je Zeiteinheit .in einer Verpuffungskammer stattfinden.
  • Die Erfindung soll an Hand der Zeichnungen erläutert werden.
  • Abb. i zeigt zunächst das Drucksteuerwellenumdrehungsdiagramm für eine Verpuffungskammer bei voller Spielzahl.
  • Abb.2 zeigt dasselbe Drucksteuerwe.llenumdrehungsdiagramm für halbe Spielzahl. Abb. 3 zeigt in schematischer Darstellung die Gesamtanordnung einer Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage, während die Abb. q. bis 6 verschiedene Ausführungsformen einer hydraulischen Betätigung des Brennstoffpumpenplungers wiedergeben.
  • Abb. 7 zeigt die konstruktive Ausführung des in Abb. 3 schematisch dargestellten Verteilers für das Steuerdrucköl mit einem senkrechten Längsschnitt durch die Brennstoffpumpe.
  • Abb.8 gibt einen waagerechten Querschnitt durch den Steuerölverteilei# nach. Linie VIII-VIII ,der Abb. 7 wieder. Die Abb. 9 bis i i zeigen in schematischer Darstellung die Abwicklung des Steuerwulstes, von dem aus der Antrieb der Brennstoffpumpe gesteuert wird.
  • Das Drucksteuerwellenuindrehungsdiagramm der Abb. i zeigt ein volles Arbeitsspiel, das mit der Expansion im Punkt i beginnt, in dem sich das die Verpuffungskammer schließende Düsenventil öffnet. Im Punkt :2 ist die Expansion beendet, und es eröffnet sich das Ladeluftventil, so daß unter dem, Druck der in die Verpuffungskammer eindringenden Ladeluft die Spannung in derselben etwas ansteigt. Gleichzeitig werden die Restfeuergase von der vorhergehenden Verbrennung über das weiter geöffneteDü senveritil von der nachdrängenden Ladeluft ausgetrieben. Im Punkt 3 schließt sich das Düsenventil, und der Druck steigt schnell auf volle Ladeluftsparnung an. Gleichzeitig wird Brennstoff eingespritzt, so .daß im Punkt die gesamte Verpuffungskammer von einem hochzündfähigen Gemisch erfüllt wird. Im Punkt 4. erfolgt nunmehr die Zündung, so daß eine explosionsartige Verbrennung in der durch Schließung der Ventile vollkommen geschlossenen Verpuffungskammer eintritt. Es findet eine plötzliche Drucksteigerung vom Punkt .4 ab statt, bis im Punkt 5 das Druckmaximum erreicht ist. Unmittelbar nach Erreichung des Druckmaximums öffnet sich im Punkt i wieder das Düsenventil, so daß die Expansion vom Punkt i ab beginnend einsetzt. Hierauf wiederholt sich das geschilderte Spiel als nächster Cyclus, Zwischen zwei Punkten i findet also ein vollständiger Cyclus in der Verpuffungskammer statt., Die hierbei erforderlichenBewegungen :desDüsenun.d Ladeluftventils so-,vie gegebenenfalls der Zündvorrichtung werden von dem Verteiler bzw. von der mit ihm verbundenen Welle aus genrau so gesteuert, wie diese Vorgänge bei einer Zweitakt- oder Viertaktkolbenmaschine von der Nockensteuerwelle aus gesteuert werden. Die Abszisse zwischen zwei Punkten i entspricht dabei, wie schon bemerkt, einer ganzen Umdrehung des Verteilers, d. h. einer Drehung desselben um 36o°, so daß die einzelnen Steuerpunkte durch eine bestimmte Winkelstellung des Verteilers, gemessen in Grad zurückgelegter Umdrehungen des Verteilers, bestimmt sind.
  • Diese Einteilung der Abszisse nach Grad-. steuerwellenuindrehung oder, im Falle der hydraulischen Steuerung, nach Gradverteil-erumdrehting hat den Vorteil, daß man unabhängig von der Zeit wird. Denn die Zeit, in der eine bestimmte Winkelumdrehung des Verteilers zurückgelegt wird, ist ja abhängig von der Umdrehungsgeschwindigkeit des Verteilers. Andererseits benutzt man gerade .die Möglichkeit der Veränderung der Verteilerumlaufgeschwindi.gkeit, um die Turbine zu regeln, d. h. um in der Zeiteinheit bald mehr, bald weniger Explosionen zu erzeugen, so daß die äußere Leistung der Turbine dein Leistungsbedürfnis der Arbeitsmaschinen, welche sie antreibt, angepaßt wird. Es war bereits erwähnt worden, daß das Diagramm der Abb.. i der vollen Cycluszahl entspricht. Aus dem unterhalb der Abszisse angegebenen Zeitmaß von o,667 Sekunden für ein Spiel ersieht man, daß in der Minute Spiele bei voller Leistungshergabe der Turbine abgewickelt werden.
