DE589147C - Relais fuer mehrbegriffiges Lichtsignal - Google Patents

Relais fuer mehrbegriffiges Lichtsignal

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DE589147C
DE589147C DEW87935D DEW0087935D DE589147C DE 589147 C DE589147 C DE 589147C DE W87935 D DEW87935 D DE W87935D DE W0087935 D DEW0087935 D DE W0087935D DE 589147 C DE589147 C DE 589147C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/12Visible signals
    • B61L5/18Light signals; Mechanisms associated therewith, e.g. blinders
    • B61L5/1809Daylight signals
    • B61L5/1818Daylight signals using mobile coloured screen

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Manufacture Of Motors, Generators (AREA)

Description

Es sind mehrbegriffige Lichtsignale bekannt, bei denen der Blendenträger mit einem Anker und daran befestigten Polschuhen ver-• bunden ist, die unter dem Einfluß eines durch senkrechte Luftspalte von ihnen getrennten feststehenden Magnetsystems' die Blende in der Mittellage halten oder in eine der Endlagen bringen. Bei der bekannten Einrichtung ist das Magnetsystem aus zwei Elektromagneten zusammengesetzt^ welche die Mittelbzw. Endlagen der Blenden herbeiführen.
Gemäß der Erfindung besteht der feststehende Magnet aus einer Anzahl einzelner Dauermagnete, die durch Rückenbänder quer verbunden sind. Diese Anordnung hat insbesondere den Vorteil vor der bekannten Einrichtung, daß die bei der letzteren notwendige Eichung vor der Inbetriebnahme wegfällt. Ferner ist die Herstellung des Erfmdungsgegenstandes werkstattechnisch günstiger als die der bekannten Konstruktion und bietet auch erhebliche betriebstechnische Vorteile, die aus nachstehender Beschreibung ersichtlich sind.
' Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei-. spiel, und zwar ist
Fig. ι ein senkrechter Schnitt einer Aus-—■ führungsform des Lichtsignals nach der Erfindung.
Fig. 2 ist eine Ansicht der Fig. 1 von links gesehen, bei welcher gewisse Teile weggebrochen sind, um die Konstruktion sichtbar zu machen. "
Fig. 3 ist eine Ansicht der Signaleinrichtung nach Fig. 1 und 2, von der rechten Seite der Fig. 1 gesehen.
Fig. 4 ist eine Ansicht der Feldanordnung, die einen Teil der Vorrichtung für das Signal nach Fig. i, 2 und 3 bildet, wobei einige Teile weggebrochen sind, um die Konstruktion besser zu zeigen.
Fig. 5 ist eine Ansicht des Rotors, der einen Teil der Vorrichtung für das Signal nach Fig. 1 und 2 bildet.
Fig. 6 ist eine Einzelansicht zum Teil im Schnitt und zum Teil im Aufriß und zeigt einen Teil der Vorrichtung für die in Fig. I und 2 dargestellten Signale.
Fig. 7 zeigt in vergrößertem Maßstabe einen Teil der Vorrichtung für die in Fig. 1 und 2 dargestellten Signale.
Fig. 8 ist eine Einzelansicht des Gegengewichtsarmes und des zugehörigen Gewichts, die einen Teil der Vorrichtung für das Signal nach Fig. 1 und 2 bilden.
Fig. 9 ist eine Oberansicht des Sperrteiles. , -
Fig. 10 ist eine schematische Ansicht, die einen Stromkreis zur Steuerung des Relais zeigt. ' ■ . _ -
Gleiche Bezugszeichen beziehen sich auf, gleiche Teile in den verschiedenen Figuren.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, hat, das
Signal ein Gehäuse A, das bei der dargestellten Ausführungsform halbzylindrisch ist. Das Gehäuse A ist oben mit einem nach vorn hervorragenden Stift ι versehen; die Seitenwände des Gehäuses weisen Ansätze 2, 3 mit öffnungen auf (Fig. 2). Mittels dieses Stiftes und dieser Ansätze kann das Signal an einem geeigneten Träger befestigt werden.
In der Vorderwand 4 des Gehäuses A be-ία findet sich eine Öffnung 5, und neben dieser Öffnung ist ein Ring 6 befestigt, der mit einer durchsichtigen Scheibe oder einem Deckglas 7 versehen ist, durch welches das Signallicht herausfällt. Die Hinterwand des Gehäuses ist mit einer Öffnung 8 versehen; durch diese Öffnung erstreckt sich in das Gehäuse ein rohrförmiger Teil 9-, der an seinem inneren Ende durch ein durchsichtiges Deckglas 10 verschlossen ist, wodurch u. a. ein Eintritt von Feuchtigkeit und Staub in das Gehäuse y4 verhindert wird. In den rohrförmigen Teil 9 ist eine herausnehmbare Beleuchtungsvorrichtung· B eingepaßt. Diese Beleuchtungsvorrichtung kann beliebige Konstruktion haben und besteht bei der vorliegenden Ausführungsform aus einem elliptischen Reflektor 11 und einer elektrischen Lampe 12, deren Faden I2a so in dem Reflektor angeordnet ist, daß er einen großen Prozentsatz der von der Lampe ausgesandten Lichtstrahlen sammelt und sie im oder nahe am Brennpunkt 13, wie mit gestrichelten Linien 14 angedeutet ist, zum Konvergieren bringt. Die Lampe 12 '- kann mit Strom aus einer beliebigen, in der Zeichnung nicht dargestellten Quelle durch Leitungen 15 versorgt werden.
