DE563472C - Verfahren zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen mit Hilfe elektrischer Entladungen - Google Patents

Verfahren zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen mit Hilfe elektrischer Entladungen

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DE563472C
DE563472C DEI39168D DEI0039168D DE563472C DE 563472 C DE563472 C DE 563472C DE I39168 D DEI39168 D DE I39168D DE I0039168 D DEI0039168 D DE I0039168D DE 563472 C DE563472 C DE 563472C
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DE
Germany
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discharge
acetylene
arc
chemical reactions
carrying
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Expired
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DEI39168D
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English (en)
Inventor
Dr Otto Eisenhut
Dr Robert Stadler
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
    • B01J19/087Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy
    • B01J19/088Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy giving rise to electric discharges

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Durchführung chemischer Reaktionen mit Hilfe elektrischer Entladungen Die vorliegende Erfindung betrifft die Durchführullg chemischer Reaktionen zwlschen Gasen. Dämpfen, Nebeln von festen oder flüssigen Stoffen usw. mit Hilfe elektrischer Entladungen, z. B. Lichtbögenglimmentladungen usw., wobei, insbesondere beim Arbeiten mit großen Einheiten, die Bewegung der den elektrischen Entladungen ausgesetzten Stoffe durch besondere Ausgestaltung der Apparatteile von den sonst immer vorhandenen turbulenten Nebenströmungen weitgehend befreit wird, so daß eine praktisch reine Parallelströmung entsteht. Dies wird dadurch erreicht, daß man die zu behandelnden Stoffe unmittelbar vor ihrem Eintritt in den Bereich der Entladung durch Räume von solcher Form und solchen Ausmaßen leitet, daß die turbulenten Neben strömungen praktisch vernichtet werden. silan war bisher stets bestrebt, den Weg der Gase usw. von ihrem Eintritt in die Entladungsvorrichtung, z. B. den Lichtbogenofen, bis zum Eintritt in die elektrische Entladung selbst möglichst kurz zu machen. Hierbei sind aber sämtliche Strömungen der Gase usw. stets von turbulenten Nebenströmungen überlagert, die zu mannigfachen Störungen während der Realtion Veranlassung geben.
  • Z. B. entstehen bei der Verarbeitung von kohlenwasserstoffhaltigen Gasen nachteilige Drucksteigerungen, welche nicht erwünschte weitere ITmsetzungen der entstandenen Reaktionsprodukte, insbesondere unter Rußbildung, zur Folge haben.
  • Die Vermeidung turhulenter Nebenströmungen wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, daß man die zu behandelnden Stoffe vor der Behandlung durch einen oder mehrere der Entladung unmittelbar vorgeschaltete, mit dem Entladungsraum koaxiale Räume leitet, die von je zwei- Flächen mit einer knicklosen geometrischen Erzeugenden, die zur Achse der Entladung senkrecht oder im Sinne der Gasbewegung im Lichtbogen geneigt sind, begrenzt werden, deren jede mehr als das Zehnfache des Ouerschnittes des zylindrischen oder schwach konischen Entladungsraumes beträgt.
  • Der zur Beseitigung der Turbulenz gemäß vorliegender Erfindung dem Bereich der Entladung vorgeschaltete Raum bzw. Räume kann von mannigfacher Gestalt sein; einige Ausführungsbeispiele sind in Abb. 1, 2, 3 und 4 dargestellt. In allen Abbildungen bedeutet L den eigentlichen Entladungsraum, E und E' die Elektroden, R den zur Beseitigung der Turbulenz vorgeschalteten Raum, F dessen Wände. In Abb. I ist eine Vorrichtung dargestellt, wobei der der Entladung unmittelbar vorgeschaltete Raum R von mindestens einer senkrecht zur Entladungsachse stehenden Fläche; von mehr als dem vierfachen. zweclimäßig mehr als dem zehnfachen Flächeninhalt des Querschnitts des schwach konischen oder (wie in der Abbildung) zylindrischen Entladungsraumes begrenzt wird.
  • In den Abb. 2 und 3 besitzt der vorgeschaltete Raum eine konische oder geschweifte, mit dem Entladungsraum koaxiale Form.
  • Wie aus Abb. 4 ersichtlich ist, lassen sich auch mehrere derartige Vorrichtungen längs des Entladungsraumes anbringen; hierbei ist durch richtige strömungstechnische Gestaltung der Zutrittsöffnungen, Düsen o. dgl. dafür zu sorgen, daß bei der Vereinigung der Gasströme nicht etwa neue Turbulenzerscheinungen auftreten.
  • Besonders bei den Vorrichtungen gemäß Abb. I und 2 nähern sich die einzelnen Teilchen des Gases der Entladungszone nicht radial, sondern in einer Spiralenbewegung, wie es an analogen Fällen vielfach bekannt ist (z. B. Leerlaufen eines großen Flüssigkeitsbehälters durch eine mit Rohranschluß versehene Bodenöffnung). Es ist leicht einzusehen, daß durch diese Spiralenbewegung erstens der Richtungswechsel, den die Teilchen beim Eintritt in die Entladungszone erfahren, bis zur Unmerklichkeit gemildert wird und daß zweitens keinerlei Zusammenprall verschiedener Teilströmungen möglich ist.
  • Diese regelmäßige, spiralige bzw. innerhalb der Entladungszone schraubenartige Bewegung der Gase mit einem durch die Ofenabmessungen jeweils scharf definierten Krümmungsradius darf nicht mit den gemäß der Erfindung zu vermeidenden turbulenten Nebenströmungen verwechselt werden. Letztere nämlich sind ganz unregelmäßig, und wenn man die Bahn eines bestimmten Teilchens herausgreift, von stets wechselndem, meist aber kleinem Krümmungsradius im Vergleich zu den Ofenabmessungen; insbesondere kann oft die Richtung dieses kleinen Krümmungsradius gerade entgegengesetzt der des Ofenradius sein. Falls sie nicht ausdrücklich vermieden ist, ist diese wirr durcheinandergehende Turbulenz der regelmäßigen, spiraligen oder schraubigen Hauptströmung als Feinstruktur überlagert, so etwa, wie beim Fließen eines trüben Mediums sich die Brownsche Bewegung der regelmäßig fortschreitenden überlagert.
  • Es ist schon bekannt, die dem Lichtbogen auszusetzenden Gase vor dem Eintritt in die Entladung durch große Sammelräume zu Ieiten; diese vermögen aber nicht die von uns beanspruchte Wirkung auszuüben, da die Art der Weiterleitung der Gase in den Lichtbogen, z. B. durch Systeme von Ringspalten oder unregelmäßig poröse Wände, bei technischen Durchsatzmengen notwendig Veranlassung zur Entstehung neuer Turbulenz gibt. Bei anderen bekannten Vorrichtungen und Verfahren, die an sich die Möglichkeit zu einer Durchbildung im Sinne der vorliegenden Erfindung gäben, wie z. B. die Benutzung eines Hilfsgasstromes, der den reagierenden umhüllt, sind schroffe Richtungswechsel des reagierenden Gasstromes und erhebliche tote Räume nicht vermieden, so daß wiederum störende Turbulenz auftritt.
  • Die Wirkung der Vorrichtungen gemäß der vorliegenden Erfindung äußert sich für das Auge darin, daß z. B. der Lichtbogen völlig ruhig in der Achse brennt und die in Abb. I beispielsweise gezeichnete regelmäßige Gestalt annimmt, während er bei Lichtbogenöfen bekannter Art unruhig aus der Achse herausschwingt und seine Umgrenzung unregelmäßig und zerfiattert ist. tiberraschenderweise lassen sich durch derartige, rein strömungstechnische Maßnahmen aber technisch äußerst wertvolle Wirkungen erzielen. - Einerseits läßt sich die Energieaufnahme der Entladung günstiger gestalten, und andererseits lassen sich die chemischen Vorgänge dadurch beeinflussen.
  • Beim Arbeiten mit Vorrichtungen gemäß vorliegender Erfindung steigt die aufgenommene elektrische Energie, wobei sich die Spannung erhöht, bei gleichzeitigem Sinken der Stromstärke. Es ist dabei gleichgültig, mit welcher Stromart man arbeitet; die Erscheinung tritt sowohl bei stehendem Gleichstrom, pulsierendem oder zerhacktem Gleichstrom oder gleichgerichtetem Wechselstrom als auch bei Wechselstrom der verschiedensten Frequenzen und Kurvenformen auf.
  • Speist man die Entladung, z. B. den Lichtbogen, mit Wechselstrom, gegebenenfalls unter Gleichrichtung, so verbessert sich außerdem der Leistungsfaktor.
  • Weiter sinkt der Energieverbrauch je Kilogramm entstandenen Reaktionsproduktes merklich.
  • Auch bei der Verwendung von Vorwärmung der zu behandelnden Stoffe verschlechtern turbulente Bewegungen den Vorwärmeeffekt, so daß dieser bei etwa 5000 C Vorwärmetemperatur nur etwa 5 01o beträgt. Im vorliegenden Falle läßt sich aber bei derselben Vorwärmetemperatur ein Effekt von IO 0/, und mehr erzielen, wodurch der Energieaufwand für das herzustellende Produkt, z. B. Acetylen aus Methan im Lichtbogen, merklich verringert wird.
  • Ferner wird z. B. bei der genannten Reaktion ein vorher vorhandener Zerfall von Kohlenwasserstoffen in Ruß und Wasserstoff verhindert.
  • Endlich wird die Bildung von nicht gewünschten Reaktionsprodukten zugunsten von erwünschteren zurückgedrängt. So wird bei-