  • Nun interessieren in bezug auf .das Wesen vorliegender Erfindung die Brennstoffeinspritzverhältnisse bei einem derartigen Diagramm im besonderen. Gemäß der unterhalb des Diagramms eingezeichneten Ventilerhebungskurve ca öffnet sich das. Ladeluftventil im Punkt h, der dem Punkt 3 im Drucksteuerwellenumdreh..ungsdiagramm genau entspricht. Weiter eingezeichnet ist der Druckverlauf in der Brennstoffeinführungsleitung, bezeichnet mit f. Ohne besondere Überlegungen wäre anzunehmen, daß, genau so gut wie das Ladeluftventil im Punkt 3 öffnet, der Förderhub der Brennstoffpumpe im Punkt b zu beginnen hätte. Eine derartige Überlegung wäre falsch, weil 'sie nicht berücksichtigt, daß bei der Brennstofförderung gewisse Verzögerungen eintreten. Diese Verzögerungen werden hervorgerufen durch die Kornpressibilität des Brennstoffes, durch Lufteinschlüsse in demselben, durch die Elastizität der Brennstoffleitungen (durch das sogenannte Atmen derselben), durch die Formänderungen, die in den bewegten Brennstoffpumpenteilen eintreten, sobald Drücke auftreten, durch die schleichend beginnende Anlaufkurve des Nockens oder Exzenters, welcher die Brennstoffpumpe steuert, und durch eine große Anzahl weiterer Umstände, deren Erörterung hier zu weit führen würde. In jedem größerenWerküberDieselmaschinen kann man diese Grunde im einzelnen dargelegt finden. Die Brennstoffpumpe muß also bereits vor den Punkten 3 bzw. b anlaufen, und zwar zeigt das eingezeichnete Druckdiagramm f, daß die Brennstoffpumpe bereits im Punkt c, d. h. q0° vor dem Punkt b, zu arbeiten beginnt. Auf :diese Weise erreicht man, daß die Einspritzung in den Verpuffungsraum gerade in. dem Zeitpunkt beginnt, in dem sich das Ladeluftventil eröffnet. In diesem Zeitpunkt treten die größten Relativgeschwindigkeiten zwischen der Luft und dem Brennstoff auf, so daß eine äußerst vorteilhafte Zerstäubung und eine entsprechend homogene Gemischbildung einsetzt, welche die Voraussetzungen einer guten Zündfähigkeit des Gemisches bilden.
  • Abb. 2 zeigt nun die Verhältnisse für eine Kammer, bei der nur noch die halbe Arbeitsspielzahl durchgeführt wird. Ein Spiel braucht daher nicht mehr die Zeit von o,667 Sekunden, sondern ein Spiel braucht nunmehr die doppelte Zeit, nämlich 4333 Sekunden. Infolgedessen erscheint das Diagramm: der Abb. i in Abb. 2 .doppelt so lang, soweit die Abszisse betrachtet wird. Die zeitliche Verlängerung erreicht man dabei durch Einlegung einer Pause zwischen das Expansionsende 2 bzw. d und den Beginn der Ladephase 3 bzw. b. Während die einzelnen Arbeitsphasen, also Expansion, Ladung, Drucksteigerung usw., ihrer absoluten zeitlichen Länge nach unverändert bleiben, weil sie auf Grund physikalisch-chemischer Vorgänge stattfinden, auf welche die Steuerungsbedingungen keinen direkten Einfluß haben, verschieben sich ihre Anfangs- und Endpunkte, bezogen auf Gradsteuerwellenumdrehung, gegenüber den Verhältnissen der Abb. i, weil sich ja die Umlaufgeschwindigkeit der Steuerwelle geändert hat. Damit ändert sich auch die Voreilung für die Betätigung der Brennstoffpumpe (Punkt c) vor Eröffnung des Ladeluftventils (Punkt b) der Gradzahl nach und beträgt jetzt nur noch 20° gegenüber 4.o° in Abb. i. Obwohl also die erforderliche VoreiLung in der Betätigung der Pumpe gegenüber der Ladeventileröffnung zeitlich konstant ist, muß die Einstellung der Steuerung verändert werden, @da diese ihre Umlaufgeschwindigkeit .geändert hat.` Während also die Brennstoffpumpe nach Abb. i im Punkt 22o° zu arbeiten beginnt, fällt der Punkt c bei Abb. 2 auf die Winkelstellung 29o° des Verteilers, so daß der Beginn der Brennstoffpumpenbetätigung zwischen den Spielzahlen 9o und 45 zwischen den Winkelstellungen 22o° und 29o°, d. h. um rund 70° zu variieren ist. Umgekehrt hat der wirksame Brennstoffpumpenhub -in Abb. i bei :26o' zu beginnen, während er in Abb. 2 bei 31o° zu beginnen hat; in be.zug auf den wirksamen Brennstoffhub ist also eine Variation zwischen voller und halber Spielzahl um 50° erforderlich. Was für volle und halbe Spielzahlen ausgeführt worden ist, gilt sinngemäß für alle zwischen beiden liegenden Spielzahlen, für die entsprechend kleinere Variationen durchzuführen sind.
  • Wird erfindungsgemäß somit der wirksame Förderbeginn, bezogen auf eine Steuerwellenumdrehung, in Abhängigkeit von der Spielzahl der Verpuffungskammer verlegt, so ist das Förderende zwangsläufig dadurch festgelegt, daß eine bestimmte Brennstoffmenge eingeführt werden muß. Hierbei bestimmt sich die Brennstoffmenge zweckmäßig so, daß der Wärmeinhalt des Ladegemisches in an sich bekannter Weise konstant gehalten wird. Unter Wärmegehalt des Gemisches wird dabei die Wärnieinenge verstanden, die bei vollkommener Verbrennung einer Gewichts-oder Raumeinheit dieses Gemisches frei wird.
  • Zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens stehen verschiedene Wege zur Verfügung. Es könnte beispielsweise zum Natrieb der Brennstoffpumpe ein Schrägnocken verwandt werden, der in Abhängigkeit von der jeweiligen Spielzahl der Brennkraftturbine auf der Antriebswelle verschoben wird. Die Verwendung derartiger Schrägnocken bedingt jedoch kugelförmige Ausbildung des die Bewegung abnehmenden und auf den Pumpenplunger übertragenden Organs, so daß Flächendrücke entstehen, welche für die üblichen Baustoffe zu hoch sind. Bei anderen mechanisch wirksamenEinrichtungen zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens können zwar .die Schrägnocken durch feste Nocken ersetzt werden, es entstehen aber hierdurch verhältnismäßig verwickelte und unübersichtliche Brennstoffpumpenantriebe, die völlig vermieden werden, wenn man eine hydraulische Steuerung des den wirksamen Förderbeginn bestimmenden Pumpenorgans vorsieht. Die Ausbildung dieser hydraulischen Steuerung setzt sich daher vorliegende Erfindung zur weiteren Aufgabe. Die gefundene Lösung ist in den Abb. 3 bis r z veranschaulicht worden.
  • Es ist bereits bekanntgeworden, bei Verpuffungsbrennkraftturbinen zur Steuerung der Ein- und Auslaßventile der Verpuffungskainmern einen Steuerkörper vorzusehen, dessen Steuerimpulse durch Einrichtungen zur Veränderung der Vor- oder Nacheilung seiner wirksamen Steuerpunkte gegen eine die periodische Betätigung des Steuerkörpers erzeugende Bewegung, bezogen auf eine Steuerwellenumdrehung, veränderlich sind. Erfindungsgemäß bedarf es daher lediglich der Anordnung eines besonderen Abschnittes in diesem Steuerkörper zur Steuerung des den wirksamen Förderbeginn bestimmenden Pumpenorgans. Dieses Pumpenorgan ist dabei zweckmäßig der Pumpenplunger selbst.
  • Abb.3 zeigt zunächst die Gesaintanordnung. Es bezeichnet 34 die Brennkraftturbinerlanlage, 35 den von ihr angetriebenen elektrischen Generator, 36 die gleichfalls auf den Generator wirksame Dampfturbine, die mit dem Dampf beaufschlagt wird, der mittels der Abwärme der Brennkraftturbinenanlage erzeugt wird. Es bezeichnet weiter 37 den Kreiselverdichter zur Erzeugung der Ladeluft für die Brennkraftturbinenanlage. Diese Brennkraftturbinenanlage besteht in an sich bekannter Weise aus einer Verpuffungsbrennkraftturbine, d. 1i. aus einer Turbinenanordnung, auf welche in Verpuffungskaminern absatz-veise erzeugte hochgespannte Gase zur Wirkung gebracht werden, und der Verpuffungsbrennkraftturbine nachgeschalteten Dauerstromturbinen, denen die Verbrennungsgare zugeführt werden, die in der Radanordnung der Verpuffungsbrennkraftturbine bereits teilweise ihr Arbeitsvermögen abgegeben haben und deren Druckschwankungen in zwischengeschalteten Ausgleichsbehältern so abgedämpft worden sind, daß sie der nachgeschalteten Radanordnung der Dauerstromturbine im Dauerstrom zufließen. Die Verpuffungsbrennkraftturbine und die Dauerstromturbine sind dabei im Ausführungsbeispiel zu einer Turbineneinheit 34 baulich vereinigt. Der Verpuffungsbrennkraftturbine wird dabei über die Leitung 38 vom Kreiselverdichter 37 aus die erforderliche Ladeluft zugeführt.
  • Das Ausführungsbeispiel zeigt die bereits eingangs erwähnte, an sich bekannte hydraulische Betätigung der Ein- undAuslaßorgane. In jedem Ein- und Auslaßorgan ist eine Kolbenanordnung derart vorgesehen, daß, je nachdem, ob ein gespanntes Steuermittel, beispielsweise Drucköl, zu :der Kolbenanordnung zugelassen bzw. von ihr abgeschaltet wird, eine Kolbenbewegung zur Eröffnung oder zum Schluß des Ventilorgans eintritt. Diese Zulassung und Absperrung des Drucköls wird dabei über einen umlaufenden Verteiler gesteuert, der in Abb. 3 schematisch in den Abb. 7 und 8 in konstruktiver Ausführung gezeigt wird. Man erkennt den umlaufenden, von einem Motor 44 über Schneckenwelle 43, Schneckenrad 4:2 und Muffe 41 ,angetriebenen, umlaufenden Steuerkörper 39, der an seinem Umfang Steuerwülste 45 aufweist. Dieser Steuerkörper weist einen Hohlraum 40 auf und steht über diesen Hohlrauen mit dem im Windkessel 79 angesammelten Drucköl in Verbindung. Der Steuerkörper selbst gleitet in einer zylindrischen Büchse 8o, .die mit Anschlüssen 81 und 82 versehen ist. Diese Anschlüsse 81, 82 führen zu den Ein- und Auslaßorganen derVerpuffungsbrennkraftturbine. Sobald nun der Steuerkörper 39 bei seiner Drehung in eine Stellung gelangt, in :der der zwischen zwei Steuerwülsten 45 liegende Steuerraum 47, der über die Bohrungen 46 mit dem Hohlraum 40 in Verbindung steht, gerade einem der Anschlüsse 81 oder 82 gegenüberliegt, kann das Drucköl aus dem Windkessel 79 über den Hohlrauen 4o, die Bohrung 46 und über den Steuerraum 47 in die betreffende Steuerleitung 81 oder 82 gelangen und auf diese Weise das Ventil, das gerade unter dem Einfluß dieser Steuer- Leitung steht, betätigen. So ist beispielsweise in Abb. 8 der Steuerkörper 39 in einer Stellung gezeichnet, bei der gerade die in der Zeichnung rechtsliegende Steuerölleitung 56 über den Steuerraum 47 zwischen den Steuerwülsten 45, Bohrung 46 und Hohlraum 40 mit dem Drucköl im Windkessel 79 in Verbindung steht, so daß das an die in Betracht kommende Steuerölleitung 56 angeschlossene Ventil betätigt wird. Dagegen steht die links- und obenliegende Steuerölleitung mit dem Steuerraum 83 und über diesen mit dem nicht gezeichneten Sammelbehälter für das Drucköl in Verbindung; diese Steuerölleitungen sind also vom Drucköl entlastet, und die Ventile, zu denen sie führen, sind unbetätigt. Die untenliegende Steuerölleitung ist bereits entlastet worden und wird gerade von dem unteren Steuerwulst 45 überschliffen; im nächsten Augenblick gelangt diese Steuerölleitung mit dem Raum 47 in Verbindung, und das an derselben Steuerölleitung angeschlossene Organ.wird betätigt.
