DE596608C - - Google Patents

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DE596608C
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chamber
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J47/00Tubes for determining the presence, intensity, density or energy of radiation or particles
    • H01J47/02Ionisation chambers

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  • Measurement Of Radiation (AREA)
  • Electron Tubes For Measurement (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
5.ΜΑΠ934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVr 596 KLASSE 21 g GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1927 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kammer zur Messung von Röntgenstrahlen mit Hilfe der Ionisation des in ihr befindlichen Gases. Bei derartigen Kammern unterscheidet man zwei Arten, bei deren Ausbildung von verschiedenen Gesichtspunkten ausgegangen wird, nämlich verhältnismäßig große Kammern, die zur Messung von Röntgenstrahlen an irgendeiner Stelle des Raumes dienen, und sogenannte Kleinkammern oder Fingerhutkammern, die man zur Messung der Röntgenstrahlung am Testobjekt benutzt, d. h. an der Stelle, wo sie ihre biologische Wirkung ausübt. Die Erfindung bezieht sich auf eine Kammer der zuletzt genannten Art, und sie löst das bisher ungelöste Problem., eine Kammer zu schaffen, die eine weitgehende Unzerbrechlichkeit aufweist und die Messung von weichen Strahlen am Testobjekt, und zwar während der Bestrahlung selbst unter Berücksichtigung der Rückstreuung, ermöglicht, auch für die Messung harter Strahlen anwendbar ist und diese Messungen ohne das Auftreten von Fehlmessungen durchzuführen gestattet. Der Erfindungsgegenstand ist insbesondere zur Messung von ultraweichen Strahlen oder Grenzstrahlen bestimmt, d. h. Strahlen, die einer Spannung von etwa 5 bis 1 5 kV entsprechen.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Kammer röhrenförmig ausgebildet ist, ein Eintrittsfenster und ein ihm gegenüberliegendes Austrittsfenster aufweist, die für weiche Strahlen durchlässig sind, und Elektroden enthält, welche aus Schichten aus Luftmasse oder aus einem ähnlichen Material mit niedrigem Atomgewicht bestehen, sich auf den aus einem statisch isolierenden Baustoff bestehenden Kammerwandungen befinden und nicht im Weg der durch die Fenster hindurchgehenden Röntgenstrahlen angeordnet sind.
In der Zeichnung sind in den
Abb. ι und 2 bekannte Kleinkammern dargestellt, und in
Abb. 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben.
Die Vorrichtung gemäß Abb. 1 besteht aus einer Hülle a, die etwa die Gestalt eines Reagenzglases hat. In der Hülle α ist die stiftförmige Elektrode b vorgesehen. In Reihe mit der Elektrode b liegt ein Meßsystem c, beispielsweise ein Galvanometer, und eine Batterie d. Die eine Klemme der Batterie sowie die Hülle α, die als zweite Elektrode dient, sind geerdet. Mit dieser Vorrichtung können jedoch nur verhältnismäßig harte Röntgenstrahlen ohne Schwierigkeiten ge-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Boris Rajewsky in Frankfurt a. M.
messen werden, wogegen weiche Röntgenstrahlen infolge ihres geringen Durchdringungsvermögens nicht imstande sind, das in der Hülle α vorhandene Gas hinreichend zu ionisieren, um an einem verhältnismäßig unempfindlichen Meßsystem metöbare Ausschläge zu gewinnen.
Diesem Übelstand suchte man durch Verwendung einer Vorrichtung gemäß Abb. 2 abzuhelfen. Diese Vorrichtung besteht aus • einer dosenförmigen Hülle a, in der eine im Weg der Röntgenstrahlen liegende plattenförmige Elektrode b untergebracht ist. Die elektrische Schaltung bei dieser Vorrichtung entspricht vollkommen der elektrischen Schaltung, die bei der Vorrichtung gemäß Abb. 1 benutzt wird. Obzwar mit der in Abb. 2 dargestellten Vorrichtung die Messung" weicher Strahlen ohne weiteres möglich ist, kann diese Vorrichtung schon deshalb nicht befriedigen, weil bei ihr die zu behandelnde Körperstelle durch die Platte b abgedeckt wird und weil neben der unmittelbaren Ionisation des Gasraumes durch die Röntgenstrahlen auch eine unerwünschte mittelbare Ionisation desselben durch von der Elektrode b ausgehende Sekundärstrahlen erfolgt.
