DE577695C - Verfahren und Vorrichtung zum Glaetten von Schuhwerk und sonstigen Lederwaren - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Glaetten von Schuhwerk und sonstigen Lederwaren

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DE577695C
DE577695C DES89472D DES0089472D DE577695C DE 577695 C DE577695 C DE 577695C DE S89472 D DES89472 D DE S89472D DE S0089472 D DES0089472 D DE S0089472D DE 577695 C DE577695 C DE 577695C
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A43—FOOTWEAR
    • A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D95/00—Shoe-finishing machines
    • A43D95/02—Machines for treating or smoothing shoe uppers to remove wrinkles, folds, or the like

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Glätten von Schuhwerk und sonstigen Lederwaren Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Behandeln von Schuhwerk, Schuhwerkteilen oder sonstigen leichten Lederwaren, um Falten und Unebenheiten im Leder zu entfernen und ein genaues Anliegen desselben an dem Leisten o. dgl. zu erzielen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein heißer Luftstrom von etwa 2oo° auf die faltigen Stellen des Leders geblasen wird. Hierbei glättet sich das Leder infolge Schrumpfung der Oberfläche, ohne daß es seine Elastizität oder seine Haltbarkeit einbüßt. In ähnlicher Weise verziehen sich sofort beim Anblasen mit Heißluft die Falten bei überzogenen Holzabsätzen, bei denen das Leder nicht glatt aufliegt. Das neue Verfahren ermöglicht es auch, das Schuhwerk ohne Leisten oder eine sonstige Unterlage zu glätten und auszubügeln.
  • Es ist zwar bekannt, Schuhwerk zum gleichen Zwecke mit dem Bügeleisen zu bearbeiten. Das Bügeleisen kann jedoch nicht wie ein heißer Luftstrahl in die Tiefen der Falten eindringen. Vielmehr liegt es nur auf den Falten auf und behindert noch hierbei die Beobachtung des Werkstückes, das überdies auf einem Ständer abgestützt werden muß, wodurch die ganze Handhabung sehr umständlich wird. Auch die Benutzung einer offenen Flamme wäre unhandlich, gefährlich und bei der Beobachtung hinderlich. All demgegenüber bedeutet ein lenkbarer Heißluftstrahl einen erheblichen Fortschritt, da man während der Behandlung das Verschwinden der Falten beobachten und ein Überhitzen des Leders verhindern kann.
  • In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführung einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen Schnitt und ein Schema der Schaltung.
  • Fig. 2 stellt die Gesamtanordnung der Vorrichtung mit Kühlung der Kantenführung dar. -Fig.'3 veranschaulicht eine andere Anordnung zur Kühlung der Sohlenkante.
  • Das Luftführungsgehäuse i hät die Form einer Spritzpistole i (s. Fig. i), in der ein Heizkörper 2. untergebracht ist, dessen vorderes Ende einer düsenartigen Ausströmöffnung zugewandt ist, während das hintere Ende durcheinenabnehmbaren Deckel 3 leicht zugänglich ist. Im. Deckel 3 ist ein Dorn q. befestigt, der den Heizkörper 2 trägt. Ein Mantel q.' verhindert die Wärmeausstrahlung des Heizkörpers 2 auf die Pistolenwand und unterteilt das Pistoleninnere in einen eigentlichen Heizraum und einen Vönvärmebehälter für die durch den Metallschlauch 5 in den Pistolenschaft 6 eintretende Frischluft. Diese wird durch ein Gebläse 7 (s. Fig. 2) über eine biegsame Rohrleitung der Pistole i zugeführt. Wie aus dem Schaltungsschema hervorgeht, kann durch einen in das Gehäuse eingebauten Druckknopfschalter 8 gleichzeitig Heizung und Luftzufuhr gesteuert werden. Die elektrische Stromzuführung ist in der Druckluftleitung beschädigungssicher eingebettet.- -Zum Schutze der mit Wachs polierten Sohlenkante gegen die Einwirkung der heißen Luft kann die Heizpistole gemäß Fig. 2 mit einem gekühlten Sohlenkantenanschlag ii versehen sein. Der Anschlag hat die Form einer Rolle, die um die Achse 12 an der Schwinge g drehbar ist. Die Schwinge g ist um die Achse io am Pistolenkörper schwenkbar und wird durch die Schraubenfeder 13 gegen die Kante der Sohle 15 gedrückt. Der Fortsatz g' der Schwinge g legt sich gegen den Ansatz i' des Pistolenkörpers und beschränkt so die Schwingbewegung. Am unteren Schaftende der Pistole zweigt die gekrümmte Rohrleitung i¢ ab, die der Ansch7,agTolle i i Kühlluft zuführt. Wird an einer anderen Stelle des Oberleders geglättet, so kann die Schwinge g nebst Rolle i i mittels Griffs i i' vom Düsenmunde der Heizpistole zurückgezogen werden.
  • Die Vorrichtung zum Schutze der polierten Sohlenkante des Werkstückes 15 kann nach Fig. 3 auch getrennt von der Heizpistole angeordnet sein. In dieser Form ist ein Ständer 16 auf dem Werktisch befestigt, durch dessen inneren .abgeschlossenen Hohlraum 16' mittels der Metallschlauchleitung ig der Anschlagrolle 17 Frischluft zugeführt wird. Das Werkstück kann nun unabhängig von der Stellung der Heizpistole an der Anschlagrolle 17 entlanggeführt werden, die um ejnen Bolzen i8 drehbar gelagert ist: Dabei liegt die Sohle auf einem tischartigen Auslegerarm des Ständers 16 auf. Motor und Gebläse werden vorzugsweise auf einem Tisch aufgestellt und die Pistole an einer Schnur aufgehängt, damit der Heizkörper nicht durch Stöße beschädigt wird. Die Handhabung geschieht in der Weise, daß der Arbeiter den zu glättenden Gegenstand in der einen Hand hält und mit der anderen Hand den heißen Luftstrahl gegen die zu glättende Stelle des Leders richtet. Der heiße Luftstrom kann sowohl, hinsichtlich seiner Geschwindigkeit als auch seiner Temperatur geregelt werden.
  • Selbstverständlich kann die Vorrichtung verschieden ausgeführt werden, und es kann z. B., wie bei den bekannten Heißluftduschen, das Gebläse in der Pistole selbst eingebaut sein. Die Austrittsöffnung der Pistole muß jedoch als Düse ausgebildet werden. Dasselbe Gebläse kann auch eine größere Anzahl von Arbeitsstellen mit Luft versorgen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Glätten von Schuhwerk und sonstigen Lederwaren, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnden Stellen mit heißer Luft von etwa 2oo° angeblasen werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, bei der das Luftführungsgehäuse die an sich bekannte Form einer Spritzpistole aufweist, die getrennt vom Gebläse gehandhabt wird, gekennzeichnet durch eine Kühlvorrichtung in Form einer gekühlten Werkstückführung, um durch Wärme schädlich beeinflußte Teile des Werkstückes der Wirkung der heißen Luft zu entziehen.
DES89472D 1929-01-20 1929-01-20 Verfahren und Vorrichtung zum Glaetten von Schuhwerk und sonstigen Lederwaren Expired DE577695C (de)

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