  • Es entspricht früheren Vorschlägen, die Steuerwülste 45 schraubengangförmig auszugestalten, wie dies in Abb. 7 besonders deutlich aus dem obersten Steuerabschnitt, durch den die Schnittlinie VIII-VIII gelegt ist, zu erkennen ist. Gleichzeitig wird dem Steuerkörper 39 vom Regler aus eine auf und ab gehende Bewegung erteilt. Die Abb. 3 läßt die Ableitung der Vertikalbewegung des Steuerkörpers 39 vom Regler 54 aus über Stellzeug 94 und Stange 48 in schematischer Darstellung erkennen. Da jedoch der Rückdruck auf den Regler zu groß würde, um von ,diesem ohne weiteres überwunden werden zu können, wirkt bei der praktischen Ausführung nach Abb. 7 der Regler über eine geeignete, noch zu beschreibende Servosteuerung zunächst auf das Kegelrädgetriebe 84. Mit dem oberen Kegelrad ist die Schraubenspindel 85 verbunden, die sich in der Gewindemuffe 86 bewegt. Die Gewindemuffe 86 ist durch Feder und I Nut 87 an der Verdrehung gehindert, so daß die Muffe 86 bei Verdrehungen der Schraubenspindel 85 Vertikalbewegungen ausführt. Diese Bewegungen werden in geeigneter Weise auf den Steuerkörper 39 übertragen. Durch die in Abhängigkeit vom Regler auftretenden Vertikalbewegungen des Steuerkörpers liegen somit die wirksamen Steuerkanten der Steuerwülste 45, d. h. beispielsweise bezüglich des Steuerraumes 47 die Steuerkante 88, bezüglich :des Steuerraumes 83 die Kante 89, bald früher, bald später den Anschlüssen der Steuerölleitungen 81 und 82 gegenüber, so daß die unter dem Einfluß der Steuerölleitungen 81 und 82 stehenden Ventile bald früher, bald später betätigt werden, wie dies für die Steuerölleitung 56 an Hand der Abb. 9 bis i i noch im einzelnen zu erläutern sein wird. Es ändern sich also die Steuerzeiten der einzelnen Ventile, und @es ändert sich demgemäß die Anzahl der Arbeitsspiele der Verpuffungskammer je Zeiteinheit. Erfindungsgemäß ist aber bei derartigen Änderungen der Spielzahl der #Terpuffungskammer eine Änderung des wirksamen Förderbeginnes, bezogen auf eine Steuerwellenumdrehung, in Abhängigkeit von der Spielzahl der Verpuffungskammer erforderlich, wie aus den Abb. i und 2 hervorgeht. Um diese selbsttätige Einstellung des wirksamen Förderbeginnes, bezogen auf Steuerwellenumdrehung oder, was hiermit gleichbedeutend ist, bezogen auf Verdrehungen des Steuerkörpers 39, in Abhängigkeit von der Spielzahl der Verpuffungskammer zu bewirken, sind nun in weiterer Durchführung des Erfindungsgedankens folgende Einrichtungen .getroffen.
  • Während der Steuerkörper 39 bisher lediglich zwei Steuerabschnitte für die Steuerölleitungen 81 und 82 zur Betätigung der Ein-und Auslaßventile der Verpuffungskammern aufgewiesen hat, ist erfindungsgemäß ein weiterer Steuerabschnitt oberhalb. dieser beiden Abschnitte vorgesehen, dessen Leitungsanschlüsse mit 56 bezeichnet sind. Diese Leitungsanschlüsse führen zu Kolbenanordnungen, die in der Brennstoffpumpego zur Betätigung des Pumpenplungers vorgesehen sind. Die Abb.4 bis 6 zeigen die Abbildungen dieser Kolbenanordnungen im einzelnen und werden noch besonders erläutert werden. Der von der Brennstoffpumpe 9o unter Druck gesetzte Brennstoff wird den Verpuffung:skammern der Brennkraftturbinenanlage 34 über Leitung 57 zugeführt. Die Arbeitsweise des auf die Druckölleitung 56 wirkenkenden Steuerabschnittes ist dabei dieselbe wie die der Steuerabschnitte, die auf die Leitungen 8i und 82 wirken. Diese Wirkung wird in den Abb. 9 bis i i nochmals verdeutlicht.
