DE577674C - Geschoss - Google Patents

Geschoss

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DE577674C
DE577674C DEB144327D DEB0144327D DE577674C DE 577674 C DE577674 C DE 577674C DE B144327 D DEB144327 D DE B144327D DE B0144327 D DEB0144327 D DE B0144327D DE 577674 C DE577674 C DE 577674C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B14/00Projectiles or missiles characterised by arrangements for guiding or sealing them inside barrels, or for lubricating or cleaning barrels
    • F42B14/02Driving bands; Rotating bands

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

  • Geschoß Es ist bekannt, daß in Feuerwaffen neben der Verschmutzung durch Verbrennungsrückstände auch ein Verschmieren des Laufinnern durch vom Geschoß herrührende metallische Ansatzbildung stattfindet. Diese ist in mehrfacher Hinsicht sehr störend. Sie verhindert den Zutritt von Laufreinigungsmitteln zum eigentlichen Laufmetall und begünstigt dadurch das gefürchtete Nachrosten des gereinigten Laufes. Außerdem vermindert sie die Treffgenauigkeit in störender Weise. Diese metallische Laufv erschmierung tritt besonders stark auf bei hohen Geschoßgeschwindigkeiten von etwa goo in/Sek. und darüber und kann hier schon nach Abgabe ganz weniger Schüsse die Streuung einer Waffe unzulässig vergrößern.
  • Man war schon bei Bleigeschossen von jeher bestrebt, einer Bleiverschmierung des Laufes durch Fett- oder Wachsüberzug der Geschosse vorzubeugen. Zur besseren Wirkung _ und sicheren Aufnahme des Fettes brachte man auch vielfach Rillen auf der Geschoßoberfläche an. Auch bei Mantelgeschossen hat man derartige Rillen mit und ohne Ausfüllung durch Fett häufig angewandt.
  • Gerade für Mantelgeschosse, die meistens mit höheren Geschwindigkeiten verteuert werden, lehrt aber die Erfahrung, daß die bislierige Art der Behandlung der Geschoßoberfläche nicht genügt, um die Bildung von Metallansatz zu verhindern. Das auf den zwischen den Rillen gelegenen Teilen der Führungsfläche befindliche Fett, Wachs o. dgl. wird schon im Anfang der Geschoßbewegung im Lauf abgestreift, und es könnten so bei der bisherigen Art der Geschoßoberfläche verhältnismäßig breite Teile der Führungsfläche in unmittelbare metallische Reibungsberührung mit dem Laufmaterial kommen. Aus diesem Grunde war mit den bekannten Geschossen, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, die sehr störende Metallansatzbildung nicht zu verhindern.
  • Um ein besonders gutes Haften des Schmiermittels auf der Geschoßoberfläche zu erzielen, hat man auch schon vorgeschlagen, die gesamte Geschoßführungsfläche mit dicht aneinanderliegenden scharfen und tiefen Rillen oder Riefen oder Auskerbungen zu versehen und diese mit Schmiermittel auszufüllen. Mit diesem Vorschlag hat man wohl einen Schritt vorwärts getan, hat aber neue Mängel hereingebracht, welche eine praktische Verwertung dieses Vorschlages verhindern mußten. Durch eine solche Riefelung wird die Oberfläche rauh, ergibt zu großen Luftwiderstand, und es wurde auch in keiner Weise für ein Festhalten des Gleitmittels bei Transport, Handhabung und Gebrauch gesorgt.
  • Man hat auch Versuche aller Art- gemacht, um durch Wahl eines geeigneten Geschoßinantelmaterials diesem Mißstand zu begegnen. Ein durchgreifender Erfolg ist auf diesem Wege aber nicht erreicht und auch nicht zu erwarten, da harte, zur Ansatzbildung weniger neigende Materialien den Lauf unzulässig abnützen, daher zu verwerfen sind. Weichere, bezüglich Laufabnutzung günstigere Materialien neigen aber sämtlich zur Metallansatzbildung.
