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Unterwasserschneidbrenner Es ist bekannt, bei Unterwasserschneidbrennern
*für flüssigen Brennstoff (Benzin, .Benzol usw.) die Vergasung des Brennstoffs durch
elektrische Widerstandsheizung zu bewirken. Die Unterbringung dieser Heizvorrichtung
bedingt eine große Baulänge des Brenners, wodurch das Schneiden an schlecht zugänglichen
Gegenständen fast unmöglich gemacht wird.
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Für die vorgenannte Beheizung der Vergasungskammer wird eine elektrische
Stromquelle benötigt, die entweder eine durch einen Benzolmotor angetriebene Dynamomaschine
sein kann oder es muß der Strom von einer benachbarten Stromverteilungsstelle an
die Baustelle durch Freileitung oder Kabel herangeschafft werden. Beide Arten der
Stromzuführung sind mit großen Kosten verbunden, selbst auch die letztere, wenn
man berücksichtigt, daß die Verwendungsstelle z. B. mitten im Strom sich befindet,
d. h. also, daß die Stromzuführung vom Ufer aus mit wasserdichten Kabeln oder mit
Freileitungen erfolgen muß, deren Verlegung überaus kostspielig und zeitraubend
ist, so daß die hierfür aufzuwendenden Kosten, namentlich bei kleineren Schneida:rbeiten,
in keinem Verhältnis zu den Kosten für das Unterwasserschneiden selbst stehen.
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Die Herstellung der elektrisch beheizten Unterwasserschneidbrenner
ist sehr kompliziert und teuer, besonders dadurch, daß der Heizraum des Brenners
gegen eindringendes Wasser geschützt werden muß. Diese Abdichtung wird durch die
durch die Heizung auftretende Erwärmung und Ausdehnung des Brenners sehr schwierig.
Man stellt daher den Heizraum mit Stickstoff unter Druck. Dadurch soll ein Eindringen
des Wassers vermieden werden. Diese Vorrichtung bedingt eine zusätzliche Schlauchleitung,
so daß ein solcher Brenner fünf Zuleitungen benötigt, und zwar je eine für Strom,
Stickstoff, Brennstoff, für Heiz- und für Schneidsauerstoff.
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Alle vorgenannten Nachteile werden durch den nachfolgend beschriebenen
Brenner, der für alle Zwecke, bei denen Brenner gebraucht werden, verwendbar ist,
dadurch vermieden, daß ein Teil der Wärme der Vorwärrnflamme durch einen Wärmerückstauer
zurückgeleitet wird. Die Wirkung des Wärmerückstauers wird durch einen Wärmerückleiter
ergänzt. Die Gesamtbaulänge des neuen Brenners beträgt etwa die Hälfte des bisher
bekannten. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, in engen Räumen und an schlecht
zugänglichen Schneidobjekten praktische Arbeiten durchzuführen. Die Vergasung des'
Brennstoffs erfolgt durch die Brennerflamme selbst, ohne Inanspruchnahme einer Hilfsbeheizung,
wie das bei den bekannten Benzolbrennern an der Luft notwendig ist. Die Herstellung
des Brenners ist ganz wesentlich vereinfacht und dadurch verbilligt. Die Stickstoffzuleitung
sowie die Stromzuleitung kommen in Fortfall, so daß der neue Brenner nur drei Zuleitungen
hat, und zwar je eine für Brennstoff, für Heiz- und für Schneidsauerstoff. Durch
letztgenannte Verringerung der Zuleitungen von fünf auf drei wird dem Taucher die
Arbeit mit dem Gerät naturgemäß sehr erleichtert, ganz abgesehen von dem geringeren
Aufwand
an Schläuchen und Zuleitungen. Zweckmäßig wird bei dem Brenner die Schneiddüse gegen
den Schneidsauerstoff durch Einsätze aus schlecht leitendem Material isoliert, um
eine Kühlwirkung durch den durch die Schneiddüse geleiteten Sauerstoff zu verhindern.
Ein solcher Einsatz kann derart ausgebildet sein, daß er den Durchgang für den Schneidsauerstoff
bildet.
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In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung
dargestellt.
