DE58675C - Gewehr mit drei Läufen, drei Hähnen und zwei Abzügen - Google Patents
Gewehr mit drei Läufen, drei Hähnen und zwei AbzügenInfo
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- DE58675C DE58675C DENDAT58675D DE58675DA DE58675C DE 58675 C DE58675 C DE 58675C DE NDAT58675 D DENDAT58675 D DE NDAT58675D DE 58675D A DE58675D A DE 58675DA DE 58675 C DE58675 C DE 58675C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
- F41A19/06—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms
- F41A19/18—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms for multibarrel guns or multiple guns
- F41A19/19—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms for multibarrel guns or multiple guns with single-trigger firing possibility
- F41A19/20—Double-trigger arrangements having the possibility of single-trigger actuation
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. V
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf den Schlofsmechanismüs eines -dreiläufigen Jagdgewehrs.
Dieser Mechanismus ist so eingerichtet, dafs derselbe dem Schützen erlaubt, nach Belieben den Schufs des einen oder des
anderen Laufes oder auch alle drei hinter einander durch Bethätigung der beiden Abzüge,
welche genau wie bei'den gewöhnlichen Gewehren
in dem Abzugsbügel angeordnet sind, abzufeuern. Die drei Hähne besorgen hierbei die Percussion direct und sind rückspringend.
Der obere Hahn ist von aufsen mit der Hand zu spannen, während die Spannung der beiden
unteren Hähne durch einen Spannungshebel bewirkt wird.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung in einer der praktischsten Ausführungsformen zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. ι zeigt in Durchschnittsansicht den oberen Hahn in Ruhe und
Fig. 2 denselben in gespannter Stellung;
Fig. 3 zeigt in ähnlicher Ansicht die Schlofstheile für die unteren Hähne in nicht gespannter
Stellung, während
Fig. 4 dieselben in gespannter Stellung darstellt,
Fig. 5 bis 8 veranschaulichen die Anordnung und Stellung des Spannhebels;
Fig. 9 und 10 erläutern die Verbindung der
drei Läufe unter einander.
Der obere Hahn A, Fig. 1 und .2, bewegt sich in einem Ausschnitt des Bascülenschwanzes.
Zwischen dem Hahn A und dem Verschlufsstück der Läufe befindet sich die Schlagfeder B. Hinter
dem Hahn ist der Abzug C angebracht, an dessen Verlängerung!) eine Stange E befestigt ist, welche
in einem Ausschnitt des Spannungshebels H geführt wird und etwas oberhalb der beiden Abzüge
endet. Diese Stange ist an dem unteren Ende so geformt, dafs sie über beide Abzüge
hinwegreicht und von dem einen oder dem anderen Abzug bethätigt werden kann. Eine
Feder F sichert den Eingriff des Abzughebels C in den unteren Theil des Hahnes A.
Will man nun den gespannten Hahn (Fig. 2) abdrücken, so hat man nur einen der beiden
Abzugsdrücker zu bethätigen, worauf durch Hochheben der Stange E der Abzugshebel D C
ausgelöst und der Hahn durch die Einwirkung der Schlagfeder B nach vorn geschleudert wird.
Durch die demselben ertheilte Schwungkraft drückt der Ansatz G kurz vor Beendigung der
Vorbewegung des Hahnes die Feder B zusammen, welche dann den letzteren, nachdem
die Percussion stattgefunden, selbsttätig in die Sperrrast zurückwirft.
Die beiden unteren Hähne (Fig. 3 und 4) bezw. das untere Doppelschlofs sind auf dem
Abzugsbügel angeordnet. Die Spannung der Hähne erfolgt durch die Aufwärtsbewegung eines
Spannungshebels H mit Hülfe der seitlich an dem HebelHangebrachten beweglichen Haken/,
welche in die Rast der Hähne eingreifen. Der obere Arm der um Zapfen L drehbaren Schlagfeder
K ist mit dem Hahn durch eine Kette M verbunden; der untere Arm ruht auf der Nase N
des Hahnes und dem Kamm des Hebels H. Um mit den beiden unteren Rohren schiefsen
zu können, mufs man zunächst durch Hochheben des Spannungshebels H die unteren
Hähne spannen. Die Bewegung des Hebels wird durch die Haken J auf die Hähne über-
tragen, während der untere Federarm durch H nach oben gedrückt wird. Bei gehobenem
Spannungshebel befinden sich die Drehachse desselben, die Drehachse der Haken und die
Spitzen der letzteren in einer geraden Linie,-so dafs also die ganze Kraft der Feder auf die
Achse des Hebels H wirkt.
