DE565403C - Verfahren zur Bindung des Staubes unter Benutzung staubbindender Mittel - Google Patents

Verfahren zur Bindung des Staubes unter Benutzung staubbindender Mittel

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DE565403C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F5/00Means or methods for preventing, binding, depositing, or removing dust; Preventing explosions or fires

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  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bindung des Staubes unter Benutzung staubbindender Mittel Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bindung des Staubes bei staubentwickelnden Arbeiten, insbesondere in Bergwerken. Staub entwickelt sich bei allen Gesteinsarbeiten, insbesondere bei der weiteren Bearbeitung des Gesteins, vor allem in den Rutschenbetrieben und beim Bergeversatz. Auch da, wo Schrämmaschinen in Anwendung gebracht werden, ist die Staubentwicklung sehr groß. Bei Minierarbeiten und Tunnelbauten treten ebenfalls gesundheitsschädliche Staubmassen auf.
  • Es ist ein Verfahren zur Verhinderung der Staubentwicklung und zur Instandhaltung der Oberfläche von Wegen, Bahnkörpern, Höfen, Räumen o. dgl. bekannt, bei dem wässerige Lösungen oder Emulsionen von rohen Mineralölen, Mineralölrückständen oder Teerarten sowie Seifenlösungen und Wasserglaslösungen zum Begießen oder Besprengen benutzt werden.
  • Man hat ferner bereits einen Gas-Luft-oder Gasstrom, um aus ihm schwer auszuscheidende Bestandteile, wie, Metallstaub u. dgl., zu gewinnen, durch einen aus einer gut schäumenden Flüssigkeit (z. B. einer Emulsion) gebildeten Sc#umschleier getrieben.
  • Es ist auch bekannt, in Bergwerken zur Bindung von Staub in der Luft und an den Grubenwandungen sowie in Kohlengruben zum Besprengen der Oberfläche der Kohle in den Förderwagen oder Kübeln wässerige kolloidale Lösungen von 01, Asphalt, Teer, Pech, Harz u. dgl. mit oder ohne Zusatz anderer Stoffe, wie Olsäure und Ätzkali, zu benutzen.
  • Weiter hat man beim Versetzen abgebauter Grubenfelder der durch Druckluft vor Ort beförderten trockenen Versatzmasse beim Austritt aus der Druckleitung Wasser, und zwar nur in solcher Menge zugeführt, als zum Zusammenhalten der Versatzmasse erforderlich ist.
  • Endlich hat man auch schon beim Arbeiten von Schrämmaschinen einen Druckwasserstrahl zwischen die Schneidwerkzeuge der Maschinen und die Schramwand gespritzt, um das Schrämklein und den Kohlenstaub gründlich mit Wasser zu mischen und so eine gefährliche Verbreitung des Staubes über die Grube zu verhüten.
  • Allen diesen bekannten, teils andere Zwecke als der Erfindungsgegenstand verfolgenden Verfahren haftet der Nachteil an, daß als Staubbindemittel entweder reines Wasser oder doch Lösungen mit hohem Flüssigkeitsgehalt dienen. Die Anwesenheit größerer Wassermengen ist jedoch insbesondere bei Arbeiten in Bergwerken durchaus unerwünscht.
  • Demgegenüber ist das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß das hereingewonnene, staubhaltige Fördergut mit aus Schaumbildnern vorher erzeugtem Schaum behandelt wird, z. B. in der Weise, daß der fertige Schaum auf das Fördergut aufgetragen wird. Schaum enthält nur eine Mindestmenge an Flüssigkeit. Nichtsdestoweniger besitzt er hohe Klebkraft-und daher vorzügliche Staubbindefähigkeit, und außerdem ist er sehr haltbar. Seine Haltbarkeit läßt sich dabei je nachdem, welches gasförmige Mittel in seine Bläschen eingeschlossen wird oder auch gegebenenfalls durch Zusatz geeigneter Stabilisatoren außerordentlich erhöhen. Endlich ist auch seine Herstellung auf einfachem und billigem Wege möglich, und es lassen sich durch die Aufblähung nur geringer Flüssigkeitsmengen unter Anwendung verhältnismäßig geringer Chemikalienmengen (daher geringste Transportschwierigkeiten) große staubbindende Flächen schaffen. Ferner kann die Herstellung des Schaumes an Ort und Stelle der Verwendung erfolgen, sei es auf chemischem Wege durch die unter Gaserzeugung verlaufende Reaktion geeigneter chemischer Stoffe, sei es durch Aufblähen einer einen Schaumbildner enthaltenden Flüssigkeit durch an den meisten hier in Frage kommenden Arbeitsplätzen verfügbare Druckluft. Bei allen Arbeiten der erwähnten Art bringt demnach die Verwendung von Schaum als Staubbindemittel zahlreiche Vorteile mit sich.
  • Das Verfahren nach der Erfindung soll in allen Gesteinsbetrieben, insbesondere auch in Kohlen- " sowie Erz- und Salzbergwerken, Anwendung finden.
  • Bei der Benutzung des Verfahrens, in Verbindung mit Schrämmaschinen zum Beispiel, wird der Schaum etwa mittels eines an der Schrämmaschine angebrachten, hinter dem Schrämgestänge gelagerten Rohres in die Schramö -ftnung eingeführt. Bei der sonstigen Bearbeitung von Gestein usw., wie z. B. in Rutschenbetrieben, bei Verladearbeit u. dgl., kann man z. B. in der Weise vorgehen, daß man das staubhaltige Fördergut in eine Schaumschicht gewisser Höhe einfallen läßt und es dann auch noch von oben mit Schaum bedeckt. Das Förderwerkzeug, z. B. eine Schaufel, kann dann beim Erfassen des Gutes keinen Staub aufwirbeln, und die Schaumdecke hat das Bestreben, sich über der durch Herausheben eines Teiles des Gutes aus dem Haufen mittels des Förderwerkzeuges gebildeten Lücke sofort wieder zu schließen.
  • In zahlreichen Fällen kann eine wirksame Staubbindung auch schon dadurch erreicht werden, daß das staubhaltige Gut mittels eines Schlauches mit Schaum allein von oben her leicht bespritzt wird.

Claims (1)

  1. YATRNTANSPRUCH: Verfahren zur Bindung des Staubes bei staubentwickelnden Arbeiten, insbesondere in Bergwerken, unter Benutzung staubbindender Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß das hereingewonnene, staubhaltige Fördergut mit aus Schaumbildnern vorher erzeugtem Schaum behandelt, z. B. bedeckt, wird.
DEM106785D 1928-10-02 1928-10-02 Verfahren zur Bindung des Staubes unter Benutzung staubbindender Mittel Expired DE565403C (de)

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