DE56772C - Verarbeitung von Erzschlacken in Flammöfen. (2 - Google Patents
Verarbeitung von Erzschlacken in Flammöfen. (2Info
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
!ti ιαί'λ/, i/jfäi. ;
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1890 ab. Längste Dauer: 8. September 1903.
In den Patenten No. 47132 und 49963 ist
beschrieben, wie aus natürlich vorkommenden feinen oder künstlich fein gemachten verschiedenen
Eisenerzen und manganhaltigen Erzen, für sich allein oder unter Zuschlag eines passenden
Flufsmittels, durch Schmelzen in einem Flammofen diese Eisenschlacken (Erzschlacken)
dargestellt werden.
Es geschieht dies durch oxydirendes Schmelzen.
Ebenso ist daselbst beschrieben, wie diese Eisenschlacken (Erzschlacken) durch den Hochofen
— also durch reducirendes Schmelzen zur Darstellung von Roheisen — in vortheilhafter
Weise können benutzt werden.
Solcher Art dargestellte Eisenschlacken (Erzschlacken) können und sollen aufser in Hochöfen,
wie in den genannten beiden Patenten hervorgehoben ist, auch in Flammöfen irgend
welcher bekannten passenden Construction durch reducirendes Schmelzen auf Eisen verarbeitet
werden.
Die feuerfeste Auskleidung der hierzu benutzten Flammöfen mufs der Zusammensetzung
dieser Schlacken entsprechen, also aus saurem oder aus neutralem oder aus basischem
Material bestehen.
Die Reduction der Oxyde des Eisens event, des Mangans in diesen Schlacken wird bewirkt
durch feste Brennstoffe, welche diesen Schlacken zugesetzt werden, vor oder während dieses
zweiten Schmelzens. Die Reduction kann hierbei auch durch die gleichzeitige Mitwirkung
flüssiger bezw. gasförmiger Brennmaterialien während dieses Schmelzens erfolgen.
Das reducirende Schmelzen dieser Eisenschlacken (Erzschlacken) kann mit denselben
allein, also ohne, aber auch mit weiterem Zuschlag anderer Erze, ohne oder mit Zuschlag
anderer Flufsmittel in den Flammöfen geschehen, je nach Erfordernifs.
Es ist zweckmäfsig, dafs diese Eisenschlacken (Erzschlacken) vor dem Eintragen in die Flammöfen
in passende Korngröfse zerkleinert werden, in Stücke oder in Stückchen oder in Pulverform,
je nach Bedarf.
Gleiches geschieht mit den festen Brennstoffen, den sonst zugeschlagenen Erzen und
den Flufsmitteln.
Zur innigeren Berührung der Eisenschlacken (Erzschlacken) mit den festen Brennstoffen und
mit den sonstigen Zuschlägen während des Schmelzens können die sämmtlichen genannten
Materialien zugleich bei deren Zerkleinerung oder nachher gemischt werden.
Die gemischten Materialien können auch noch auf irgend eine bekannte Weise briquettirt werden
vor deren Eintragen in die Flammöfen, wenn sich dies als zweckmäfsig erweist, z. B.
bei basischer Beschickung mit Dolomitkalk, wie die Bimssandziegel.
Bei dem ηun folgenden reducirenden Schmelzen
dieser Eisenschlacken (Erzschlacken) scheidet sich
das entstandene Eisen ab, weil specifisch schwerer, von den auf demselben schwimmen bleibenden
leichteren Schlackenbestandtheilen der Erze, Zuschläge und Brennstoffaschen.
Diese neu entstehenden Flammofen-Schmelzschlacken, wie das geschmolzene Eisen, werden
in der gewohnten Weise je für sich aus den Flammofen abgestochen und das Eisen weiter
verarbeitet.
Nebenbei möge mir gestattet sein, Folgendes hier auszusprechen, als charakteristisch für mein
Verfahren, zur Beurtheilung, wie zur Ausführung desselben.. .
Durch''Trennung des Schmelzprocesses — in
ein vorausgehendes oxydirendes und ein nachfolgendes reducirendes Schmelzen — komme
ich in die günstige Lage, das Metall zu gewinnen aus einer wirklich sauren oder wirklich
neutralen oder wirklich basischen Beschickung, welche ich ganz nach meinen Anforderungen
darstellen kann.
Ich kann bei dem Schmelzen solcher Eisenschlacken (Erzschlacken) in Flammofen — ebenso
auch in dem durch Patent geschützten Schmelzen derselben in Hochöfen — aus solcher Beschickung
ein Metall darstellen, welches für gegebene Verwendungszwecke eine verlangte Unreinheit
durch legirte Fremdkörper besitzt oder eine vorausbestimmte gewisse Reinheit ein Freisein
von denselben ausweist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Abänderung des in den D. R. P. No. 4713 2 und 49963 geschützten Verfahrens dahin, dafs die nach diesem Verfahren erzeugten Eisenschlacken (Erzschlacken) in einem Flammofen einem reducirenden Schmelzen behufs Gewinnung von Eisen unterworfen werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56772C true DE56772C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=331191
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56772D Expired DE56772C (de) | Verarbeitung von Erzschlacken in Flammöfen. (2 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56772C (de) |
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