  • In diesen Abbildungen bedeutet 45 wieder den schraubengangförmig gestalteten Steuerwulst, der auf dem abgewickelten Steuerkörper 39 vorgesehen ist. Es bedeutet weiter 56 den Anschluß der zur Brennstoffpumpe 9o führenden Druckölleitung. Während in Abb. 9 der Steuerkörper in seiner höchsten Lage gezeichnet ist, ist er in Abb. io um das Maß ic tiefer verlegt gezeichnet. Diese Tieferverstellung kann ja ohne weiteres mit den Mitteln der Abb. 3 und 7 bewirkt werden. Man erkennt sofort aus der Darstellung der Abb. io, daß nun die Bohrung 56 um ein der Strecke x entsprechendes Zeitmaß früher angesteuert wird wie bei der Stellung des Steuerkörpers 39 nach Abb. 9. Bei Abb. i i, bei der der Steuerkörper 39 um das Maß v gegenüber der Stellung nach Abb. 9 gesenkt ist, ist das Voreilmaß sogar gegeben durch die Strecke y gegenüber der Steuerkörperstellung nach Abb. 9. Man erkennt also, daß sich bei einer Stellung des Steuerkörpers nach den Abb. io und i i der Zeitpunkt ändert, in dem das Drucköl auf die Kolbenanordnung der Brennstoffpumpe 9o freigegeben wird. Mit dem Zeitpunkt der Freigabe der Druckölwirkung auf die Kolbenanordnung der Brennstoffpumpe 9o ändert sich natürlich entsprechend der wirksame Förderbeginn. Da die Steuerwülste 4.5 selbst dem Steuerkörper angehören, dessen Verdrehung identisch ist mit der Steuerwellenv erdrehung, und da heiter der Steuerkörper 39 selbst das Mittel ist, um die Spielzahl der Verpuffungskammer zu verändern, ist also der Steuerabschnitt für die Druckölleitung 56 in Verbindung mit den übrigen Teilen der Einrichtung nach den Abb. 7 und 8 nichts anderes wie eine Einrichtung zur Verlegung des wirksamen Förderbeginnes, bezogen auf Steuerwellenutndrehung, in Abhängigkeit von der Spielzahl der Verpuffungskammer.
  • Die Abb. 3 zeigt in schematischer Darstellung den Zusammenhang dieser Einrichtung mit den weiteren, für den Betrieb der Brennkraftturbinenanlage wesentlichen Teilen. Es war bereits erwähnt worden, daß Abb. 3 lediglich in schematischer Darstellung die Einrichtungen zur Herbeiführung der Vertikalbewegungen des Steuerkörpers 39 zeigt. Denkt man sich die Stange ¢8 in Abb. 7 an den Lenker 94 angeschlossen, der über das Kegelzalinradpaar 92 und 93 auf das Kegelzahnradpaar 84 wirkt, so gelten .die nachfolgenden Ausführungen ohne weiteres sowohl für die Darstellung nach Abb. 3 wie für die Darstellung nach Abb. 7. Die Steuerstange 48 wird nämlich betätigt durch einen Steuerkolben 49, der einerseits unter dem Einfluß :der Druckfeder 5o, andererseits wieder unter dem Einfluß des Drucköles steht. Druckraum 51 wird, je nach den Stellungen des Steuerschiebers 52, entweder über die Rohrleitung 53 unter den Einfluß des Drucköles gebracht oder von ihm entlastet. Die Stellung des Steuerschiebers 52 wird dabei durch das Reglergestänge 94 in Abhängigkeit vorn Drehzahlregler 54 der Brennkraftturbine 34 bestimmt. Durch Verbindung des Reglergestänges 94 mit .der Steuerstange .t8 wird dabei die an sich bekannte starre Rückführung verwirklicht. Die Steuerstange 4.8 ist über den Kolben 49 hinaus verlängert und steuert gleichzeitig den Drehzahlregler55 des Steuerwellenmotors 44.
  • Nimmt man beispielsweise an, der elektrische Generator 35 werde entlastet, so steigt die Drehzahl der Antriebsmaschinen 34 und 36. Entsprechend steigt die Drehzahl des Reglers 5q., so daß die Reglermuffe v°rst#-llt wird. Diese Verstellung überträgt sich über Gestänge 94. zunächst auf den Steuerschieber 52; der Gelenkpunkt 95, bei dem das Reglerstellzeug 94. an die Steuerstange 48 angelenkt ist, bleibt unverändert, weil keine Kräfte auftreten, welche zu einer Lagenveränderung des Gelenkpunktes 95 führen würden. Durch die Muffenverstellung des Reglers gelangt der Steuerschieber 52 in eine Lage, in der er über Leitung 53 Drucköl auf den Kolben -.9 wirksam werden läßt. Der Kolben 49 führt also unter dem Einfluß des zugelassenen Drucköles eine Bewegung aus, welche eine dreifache Wirkung hervorruft. Zunächst wird der Drehzahlregler 55 des Steuerwellenmotors.4 verstellt. Weiter wird die Höhenlage des Steuerkörpers 39, in der Vertikalen gemessen, verändert, und schließlich wird die Lage des Gelenkpunktes 95 verändert. Der Drehzahlregler 55 bewirkt dabei eine Verkleinerung der Umlaufzahl des Steuerkörpers 39. Dieser selbst wird in eine Vertikallage überführt, in der er die an die Druckölleitungen 81 und 82 angeschlossenen Ventile so steuert, daß die für die herabgesetzte Spielzahl maßgeblichen Steuerzeitpunkte verwirklicht werden. Gleichzeitig wird über die Steuerdruckölleitungen 56 der wirksame Förderbeginn der Brennstoffpumpe 9o entsprechend der Spielzahlveränderung verlegt. Durch Lagenveränderung des Gelenkpunktes 95 schließlich wird über die starre Rückführung 94 .der Steuerschieber 52 in die wirkungslose Mittellage überführt, sobald der Kolben .49 die der Belastungsabsenkung entsprechende Spielzahlveränderung durchgeführt hat. Die umgekehrten Vorgänge spielen sich sinngemäß ab, wenn eine Belastungssteigerung auftritt.
