DE592772C - Strahlapparat - Google Patents

Strahlapparat

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DE592772C
DE592772C DEB149879D DEB0149879D DE592772C DE 592772 C DE592772 C DE 592772C DE B149879 D DEB149879 D DE B149879D DE B0149879 D DEB0149879 D DE B0149879D DE 592772 C DE592772 C DE 592772C
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DE
Germany
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jet
shield
radial
pressure
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Expired
Application number
DEB149879D
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English (en)
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FRANJO BRATINA
Original Assignee
FRANJO BRATINA
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Publication date
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Publication of DE592772C publication Critical patent/DE592772C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F5/00Jet pumps, i.e. devices in which flow is induced by pressure drop caused by velocity of another fluid flow
    • F04F5/42Jet pumps, i.e. devices in which flow is induced by pressure drop caused by velocity of another fluid flow characterised by the input flow of inducing fluid medium being radial or tangential to output flow

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Nozzles (AREA)

Description

  • Strahlapparat Große Mengen von Gas, Flüssigkeiten usw. werden nach dem heutigen Stande der Technik durch Schrauben- oder ähnliche Flügel, aber auch durch Kolbenmaschinen und eingekapselte Strahlapparate in Bewegung gesetzt.
  • Mit der vorliegenden Erfindung, die im Prinzip ein Strahlapparat mit maximaler Strahlerweiterung ist, wird in die Technik ein Maschinenelement eingeführt, welches in erster Linie Luft-, Wasser- u. a. Schrauben verdrängen soll. Das wesentliche Merkmal des Radialstrahlers liegt darin, daß der Treibmittelstrahl nur von einer offenen konvexen Oberfläche des Schildes A geleitet wird, der Treibmittelstrahl also sich frei an dem Schild entlang ausbreitet und so allmählich aus der radialen in die axiale Lage zurückkommt, während bei den bisherigen Strahlapparaten eine zweite Begrenzungs- oder Führungswand gegenübergestellt wird. Saugwirkung des Strahles findet an der ganzen offenen konvexen Oberfläche des Schildes A statt. Außerdem wird das Mittel noch infolge der Reibung an der freien äußeren Berührungsfläche des Strahles mitgerissen, was bei den bisherigen Strahlapparaten wegen der Verkapselung mit der zweiten Begrenzungs- und Führungswand, die beim Erfindungsgegenstand gänzlich entfällt, verhindert wird. Die schirmartige Konstruktion des Schildes- A, der bloß für das Mittel undurchlässig zu sein braucht, gestattet auch die größten Dimensionen und kann zweckentsprechend gestaltet werden.
  • Das Prinzip des vorliegenden Radialstrahlers besteht darin, daß an der konvexen Seite eines Hohlschildes A von seiner Mitte aus vermittels einer Rundverteilungsdüse M ein Treibmittelstrahl frei ausströmt, sich über die offene konvexe Oberfläche des Hohlschildes A ausbreitet und unter dem Drucke der Außenatmosphäre an sie anschmiegt,, schließlich die Peripherie des Schildes samt der aus der Umgebung infolge des im Radialstrahle entstehenden Vakuums angesaugten als auch infolge der Reibung an der Berührungsfläche mitgerissenen Masse mehr oder weniger in der Richtung der Längsachse 0 verlassend. Die Masse des primären Treibmittelstrahles m ist aus dem Mittel um die angesaugte und mitgerissene Masse M vermehrt worden. Natürlich wird durch diese Abgabe der kinetischen Energie des Treibmittelstrahles an die zu bewegende Materie die Anfangsgeschwindigkeit V auf v reduziert. Diese Größen stehen zueinander in einem Verhältnis, das auch der sinngemäß angewandten Formel von B e r n o u 11i entspricht, obgleich wir hier mit keiner ganz aufgefüllten Rohrleitung zu tun haben. Da nämlich die Druck- und Lagenenergie an allen Stellen des offenen Schildes infolge des blitzschnellen Ausgleiches mit dem Außendrucke gleich ist, verbleiben nur die Glieder der Gleichung, die die Bewegungsenergie darstellen, falls wir einstweilen die äußere Arbeit außer acht lassen, Zur weiteren Erklärung der Wirkungsweise, wie weiter unten beschrieben, sind die in der Beilage gegebenen Zeichnungen gewählt.
