DE56517C - Verfahren zur Herstellung von Bleiweifs - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bleiweifs

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DE56517C
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DENDAT56517D
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g. bischof, Professor, in Bloomsbury, England
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/14Compounds of lead
    • C09C1/16White lead

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1890 ab.
Bei der Bereitung von Bleiweifs durch Einwirkung von Kohlensäure auf Bleioxyd in Gegenwart von geeigneten Reagentien', wie Essigsäure oder deren Verbindungen, ist es sehr schwierig, ein Oxyd zu erhalten, aus welchem Bleiweifs von rein weifser Farbe dargestellt werden kann. Der Grund dieser Schwierigkeit scheint im wesentlichen darin zu liegen, dafs das im Handel vorkommende Bleioxyd, wie z. B. die Glätte, ein Gemenge verschiedener Oxydationsstufen des Bleies ist, auf ,welche die angewendeten Reagentien ungleichmäfsig einwirken. Infolge dessen werden einzelne Oxyde in Bleiweifs umgewandelt, ehe dies, bei den anderen der Fall ist. Sucht man die letzteren durch lange fortgesetzte Einwirkung der Reagentien auch umzuwandeln, so werden die zuerst umgewandelten Oxyde leicht krystallinisch und verlieren zum grofsen Theil ihren Werth als Handelswaare.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, mittelst dessen die bezeichnete Schwierigkeit beseitigt und aus einem Gemenge verschiedener Oxydationsstufen des Bleies, wie solche gewöhnlich im Handel vorkommen, ein rein weifses amorphes Bleiweifs erhalten werden kann.
Zu dem Zweck unterwirft man zuerst die Bleioxyde einer theilweisen Reduction, indem man sie in einem Gase, welches reich an Wasserstoff ist, beispielsweise Wassergas, einer Temperatur von 250 bis 3000 C. aussetzt. Diese Reduction kann in rotirenden oder feststehenden Gefäfsen erfolgen. Unter Beihülfe von geeigneten Rührapparaten und endlosen Schrauben oder, anderen Mitteln wird das Material durch und durch der Einwirkung des Gases ausgesetzt und von einem Ende des Gefäfses nach dem anderen geschafft. Das Product der Redaction ist das Suboxyd {Pb.2 O). Das Ende, der Gefäfse, an welchem das Suboxyd austritt, ist zweckmäfsig mittelst fliefsenden Wassers kühl zu halten, damit das Product nicht heifs mit der atmosphärischen Luft in Berührung kommt.
Das auf diese Weise dargestellte Suboxyd wird durch Löschen mit etwa 9 pCt. Wasser unter gleichzeitiger Einwirkung der Luft in das Hydrat eines höheren Oxyds, wahrscheinlich Pb (HO)2 umgewandelt. Endlich wird dieses Oxyd mit Wasser, Zucker und Essigsäure oder einem essigsauren Salz, wie Bleizucker, der Wirkung von Kohlensäure ausgesetzt. Die Verhältnisse der verschiedenen Ingredienzien können je nach den Umständen abgeändert werden, jedoch sind im allgemeinen die folgenden Verhältnisse zweckentsprechend: Ungefähr 500 kg Bleioxydhydrat, ungefähr 1400 1 Wasser, käufliche Essigsäure, gleich ungefähr 8 kg chemisch reiner Essigsäure (oder die entsprechende Menge als Bleisalz), und etwa 25 kg weifser Hutzucker. Die Lauge kann nach dem Abscheiden des Bleiweifses wieder für weitere Chargen Oxydhydrat benutzt werden.
Diese Operation wird zweckmäfsig in horizontal rotirenden Gefäfsen ausgeführt. Ist die
13. Auflage, ausgegeben am Jj. April jgo2.)
Kohlensäure rein, so wird sie einfach durch die eine hohle Achse unter einigem Druck eingeleitet. Ist dieselbe dagegen mit Luft oder anderen Gasen vermengt, so ist es vorzuziehen, sie der Reihe nach durch mehrere Gefäfse zu leiten, indem sie in jedem Gefäfs durch die eine hohle Achse ein- und durch die andere austritt, "wobei das Ausflufsrohr des vorhergehenden mit dem Einflufsrohr des nächsten Gefäfses in Verbindung steht, und so weiter, bis die Kohlensäure vollständig ausgenutzt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Bleiweifsbereitung aus einem Gemenge der im Handel vorkommenden Bleioxyde, darin bestehend, dafs diese Oxyde zunächst in der Wärme zu Suboxyd reducirt, alsdann gekühlt, in Hydrat umgewandelt und der Luft zur höheren Oxydation ausgesetzt werden, worauf das so erhaltene Hydrat mit Wasser, Zucker und Essigsäure oder geeigneten essigsauren Salzen der Wirkung von Kohlensäure ausgesetzt wird.
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