Durch eine öffnung 20 im Boden des Gehäuses (Fig. 1) ragt in das Innere des Gehäuses A ein Brillenarm 16 nach oben, der an seinem oberen Ende mit drei verschieden gefärbten Filtern 17, 18 und 19, wie am besten aus Fig. 3 und 5 ersichtlich, versehen ist. Dieser Arm wird durch eine Stellvorrichtung gemäß der Erfindung wie nachstehend im einzelnen beschrieben, gesteuert und ist befähigt, drei Stellungen einzunehmen, nämlich eine mittlere Stellung, bei welcher das Filter 18 in axialer Ausrichtung zum Deckglas 7 im oder nahe am Brennpunkt 13 liegt, eine rechtsseitige Stellung (wie in Fig. 5 dargestellt), bei welcher das Filter 19 in axialer Ausrichtung zum Deckglas 7 im oder nahe dem Brennpunkt 13 liegt und eine linksseitige Stellung, bei welcher Filter 17 in axialer Ausrichtung zum Deckglas 7 im oder nahe dem Brennpunkt 13 liegt. Es ist klar, daß, wenn eines der Filter in axialer Aus-. richtung mit dem Deckelglas 7 im Brennpunkt 13 liegt, die durch den Brennpunkt gehenden Lichtstrahlen durch das Filter hindurchgehen, so daß nur Lichtstrahlen der Farbe, die nioht ausgefiltert ist, aus dem Signal austreten können. Da nun die Filter verschieden gefärbt sind, folgt daraus, daß das Signal drei verschiedene Erscheinungsformen zeigen kann, je nachdem, welches Filter im Brennpunkt 13 liegt. Bei der praktischen Anwendung der Erfindung für Eisenbahnsignale ist der 'Brillenarm mit einem Überhang ΐβ nach der Vertikalstellung versehen und das Filter 18 rot gefärbt, so daß, wenn der Arm diese Stellung einnimmt, das entsendete Lichtbüschel rot ist und eine Haltanzeige gibt. Das Filter 17 ist grün und das Filter 19.gelb gefärbt, so daß, wenn der Arm 16 die Linksstellung einnimmt, das entsendete Lichtbüschel des Signals grün ist, also Fahrt anzeigt, und wenn der Arm 16 die Rechtstellung einnimmt, das von dem Signal entsendete Lichtbüschel gelb ist, d. h. die Vorsichtsanzeige gibt.
Die Stellvorrichtung für den Brillenarm 16 ist nach dem System eines Motorrelais. mit drei Stellungen gebaut und umfaßt eine Feldanordnung F1 die aus Fig. 4 am besten ersichtlich ist, und einen Rotor R, der in Fig. 5 am besten dargestellt ist. Gemäß Fig. 4 enthält die Feldanordnung zwei auseinanderliegende Magnete G und H, deren gleiche Pole durch magnetisierbar auseinander- go liegende parallele Rückenbänder 21 bzw. 22 verbunden sind. Die Magnete G und H können von beliebiger Art sein; z. B. können bekannte Elektromagnete verwendet werden mit einem magnetisierbaren Kern, der eine Erregerwicklung trägt. Um indes die Herstellungskosten zu verringern und den Wirkungsgrad der Signalstellung zu verbessern, wird vorzugsweise die in der Zeichnung dargestellte Konstruktion benutzt. Hierbei besitzt jeder Magnet zwei rechteckige Platten 23 und 24 aus magnetisierbarem Material, die zwischen zwei Paaren sich senkrecht erstrekkender, permanent magnetisierter, rechteckiger Stäbe 25 neben den unteren bzw: oberen Enden der Stäbe festgeklemmt sind. Die Stäbe 25 eines jeden Paares sind parallel getrennt voneinander angeordnet, und zwar derart, daß ihre entsprechenden Enden sämtlich gleichnamige Polarität aufweisen. Diese n0 Stäbe werden abnehmbar in ihrer Lage mittels eines Klemmbolzens 26 gehalten, der sich horizontal durch Festhalteklammern 27 und zwischen den Stäben 25 jeden Paares nahezu in der Mitte zwischen ihren Enden erstreckt, ng Die Klammern 27 sind mit Ohren 27s an jedem Ende versehen, die die entgegengesetzten Seiten der zwei Stäbe eines jeden Paares übergreifen, um die Stäbe in der richtigen Entfefnung voneinander zu halten. Eine Hilfsklammer 28 wird zwischen den Kopf des Bolzens 26 und die zugehörige Klammer 27
eingelegt, um den Bolzen 26 an einer Drehung zu verhindern, während die zugehörige Mutter 26" eingeschraubt oder gelöst wird. Diese . Hilfsklammer erstreckt sich quer über die zugehörige Klammer 27 und ist auf ihrer Innenseite mit einem waagerechten Kanal 28*, der die zugehörige Klammer 27 aufnimmt und auf ihrer Außenseite mit parallelen getrennten ■ Rippen 28a versehen, die die gegenüberliegenden Seiten des rechteckigen Kopfes des Bolzens 26 erfassen. Eine flache Sperrplatte 62 (Fig. 1) ist ferner zwischen jede Mutter 26" und die zugehörige Klammer 27 eingelegt. Diese Sperrplatte besteht aus deformierbarem Material und, nachdem die Mutter dicht angezogen ist, wird ein Ende dieser Platte so gebogen, daß es mit dem Rand der zugehörigen Klammer in Eingriff kommt. Das andere Ende wird in Eingriff mit der Mutter gebogen und verhindert so ein Losewerden der Mutter. Ein Trennblock 29 aus Messing oder anderem nicht magnetischen Material ist zwischen die Platten 23 und 24 jedes Magneten eingelegt. Der Tfennblock, die Platten und die Rückenbänder sind sämtlich aneinander durch nachstehend beschriebene Mittel sicher befestigt. - - -
