DE565083C - Sputum- und Faekaliensterilisator - Google Patents
Sputum- und FaekaliensterilisatorInfo
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Description
- Sputum- und Fäkaliensterilisator Gegenstand der Erfindung ist ein Sputum-und Fäkalieristerilisator, der sich von den bekannten, für den gleichen Zweck bestimmten Einrichtungen dadurch wesentlich und vorteilhaft unterscheidet, daß er bei einfacher Bartart eine zuverlässige Reinigung und Sterilisation der Keimträger und der sie enthaltenden Gefäße ermöglicht.
- Apparate zur Reinigung und Desinfektion von Sputum und Fäkalien mit Spritzvorrichtungen zur Reinigung der die Abfälle enthaltenden Gläser bzw. Stechbecken sind bekannt. So wird in einer bekannten Ausführungsform das Spülwasser durch Injektoren an die zu reinigenden Gefäße geführt. Dieses Spülwasser wird aber nicht fortlaufend erneuert, sondern es wird mit Hilfe der Injektoren stets die gleiche Flüssigkeitsmenge verwendet, die bereits durch die aus den Gläsern entfernten Schmutzstoffe verunreinigt ist. Wenn auch durch die Erhitzung die vorhandenen Keime abgetötet werden können, so ist bei Verwendung des verunreinigten Wassers doch eine ausreichende mechanische Reinigung unmöglich und die Desinfektion in Frage gestellt.
- Nach einer anderen bekannten Ausführungsform wird die Spritzvorrichtung an die Warm- und Kaltwasserleitung direkt angeschlossen. Hier kann jedoch beim Zurücksaugen eine Infektion der Gebrauchswasserleitung eintreten.
- Es sind auch Sputum- und Fäkaliensterilisatoren bekannt, bei denen das Spülwasser aus einem besonderen Gefäß entnommen wird. Bei Sputum- und Fäkaliensterilisatoren, deren Spülwasser aus einem besonderen, sich unter der Wirkung bekannter Regelungsvorrichtungen ständig selbst nachfüllenden, die Möglichkeit eines Zurücksteigens der Flüssigkeit aus dem Sterilisator in die Gebrauchswasserleitung verhindernden Gefäß entnomrnen wird, steht das Wasser meist unter mäßigere Druck. Gemäß vorliegender Erfindung wird das Wasser durch einen Dampfstralrlinjektor in das Innere der Gläser eingeschleudert und dadurch deren gründliche Reinigung gewährleistet. Der Dampfstrahlinjektor wirkt dabei in doppelter Richtung. Er veranlaßt einerseits, daß der nicht sehr hohe Druck des Wassers entsprechend vergrößert und daß das Wasser durch den Dampf auf größere Flächen verteilt wird. Außerdem kann durch entsprechende Bemessung des Dampfes die Temperatur der Spülflüssigkeit allmählich von der Außentemperatur auf roo° und darüber (je nach der Dampfspannung) gesteigert werden, und es wird durch diesen allmählichen Temperaturanstieg ein Zerspringen der bekanntlich aus minderwertigem Glas bestehenden Gläser, deren Böden außerdem auch noch dicker sind als die Seiten und die deshalb sehr zum Zerspringen neigen, mit Sicherheit vermieden.
- Die Desinfektion und Reinigung erfolgt in einem geschlossenen Kasten, der zweckmäßig doppelwandig ausgeführt wird. Die zu reinigenden Gläser werden in Körbe aus weitmaschigem Drahtnetz gestellt, nachdem sie vorher ausgegossen sind. Die ausgegossene hochinfektiöse Masse wird durch genügend hohes Erhitzen, durch Dampf oder in anderer Weise steril gemacht und dann in die Abwässerkanäle abgelassen.
- Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des neuen Apparates dargestellt, und zwar zeigt Abb. i den Apparat als ganzes schaubildlich mit teilweise weggebrochener Vorderwand, Abb. 2 einen Schnitt der Abb. i, Abb. 3 die Anordnung der Wasser- bzw. Dampfspritzrohre.
