DE577271C - Elektromedizinischer Behandlungs- und Diagnostikapparat - Google Patents

Elektromedizinischer Behandlungs- und Diagnostikapparat

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DE577271C
DE577271C DEO18886D DEO0018886D DE577271C DE 577271 C DE577271 C DE 577271C DE O18886 D DEO18886 D DE O18886D DE O0018886 D DEO0018886 D DE O0018886D DE 577271 C DE577271 C DE 577271C
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treatment
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/18Applying electric currents by contact electrodes
    • A61N1/32Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

  • Elektromedizinischer Behandlungs- und Diagnostikapparat Die Erfindung bezieht' sich auf einen elektromedizinischen Behandlungs- und Diagnostikapparat zur Erzeugung elektrischer Ströme und Zuführung derselben an den Organismus durch Elektroden. Es gibt eine große Anzahl von Arten der elektromedizinischen Behandlung und Diagnostik. Bisher war es vielfach erforderlich, für verschiedene Arten der Behandlung und der Diagnostik verschiedene Apparate zu benutzen. Beispielsweise benutzte man bei der elektrischen Narkose oder Lokalanästhesie Leducsche Unterbrecher, die aus rotierenden Walzen und Schleifbürsten bestehen und Luducsche Ströme liefern, worunter man intermittierende Gleichströme im wesentlichen rechteckigen Verlaufs versteht, bei denen sich die Impulsdauer zur Intervalldauer annähernd wie r : g verhält. Zur Feststellung der Muskelreizzeit oder Chronaxi benutzte man bisher die auf dem Kondensatorverfahren beruhenden Chronaximeter. Diese Apparate enthalten eine Reihe von Kondensatoren verschiedener Kapazität und somit verschiedener Entladedauer. Die Muskelreizzeit wird festgestellt, indem man nacheinander die Kondensatoren des Chronaximeters über den zu untersuchenden Muskel entlädt.
  • Die Erfindung löst vor allem die Aufgabe, einen Universalapparat zu schaffen, mit Hilfe dessen man therapeutische bzw. diagnostische Handlungen vornehmen kann, zu deren Vornahme man bisher verschiedene Spezialapparate benötigte. Beispielsweise ist mittels des Erfindungsgegenstandes sowohl die Durchführung der Elektronarkose als auch die Feststellung der Muskelzreizzeit möglich. Dabei ist der Erfindungsgegenstand bezüglich seiner Herstellung billiger und bezüglich seiner Wirkungsweise einfacher als die bisher üblichen Spezialapparate.
  • Bei der Elektrotherapie könnte man sehr oft den Patienten eine Selbstbehandlung vornehmen lassen, was aus Einfachheitsgründen erwünscht ist, wenn nicht die Gefahr bestünde, daß der Patient die Vorschriften des Arztes nicht getreu befolgt, sei dies aus Mangel an Sorgfalt oder wegen Unfähigkeit, den Behandlungsapparat zu bedienen. Der Erfindungsgegenstand beseitigt auch diesen Nachteil.
  • Das Wesen der Erfindung besteht darin, als elektromedizinischen Behandlungs- und Diagnostikapparat eine Einrichtung in der Art einer Wiedergabevorrichtung für auf einem Träger verzeichnete Sprachschwingungen beliebiger Kurvenform zu benutzen, die eine praktisch verzerrungsfreie Umwandlung der verzeichneten Schwingungen in elektrische Ströme ermöglicht. Eine solche Wiedergabevorrichtung ist ein Schallplattentriebwerk mit elektrischem Tonabnehmer und Verstärker. Bisher wurden diese Wiedergabevorrichtungen benutzt, um Lautsprecher zu speisen, wogegen sie erfindungsgemäß zur Erzeugung von Therapie- bzw. Diagnostikströmen angewandt werden sollen.
  • Bei der Durchführung der elektrischen Lokalanästhesie wird auf den Teller des Schallplattentriebwerks einfach eine Schallplatte aufgelegt, auf der Leducsche Ströme verzeichnet sind.
  • Bei der Feststellung der Muskelreizzeit legt man eine Platte auf, auf vier Stromimpulse zunehmender Dauer verzeichnet sind, während sich zwischen den Stromimpulsen Intervalle annähernd gleicher Dauer befinden.
  • Wenn Selbstbehandlung angewandt werden soll, wird dem Patienten eine ganz bestimmte Therapieplatte verschrieben, so daß eine Fehlbehandlung unmöglich ist, da die ärztliche Vorschrift sowohl der Art als auch der Dauer nach auf der Platte verzeichnet ist.
  • Oft ist es wünschenswert, Organe durch einen Strom ganz bestimmten Verlaufs und ganz bestimmter Frequenz anzuregen. Dies ist offenbar mittels des Erfindungsgegenstandes ohne weiteres möglich. Durch Anregung von Muskeln mit bestimmten Frequenzen dürfen die Arbeitstätigkeit derselben und einer Wiederherstellung ihrer Funktionen auf elektrischemWege begünstigt werden. Bei der Ausführung der Elektro-Therapie mittels des Erfindungsgegenstandes kann voraussichtlich auch eine Suggestionswirkung erzielt werden. Um diese Suggestionswirkung zu erhöhen, kann man in bekannter Weise den gleichen Strom, mit dem der Patient behandelt wird, einem Lautsprecher oder Kopfhörer zuführen.
  • Der Gedanke, für therapeutische Zwecke im Rhythmus von Musik verlaufende Ströme anzuwenden, ist nicht neu. Allerdings lassen sich mittels des bekannten Apparats, wenn er in der Art ausgeführt wird, wie er vorgeschlagen wurde, überhaupt keine therapeutischen Wirkungen erzielen. Der vorbekannte Apparat weist ein Spielwerk auf, auf dessen Resonanzboden sich ein Mikrophonlockerkontakt befindet. Durch den Resonanzboden erfolgt eine starke Verzerrung der Schwingungen, was der erstrebten Heilwirkung abträglich ist. Ganz abgesehen davon vermag ein Spielwerk nicht Schwingungen ganz bestimmter, vorgeschriebener Kurvenform zu erzeugen, wie sie für die meisten therapeutischen Zwecke, etwa elektrische Narkose oder Lokalanästhesie und Feststellung der Muskelreizzeit, erforderlich sind. Für terapeutische Zwecke kommt auch ,eine Behandlung kranker Organe durch den Aktionsstrom eines entsprechenden gesunden Organs in Betracht. Offenbar kann der bekannte Apparat mit Spielwerk für diesen Zweck nicht benutzt werden, wohl aber der Erfindungsgegenstand.
  • Allgemein gesprochen ist für therapeutische Zwecke die praktisch verzerrungsfreie Reproduktion von Schwingungen ganz bestimmter Frequenz und genau festlegbaren zeitlichen Verlaufs erforderlich. Diese Forderung hat bisher kein elektromedizinischer Apparat erfüllt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
  • Das Schallplattentriebwerk i, auf dessen Teller sich die Schallplatte befindet, ist mit dem elektrischen Tonabnehmer a versehen, der an den Röhrenverstärker 3 angeschlossen ist. In den Fortleitungen des Röhrenverstärkers 3 liegen der Regelwiderstand q. und das Strommeßgerät 5. Durch den zweipoligen Umschalter 6 kann der Verstärker 3 sowohl an die Primärwicklung des Ausgangstransformators 7 als auch unmittelbar an die Sekundärwicklung bzw. die Zuleitungen $ zu dem Patienten angeschlossen werden. Diese Zuleitungen enden in den .Behandlungselektroden. Wenn sich der Schalter 6 in der oberen Stellung befindet, wird dem Patienten nur die Wechselstromkomponente des Wellenstroms des Verstärkers 3 zugeführt. Befindet sich jedoch der Schalter 6 in der unteren Stellung, so wird dem Patienten der Wellenstrom selbst zugeführt. Beide Möglichkeiten haben eine ganz 'bestimmte elektromedizinische Bedeutung.