Jeder Block 29 ist mit einem horizontalen Schlitz 30 versehen, durch welchen der Klemmblock 26 mit Spiel hindurchgeht. Dieser ist an seinem äußeren Ende offen, so daß der Bolzen in den Schlitz eingeführt und aus ihm herausgenommen werden kann. Es sei bemerkt, daß die Breite des Trennblocks geringer als die Breite der Platten 23 und 24 ist, so daß zwischen dem.Block und den Stäben ein freier Raum bleibt. Ebenso ist zwischen, den Enden der Stäbe und den Rücken-• bändern 21 und 22 etwas Raum gelassen. Mittels dieser Konstruktion können die vier Stäbe jedes Magneten aus der Feldanordnung zur ,Kontrolle oder Auswechslung lediglich durch Lösung der zugehörigen.Mutter 26° und Herausschieben des Bolzens, der Klammern und der Stäbe nach außen in der Achsenrichtung der Rückenbänder herausgenommen werden (Fig. 1). Ferner können bei dieser Konstruktion die übrigen Teile der Stellvorrich-
• tang für das Signal zusammengefügt werden, bevor die Stäbe in die Eeldanordnung eingefügt werden. Dies ist ein besonderer Vorteil, weil, wenn die magnetisierten Stäbe in die Feldanordnungen eingebaut wurden, bevor die übrigen. Teile der Stellvorrichtung des Signals zusammengesetzt wären, alsdann, während diese übrigen Teile zusammengefügt werden, Eisen- und Stahlfeilspäne von den Stäben angezogen werden könnten, was unerwünscht ist. Dadurch, daß die Vorrichtung ganz' ohne die Stäbe zusammengesetzt wird, kann sie entweder mit einem Vakuum-, oder einem Luftgebläse gereinigt, und die Stäbe können, von allen Feilspänen frei gehalten, zuletzt eingesetzt werden.
Es ist hervorzuheben, daß der magnetische Kontakt zwischen den Stäben und den Rükkenbändern2i, 22 durch Vermittlung der Platten 23, 24 und' nicht an den Enden der Stäbe erfolgt, so daß keine Bearbeitung der Stäbe außer ihrem Zuschneiden auf die gewünschte Länge erforderlich ist, das nicht mit großer Genauigkeit zu geschehen braucht. Es ist somit ersichtlich, daß die Herstellung der Magnete bei der Konstruktion nach der Erfindung sehr wirtschaftlich ist. Ferner ist zu bemerken, daß, wenn auch bei dem Ausführungsbeispiel jeder Magnet mit vier dauernd magnetisierten Stäben ausgestattet ist, diese Anzahl der Stäbe für die Erfindung nicht wesentlich ist, vielmehr je nach der Feldstärke, die man erreichen will, verändert werden kann.
Mit dem Rückenband 21 sind zwei Polschuhe 31, 32 und mit dem Rückenband 22 zwei Polschuhe 33, 34 verbunden. Bei der gezeichneten Anordnung sind diese Polschuhe |_~förmig und haben horizontale Schenkel 31°, 32a, 33a, 34a und senkrechte Schenkel 3i&, 325, 33& und 34*. Der horizontale Schenkel jedes Polschuhes ist an dem zugehörigen Rückenband mittels zweier Schrauben 35 und 36 (Fig. 3 und 4) befestigt. Jede Schraube 35 geht mit Spiel durch eine Bohrung im Polschuh und ist in eine Gewindebohrung am zugehörigen Rückenband eingeschraubt. Jede Schraube 36 ist ähnlich befestigt. Sie reicht dann mit Spiel in ein Loch im benachbarten Block 29 und verhindert somit die Platten 23, 24 und den Block 29 an einer Drehung um den zugehörigen Zapfenbolzen 66 (Fig. 3), der nachstehend beschrieben ist. Wie hieraus ersichtlich, dienen die Schrauben 36 sowohl als Mittel zur Befestigung der Polschuhe an den Rückenbändern als auch als Teil der erwähnten Mittel zur Befestigung der Rückenbänder 21 und 22, der Platten 23 und 24 und der Trennblöcke 29 aneinander. Die Polschuhe 31 und 32 sind durch einen Raum getrennt und mit ihren senkrechten, nach unten gehenden Schenkeln auf gegenüberliegenden no Seiten der Rückenbänder 21 angeordnet. Die Polschuhe 33 und 34 sind in gleicher Weise voneinander getrennt und mit ihren nach oben gehenden senkrechten Schenkeln unmittelbar unter den nach unten gehenden Schenkeln der Polschuhe 31 bzw. 32 angeordnet. Hieraus ergibt sich also, daß die Feldanordnung zwei Paare von Polschuhen umfaßt, von denen das eine Paar 31, 33 auf der einen Seite und neben dem einen Ende der Rückenbänder 21, 22 und das andere Paar 32, 33 auf der andern Seite und neben dem gegen-
überliegenden Ende der Rückenbänder 21, 22 liegt. Ferner ist ersichtlich, daß die Polschuhe 31, 32 die eine Polarität und die Polschuhe 33, 34 die entgegengesetzte Polarität haben. Wenn z. B. die Stäbe 25 so angeordnet sind, daß ihre magnetischen Nordpole an den oberen Enden der Stäbe liegen, werden die Polschuhe 31, 32 Nordpole und die Polschuhe 33, 34 Südpole sein. Die Enden der Polschuhe eines jeden Paares sind voneinander durch einen horizontalen Luftspalt getrennt, wobei die äußeren Oberflächen eines jeden Paares in der gleichen vertikalen Ebene angeordnet sind. Die inneren Ecken der PoI-schuhe sind weggeschnitten, um freien Raum für die Rotorspule 57 (Fig. 3) zu schaffen, die weiter unten beschrieben wird.