  • Fig. i und 2 veranschaulichen den vertikalen Querschnitt eines Sektors des Radialstrahlers zwecks theoretischer Erklärung des Prinzips.
  • Fig. i a und 2 a geben den entsprechenden Grundriß.
  • Fig. 3, ¢ und 5 stellen alternativ einen vertikalen Querschnitt des Apparates dar und Fig. 6 den zugehörigen Grundriß.
  • Einige praktische Anwendungsmöglichkeiten werden hier nur beispielsweise angeführt Gasturbine mit Radialstrahlern. Radialstrahler zum Zwecke der Belüftung, Fortleitung von Gasen oder Flüssigkeiten in Röhren, pneumatischen Transportes, Staubsaugens, Be- und Entnebelns, Zerstäubung, innigen Mischung und Vergasung von Brennstoffen, weiter zum Zwecke des Sprudelns, Ausspülens, Waschens, innigen Mischens, Ausfällens, Klärung und Flotation.
  • Radialstrahler wird auch als Antriebsvorrichtung von allerhand Luft- u. a. Fahrzeugen angewendet werden können.
  • Die vorgenannten Beispiele sind lediglich zum Zwecke einer beispielsweisen Darlegung der Erfindung gewählt..
  • Die Wirkungsweise des Radialstrahlers sei im Anschluß an die in der Einleitung gegebene Prinzipbeschreibung nachstehend näher erklärt Die in der Beschreibung gewählten Bezugzeichen sind sinngemäß in den einzelnen Figuren die gleichen. Durch die Röhre C werden unter Druck nach der Mitte des Schildes A Gas, Dampf oder Flüssigkeit als Treibmittel geleitet. An der Mündung der Röhre C befindet sich eine ringförmige Rundverteilungs- und Expansionsdüse M, in der das Treibmittel in radialer Richtung auf die äußere Atmosphäre expandiert.
  • Bei Gas oder Dampf ist die Expansion ähnlich wie bei der de Lavalschen Düse, in der eine nahezu vollkommene Umwandlung der thermischen und potentiellen Energie des Druckes in Bewegungsenergie erreicht wird. Die Ausflußgeschwindigkeit V erhält fast den theoretischen Wert c bedeutet spezifische Wärme bei konstantem Druck; T1 bedeutet absolute Temperatur beim Eintritt in die Düse; T2 bedeutet absolute Temperatur beim. Austritt an der Mündung der Düse. Durch die Verbrennung von Gasgemisch in der konischen Düse selbst oder durch eine äußere Erwärmung der Düse wird eine polytropische Expansion erfolgen; wenn jedoch, wie oben angenommen, keine Zu- oder Ableitung der Wärme erfolgt, ist die Expansion adiabatisch.
  • Bei Flüssigkeiten besteht für die Ausflußgeschwindigkeit folgende Funktion H bedeutet Flüssigkeitssäule, entsprechend dem Druck, der auf der Flüssigkeit lastet.
  • Der Druck im Treibmittelstrahl ist an der Mündung der RundverteilungsdüseM gleich dem äußeren Atmosphärendrucke. Da der Querschnitt des Strahles an der offenen Oberfläche des konvexen Schildes ständig zunimmt und die Strahlpartikel vermöge der Beharrung nicht sofort die der Ouerschnittserweiterung entsprechende Geschwindigkeit annehmen können, so entsteht im Strahle an jeder Stelle ein Vakuum, welches aber unter dem Drucke der Außenatmosphäre blitzschnell auf Schritt und Tritt mit Masse aus der Umgebung aufgefüllt wird. So bleibt der Druck im Strahle eigentlich stets mit dem Atmosphärendruck ausgeglichen, wohl aber wird die Masse des Strahles nicht nur in die Breite, sondern auch in die Dicke sichtlich vermehrt, was das eigentliche Ziel des Radialstrahlers ist, da man dadurch das Mittel in Bewegung setzt.
  • Außer durch Aufsaugen wird das Mittel auch durch die Reibung des Strahles an der Berührungsfläche mit ihm mitgerissen, was den Radialstrahler vor allen sonstigen Strahlapparaten hervorhebt.