Claims (1)

  1. PATENTAN SP1tÜ CRL z. ElektromedizinischerBehandlungs-und Diagnostikapparat zur Erzeugung elektrischer Ströme und Zuführung derselben an den Organismus durch Elektroden, der aus einer Einrichtung in der Art einer Wiedergabevorrichtung für auf einem Träger verzeichnete Sprachschwingungen beliebiger Kurvenform besteht, die die verzeichneten Schwingungen verzerrungsfrei in elektrische Ströme umwandelt. a. Elektromedizinischer Behandlungs-und Diagnostikapparat nach Anspruch i, bestehend aus einem Schallplattentriebwerk, einem elektrischen Tonabnehmer und einem Verstärker, dessen Stromabnahmeklemmen mit Behandlungselektroden versehen sind. 3. Elektromedizinischer Behandlungs-und Diagnostikapparat nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen Ausgangstransformator und einen Umschalter, der es ermöglicht, den Verstärker sowohl an die Primärwicklung des Ausgangstransformators als auch unmittelbar an die Zuleitungen zu dem Patienten anzuschließen.
DEO18886D 1931-03-01 1931-03-01 Elektromedizinischer Behandlungs- und Diagnostikapparat Expired DE577271C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1466576A1 (de) * 2003-04-11 2004-10-13 Chen, Yi-Ying Verfahren und Vorrichtung zur Nutzung eines Signals mit sich ändernder Frequenz zur Stimulation des menschlichen Körpers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1466576A1 (de) * 2003-04-11 2004-10-13 Chen, Yi-Ying Verfahren und Vorrichtung zur Nutzung eines Signals mit sich ändernder Frequenz zur Stimulation des menschlichen Körpers

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