  • Auch bei -lern Gegenstand vorliegender Erfindung wird die Führungsfläche des Geschosses in grundsätzlich bekannter Weise mit Scharen von verhältnismäßig tiefen und sehr engen Furchen versehen, und diese Furchen werden mit einem Gleitmittel gefüllt.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß die zwischen den Furchen vorhandenen Schneiden aus Mantelmaterial mechanisch (durch Pressen, Walzen, Ziehen Hämmern o. dgl.) nach Einbringen des Gleitmittels derart niedergestaucht bzw. geglättet werden, daß einesteils eine glatte Außenfläche von geringer Luftreibung entsteht und andernteils das Gleitmittel allseitig von einem Gitterwerk von Mantelmaterial fest eingeschlossen wird. Dieser Einschluß verhindert natürlich nicht, daß beim Durchgang des Geschosses durch die Laufbohrung die Laufinnenfläche mit dem Gleitmittel in Berührung kommt, da sich ja die Zugbalken in das Mantelmaterial unter plastischer Verformung des Mantelmaterials tief eindrücken. Die an sich sehr dünn auslaufenden, das metallische Gitterwerk, bildenden Schneiden zwischen den einzelnen Furchen werden hierbei teilweise abgeschabt, teilweise geöffnet und gestatten den Zutritt des Gleitmittels an die Laufwandung, wodurch ein Festsetzen von Mantelmaterial an der Laufwandung verhindert wird.
  • Minen weiteren Teil der Erfindung bildet eine besonders geeignete und vorteilhafte Art der Riefelung der Geschoßoberfläcbe. Diese besteht darin, daß die Geschoßoberfläche einem Walzvorgang zwischen drei Walzen unterzogen wird, von denen jede mit einer Schar von scharfen, schneidenartigen Vorsprüngen versehen ist, deren Steigungswinkel jedoch an jeder Walze ein anderer ist.
  • Durch das Zusammenwirken dieser drei Walzen entsteht in einfacher und wirtschaftlicher `eise auf der Geschoßführungsfläche ein sehr enges Gitterwerk aus kurzen, engen \"ertiefungen, die durch zwischenliegende scharf auslaufende, schneidenartige Metallvorsprünge voneinander abgetrennt sind. Ein solches Gitterwerk vermag eine Höchstmenge von Gleitmitteln aufzunehmen und eignet sich besonders gut zur mechanischen Glättung in oben beschriebener Weise. Es kann auch mit dem eingebrachten Gleitmittel ein zur Erreichung des erfinderischen Zweckes hervorragend geeignetes Gitter aus Mantelmaterial und Gleitmittel bilden.
  • Von diesen drei Walzen kann z. B. die eine mit einer Schar senkrecht zur Achse verlaufender Schneiden, die zweite mit spiralig linksgängigen Schneiden (ähnlich einem Gewinde, jedoch schärfer), die dritte mit spiralig rechtsgängigen Schneidern versehen sein. Diese Walzen sind dann jede für sich verhältnismäßig leicht zu profilieren; das Profil selbst ist auch in gehärtetem Zustand dauerhaft, und die ganze Anordnung ergibt eine besonders wirtschaftliche und für den erfinderischen Zweck vorteilhafte Wirkung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCI3E: i. Geschoß, das am Führungsteil mit dicht aneinanderliegenden Riefen oder Furchen und mit einem in diese eingebetteten Gleit- oder Schmiermittel beliebiger Art versehen :st, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgerauhte Oberfläche nach dem Aufbringen des Gleit- oder Schmiermittels mechanisch, d. h. durch Ziehen, Walzen, Pressen, Hämmern o. dgl., geglättet und °verdichtet ist, so daß einerseits das Geschoß eine glatte Oberfläche erhält und andererseits das Gleitmittel allseitig von dem Gitterwerk von Mantelmaterial eingeschlossen ist. Vorrichtung zur Erzeugung einer zur Herstellung von Geschossen nach Anspruch i besonders vorteilhaften Art von Aufrauhung, gekennzeichnet durch drei Walzen, die auf dein Umfang jeweils mit einer Schar zweckmäßig parallel verlaufender, scharfer, schneidenarti,ger Vorsprünge versehen sind, deren Steigungswinkel jedoch bei jeder der Walzen ein anderer ist.
DEB144327D 1929-06-26 1929-06-26 Geschoss Expired DE577674C (de)

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