- Der Apparat besteht aus einem zweckmäßig doppelwandigen Kasten i, dessen Dekkel2 mit Hilfe geeigneter Verschlußeinrichtungen, beispielsweise Schraubenverschlüsse 3, gasdicht angepreßt werden kann. Der Innenraum des Gefäßes ist im wesentlichen frei und nur durchzogen von den gelochten Rohren 4, die das Spülwasser bzw. den Dampf heranführen. Das Wasser kommt aus dem Gefäß 5 durch die Leitung 6 mit Ventil 7. Das Gefäß 5 empfängt das Wasser aus der Leitung oder einer sonstigen Quelle und füllt sich unter Verwendung an sich bekannter Regelungsvorrichtungen von selbst nach. Das Vorratsgefäß 5 wird an beliebiger Stelle oberhalb des Desinfektionsapparates angebracht. In Desinfektionsbaracken u. dgl. steht nur eine geringe Druckhöhe zur Verfügung. Diese Druckhöhe würde nicht' ausreichen, einen Wasserstrahl zu liefern, der die Reinigung der Gläser in genügendem Maße besorgen würde. Aus diesem Grunde ist ein Dampfinjektor 8 vorgesehen, durch den das Wasser aus der Leitung 6 bei geöffnetem Ventil 7 mit regelbarer Stärke in das Innere des Apparates geleitet werden kann.
- Der Desinfektionsraum enthält an seinem Boden eine Abflußleitung, die durch ein Ventil 9 abgeschlossen ist. Zwischen den mit den Abwässerleitungen direkt verbundenen Röhren und diesem Ventil ist ein Siphon io eingeschaltet.
- Zur Aufnahme der Gläser dient ein Korb i i aus weitmaschigem Drahtnetz, der auf den durch die Doppelwand gebildeten Vorsprung 12 aufgesetzt werden kann. Die Leitung 13 führt in den durch die Doppelwand gebildeten Hohlraum. Sie wird durch ein Ventil 14 überwacht und dient zur Zuführung des Heizdampfes. Das Kondensat aus der Doppelwand kann durch Rohr 15 und Kondenstopf 16 abfließen. Die Einrichtung arbeitet wie folgt: Nach Lösung der Verschlüsse 3 wird der Deckel 2 geöffnet und die gefüllten Gläser in dem aus weitmaschigem Drahtnetz bestehenden Korb durch Umkippen in den Apparat entleert und mit der Öffnung nach unten auf den Boden des Korbes gesetzt. Der Korb 6 steht, wie bereits angegeben, auf den durch die Innenwand gebildeten Vorsprüngen 12. Die Gläser befinden sich dann unter den Öffnungen 17 der Rohre 4. Nunmehr wird der Deckel2 luftdicht geschlossen und zunächst durch die Öffnung des Ventils 7 Wasser zugelassen, das eine Vorspülung der Gläser herbeiführt. Hierauf wird durch Öffnung des Ventils 18 für den Dampf der Injektor in Tätigkeit gesetzt, und zwar wird die Dampfzufuhr und damit die Temperatur des Spülwassers ganz allmählich erhöht. Mit der steigenden Dampfzufuhr kann die Wasserzufuhr verringert und schließlich ganz gedrosselt werden, so daß dann nur reiner Dampf einströmt. Dies bewirkt eine gute Vorreinigung der Gläser und gleichzeitig eine Verdünnung der eingebrachten zu desinfizierenden Massen.
- Nach geschehener Vorreinigung wird der Injektor wieder abgestellt und nunmehr das Ventil 14 geöffnet, so daß der heiße Dampf in die Zwischenwand eintreten kann. Der Heizdampf erhitzt die Flüssigkeit auf etwa io5° C, so daß Sicherheit dafür geschaffen ist, daß eine zuverlässige Abtötung aller Keime erfolgt. Nach Desinfektion wird die sterile Masse durch Öffnung von Ventil 9 abgelassen, dann zur vollkommenen und endgültigen Reinigung der Gläser nochmals der Dampfinjektor in Tätigkeit gesetzt und die Gläser mit heißem Dampf behandelt.
- Als Werkstoff für die Einrichtung wird zweckmäßig Kupfer verwendet. Es hat sich gezeigt, daß bei Benutzung von verzinntem Eisen die Apparate nur eine recht kurze Lebensdauer haben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Sputum- und Fäkaliensterilisator mit Wasserspülung zur Vorreinigung der Gläser und Verdünnung der zu desinfizierenden Massen, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Dampfstrahlinjektors, der das in bekannter Weise aus einem besonderen, von der Gebrauchswasserleitung getrennten Gefäß entnommene Spülwasser in das Innere des Desinfektionsgefäßes leitet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE565083T | 1930-08-24 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE565083C true DE565083C (de) | 1932-11-25 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930565083D Expired DE565083C (de) | 1930-08-24 | 1930-08-24 | Sputum- und Faekaliensterilisator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565083C (de) |
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1930
- 1930-08-24 DE DE1930565083D patent/DE565083C/de not_active Expired
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