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Zusammenlegbare Kühlschrankattrappe für Vorführungszwecke Der Verkauf
von Kühlschränken bereitet insofern große Schwierigkeiten, als es sich hier um einen
Gegenstand handelt, der einerseits hauptsächlich in Privathaushalten Anwendung finden
soll, andererseits aber wegen seines Gewichtes und. seiner Größenausdehnung sich
nicht zur Vorführung in Haushaltungen eignet.
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Die Erfindung bezweckt, eine Vorführungsvorrichtung zu finden, die
es ermöglicht, den Kühlschrank den Interessenten gerade im Haushalt selbst vorzuführen,
und besteht im wesentlichen darin, für@den besonderen Zweck geeignete Attrappen
zu schaffen.
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Attrappen sind für viele Gegenstände des täglichen Bedarfs bekannt.
Die einfache Nachbildung, wie sie z. B. für die Gegenstände der Nahrungsmittelindustrie
üblich ist, reicht aber für den vorliegenden Fall nicht aus, da Kühlschränke wegen
ihrer viel zu großen Abmessungen, als naturgetreue Attrappe nachgebildet, viel zu
umständlich würden.
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Nun sind zwar auch zusammenlegbare Kühlschränke an sich bekannt, die
konstruiert wurden, um im Winter, wenn sie nicht gebraucht wurden, weggestellt zu
werden. Aber auch diese Schränke sind sehr schwer und für Vorführungszwecke nicht
geeignet. Gemäß der Erfindung wird nun so vorgegangen, daß wohl eine Kühlschrankattrappe
gewählt wurde, die in ihren Außenabmessungen dem Original entspricht, aber ein dem
Original möglichst getreu nachgebildetes Vorderteil aufweist, welches eine zu öffnende
und zu schließende Tür enthält und mit den angeschlossenen übrigen Kühlschrankteilen
zu einem flachen Muster zusammengelegt werden kann.
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Eine solche Vorführungsattrappe, die im zusammengelegten Zustand also
einen verhältnismäßig flachen bzw. kleinen Gegenstand darstellt, kann von dem vorführenden
Verkäufer bequem mitgeführt werden.
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Um dem Kunden die Beschaffenheit des angebotenen Kühlschrankes besonders
eindringlich vorzuführen, wird gemäß der Erfindung weiter der vordere die Schranktür
enthaltene Teil vollkommen übereinstimmend mit der fabrikmäßigen Originalfertigung
hergestellt. Die Attrappe besteht in dieser Ausführungsform sozusagen in der vorn
abgeschnittenen Front des Originalkühlschrankes, an den nach hinten zur Versinnbildlichung
der räumlichen Platzinanspruchnahme die übrigen Wände als echte Attrappenwände angeschlossen
sind.
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Bei dem in der Zeichnung perspektivisch dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Vorderteil
kappenförmig und solid ausgebildet. Er entspricht
in allem der Vorderwand des wirklichen Schrankes. Insbesondere besitzt er auch die
Schranktür mit ihren Originalscharnieren und Originalv erschluß.
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Der Vorderteil i z ist in den Abbildungen dem Beschauer abgewendet,
und die Tür ist, um die Zeichnung nicht unklar werden zu lassen, fortgelassen. An
den Seitenteilen und an dem oberen Rand des Vorderteiles sind die Seitenteile 12,
13 und der Deckel 14. mittels Scharnieren angelenkt, was in der Abb. i durch doppelt
gestrichelte Linien angedeutet ist. Der Seitenteil 13 in Abb. i ist in seiner richtigen
Lage wiedergegeben: der Seitenteil 12 etwas nach innen geklappt, um seine Beweglichkeit
darzutun. Der Deckel ist aus demselben Grunde nach oben aufgeklappt. Die Pfeile
15 und 16 deuten an, wie die Teile 12 und 14 in ihre richtige Lage gedreht werden
sollen. Der in Abb. i dargestellte Schrank besitzt vier Füße, von denen der Deutlichkeit
wegen nur die beiden hinteren 17 und der eine der vorderen i8 angegeben sind. Die
vorderen Füße 18 sind am Vorderteil i i mittels der Flügelschräuben i9 leicht abnehmbar
befestigt und bestehen aus gut ausgeformten Winkeleisen. Die beiden hinteren Füße
sind an den hinteren (dem Beschauer zugekehrten) unteren Schrankecken, und zwar
an den Seitenteilen 12, 13, drehbar angelenkt, was wiederum durch doppelt gestrichelte
Linien angedeutet ist.