  • Als den wirksamen Förderbeginn bestimmendes Pumpenorgan stehen zur Verfügung die Förderplunger der Brennstoffpumpen selbst oder besondere Organe, welche zunächst den Druckraum der Pumpe entlasten, so daß ihr Schluß den wirksamen Förderbeginn bestimmt; die letztere Anordnung wird bekanntlich bereits bei mechanisch betätigten Brennstoffpumpen angewandt, um einen schleichenden Beginn der Brennstofförderung zu vermeiden. Wird als den wirksamen Förderbeginn bestimmendes Pumpenorgan der Pumpenplunger selbst gewählt, so fällt die Bewegungsumkehr des Plungers bis auf geringfügige Verzögerungen durch Atmen der an der Förderung beteiligten Organe und durch Kompressibilität des Brennstoffes mit dem wirksamen Förderbeginn zusammen. Den Ausführungsbeispielen der Abb.4 bis 6 ist die Ausbildung des Plungers als den wirks amen Förderbeginn bestimmendes Pumpenorgan zugrunde gelegt.
  • Nun wird bei Verpuffungsbrennkraftturbinen nicht nur die Brennstoffmenge, sondern auch die Ladeluft bezüglich ihrer Zustandsbedingungen geändert. Insbesondere wird in Durchführung des als Beispielsfall angenommenen Regelungsverfahrens dieLadetuft nach Menge in Anpassung an den durch wechselnde Spielzahlen sich ändernden Ladeluftverbratich der Verpuffungskammern geregelt. Bei Verpuffungskammern ist aber ein konstanter, spezifischer Wärmeinhalt der Ladung deshalb von besonderem Vorteil, weil man hierdurch konstante Strahlgeschwindigkeiten der Verbrennungsgase in den Düsen und in den Leitschaufeln erreicht. Da die Düsen und Leitschaufeln nur für eine bestimmte Strahlgeschwindigkeit einen größten Wirkungsgrad gewährleisten" ist dieser Umstand für den Turbinenbetrieb von ausschlaggebender Bedeutung. Man wird also die zu fördernde Brennstoffmenge nicht unabhängig von dem Zustand der Ladeluft einführen, sondern eine mittelbare Abhängigkeit dadurch einstellen, daß man das Förderende durch den jeweiligen Ladeluftdruck derart bestimmen läßt, daß ein konstanter, spezifischer Wärmeinhalt der Ladung über den gesamten Belastungs- und Regulierungsbereich erhalten wird. Demgemäß steht ein auf ein Rückströmorgan o. dgl. wirkender Kolben 58 (s. Abb.3) mittels :eines Stutzens zog unter dein Einfluß der Ladeluft und bestimmt in Abhängigkeit vom Druck der Ladeluft das Förderende und damit die einzuführende Brennstoffmenge. Gewisse Änderungen dieses Druckes sind selbst bei Regelung lediglich der Ladeluftmenge unverineidlich. Um in jedem Falle einen konstanten Wärmeinhalt des in den Verp:uffungskammern zu bildenden Gemisches zu gewährleisten, ist die Vorrichtung 58 vorgesehen.. Geht man beispielsweise auf das oben beschriebene Regelungsbeispiel zurück, so erkennt man, daß durch die eintretende Belastungssenkung in den ersten Zeitelementen des Regelungsverfahrens eine gewisse Drehzahlerhöhung der Kraftmaschinen 34 und 36 eintritt, die sich naturgemäß in einer Steigerung des Druckes der erzeugten Ladeluft auswirkt. In diesem Falle sorgt die Einrichtung 58 trotz dieser momentanen Erhöhung des Ladeluftdruckes dafür, daß der Wärmeinhalt des in den Verpuffufigskammera gebildeten Gemisches konstant bleibt. Unmittelbar darauf setzt jedoch die bereits oben beschriebene Spielzahlverminderung ein, so daß die Drehzahl unmittelbar nach Einleitung des I#.',egelungsvorgan.ges absinkt. Damit sinkt wieder der Druck in der Verpuffungskarimer, und die Einrichtung 58 stellt nach wie vor den konstanten Wärmeinhalt des in Verpuffungskainmern gebildeten Gemisches her.