Der Haken J, Fig. 3 und 4, hat eine Verlängerung O, welche sich durch die von dem
Spannungshebel ausgeführte Bewegung gegen die Oberkante des Abzugsdrückers legt, sobald
der Hebel H vollständig in die Höhe gehoben ist.
Soll das in gespannter Stellung (Fig. 4) befindliche Schlofs bezw. Hahn behufs Entzündung
der Patrone abgedrückt werden, so genügt hierzu ein geringer Zug an dem betreffenden Abzugsdrücker, welcher, gegen die Verlängerung O
des Hakens J drückend, diesen aus der Rast des Hahnes bewegt, so dafs derselbe frei wird
und mit der ganzen Kraft der Feder K vorschnellt und gegen die Patrone schlägt. Bei
irgend einer anderen Stellung des Hebels H kann der' Abzug keinen Einflufs auf den
Haken J ausüben. Der Hahn kann also nur, wenn die Schlagfeder K vollständig gespannt
ist, losschlagen. Der untere Federarm von K wirkt nach erfolgter Entzündung der Patrone
als Rückspringer, indem er 'durch Gegenschlagen gegen den Ansatz N den Hahn in die
Sperrrast zurückwirft. Gleichzeitig drückt der untere Federschenkel aber auch den Spannungshebel H in seine ursprüngliche, nicht gespannte
Stellung (Fig. 3) zurück.
Beim Abdrücken des Abzuges stöfst, wie bereits erwähnt, der Abzugsdrücker gegen O
und dreht den Haken J aus der Rast des Hahnes. Diese Drehung des Hakens / wird
aber durch einen Ansatz P, Fig. 3 und 4, gegen den die Spitze von J anschlägt, begrenzt.
Hieraus folgt, dafs auch die Aufwärtsbewegung des betreffenden Abzuges in entsprechendem
Mafse eine begrenzte sein wird, und zwar ist die ganze Anordnung so gewählt, dafs, wenn
der Spannungshebel H gehoben ist, die Aufwärtsbewegung der Drücker schon beendet ist,
bevor die letzteren das untere Ende der Stange E erreichen. Hierdurch wird erzielt,
dafs man den dritten oberen Lauf nur abschiefsen kann, nachdem der Hebel herunterbewegt
ist, weil nur in dieser Stellung des Hebels die Abzugdrücker bis in den Bereich der Abzugsstange E- gehoben werden können.
Das Aufheben des Spannungshebels H geschieht durch Anheben oder Anziehen des
Hebels oder Bügels Q, welcher drehbar mit H verbunden ist und dessen anderes Ende sich
mit einem Röllchen S in einer Gleitbahn T des Kolbens führt. In angezogener Stellung
des Bügels Q hebt der Hebel H den Druck des unteren Armes der Schlagfeder K auf, und
zwar wird diese Wirkung durch die besondere Form des Kammes, des Hebels und des Schlagfederarmes erreicht, wie in den Fig. 5 und 6
dargestellt ist. ■
In gehobener Stellung wird der Bügel Q durch eine Feder U gesichert, welche mit
einem Knopf in einen Ausschnitt des Bügels einschnappt (Fig. 7 und 8). Ein Druck auf
den Federknopf genügt, um den Bügel Q wieder auszulösen und den Spannungshebel H
herunterzulassen. *
Das Doppelschlofs der beiden unteren Läufe weist folgende Vortheile auf.