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Es bezeichnet a einen Heizkörper mit einem Brennstoffkanal b, c ein
auf den Heizkörper schließend aufgezogenes Mantelrohr, d die Schneiddüse mit einem
eingebauten Isolationseinsatz e, f die Heizdüse, g die Zuleitung für den Brennstoff,
k die Zuleitung für den Heizsauerstoff, i die Zuleitung für den Schneidsauerstoff,
k einen doppelwandigen Isoliermantel, l einen Wärmerückstauer, m eine Abschlußplatte,
n einen Heizraum, o einen Wärmerückleiter.
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Der unter Druck zugeführte flüssige Brennstoff, z. B. Benzol, Benzin,
Öl, Petroleum usw. tritt durch das Brennstoffzuführungsrohr g und die Bohrung g1
in den zwischen dem Heizkörper a und dem Mantelrohr c gebildeten und zickzackförmig
geführten Kanal b, wo er durch die zurückgestaute Wärme aus dem Heizraum n und der
durch den Wärmerückleiter o von der Schneidflamme übertragenen Wärme vergast wird.
Der vergaste Brennstoff tritt durch den Kanal P in den Raum zwischen Heizdüse f
und Schneiddüse d, um sich hier mit dem durch das Zuleitungsrohr k und die Bohrung
k1 zugeführten Sauerstoff zu mischen. Gründliche Durchmischung erfolgt durch Prallflächen.
und Richtungswechsel in dem Raum zwischen Schneiddüse d und Heizdüse
f in bekannter Weise. Die Mischung des Brennstoffes mit dem Heizsauerstoff
kann gegebenenfalls auch schon vor dem Eintritt in den Kanal b erfolgen. Ebenso
kann Brennstoff und Heizsauerstoff getrennt aus mehreren Bohrungen in die Heizdüse
eingeführt ' werden.
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Das Anzünden des Brenners geschieht im Gegensatz zu bisher bekannten
Schneidbrennern für flüssige Brennstoffe ohne Hilfsflamme oder Hilfsvergasung; es
wird lediglich das Absperrorgan für Brennstoff etwas geöffnet und der in feinem
Strahl austretende Brennstoff entzündet. Unmittelbar nach Entzündung kann der Heizsauerstoff
zugegeben und die Flamme einreguliert werden, wodurch der Brenner betriebsfähig
ist, da die Vergasung sofort eintritt. Die weitere ununterbrochene Vergasung wird
durch die mittels des Wärmerückstauers l auf den Wärmerückleiter o übertragene Wärme
der Schneidflamme bewirkt. Der Wärmerückstauer kann beliebige Form haben. Um eine
Kühlwirkung durch den durch die Schneiddüse geleiteten Schneidsauerstoff zu verhindern,
erhält die Schneiddüse d einen Einsatz e, der den Durchgang für den Schneidsauerstoff
bildet. Derselbe kann aus schlecht leitendem Metall, Porzellan oder ähnlichem nicht
brennbarem Material hergestellt sein. Außerdem kann der Einsatz, wie im Ausführungsbeispiel,
durch einen Zwischenraum y von der eigentlichen Düse getrennt sein. Man kann auch
vorgewärmten Sauerstoff verwenden. Allerdings wird das teurer.
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Der doppelwandige Isoliermantel k, welcher die Abkühlung des Brenners
durch das umgebende Wasser verhindert, ist gleichzeitig Träger des Wärmestauers
1. Dieser Wärmestauer bewirkt eine Zweiteilung der Flamme, und zwar tritt der Hauptteil
als Flamme vorn durch die Öffnung, der überschießende Teil wird zurückgestaut und
erwärmt den aus Kupfer hergestellten Wärmerückleiter o bzw. 'den Heizraum n. Die
mehr oder minder starke Beheizung des Wärmerückleiters und des Heizraumes läßt sich
durch die innere Gestaltung des Wä.rmerückstauers oder. durch den Abstand vom Austritt
der Brenngase oder durch axiale Verstellbarkeit des Wärmerti.ckstauers regeln. Unter
Umständen kann auch die Verwendung vorgewärmten Sauerstoffs von Vorteil sein.
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Mittels der Platte m wird der Brenner an der Seite der Zuleitungen
wasserdicht abgeschlossen. Diese Platte kann auch als Ventilkörper mit den Absperrorganen
für die Zuleitungen versehen werden, wodurch eine sehr kurze Baulänge gegeben ist.