Bei einer anderen bekannten Kleinkammer, welche gleichfalls dosenähnlich ausgebildet ist, ist nicht wie bei der Kammer gemäß Abb. 2 eine Elektrode parallel zum Kammerboden angeordnet, sondern beide Elektroden sind parallel zu den Seiten wandungen der Kammer angebracht. Von dieser bekannten Kammer unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand zunächst durch das Vorhandensein eines Austrittsfensters, das für weiche Strahlen durchlässig ist. Bei der in Frage stehenden bekannten Kleinkammer sind im übrigen die Meßergebnisse abhängig von der Einfailsrichtung der Strahlung, weil sich bei wechselnder Einfallsrichtung die Ionisation des Gases zwischen den Kammerseitenwandungen und den Elektroden ändert. Dies ist beim Erfindungsgegenstand dadurch verhütet, daß die Elektroden an der Seitenwandung der Kammer anliegen. Bei der in Frage stehenden bekannten Kammer ist eine Elektrode mit dem Kammergehäuse leitend verbunden, die andere Elektrode hingegen von einem Isolierstück getragen, das gleichzeitig als Durchführung dient. Die Erfindung beschreitet einen anderen Weg. Ihr zufolge besteht die ganze Seitenwandung der Kammer aus einem statisch isolierenden Körper, der den Elektrodentragisolator und die Elektrodendurchführungen bildet. Hierdurch kann man die Kammer ohne zu hohe Fertigungskosten derart klein machen, daß die Ionisationsstrecke als dünne -'Schicht aufgefaßt werden kann.
Die ernndungsgemäß ausgebildete Kammer, die in Abb. 3 dargestellt ist, weist einen rohrförmigen Körper α auf, an dem an einer Seite ein Eintrittsfenster b und an der anderen Seite ein Austrittsfenster c vorgesehen ist. Die beiden genannten Fenster bestehen aus dünnen Platten eines für weiche Strahlen durchlässigen Baustoffes, etwa Celluloid. Die Fenster b und c werden durch ringförmige Bauteile g, h an der Hülle α festgehalten. Die Elektroden e und / sind an den Seitenwandungen der Kammer derart angeordnet, daß sie nicht im Weg der durch die Fenster b und c hindurchtretenden Röntgenstrahlen liegen. Hierdurch wird das Auftreten einer nennenswerten Sekundärstrahlung verhütet, und die zu messende Strahlung wird nicht daran gehindert, an das Testobjekt zu gelangen. Die Elektroden e und / bestehen aus Schichten, die auf die Innenwandung des Bauteils α aufgelegt sind. Zu ihrer Herstellung eignet sich vorzugsweise eine sogenannte Luftmasse, doch könnten sie etwa auch aus Graphit bestehen, der bekanntlich ein niedriges Atomgewicht und ähnliche Eigenschaften wie eine sogenannte Luftmasse aufweist. Als Luftmasse kommt ein Gemisch von annähernd 97 °/0 Kohlenstoff (Graphit) und annähernd 3 o/0 Silicium in Betracht. Die Höhe der Elektroden e, f ist kleiner als die des Rohrstummels α, und sie sind in ihm derart angeordnet, daß zwischen ihnen und den Fensterplättchen b, c ein Zwischenraum vorhanden ist.

Claims (1)

  1. Pa tentanspruc ii :
    Kleinkammer zur Messung von weichen Röntgenstrahlen am Testobjekt mit Hilfe der Ionisation des in der Kammer befindliehen Gases, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer röhrenförmig ausgebildet ist, ein Eintritts- und ein ihm gegenüberliegendes Austrittsfenster aufweist, die für weiche Strahlen durchlässig sind, und Elektroden enthält, welche aus Schichten aus Luftmasse oder einem ähnlichen Material mit niedrigem Atomgewicht bestehen, sich auf den aus einem statisch isolierenden Baustoff bestehenden Kammerwandungen befinden und nicht im Wege der durch die Fenster hindurchgehenden Röntgenstrahlen angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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