  • Die Abb. q. bis 6 zeigen nun Ausführungsbeispiele für die hydraulische Betätigung des den wirksamen Förderbeginn steuernden Pumpenplungers. In Abb. 4. bezeichnet 59 die Geradführung des nicht gezeichneten, in bekannter Weise ausgebildeten Pumpenpl:ungers. Die untere Verlängerung der Geradführung 59 weist Ringkolben 6o und 61 auf. Der Durchmesser des Stufenkolbens 61 ist dabei etwas größer als der Durchmesser des Stufenkolbens 6o. Die die Druckölimpulse übertragende Leitung 56 endet in einem Raum 62, in dessen zylindrischer Bohrung 63 .der Steuerkolben 64 des Steuerschiebers 65 gleitet. Dies-.r Steuerschieber weist eine zweit, etwas kleinere kolbenförmige Steuerfläche 66 auf, die bei 67 und 68 mit Durchbohrungen versehen ist. Die Bohrung 67 steht mit dem Raum 69 in Verbindung, der bei 7o mit einem Anschluß für ein hochgespanntes Mittel, beispielsweise Preßöl von 30 at, versehen ist. Das über Leitung 56 gesteuert zugeführte, gespannte Mittel besteht beispielsweise aus Drucköl von 6 at Spannung. In der gezeichneten Lage,des Steuerschiebers wird gerade ein Steuerimpuls vom oberstenAbschnitt des Steuerkörpers 39 aus abgegeben. Es tritt also das hochgespannte Mittel aus dem Rauin 69 über Bohrung 67 in den Raum 71 unterhalb der größeren Einflußfläche 61, so daß die Geradführung 59 bzw. der mit ihr unmittelbar starr verbundene Plunger gerade seine Bewegungsumkehr vollzieht und damit die wirksame Förderung einsetzt. Nach Durchführung des Druckhubes bzw. bei Steuerung auch des wirksamen Förderendes durch den Plunger schon während des Druckhubes wird Leitung 56 vom Steuerimpuls entlastet. Hierdurch wird der Steuerschieber unter dein Einfluß des im Raume 69 befindlichen, auf die Differenz der Kolbenflächen 6d., 66 wirkenden gespannten Mittels in die Ausgangslage zurückgeführt, indem Bohrung 68 den Raum»7i von dem Druck des hochgespannten Mittels entlastet, weil Bohrung 68 über Räume 72 und 73 mit dem Abfluß 74 in Verbindung steht. Hierdurch wirkt das im Raume 69 befindliche, hochgespannte Mittel auf die obere Ringfläche der Stufe 61, so daß der Plunger in die gezeichnete Ausgangslage, gegebenenfalls unter Beendigung des wirksamen Förderhubes, zurückgeht.
  • Die Abb. 5 und 6 zeigen Ausführungsbeispiele, bei denen ein besonderer Steuerschieber und ein besonderes hochgespanntes, durch diesen Steuerschieber zugelassenes oder abgeschlossenes Mittel fehlt; durch die Steuerimpulse wird der Plunger unmittelbar betätigt. In Abb.5 sind wieder zwei Kolbenstufen verschiedenen Durchmessers der Geradführun.g 59 angeordnet. Die die Steuerimpulse übertragende Leitung 56 mündet in dem Raum 75 unterhalb der größeren Einflußfläche 61, während der Raum 76 ständig unter dem Einfluß des üngesteuerten gespannten Mittels, beispielsweise Preßöles von 6 at Spannung, steht. Sobald ein Steuerimpuls über Leitung 56 erteilt wird, findet der Druckhub des Plungers statt, während b°i Beendigung des Steuerimpulses das gespannte Mittel im Raume 76 auf die Kolbenringflä che der Stufe 61 einen etwas größeren Druck ausübt als auf die Ringfläche der Stufe 6o, so daß der Plunger in die gezeichnete Ausgangsstellung zurückgeht, damit den Förderhub, gegebenenfalls auch den wirksamen Förderhub, beendigt und den Saughub durchführt. In der Ausführungsform der Abb.6 wird der durch das gespannte Mittel ständig ausgeübte Druck durch eine Druckfeder 77 ersetzt, während die Steuerimpulse durch Leitung 56 auf den allein vorhandenen Kolben 78 ausgeübt werden.
  • Abb.7 zeigt in ihrer linken Hälfte im Längsschnitt durch die Brennstoffpumpe 9o das Zusammenwirken einer hydraulischen Betätigung des den wirksamen Förderbeginn steuernden Pumpenplungers nach Abb. 4 mit den übrigen Teilen der Brennstoffpumpe. An die Geradführung 59 der bereits beschriebenen hydraulischen Steuerung, die über die Druckölleitung 56 betätigt wird, setzt sich der Pumpenplunger 95 an. Dieser gleitet in an sich bekannter Weise in einer zylindrischen Bohrung 96 des Brennstoffpumpenkörpers 9o, die den Arbeitsraum der Pumpe bildet. Mit dem Arbeitsraum 96 stehen in Verbindung das Saugventil 97, :das der Druckleitung 57 vorgeordnete Druckventil 98 sowie das Überströmventil99. In an sich bekannter Weise wird dieses durchweg als Nadelventil ausgebildete Überströinventil über Schwinghebel ioo und Stößel ioi von einem Lenker 102 aus gesteuert, dessen eines Ende an die Geradführung 59 angelenkt ist, während das andere Ende über Stange 103 unter dem Einfluß des Reglers steht. Je nach der Stellung der vom Regler beeinflußten Stange 103 kommt die Rolle 104 des Lenkers io2 bei jedem Förderhub des Plungers 95 früher oder später mit dem Stößel ioi zur Berührung, so daß sich der Förderhub des Pl.ungers 95 durch frühere oder spätere Eröffnung des Überströmventils 99 entsprechend ändert. Der nach Eröffnung des Überströmventils 99 drucklos geförderte Brennstoff wird über die Umgehungsleitung io5 in die Brennstoffansaugleitung 1o6 zurückgeführt.
  • Was für die hydraulische Steuerung @ des Pumpenplungers ausgeführt worden ist, gilt sinngemäß für die Steuerung aller anderen Pumpenorgane, welche zur Bestimmung des wirksamen Förderbeginnes vorgesehen werden können.

