DE558111C - Druckpunktfester Tragfluegel fuer Flugzeuge - Google Patents
Druckpunktfester Tragfluegel fuer FlugzeugeInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D17/00—Caps for supporting mine roofs
- E21D17/02—Cantilever extension or similar protecting devices
- E21D17/0206—Hydraulically operated extension devices
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C9/00—Adjustable control surfaces or members, e.g. rudders
- B64C9/14—Adjustable control surfaces or members, e.g. rudders forming slots
- B64C9/16—Adjustable control surfaces or members, e.g. rudders forming slots at the rear of the wing
- B64C9/18—Adjustable control surfaces or members, e.g. rudders forming slots at the rear of the wing by single flaps
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Description
Bei Flügeln von Trag- oder Leitwerken der Flugzeuge ist die Verwendung von Schlitzen
an den verschiedensten Teilen, des Flügelprofils bekannt, und zwar erstrecken sich
die Schlitze von vorn, unten nach hinten oben, um an der Oberseite durch Luftzuführung
die dort bestehende Gefahr des Abreißens der Luftströmung zu verringern oder zu beseitigen.
Man hat solche Schlitze auch mit düsenähnlichem Längsschnitt ausgebildet, der
zwischen je im wesentlichen nach einem vollständigen Flügelprofil geformten Teilen, des
gesamten Flügels eingeschlossen ist.
Es ist auch bekannt, von vorn unten nach
hinten oben' gerichtete düsenförmige Schlitze zwischen einem festen Tragflügelteil und
einem als Ruderklappe ausgebildeten Tragflügelteil anzuordnen, wobei der Drehpunkt
der Ruderklappe derart angeordnet ist, daß der düsenförmige Schlitz bei keiner Ruderstellung
ganz geschlossen wird.
Bekannt sind auch an nicht druckpunktfesten Tragflügeln im wesentlichen im vorderen
Flügelteil bzw. über die ganze Flügel-
«5 tiefe verteilte, von vorn oben nach, hinten
unten durchlaufende Schlitze, die dazu dienen sollen, den Druckunterschied zwischen Ober-Und
Unterseite des Tragflügels zu vergrößern.
Die Erfindung besteht darin, daß bei einem
druckpunktfesten Tragflügel für Flugzeuge, der also z. B. ein symmetrisches oder insbesondere
ein doppelt geschweiftes Profil aufweist, im hinteren Teile des Flügelquerschnitts ein von vorn oben nach hinten uiitein
verlaufender düsenartiger Schlitz oder deren mehrere angeordnet sind. Hiermit ergibt sich
die insbesondere für flügelgesteuerte und schwanzlose Flugzeuge wichtige Möglichkeit,
die bei den genannten Tragflügelprofilen bei geringen Anstellwinkeln im hinteren Teile
der Flächenunterseite eintretende Gefahr des Abreißens der Strömung zu beseitigen und
damit die Flugsicherheit gerade bei dieser Lage wesentlich zu erhöhen. Ein Tragflügel
gemäß der Erfindung erweist sich für alle üblichen Fluglagen von Ca = — 0,3 bis
ca = 1,2 als vollkommen druckpunktfest.
Mit besonderem Vorteil findet der Erfindungsgegenstand seine Anwendung an Tragflügeln
oder Leitwerkflügeln in Verbindung mit Steuerklappen, vor denen der Schlitz
sich von vorn oben " nach hinten unten erstreckt,
und. zwar mit solcher Lagerung der Steuerklappe unterhalb oder oberhalb ihres
•Profils, daß der Schlitz auch beim Ausschwingen
der Steuerklappe in keiner Lage ganz geschlossen wird. Hier ergibt sich die
Möglichkeit, die Steuerklappe ohne die Gefahr des Abreißens der Strömung stark nach
oben auszuschlagen, um beispielsweise .das Flugzeug besonders schnell aufzurichten.
Für die Steuerklappe besteht in diesem Fall eine wertvolle Ausgestaltung, indem sie
ihrerseits als druckpunktfestes ProfiL und
zwar beispielsweise als symmetrisches Profil, ausgebildet und im Druckpunkt oder einem
höher gelegenen Punkte der im Druckpunkt - auf dar Sehne, errichteten Senkrechten drehbar
aufgehängt ist. Hiermit ist die Steuerklappe bei sämtlichen Ausschlägen im Gleichgewicht
und daher selbst bei großen Ausführungen leicht zu handhaben.