Claims (1)

  1. spielsweise mit einem gewöhnlichen Lichtbogenofen bei der Herstellung von Acetylen aus Niletban ein Gas mit 7'5 % ungesättigten Kohlenwasserstoffen erhalten. Der Acetylengehalt beträgt 5,8 01,. Bei Anwendung vorliegender Erfindung steigt unter sonst gleichen Verhältnissen der Acetylengehalt auf 6,8% Die Acetylenausbeute ist also erheblich größer, nämlich um I7,3 01o P A T E N T A N S P R U C H : Verfahren zur Durchführung chemischer Reaktionen zwischen Gasen, Dämpfen, Nebeln von festen und flüssigen Stoffen usw. mit Hilfe elektrischer Entladungen, insbesondere im elektrischen Lichtbogen, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu behandelnden Stoffe zwecks Vernichtung turbulenter Nebenströmungen vor der Behandlung durch einen oder mehrere der Entladung unmittelbar vorgeschaltete, mit dem Entladungsraum koaxiale Räume leitet, die von je zwei Flächen mit einer knicklosen geometrischen Erzeugenden, die zur Achse der Entladung senkrecht oder im Sinne der Gasbewegung im Lichtbogen geneigt sind, begrenzt werden, deren jede mehr als das Zehnfache des Querschnitts des zylindrischen oder schwach konischen Entladungsraumes beträgt.
DEI39168D 1929-08-31 1929-08-31 Verfahren zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen mit Hilfe elektrischer Entladungen Expired DE563472C (de)

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