Die FeldanordnungF ist an dem Gehäuse^ mittels zweier Arme 63 und 64 aufgehängt (Fig. ι und 3). Diese Arme bestehen aus nicht magnetisierbarem Material, wie Messing, und jeder von ihnen ist an dem oberen Rückenband 21 mittels einer Maschinenschraube 65 befestigt, die durch eine Bohrung in dem Arm hindurchgeht und in eine Gewindebohrung im Rückenband eingeschraubt ist. Die Arme 63 und 64 sind ferner an dem Rückenband 21 mittels eines Zapfenbolzens 66 befestigt, der durch Bohrungen mit Spiel in dem zugehörigen Arm 63 oder 64, dem Rückenband 21 und der benachbarten Platte 23 hindurchgeht und in den benachbarten Trennblock 29 eingeschraubt ist. Es ist zu bemerken, daß die Zapfenbolzen 66 als ein Teil der oben erwähnten Mittel zur Zusammenklemmung des Rückenbandes 21, der Platten 23 und der Trennblöcke 29 dienen. Die Arme 63 und 64 können an dem Gehäuse A in beliebiger Weise, z. B. durch Schraubenbolzen 67 (Fig. i), befestigt sein.
An dem unteren Rückenband 22 zwischen den Polschuhen 33, 34 ist mittels Schrauben 43 ein nicht magnetisierbarer Träger 44 befestigt. Dieser Träger ist im wesentlichen U-förmig, und die nach oben gehenden Arme 45 und 46 desselben sind an ihren oberen Enden mit in gleicher Höhe liegenden Kugellagern 47, 48 (Fig. 6) versehen, in welchen der vorerwähnte Rotor R drehbar gelagert ist.
Dieser Rotor R umfaßt bei der in Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform- einen Kern 38 aus magnetisierbarem Material, z. B. Siliciumstahl, der nahe an seinen Enden mit Schultern 38s und 38* versehen ist, gegen welche nach entgegengesetzten Seiten gerichtete Anker 39 und 40 mittels Muttern 41, 42 festgeklemmt sind. Wellen 49 und 50 von nicht magnetisierbarem Material, wie Phosphorbronze, sind in die Enden des Kerns 38 eingesetzt und drehbar in den erwähnten Kugellagern 47 und 48 gelagert. Der Anker 39 wirkt mit den Polschuhen 32, 34 zusammen und ist von den äußeren Polflächen der vertikalen Schenkel 32*, 34* dieser Polschuhe durch vertikale Luftspalte getrennt, desgleichen Anker 40 mit den Polschuhen 31, 33 und den Schenkeln 3t6, 33*, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist. Der Anker 40 wirkt in gleicher Weise. Die Anker 39 und 40 bestehen aus" magnetisierbarem Material und sind mit Ohren 51, 52, 53 und 54 versehen, die von der Mitte des Ankers aus, wie aus der Zeichnung ersichtlich, zugespitzt sind; der Grund hierfür wird weiter unten erläutert.
An der äußeren "Seite des Ankers 40 sind auf gegenüberliegenden Seiten der Achse des Rotorkerns 38, wie am besten aus Fig. 2, 5 und 7 ersichtlich, zwei Stifte 69 und 70 mit zwei Rollen 71 und 72 angebracht. Die Rolle
72 wirkt mit einem Gegengewichtsarm 73 (Fig. 7) am unteren Ende eines nach unten hervorragenden, aus einem Stück mit dem Arm neben dem inneren Ende des Armes gebildeten Teil 73°, und die Rolle 71 wirkt mit einem gleichen Gegengewichtsarm 74 am unteren Ende eines nach unten hervorragenden Teils 74° zusammen. Der Gegengewichtsarm
73 ist drehbar am äußeren Ende eines Lagerstiftes 76 (Fig. 2) gelagert und trägt ein Gewicht 77. Das Gewicht 77 ist auf seiner Unterseite bei 77° geschlitzt (Fig. 8), um den Arm 73 aufzunehmen. Es kann in einer eingestellten Längsstellung auf dem Arm mittels einer Stellschraube 78 befestigt werden, die durch das Gewicht auf der einen Seite des Schlitzes bis zum Eingriff mit dem Arm eingeschraubt ist. Die Stellschraube 78 trägt eine Sperrmutter 79, mittels welcher die Stellschraube gegen Losewerden gesichert ist. Der Lagerstift 76, auf welchem der Arm
73 drehbar gelagert ist, wird von einem gegabelten Ansatz 75 (Fig. 2) getragen, der nach unten von dem Arm 63 aus herabreicht. Der Gegengewichtsarm 74 wird drehbar an seinem äußeren Ende von einem Stift 80 getragen und trägt ein Gewicht 81, das dem Gewicht 77 gleicht und in derselben Weise befestigt ist. Die Gegengewichtsarme ruhen für gewöhnlich auf den zugehörigen Rollen 71 und 72, und es ist klar, daß, wenn sich der Rotor R aus seiner Ruhestellung im Sinne des Uhrzeigers dreht, der Arm 73 und umgekehrt der andere Arm gehoben wird, so daß also der Rotor einen Überhang zur mittleren Ruhelage bekommt, bei welcher die längeren Achsen der Anker 39 und 40 im wesentlichen waagerecht liegen.