Wenn man nach Andrücken des Spannungshebels nicht schiefsen will, d. h. wenn man
die Abzüge nicht abdrückt, so genügt es, den Spannungshebel loszulassen, und die Hähne
kommen sofort und ohne loszuschlagen in die Sperrrast zurück. Der Mechanismus macht
alsdann in entgegengesetzter Richtung dieselbe Bewegung, welche er beim Spannen der Hähne
beschrieben hat. Um schiefsen zu können, sind also zwei Bewegungen auszuführen:
ι. ist der Spannungshebel vollständig in die Höhe zu heben,
2. der Abzug zu drückdn.
Was den dritten Lauf anbetrifft (oberer Hahn), so mufs man nach -Zurückfallen des Spannungshebels den Hahn mit dem Finger spannen und
dann den Abzug abdrücken. Auf irgend eine andere Weise ist es unmöglich, dafs die Zündung
vor sich gehen kann. Hierdurch ist eine vollständige Sicherheit für den Schützen erzielt
und Unfälle'irgend welcher Art sind ganz und gar vermieden.
Durch Weglassung des oberen Laufes und Schlosses erhält man einen Selbstspanner
(Hammerless), welcher folgende Vorzüge bietet: Die Hähne sind nur im Augenblick des
Schiefsens gespannt; die Zündung kann nur mit dem ausdrücklichen Willen des Schützen
herbeigeführt werden. Die Kraft, welche nöthig ist, -um den Spannungshebel oben zu
halten, d. h. wenn die Hähne gespannt sind, ist sehr gering. Dieses rührt daher, dafs in
dieser Stellung des Spannungshebels der Schnabel des Hakens J mit der Achse desselben
und der Achse des Spannungshebels in einer geraden Linie liegt und infolge dessen
die ganze Spannkraft auf die Achse des Spannüngshebels übertragen wird und keine
Wirkung auf diesen selbst ausübt. Letzterer hat nur den Druck des unteren Federarmes
auszuhalten und kann dieser Druck durch die mehr oder weniger senkrechte Stellung des
am Hebel befindlichen Kammes regulirt werden. Man kann den Hebel auch in der Weise construiren, dafs bei Spannung desselben
der auf demselben befindliche Kamm sich vertical unter dem Federarm befindet. Der Spannungshebel bleibt dann in dieser,
Stellung stehen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:
Gewehr mit drei Läufen, drei Hähnen und zwei Abzügen, bei welchem die Abzugsstange (E) des oberen Hahnes (A) zu den Abzügen und einem die unteren Hähne spannenden Hebel (H Q) derart "angeordnet ist, dafs bei niedergelassenem Hebel (H Q) die Stange (E) durch den einen oder den anderen Abzug bethätigt werden kann, bei angehobenem Hebel (H Q) aber durch die die Spannung der unteren Hähne bewirkenden , am Hebel (H Q) beweglich befestigten Klinken (J O), deren Ausschlag durch Ansätze (P) des Bügelbleches begrenzt wird, nur die unteren Hähne auszulösen sind.
- 2. Bei dem unter i. gekennzeichneten Gewehr:a) die Einrichtung des Spannhebels (H) derart, dafs in seiner höchsten Lage seine Drehachse, sowie die Drehachse der Klinken (J O) und die Spitze der letzteren in einer geraden Linie liegen, wodurch das Spannen der unteren Hähne erleichtert wird;b) die Anordnung der Schlagfeder (B) für den oberen Hahn derart, dafs sie gleichzeitig als Feder für den Schieber zum Verschlufs der Läufe dient.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58675C true DE58675C (de) |
Family
ID=332956
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58675D Expired - Lifetime DE58675C (de) | Gewehr mit drei Läufen, drei Hähnen und zwei Abzügen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58675C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1119150B (de) * | 1960-01-26 | 1961-12-07 | Karl Rudolf Moeller | Abzugsvorrichtung fuer mehrlaeufige Jagdgewehre |
-
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- DE DENDAT58675D patent/DE58675C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1119150B (de) * | 1960-01-26 | 1961-12-07 | Karl Rudolf Moeller | Abzugsvorrichtung fuer mehrlaeufige Jagdgewehre |
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