Claims (1)

  1. PATLNTANSPRÜCI-IR: i. Brennstoffpumpe für Verpuffungskammern, deren Spielzahl Änderungen unterworfen ist, gekennzeichnet durch Einrichtungen (48), die den wirksamen Förderbeginn, bezogen auf eine Umdrehung der Steuerwelle (39), in Abhängigkeit von oder gleichzeitig mit Spielzahländerungen der Verpuffungskammer verlegen. z. Brennstoffpumpe nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Einrichtungen (49, 48) zur Veränderung der Vor- oder Nacheilung der den wirksamen Förderbeginn bestimmenden Steuerungsglieder (39, 45) in bezug auf die Steuerungsorgane (44, 4.3, 42), von denen die Steuerungsglieder (39, 45) ihre den Förderbeginn rhythmisch bestimmende Bewegung ableiten. 3. Brennstoffpumpe nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch hydraulische Steuerung des den wirksamen Förderbeginn ausführenden Pumpenorgans (59 bzw. 78), wobei die hydraulische Steuerung Einrichtungen zur Veränderung der Vor- oder Nacheilung der den wirksamen Förderbeginn bestimmenden Steuerungsglieder (39, 45) in bezug auf die Steuerungsorgane (44, 43, 42) aufweist, von denen sie ihre den Förderbeginn rhythmisch bestimmende Bewegung ableiten. 4. Brennstoffpumpe nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Steuerwelle (42) umlaufende Steuerkörper (39) für das den wirksamen Förderbeginn ausführende Pumpenorgan (59 bzw. 78) parallel zur Drehachse verschiebbar angeordnet ist, so daß seine schraubengangförmigen, das Pumpenorgan (59 bzw. 78) ansteuernden Steuerwülste (45) den Zutritt des von ihnen gesteuerten, gespannten Mittels zu dem Pumpenorgan (59 bzw. 78), bezogen auf Bewegungen der Steuerwelle, je nach der axialen Stellung des Steuerkörpers zur Steuerwelle bald später, bald früher freigeben. 5. Brennstoffpumpe nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpenplunger (59) als den wirksamen Förderbeginn bestimmendes Pumpenorgan ausgebildet ist, wobei er über ein gespanntes Mittel unter dem Einfluß einer Steuerung steht, die Einrichtungen (49, 48) zur Veränderung der Vor- oder Nacheilung der den wirksamen Förderbeginn bestimmenden Steuerungsglieder (39, 45) in bezug auf die Steuerungsorgane (q.4, 43, 4?) aufweist, von denen die Steuerungsglieder ihre den Förderbeginn rhythmisch bestimmende Bewegung ableiten.
DE1930596993D 1930-12-20 1930-12-20 Brennstoffpumpe fuer Verpuffungskammern, deren Spielzahl AEnderungen unterworfen ist Expired DE596993C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE596993T 1930-12-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE596993C true DE596993C (de) 1934-05-17

Family

ID=6573954

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930596993D Expired DE596993C (de) 1930-12-20 1930-12-20 Brennstoffpumpe fuer Verpuffungskammern, deren Spielzahl AEnderungen unterworfen ist

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE596993C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2643466A1 (de) Kraftstoffeinspritzpumpe
EP0328602B1 (de) Einrichtung zur einbringung des kraftstoffes in den brennraum einer brennkraftmaschine
DE2115169A1 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung fur Brenn kraftmaschinen mit Kompressionszundung
DE2715302A1 (de) Rotationskolben-brennkraftmaschine und verfahren zum beeinflussen ihrer arbeitsweise
DE1576310B2 (de) Mengenregeleinrichtung einer kraftstoffeinspritzpumpe fuer kraftfahrzeugdieselmotoren
DE1626398B2 (de) Kurbelwellenlose Hubkolben-Brennkraftmaschine
EP0178487A2 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen
DE1451968B1 (de) Regeleinrichtung bei einer Brennstoffpumpe für Brennkraftmaschinen
EP0070558A1 (de) Kraftstoffeinspritzpumpe
DE2037449C3 (de) Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen
DE3416392A1 (de) Treibstoffeinspritzpumpe fuer einen verbrennungsmotor
DE2841375C2 (de) Brennstoffversorgungsanlage für Gasturbinentriebwerke von Flugzeugen
DE596993C (de) Brennstoffpumpe fuer Verpuffungskammern, deren Spielzahl AEnderungen unterworfen ist
DE2240289A1 (de) Brennstoffeinspritzvorrichtung
DE931807C (de) Kraftanlage mit mindestens einem Freiflugkolben-Treibgaserzeuger, einer durch die Treibgase angetriebenen Kraftmaschine und einer Brennkammer zwischen Freiflugkolben- und Kraftmaschine
DE2638670A1 (de) Kraftstoffeinspritzpumpe
DE3704580A1 (de) Kraftstoffeinspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen
CH311922A (de) Hydraulischer Regler.
DE1172898B (de) Vorrichtung zur Selbstregelung von mit einer hin und her gehenden Bewegung arbeitenden Pumpen zur Brennstoffeinspritzung in Motoren
DE858475C (de) Einspritzpumpe, insbesondere fuer leichtsiedende Brennstoffe
DE503081C (de) Kolbenschieber fuer Brennkraftmaschinen
AT126845B (de) Regelanordnung an Gasturbinenanlagen.
DE737277C (de) Vorrichtung zur Regelung der Brennstoffzufuhr von Treibgaserzeugern mit fliegenden Kolben
DE137832C (de)
AT256554B (de) Kraftstoffeinspritzpumpe für Verbrennungskraftmaschinen