Neben den inneren sich gegenüberliegenden Enden der Gegengewichtsarme 73 und
74 sind zwei mit Gewinde versehene Stifte 84 und 85 (Fig. 7) angeordnet, die in das
obere Ende' des' Armes 46 des Rotorträgers 44 eingeschraubt sind. Der Stift 84 ist mit zwei Anschlagmuttern 86 und 87 versehen, die mit einem hervorragenden Teil 736 am Ende des Gegengewichtsarmes 73 zusammenwirken, um den Hub dieses Gegengewichtsarmes zu begrenzen. Der Stift 85 ist ebenfalls mit zwei Anschlagmuttern 88 und 89 versehen, die mit einem hervorragenden Teil 74* am Ende des Armes 74 zusammenwirken und den Hub dieses Armes begrenzen. Wie Fig. 7 zeigt, wirkt die Mutter 86, wenn der Gegengewichtsarm 73 in die Stellung gehoben ist, bei welcher der Ansatz 73* gegen die Mutter 86 anschlägt, als Widerlager zur Verhinderung einer weiteren Drehung des Rotors R im Sinne des Uhrzeigers, und wenn der Gegengewichtsarm 74 in die Stellung gehoben ist, bei welcher der Ansatz 74* gegen die Mutter 88 anschlägt, wirkt sie als Widerlager und verhindert eine weitere Drehung des Rotors R im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers. Hieraus folgt, daß durch Veränderung der Vertikalstellung der Muttern 86 und 88 auf den Stiften 84 und 85 die Strecke, um welche der Rotor R aus seiner Ruhestellung in" beiden Richtungen schwingen darf, in bequemer und genauer Weise auf einen beliebigen gewünschten Wert eingestellt werden kann. Die unteren Anschlagmuttern 87 und 89 begrenzen die Abwärtsbewegung der Gegengewichtsarme und werden so eingestellt, daß, wenn der Rotor R in seine richtige Ruhelage durch die Gegengewichtsarme gedreht ist, die Muttern 87, 88 gerade die Vorsprünge 73*, 74* erfassen. Bei dieser Einstellung bringen die Gegengewichtsarme den Rotor in seine Mittelstellung zurück.
Es ist wichtig, daß die Anschlagmuttern nach Einstellung in ihre richtigen Stellungen hierin verbleiben. Zu. diesem Zweck ist ein Sperrglied vorgesehen, daß aus einem flachen Metallstreifen 90 besteht, der im wesentlichen U-förmig gebogen ist und parallele, sich senkrecht nach, unten erstreckende getrennte Schenkel 90« und 9ο6 besitzt, die an ihren unteren Enden durch einen Quersteg verbunden sind und an ihren oberen Enden horizontale, nach entgegengesetzten Richtungen liegende Abbiegungen 9oc und god aufweisen. Die Äbbiegungen 9oc, 90"* haben Löcher 90*, 90' (Fig. 9), die zur Aufnahme der Stifte 84, 85 dienen; die Teile sind so bemessen, daß, wenn das Sperrglied zwischen die Ansdilagmutter so eingelegt wird, daß die Löcher 90*, 90/ die Stifte 84, 85 aufnehmen, der vertikale Schenkel 90s dicht gegen die flachen Seiten der Anschlagmuttern 86, 87 anliegt, während der senkrechte Schenkel 906 dicht gegen die flachen Seiten der Anschlagmuttern 88, 89 sich anschmiegt. Das Sperrglied wird durch Muttern 91 und 92 an seiner Stelle gehalten, die auf die Stifte über den waagerechten Abbiegungen 90c, 90^ aufgeschraubt sind. Zwischen die Kiemmuttern und die waagerechten Abbiegungen des Sperrgliedes 90 ist eine biegsame Sperrplatte 121 eingelegt, die Löcher zur Aufnahme der Stifte 84, 85 besitzt. Wenn die Muttern 91, 92 dicht angezogen sind, werden die vorstehenden Enden der Sperrplatte hoch gebogen, so daß sie sich gegen die Seiten der Muttern anlegen und sie gegen eine ungewollte Lösung sichern. Es ist somit klar, daß das Sperrglied sicher an seiner Stelle gehalten wird und jede Bewegung der Einstellmuttern verhindert.
Es ist zu bemerken, daß die Lagerstifte 76 und 80, um welche die Gegengewichts arme 73t 74 sich drehen, in solchem Abstand über den Berührungspunkten der Rollen 72, 71 liegen und die Teile so bemessen sind, daß, wenn ein Arm durch eine Rolle gehoben wird, der Berührungspunkt zwischen den Teilen 73", 74° des Armes und der zugehörigen Rolle sich nach außen an dem Teil des Armes entlang und um die Rolle im Gegensinne des Uhrzeigers für Rolle 72 und im Sinne des Uhrzeigers für Rolle 71 bewegt, so daß im wesentlichen keine "gleitende Bewegung zwischen der Rolle und dem Arm stattfindet.
Die Gegengewichtsarme 73 und 74 haben außer der Aufgabe, dem Rotor die Neigung in seine Normallage zu geben, noch den Zweck, besondere Kontakte zu betätigen. Diese Kontakte sind gleich, und ihre entsprechenden Teile sind mit denselben Bezugszeichen versehen unter Hinzufügung der Un- terscheidungsexponenten α bzw. b, so daß zum Verständnis beider die Beschreibung des einen genügt.