Für besonders glatte Luftströmung ist endlieh
eine Ausgestaltung zweckmäßig, bei- der sowohl das hinter wie auch das vor dem
Schlitz liegende Flügelstück je ein selbständiges Stromlinienprofil bilden, beispielsweise
also vorn ein auftrieb erzeugender FlügelteiT
und hinten ein abtrieb er zeugender oder symmetrisch profilierter Flügelteil.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an Ausführungsbeispielen zum Teil mit
klappbarem hinteren Teil in Gestalt vereinfachter Flügelschnitte in. Flugrichtung, un&
zwar zeigt Abb. 1 ein druckpunktfestes Flügelprofil·
mit doppelt geschweifter Mittellinie und. 'einem Düsenschlitz im hinteren Flügelteü,
Abb. 2 ein dru'ckpunktfestes Profil mit vor dem Schlitz auftrieberzeugendem und hinter dem Schlitz abtrieberzeugendem .Flügel-teil,
Abb. 3 ein druckpunktfestes Profil mit
vor dem Schlitz auftrieberzeugendem und hinter dem Schlitz symmetrischen FlügelteiL
Abb. 4- eine Zusammenstellung■' zweier unsymmetrischer"..
Profile und Abb. 5 eine Zusammenstellung eines unsymmetrischen vorderen
Profils mit symmetrischem Hinterprofil. ; Nach; Abb. 1, 2 und 4 ist gegenüber einem
Flügelhauprtejl 1 ein- hinterer Flügelteil 2
durch einen schräg'von vorn oben nach !unten unten laufenden Schlitz 3 abgeteilt. Beide
Teile i, 2 " zusammen "bilden ein doppelt geschweiftes, also druckpunktfestes Profil mit
der "Mittellinie 4. Dieses Profil ist somit nicht iiur: !für. Leitwerke allgemeiner Art, sondern
■... auch- für 'die der Druckpunktffestigkeit und .
selbsttätigen Längsstabilisierung besonders bedürftigen, vorn-Hegenden Entenleitwerke und
für Tragflügel schwanzloser Flugzeuge besonders geeignet, bei denen insbesondere
Pfeilform oder Zanoniaf orrri. für den gesamten:
Flügelumriß zweckmäßig wird, --.. Nach.Abb.? "sind, der vordere und der hintere
Flügelteil je -für sich als geschlossenes strotolinienförmiges Profil ausgebildet, um
,'. einen möglichst geringen Luftwiderstand zu erzielen. Der vordere: Flügelteil zeigt hierbei
ein auftrieb erzeugendes und der hintere Flügelteil ein abtrieberzeugendes Profil.
. Abb. 4 zeigt weiter den. Sonderfallj wo
der hinter: dem' .Schlitz liegende hintere Flügelteil 2 "gleichzeitig als· Steuerklappe für
Höhen- oder Quersteuerung oder beides ausgebildet ist, indem er an flossenartigen Trägern
s: des Hanptteiles 1 mit Gelenken 6 gelagert
ist, die am hinteren Teil 2 an Trägern 7 angreifen. Die Lage ist hier so gewählt, daß
der Gelenkpunkt 6 annähernd in der im Druckpunkt des hinteren Teiles 2 auf der
-Flügelmitte errichteten Senkrechten liegt, so daß weitgehender Ausgleich der durch den
Luftstrom im hinteren Teile 2 um das Gelenk 6 'entstehenden Drehmomente erreicht ist
und die Steuerdrücke gering werden.
Die Wirkung ist hier die, daß der Gesamtflügel durch ,seine doppelt geschweifte Form
■selbst stabil und weitgehend druckpunktfest ist/ so daß ein durch seine Druckpunkte
gehender Hauptholm oder einziger Holm im wesentlichen torsionsfrei ist. Der Schlitz 3
wirkt dabei durch die von oben nach unten ihn durchströmende Luft dahin, daß auch
bei besonders geringem Anstellwinkel kein Abreißen der unteren Tragfiügelströmung am
hinteren Teil 'eintritt. Soweit ferner der hintere
Teil 2 als Steuerklappe ausgebildet ist,
bewirkt die Schlitzströmung, daß auch bei
starkem Hochschwenken der Steuerklappe das Abreißen der Strömung noch verhindert wird,
so daß also beispielsweise ein sehr schnelles Aufrichten des Flugzeuges sicher ermöglicht ist.
