DE566675C - Mittel zum Loeten von Aluminium oder Aluminiumlegierungen untereinander oder mit anderen Metallen - Google Patents
Mittel zum Loeten von Aluminium oder Aluminiumlegierungen untereinander oder mit anderen MetallenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K35/00—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
- B23K35/22—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
- B23K35/36—Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
- B23K35/3601—Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest with inorganic compounds as principal constituents
- B23K35/3603—Halide salts
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Description
Bisher war ein zuverlässiges Löten von reinem oder legiertem Aluminium unter sich
oder mit anderen Metallen bei niedriger Temperatur nicht zu erzielen, besonders nicht bei
Duraluminium, das sich bei einer Erwärmung von über 180 bis 2000 C schädlich
verändert. Für diese Bedürfnisse wirklich brauchbare Verbindungsmittel gibt es noch
nicht, denn selbst die leicht reagierenden, auf
»o dem Goochschen Reduktionsverfahren beruhenden
Salzgemische ergeben keine zufriedenstellenden Lötverbindungen. Die mittels solcher bekannter Salze selbst gut gelungenen
Lötungen zeigen eine grauschwarze, fleckige Färbung und stark oxydierte Metallanfressungen
an den Lötstellen und deren Umgebung, die sich rasch zunehmend zersetzen; das Korrosionsvermögen derartiger
Verbindungen ist so groß, daß die gelöteten Stücke schon nach einer etwa 5- bis 8stündigen
Behandlung in kochendem Wasser von selbst auseinanderfallen. Übrigens liegt die Löttemperatur dieser Salze zu hoch; es entstehen
beim Löten stechend riechende Dämpfe
as und unvollständig verschlackte Salzreste, die
sich in der Lötstelle verlagern und dort zersetzende, elektrolytische Vorgänge verursachen.
Man hat infolge dieser Mängel und bedenklichen Nachteile davon absehen müssen, diese noch unvollkommenen Lötmittel
dort anzuwenden, wo es sich um lebenswichtige Teile handelt oder auf eine lange Beständigkeit der Lötstellen, ihre saubere
Ausführung usw. ankommt.
Gegenstand der Erfindung ist ein einwandfrei wirkendes Lötsalz, das alle bisherigen
Ubelstände beseitigt und praktisch dauerhafte Lötergebnisse verbürgt. Dieses Lot
verbindet in leicht handhablicher Weise Aluminium und seine Legierungen nicht nur
untereinander, sondern auch mit anderen Metallen, wie Eisen, Stahl, Kupfer, Messing,
Zink, Nickel, Silber u. dgl., bei sehr schwacher Erwärmung der zu lötenden Stellen. Es
besitzt die eigentümliche Fähigkeit, schon bei einer Temperatur von kaum 200 ° C die
Metalle unter lebhafter Desoxydation gewissermaßen aufzulösen, so daß von einem Teil zum anderen eine Vereinigung der Metallteilchen
unter gleichzeitiger Abscheidung von ergänzendem, metallischem Ausfüllgut aus dem Lötmittel in der Lötfuge stattfindet,
also einen allseitig durchgehenden Diffusionsvorgang zwischen den zu verbindenden Flächen
hervorruft, wobei die Lötstelle eine innige Legierung von dem eigenen Stoff des Werkstücks und dem des reduzierten Lotes
wird. Diese rasch entstehende, reine Lötnaht ist eine dem Aluminium gleichende und
dieses an mechanischer Festigkeit übertreffende Mischkristallegierung.
Mit diesem Lötverfahren, dessen chemische Wirkung stets gleichmäßig verläuft, so daß
die Lötstellen immer einheitlich und sauber
ausfallen, was insbesondere bei Massenlötungen erwünscht ist, ist eine besondere Geschicklichkeit
des Arbeiters nicht mehr erforderlich. Auch ein Verreiben oder Glätten des Lotes oder ein vorheriges Blankmachen
der zu verlötenden Flächen ist überflüssig. Das Löten ist somit äußerst einfach: Man
legt eine kleine Menge des Lötpulvers auf die zu lötenden Ränder, die möglichst von entgegengesetzten
Seiten aus erwärmt werden, wodurch das Pulver schmilzt, verraucht und die Lötung bewirkt.
Die mit dem neuen Mittel erzielten Lötergebnisse können, praktisch gesehen, als unverwüstlich
bezeichnet werden, da sie ejner mehr als isostündigen Probe in kochendem
Wasser standgehalten haben. Vorgenommene Korrosionsversuche in Säuren und Laugen
haben ebenfalls günstige Feststellungen in bezug auf Beständigkeit ergeben, und es
scheint, daß die Lötstellen in freier Atmosphäre und in feuchter Luft eine unbegrenzte
Lebensdauer besitzen.
Das neue Lötmittel besteht beispielsweise aus folgenden Bestandteilen: Ammoniumbromid,
Zinkchlorid, Aluminiumfluorid, Ammoniumchlorid, NatriumfLuorid.
Das Mischungsverhältnis richtet sich nach den j eweils zu verlötenden Metallen und kann
auf beliebige Wirkungstemperatur abgestimmt werden.
Man könnte einige Bestandteile des Lötmittels durch andere Stoffe, wie Oxyde oder
Metalle, ersetzen oder das Mittel mit solchen ergänzen. Das Lötmittel kann entsprechend
der Verwendungsart auch in flüssiger, in pastenartiger oder in fester Form hergestellt
werden. Es eignet sich auch vorzüglich als Fluß- oder als Reduktionsmittel beim Löten
mittels eines besonderen Lotes.
Claims (1)
- Patentanspruch:Mittel zum Löten von Aluminium oder aluminiumreichen Legierungen untereinander oder mit anderen Metallen, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Ammoniumbromid, Zinkchlorid, Aluminiumfluorid, Ammoniumchlorid und Natriumfluorid besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM111681D DE566675C (de) | 1929-03-22 | 1929-03-22 | Mittel zum Loeten von Aluminium oder Aluminiumlegierungen untereinander oder mit anderen Metallen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM111681D DE566675C (de) | 1929-03-22 | 1929-03-22 | Mittel zum Loeten von Aluminium oder Aluminiumlegierungen untereinander oder mit anderen Metallen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE566675C true DE566675C (de) | 1932-12-19 |
Family
ID=7327314
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM111681D Expired DE566675C (de) | 1929-03-22 | 1929-03-22 | Mittel zum Loeten von Aluminium oder Aluminiumlegierungen untereinander oder mit anderen Metallen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE566675C (de) |
-
1929
- 1929-03-22 DE DEM111681D patent/DE566675C/de not_active Expired
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