Betrachten wir z. B. besonders den von dem Gegengewichtsarm 73 gesteuerten Kontakt (Fig. 2), so ist das eine Ende einer isolierenden Lenkstange ioo° an diesen Arm angelenkt und am andern Ende mit einem beweglichen Kontaktglied ioiß gelenkig verbunden. Das freie Ende des beweglichen Kontaktgliedes ioi° ist seinerseits an einen leitenden Arm io2a angelenkt, der durch Nietung oder auf andere Weise an einem leitenden Block 103s befestigt ist. Der leitende Block 103" ist an einer kontakttragenden Platte 104° mittels eines Bolzens io5a befestigt, welcher auch als Klemme zur Verbindung eines Leiters mit dem leitenden Block und von da mit dem beweglichen Kontaktglied ioia dient. Die kontakttragende Platte 104" besteht aus Isoliermaterial, z. B. Fiber oder einem Phenolkondensationspro-
dukt, und ist an ihrem oberen Ende mittels Schrauben ioya an einem nach unten reichenden Ansatz io8ß des Armes 63 nahe dem Ansatz 75 befestigt, der den Gegengewichtsarm 73 trägt. An der kontakttragenden Platte 104° sind auf entgegengesetzten Seiten des leitenden Blocks 103° zwei andere leitende Blöcke H3a, 114s mittels Bolzen inß H2ß befestigt. Der leitende Block H3e trägt einen biegsamen Kontaktfinger 1 ioß und einen Anschlag 115°, der die Abwärtsbewegung des Kontaktfingers iio° begrenzt. Der leitende Block H4a trägt ebenfalls einen biegsamen Kontaktfinger 109" und einen Anschlag n6ß, der die Aufwärtsbewegung des letzteren Fingers begrenzt. Wenn der Gegengewichtsarm 73 seine unterste Stellung einnimmt, in welcher er auf der Zeichnung dargestellt ist, erfaßt das bewegliche Kontaktglied ioia den unteren Kontaktfinger 109" und schließt einen Ruhekontakt 10ia bis 109". Wenn der Gegengewichtsarm 73 indes in seine obere Stellung bewegt wird, so erfaßt der Kontakt ioi° den Kontaktfinger 1 ioa und schließt einen Ärbeitskontakt ioiß bis iioa. Es ist zu bemerken, daß, da dia kontakttragenden Platten an dem gleichen Träger befestigt sind, der den zugehörigen Gegengewichtsarm trägt, keine Veränderung der gegenseitigen Lage dieser beiden Teile eintreten kann, wodurch die Kontakteinstellung beeinflußt würde. Diese Anordnung schafft eine zwangsläufige Betätigung der Kontakte.
Der oben beschriebene Brillenarm 16 ist nahe an seinem unteren Ende an dem Anker 39 des Rotors R derart starr befestigt, daß, wenn der Rotor seine Ruhelage einnimmt, das von dem Brillenarm getragene Filter 18 in axialer Ausrichtung mit dem Deckglas 7 im Brennpunkt 13 liegt. Die Teile sind so eingestellt und bemessen, daß, wenn der Anker im Sinne des Uhrzeigers aus seiner Ruhelage in die Lage schwingt, in welcher der Gegengewichtsarm 73 die obere Anschlagmutter 86 berührt, alsdann das Filter ig in axialer Ausrichtung mit dem Deckglas 7 im Brennpunkt 13 ist und daß, wenn der Anker im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers in die Stellung gedreht wird, in welcher der Gegengewichtsarm 74 gegen die obere Anschlagmutter 88 anliegt, das Filter 17 in axialer Ausrichtung mit dem Deckglas 7 im Brennpunkt 13 liegt. Der Brillenarm 16 ist an seinem unteren Ende mit zwei Gegengewichten 55 und 56 versehen, welche ebenfalls den Rotor in seine Ruhelage zu bringen bestrebt sind.
Der Kern 38 des Rotors R wird von der Rotorspule 57 (Fig. 6) umschlossen. Diese Spule kann von beliebiger Art sein, aber aus später zu erörternden Gründen ist es vorzuziehen, eine langsam wirkende Spule zu benutzen. Bei der dargestellten Ausführungsform enthält die Spule die übliche Wicklung aus isoliertem Draht, der um ein schweres Rohr 68 aus leitendem Material, z. B. Kupfer, zwischen isolierenden Endplatten 58 und 59 herumgewickelt ist. Die Spule 57 wird zwischen den Rückenbändern 21 und 22 mittels zweier Träger 60 gehalten, die an den Rückenbändern z. B. durch Nietung befestigt sind. Die Träger 60 erstrecken sich unten und oben in der Längsrichtung an der Spule entlang und sind in Schlitze 61 in den Endplatten 58 und 59 eingepaßt. Die Enden der Träger 60 sind umgebogen, so daß Ansätze 60s gebildet werden, welche die Endplatten erfassen, um die Spule in der richtigen Längslage mit Bezug auf den Kern zu halten.
Es ist erwünscht, daß der freie Raum zwisehen dem Kern 38 und der Spule 57 so klein als möglich ist. Da indes der Kern 38 so gelagert ist, daß er innerhalb der Spule rotieren kann, ist es wesentlich, daß der Kern und die Spule einander nicht berühren. Es ist daher klar, daß der Kern 38 mit Bezug auf die Spule 57 genau zentriert liegen muß. Um diese Zentrierung zu erleichtern, sind die Träger 60 vorzugsweise aus einem Werkstoff, wie Messing, hergestellt, welcher genügend gebogen werden kann, um die erforderliche senkrechte Einstellung der Spule zu ermöglichen; die Träger sind so bemessen, daß sie nach ihrer Biegung keine Bewegung der Spule infolge einer Vibration oder eines Klapperns des Signals zulassen. Ferner erhalten die Bohrungen in dem Träger 44, durch welche die Schrauben 43 hindurchgehen, genügend Spiel, so daß dieser Träger und daher auch der Kern 38 des Rotors R im rechten Winkel zur Achse der Spule in der Waagerechten bewegt werden kann. Hieraus folgt, daß durch Einstellungen zwischen dem Kern und der Spule in beiden Ebenen dieser in einfacher Weise genau mit Bezug auf die Spule zentriert werden kann.
Die Rotorspule 57 soll mit Strom, der in seiner Richtung umkehrbar ist, versorgt werden; zu diesem Zweck ist, wie aus Fig. 10 ersichtlich, eine Batterie 122 vorgesehen, die mit dieser Spule durch einen Polwechsler P verbunden ist. Der Polwechsler P wird bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel von Hand bedient, in der Praxis indes kann der Polwechsler für gewöhnlich durch Pol wechselkontakte eines Relais oder durch die Kontakte anderer Signale, die dem hier dargestellten Signal gleichartig sind, ersetzt werden.