  • Nach dem, Aufsaugen und Mitreißen der Materie, die sich zwischen der inneren Seite des Strahles und dem Schilde befand, schmiegt sich der Strahl der konvexen Seite des HohlschildesA vollkommen an und wird samt der angesaugten und mitgerissenen Materie parallel mit der Längsachse des Apparates 0 bzw. normal zur Verteilungsdüse M von der Peripherie des Schildes ins Freie oder in die Lutten (Röhren) fortgeleitet. Diese bisher auch theoretisch unbekannte Wirkung wird besonders durch den Druck der äußeren Atmosphäre und des Stoßes der mit großer Geschwindigkeit einströmenden Materie aus der Umgebung verursacht.
  • Es ist selbstverständlich, daß sowohl Form, Weite und Ouerschnitt der Zuleitungsröhre C und der Rundverteilungsdüse M als auch Form, Profil, Oberfläche und Größe des Hohlschildes A jeweils dem Verwendungszweck angepaßt und geformt werden können.
  • Kurz gesagt, der beschriebene Radialstrahler ist ein einfacher, rationeller und betriebssicherer Umformer eines Strahles von großen Geschwindigkeit und kleiner Masse in einen Strahl von mäßiger Geschwindigkeit und vermehrter Masse.
  • Dieser Umstand ist für manche praktischen Zwecke besonders wichtig, da beim gleichen Arbeitsverbrauch der Beschleunigimgsrückdruck in umgekehrtem Verhältnis mit der Geschwindigkeit des Strahles steht. Bezeichnen wir den Rückdruck, den der primäre Strahl von der Masse m_ -und Geschwindigkeit _V hätte, falls er aus der Expansionsdüse C geradeaus ausströmen möchte, mit .
  • v=mV und den Rückdruck des mit der Masse M_ aus der Umgebung angereicherten Strahles mit R=(m+M)v, so bekommen wir R=y(V:v). . Der Beschleunigungsrückdruck ist also um den Quotienten der Anfangs- und Schlußgeschwindigkeit vergrößert worden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Strahlapparat, bestehend aus einem für das Mittel undurchlässigen Hohlschild (A), an dessen konvexer Seite von seiner Mitte aus vermittels einer Rundverteilungsdüse (M) ein geschlossener Treibmittelstrahl von Gas, Dampf oder Flüssigkeit frei ausströmt, sich über die offene konvexe Oberfläche des Schildes (A) ausbreitet, unter dem Drucke der Außenatmosphäre sich an sie anschmiegt und schließlich die Peripherie des Schildes samt dem aus der Umgebung infolge des im Radialstrahle entstehenden Vakuums angesaugten und infolge der Reibung des Strahles an der Berührungsfläche mitgerissenen Mittel in der Richtung der Längsachse (0) verläßt.
DEB149879D 1930-07-22 1931-05-06 Strahlapparat Expired DE592772C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
YU592772X 1930-07-22

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DE592772C true DE592772C (de) 1934-02-14

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ID=25559860

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB149879D Expired DE592772C (de) 1930-07-22 1931-05-06 Strahlapparat

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DE (1) DE592772C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE948350C (de) * 1938-10-22 1956-08-30 Brev Et Procedes Coanda Sa D E Injektor, Ejektor oder andere, aehnlich verwendbare Strahlapparate
DE971025C (de) * 1948-08-11 1958-11-27 Snecma Vorrichtung zum Ablenken eines aus einer Leitung ausstroemenden Strahles
WO2005008074A1 (en) * 2003-07-18 2005-01-27 Ab Progetti S.R.L. Vacuum pump

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE948350C (de) * 1938-10-22 1956-08-30 Brev Et Procedes Coanda Sa D E Injektor, Ejektor oder andere, aehnlich verwendbare Strahlapparate
DE971025C (de) * 1948-08-11 1958-11-27 Snecma Vorrichtung zum Ablenken eines aus einer Leitung ausstroemenden Strahles
WO2005008074A1 (en) * 2003-07-18 2005-01-27 Ab Progetti S.R.L. Vacuum pump

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