In Abb. 2 und 5 ist die Anordnung grundsätzlich die gleiche wie in, Abb. 1, 2 und 4,
nur ist hier der untere Flügelteil 2' als sym- go metrisches Profil .auegebildet, das; also für
sich druckpunktfest ist und somit bei Benutz
zung dieses Profils für Steuerklappen, die Steuerdrücke praktisch auf Null zu bringen
ermöglicht. ■ ■
Von den besonderen Umständen des Env
zelfaUes hängt es "ab, ob, wie in Abb. 2 und 4
angenähert verwirklicht, 'beide Teile 1, 2· je
für sich als vollständige Tragflügelprofile ausgebildet "sind, deren hinteres dann ein kopfstehend
abtrieb erzeugendes Profil ist, oder obj wie in Abb. 3 und .5, nötigenfalls unter
Verzicht auf vollendete Stromlinienform des vorderen Teiles 1, der hintere Teil 2' volle
Stromlinienform erhält.
Möglich ist ferner unter Umständen die
Anbringung zweier oder ~ mehrerer Schlitze hintereinander, jedoch genügt im Regelfalle
ein einziger Schlitz. . ·
Für sehr schnelle und mit sehr geringem Anstellwinkel arbeitende Flugzeuge- nähert
sich die doppelt geschweifte Flügelmittellinie einer Geraden und kann unter Umständen
völlig gerade ausgebildet werden.' Der Flügel kann dann aus zwei symmetrischen Profilen·
bestehen, deren -hinteres mit seiner Nase dicht über und etwas vor der Hinterkante
des vorderen Profils liegt, wodurch bei Ausbildung als schwenkbare Klappe in hochgeschwenkter
Lage die Mittellinie des Gesamtflügels eine nach unten durchgewölbte Gestalt
erhält.· ' . .
Claims (5)
- Patentansprüche;:ι. Druckpunktfester Tragflügel für Flugzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß im hinteren Teile des Flügelquerschnitts ein von. vorn oben nach hinten noten v verlaufender düsenartiger Schlitz angeordnet ist.
- 2. Druckpunktfester Tragflügel nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß der vor dem Schlitz befindliche Teil des Querschnittes auftrieberzeugend und der hinter dem Schlitz befindliche Teil des Querschnittes abtrieberzeugend gestaltet ist.
- 3. Druckpunktfester Tragflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnetj daß der hinter dem Schlitz befindliche Teil des Flügels einen symmetrischen Querschnitt aufweist.
- 4. Druckpunktfester Tragflügel nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der hinter dem Schlitz befindliche Teil des. Flügels in an sich bekannter Weise als Steuerklappe ausgebildet und so gelagert ist, daß der Schlitz in keiner Stellung ganz geschlossen wird,
- 5. Druckpunktfester Tragflügel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeidh.net, daß der als Steuerklappe ausgebildete Teil im Druckpunkt oder einem Punkte der im Druckpunkt errichteten Senkrechten oberhalb der Steuerklappe drehbar aufgehängt ist und selbst ein druckpunktfestes, z. B. symmetrisches Profil aufweist. ■Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE558111T | 1930-12-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558111C true DE558111C (de) | 1932-09-01 |
Family
ID=6565277
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930558111D Expired DE558111C (de) | 1930-12-03 | 1930-12-03 | Druckpunktfester Tragfluegel fuer Flugzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558111C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078875B (de) * | 1957-07-03 | 1960-03-31 | Flugzeugwerke Dresden Veb | Umstroemter Koerper mit Schlitzen, die von einer Stroemungsseite zur anderen fuehren |
| DE3827796A1 (de) * | 1988-08-16 | 1990-02-22 | Eduard Weinert | Hilfsfluegel |
-
1930
- 1930-12-03 DE DE1930558111D patent/DE558111C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078875B (de) * | 1957-07-03 | 1960-03-31 | Flugzeugwerke Dresden Veb | Umstroemter Koerper mit Schlitzen, die von einer Stroemungsseite zur anderen fuehren |
| DE3827796A1 (de) * | 1988-08-16 | 1990-02-22 | Eduard Weinert | Hilfsfluegel |
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