Die Betätigungsvorrichtung ist von einem Glasgehäuse 123 umgeben, welches mittels Schrauben 117 und 118 festgehalten wird, die durch Löcher im Gehäuse hindurchgehen
und in Gewindebohrungeh der Stifte 119 bzw. 120 eingeschraubt sind. Die Stifte 119 und 120 gehen durch Bohrungen mit Spiel in dem unteren Rückenband 22 und den unteren leitenden Platten 24 und sind in die Trennblöcke 29 eingeschraubt, so daß diese Stifte auch als Teil der eingangs erwähnten Mittel zur Zusammenhaltung der Feldanordnung dienen.
Angenommen, die Magnete G und H sind so angeordnet, daß die Polschuhe 31, 32 Nordpole und die Polschuhe 33, 34 Südpole werden, so ist die Wirkungsweise des ganzen Relais folgende: Wenn der Polwechsler P seine Mitteisteilung einnimmt, bei welcher kein Strom der Spule 57 zugeführt wird, so ist der einzige KraftfLuß, der die Anker 39 und 40 durchströmt, der KraftfLuß von den zugehörigen Polstücken 32, 34 und 31, 33 aus; die Anker sind so geformt'und die Teile so bemessen, daß dieser Kraftfluß kein merkbares Drehmoment auf den Rotor ausübt. Der Rotor wird deshalb durch die Gegengewichte 55 und 56 und die Gegengewichtsarme 73 und 74 in seiner Ruhelage gehalten. Nimmt der Rotor diese Stellung ein, so ist das Filter 18 ,in axialer Ausrichtung mit dem Deckglas 7 im Brennpunkt 13, wie oben angege1 ben, und das von dem Signal entsendete Lichtbüschel ist somit rot. Ferner sind, die * Arbeitskontakte ΐοΐα-ΐΐοα und ioi*-no* offen, während die Ruhekontakte ioi"-iO9a und ϊοΐδ-ΐο9& geschlossen sind.
Wird nun der Polwechsler P in eine solche Richtung gelegt, daß die Wicklung 57 Strom von normaler Polarität erhält, so wird Anker 40 ein Nordpol und Anker 39 ein Südpol. Unter diesen Bedingungen stößt der Polschuh 31, der ein Nordpol ist, den Anker 40 ab, und der Polschuh 33, der Südpolarität hat, zieht den Anker40 an,'während der Polschuh 32 als Nordpol den Anker 39 anzieht und der Polschuh 34, der ein Südpol ist, den Anker 39 abstößt. Es wird somit ein Drehmoment auf den Rotor R ausgeübt, welches den Rotor im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers bei der Darstellung in Fig. 2 dreht. Diese Drehung des Rotors hebt den Gegehgewichtsarm 74 in seine obere Lage, in welcher der Ansatz.746 gegen die Anschlagschraube 88 anschlägt und bringt' das Filter 17 in axiale Ausrichtung mit der Scheibe 7 in dem Brennpunkt 13, so daß das von dem Signal entsendete Lichtbüschel eine grüne Farbe hat. Wenn der Arm 74 sich in seine obere Stellung bewegt, wird der Ruhekontakt ioi&-io96'geöffnet und der Arbeitskontakt ioxb-iiol> geschlossen, wie oben angegeben. Dagegen beeinflußt die Drehung des Rotors entgegen dem Uhrzeiger nicht den Gegengewichtsarm 73, so daß Ruhekontakt ΐοΐβ-ΐθ9α geschlossen und Arbeitskontäkt iOia-iioe offen bleibt. Der Rotor beharrt nun in der Stellung, in welcher Filter 17 in axialer Ausrichtung mit der Scheibe 7 im Brennpunkt 13 steht, bis der . Polwechsler P betätigt wird, um die Wicklung 57 abzuerregen. Der Rotor wird alsdann, vermöge des Überhanges des Gegengewichtsarmes 73 und der Gegengewichte SS und 56, in seine Ruhelage zurückfallen.
Wird der Polwechsler P in eine solche Richtung gestellt, daß die Spule 57 mit Strom umgekehrter Polarität versorgt wird, so- wird Anker 40 ein Südpol und Anker 39 ein Nordpol.
Unter diesen Bedingungen wird Anker 40 vom Polschuh 31 angezogen und vom Polschuh 33 abgestoßen, während Anker 39 vom Polschuh 32 abgestoßen und vom Polschuh 34 angezogen wird, so daß ein Drehmoment auf den Rotor R ausgeübt wird, das denselben im Sinne des Uhrzeigers bei der Darstellung in Fig. 2 dreht. Diese Drehung hebt den Gegengewichtsarm 73 in seine obere Stellung, öffnet dadurch Ruhekontakt ΐοΐα-ΐο9α und schließt Arbeitskontakt ioiß-noß. Ferner bringt diese Drehung das Filter 19 in axiale Ausrichtung mit Scheibe 7 im Brennpunkt 13, so daß das vom Signal entsendete Lichtbüschel jetzt gelb ist. Während dieser Drehung bleibt der Gegengewichtsarm 74 in der dargestellten Lage, ,so> daß Ruhekontakt ioi&-io9& geschlossen und Arbeitskontakt ΐοΐ&-ΐΐοδ offen bleibt. Wird der Polwechsler nun betätigt, so daß Spule 57 aberregt wird, so kehrt der Anker infolge des Überhanges des Gegengewichtsarmes 74 und der Gegengewichte 55 und 56 in seine Ruhelage zurück.