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Beim Herunterklappen des Deckels auf die Seitenteile werden deren
obere Ränder von einem entsprechenden Deckelrand von außen übergriffen; außerdem
greift eine Deckelleiste 2o zwischen die Seitenteile ein, so daß diese Teile, sobald
der Deckel auf sie heruntergeklappt ist, sowohl gegen eine unerwünschte Drehung
nach außen als auch gegen eine unerwünschte Drehung nach innen gesichert sind. Ferner
ist, wie aus Abb. 2 hervorgeht, noch eine demselben Zweck dienende Spreize 21 vorgesehen,
die den unteren Abstand der Seitenwände sichert und gleichzeitig die klappbaren,
hinteren Schrankfüße verriegelt.
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Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel bestehen die hinteren Schrankfüße
aus Blech, das an seinen unteren Enden, wie Abb. i erkennen läßt, etwas umgebogen
sein kann, um die Unterstützungsflächen zu vergrößern und zu verhüten, daß die Ebene
(Tisch), auf der der Schrank demonstriert wird, durch Kratzen o. dgl. beschädigt
wird.
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Der Deckel besitzt eine Aussparung 22, die auch beim wirklichen Schrank
vorhanden ist und eine Öffnung darstellt, durch die die den am Schrank montierten
Kälteapparat durchziehende Luft hindurchtreten kann. Die kappenartig ausgestaltete
Schrankv orderwand besitzt eine ausreichende Kappentiefe, so daß sowohl die Seitenteile,
gegebenenfalls mit den an sie angelenkten Füßen, als auch der Deckelteil in sie
hineingeklappt werden können. Die Scharniere für die Seitenteile sind zweckmäßig
in der Tiefe der Kappe gegeneinander versetzt, so daß die Seitenteile zwanglos aufeinandergeklappt
werden können. An Stelle durchgehender Scharniere können selbstverständlich auch
mehrere Einzelscharniere Anwendung finden, und es sind weiterhin Ausführungsformen
denkbar, bei denen die Scharniere ganz oder teilweise durch andere, leicht lösbare
Verbindungen ersetzt sind, die aber erfindungsgemäß immer ein schnelles Zusammenklappen
bzw. Zusammenschieben der Wandteile ermöglichen müssen.
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Die auseinandergefaltete Attrappe entspricht in ihren Außenabmessungen
vollkommen dem wirklichen Schrank, so daß mit ihr in schnellster und einfachster
Weise ermittelt werden kann, ob und an welchen Stellen der Schrank im 'Raum, beispielsweise
in einer Küche, aufgestellt oder aufgehängt werden kann, was durch bloße Abbildungen
oder bloße Maßangaben nicht möglich ist. Ein zweckmäßiges, perspektivisches Bild
des Schrankinnern, das in die Türöffnung eingesetzt sein kann und auf dem Waren
wiedergegeben sein können, wie sie im Schrank untergebracht werden können, läßt
gleichzeitig einen Schluß auf das Fassungsvermögen und die innere Einrichtung des
wirklichen Schrankes zu. Die Ausbildung der Einzelteile variiert selbstverständlich
mit dem Original, das die Attrappe darstellen soll; so können beispielsweise die
Schrankfüße ganz in Wegfall kommen. Um möglichst das Original zu versinnbildlichen,
erhalten die Teile der Attrappe zweckmäßig dieselben Farbentöne wie das Original
selbst. Als Material dagegen kann leichtes Metall (Aluminium o. dgl.) oder auch
ganz oder teilweise Holz Verwendung finden.