Es ist besonders zu bemerken, daß, da die Spule 57, wie angegeben, langsam wirkend ist, der Kraftfluß, der in dem Rotor R bei Erregung dieser Spule entsteht, langsam aufgebaut wird und das magnetische Drehmoment, welches infolge dieses Kraftflusses auf den Rotor ausgeübt wird, deshalb langsam anwächst, so^ daß der Rotor sich langsam aus seiner Ruhelage in eine der eingestellten Lagen bewegt. Diese langsame Wirkungsweise des Rotors verringert die Beanspruchung der Kraftquelle und schwächt daher die Neigung des Rotors zurückzuprallen, wenn die Drehung des Rotors durch den Gegengewichtsarm festgehalten wird, der von dem Rotor angehoben gegen die obere Anschlagmutter anschlägt, wodurch die Wirkungsweise des Signals erheblich verbessert wird. Ferner wird durch die langsame Wirkung der Spule der Abfall des Kraftflusses im Rotor nach Aberregung der Spule ebenfalls verzögert und hierdurch eine langsame Abnahme des auf den Rotor durch den Kraft-
fluß ausgeübten magnetischen Drehmoments bewirkt, so daß der Rotor langsam in seine Ruhelage zurückkehrt. Durch diese Verlangsamung der Bewegung des Rotors bei seiner Rückkehr in die Ruhelage wird die Neigung des Ankers, infolge der Massenträgheit der rotierenden Teile über die Ruhelage hinauszuschwingen und hin und her zu schwanken, fast ganz beseitigt. Ebenso ist es klar, daß
ίο die Verwendung der langsam wirkenden Spule zugleich den Abfall und den Aufbau des magnetischen Kraftflusses im Rotor, wenn die Polarität des der Spule 57 zugeführten Stromes wechselt, verzögert, so daß die Bewegung des Rotors, wenn er aus der einen Erregungslage in die andere geht, verlangsamt und daher die Neigung des Rotors, unter diesen Bedingungen zurückzuprallen, verringert wird.
Es ist weiter zu betonen, daß, da die Anker 39 und 40 mit spitz zulaufenden Ohren, wie oben erwähnt, ausgebildet sind, ein größeres Drehmoment auf den Rotor gegen Ende seines Hubes in beiden Richtungen ausgeübt wird als im Anfang des Hubes, und dieses ist erwünscht, um die Arbeitskontakte des Signals zusammenzudrücken.
Ein weiterer Vorteil des Signals gemäß der Erfindung ist, daß, da die Luftspalte zwisehen den Ankern und ihren zugehörigen Polschuhen senkrecht und waagerecht liegen, sich in diesen Luftspalten kein Staub ansammelt. Ferner sind sie leicht abzumessen und können besichtigt werden, nachdem die Betätigungsvorrichtung vollständig montiert .. ist. -
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß sämtliche Teile weitgehend rechteckig gestaltet sind, was die Bearbeitung dieser Teile erheblich erleichtert und daher die Kosten der Herstellung des Signals wesentlich verringert.
Auch ist es von Vorteil, daß, da beide Schrauben, die jeden Polschuh an dem zugehörigen Rückenband befestigen, mit Spiel durch Bohrungen in dem Polschuh hindurchgehen, der Luftspalt zwischen einem Polschuh und dem zugehörigen Anker eingestellt werden kann, indem man lediglich die Schrauben löst und dann den Polschuh bewegt, bis der gewünschte Luftspalt erhalten wird. Nachdem dies geschehen ist, können die Schrauben wieder angezogen werden, und der Polschuh wird dann in der gewünschten Stellung festgehalten. Auf diesem Wege kann jeder einzelne der vier Luftspalten eingestellt werden, ohne die andern drei zu beeinflussen.
Obwohl nur - eine Ausführungsform des Lichtsignals gemäß der Erfindung beschrieben und dargestellt ist, können verschiedene Änderungen daran vorgenommen werden, ohne den Sinn und Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Relais für mehrbegriffiges Lichtsignal, dessen Blendenträger mit einem Anker und daran befestigten Polschuhen verbunden ist, welche unter dem Einfluß eines durch senkrechte Luftspalte von ihnen getrennten feststehenden Magnetsystems die Blende in der Mittellage halten oder in eine der Endlagen bringen, dadurch gekennzeichnet, daß der feststehende Magnet aus einer Anzahl durch Rückenbänder (21, 22) quer verbundener einzelner Dauermagnete (G, H) besteht.
  2. 2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauermagnete (25) senkrecht stehen und die Polschuhe (31, 33, 32, 34) senkrecht auf jeder Seite der oben und unten angebrachten Rückenbänder (21, 22) hervorragen..
  3. 3. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (38) mit einer langsam wirkenden Erregerspule (^7) versehen ist, um jede Neigung des Ankers zum Zurückspringen während seiner Bewegung zu verhindern.
  4. 4. Ausführungsform des Ankers nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hülse oder Röhre (68) aus elektrisch leitendem Material zwischen der Erregerspule (57) und dem Ankerkern (38) eingelegt ist.
  5. 5. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete (25) an jedem Ende durch blockförmige Zwischenstücke (23, 24) mittels eines Bolzens (26) und Klammern (27) in Eingriff gehalten werden, wobei die Zwischenstücke (23, 24) an den Rückenbändern (21, 22) befestigt sind.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEW87935D 1931-01-08 1932-01-08 Relais fuer mehrbegriffiges Lichtsignal Expired DE589147C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE765588C (de) * 1932-06-10 1952-10-06 Westinghouse Brake & Signal Elektromagnetische Stellvorrichtung fuer mehrbegriffige Signale

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE765588C (de) * 1932-06-10 1952-10-06 Westinghouse Brake & Signal Elektromagnetische Stellvorrichtung fuer mehrbegriffige Signale

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GB393281A (en) 1933-05-30

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