DE557465C - Verfahren und Einrichtung zum Giessen von Gussbloecken mit Handhabungszapfen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Giessen von Gussbloecken mit Handhabungszapfen

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DE557465C
DE557465C DEP64258D DEP0064258D DE557465C DE 557465 C DE557465 C DE 557465C DE P64258 D DEP64258 D DE P64258D DE P0064258 D DEP0064258 D DE P0064258D DE 557465 C DE557465 C DE 557465C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Gießen von Gußblöcken mit Handhabungszapfen Bei der Handhabung von Gußblöcken entstehen Schwierigkeiten, wenn sie der Wirkung senkrechter Hämmer oder Pressen ausgesetzt werden sollen. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, sind Versuche angestellt worden, an die Oberseite des Gußblocks, sobald er sich in der Gußform befindet, einen Ansatz, gewöhnlich Handhabungszapfen genannt, anzuschweißen, an dem eine Tragstange angreifen kann; aber ein derartiges Verfahren, den Handhabungszapfen zu befestigen, hat sich nicht als befriedigend erwiesen und hat in manchen Fällen unter der Wirkung des Hammers oder der Presse zu Bruch geführt.
  • Andererseits ist es nicht ohne weiteres möglich, Handhabungszapfen in einem Stück mit dem Hauptblock zu gießen. Die Verschiedenheit der Massen und der Wärmekapazitäten des großen Hauptblocks und des kleinen Handhabungszapfens im Verhältnis zu den diese umgebenden abkühlenden Flächen und Massen würde beim einstückigen Gießen eines Gußblocks mit Handhabungszapfen ohne besondere Maßnahmen die gewöhnliche und gleichmäßige Abkühlung des Hauptblocks störend verändern, derart, daß Gußspannungen oder Sprünge und Unhomogenitäten durch Lunkerbildung oder Kristallabscheidung auftreten und später zu Bruch führen könnten.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt, Schwierigkeiten der angegebenen Art zu beheben.
  • Diesem Zweck entsprechend besteht die vorliegende Erfindung in Verfahren zum Gießen von Blöcken, insbesondere von Stahlgußblöcken, mit einem oberen und/oder unteren Handhabungszapfen einstückig mit dem Hauptgußblock, derart, daß die Abkühlung des Hauptblocks im wesentlichen unabhängig von der Bildung des Handhabungszapfens vor sich geht.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, am Boden des Gußblocks einen Handhabungszapfen dadurch auszubilden, daß in einem Abschreckboden eine Vertiefung vorgesehen wird und in dieser Vertiefung ein Metallklotz oder mehrere angeordnet werden und das geschmolzene Metall so eingegossen wird, daß es rings um diesen Metallklotz oder diese Metallklötze in der Vertiefung erstarrt, damit diese einen Handhabungszapfen bilden und schließlich als wirksamer Teil des Abschreckbolzens dienen.
  • Eine andere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, an der Oberseite des Gußblocks einen Handhabungszapfen dadurch auszubilden, daß eine zusätzliche Gußform evakuiert wird, um das geschmolzene Metall aus der Hauptgußform in die zusätzliche Gußform zu ziehen und so den Handhabungszapfen zu bilden.
  • Die Erfindung besteht ferner in den Verfahren und den Vorrichtungen zum Gießen von Gußblöcken, wie nachfolgend beschrieben.
  • In den beiliegenden schematischen Zeichnungen zeigt: Fig. i im Schnitt eine Seitenansicht einer Gußform, die mit einer Ausführungsform eines Hilfsabschreckblocks innerhalb einer Vertiefung des Hauptabschreckbodens versehen ist, ° Fig. 2 im Schnitt eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform eines Hilfsabschreckblocks, der außen mit Rippen ausgerüstet ist, und Fig.3 einen entsprechenden Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4. und 5 eine Schnittansicht bzw. eine Draufsicht einer weiteren abgeänderten Ausführungsform eines Hilfsabschreckblocks, die eine Anzahl senkrechter Stangen umfaßt, und schließlich Fig.6 eine Schnittansicht einer Ausführungsform einer Gußform, bei der der Handhabungszapfen mit Hilfe einer zusätzlichen Gußform und unter Anwendung von Vakuum gebildet ist.
  • Bei der Ausführung der Erfindung gemäß der einen in Fig. i dargestellten Ausführungsform und ihrer Anwendung auf die Herstellung von Stahlgußblöcken besitzt die Gußform a die allgemein bekannte Form, d. h. sie ist leicht konisch, während ihre Querabmessungen größer als ihre Tiefe sind.
  • Die Gußform ist mit einem abnehmbaren Deckel b versehen, der eine mittlere Füllöffnung c, Ventilierungslöcher d und Brenner e besitzt, aus denen hocherhitzte Gasströme austreten und die Oberfläche des geschmolzenen Metalls während des ganzen Abkühlvorgangs bestreichen.
  • Der Gußblock selbst ist mit dem Buchstaben f bezeichnet.
  • Ein massiver Metallgrundblock von mehrfach so großem Gewicht als der zu gießende Gußblock ist aus Teilen h aufgebaut gezeigt, wobei der mittlere Teil i mit einer Vertiefung h ausgebildet ist, die vorzugsweise kreisförmigen Querschnitt besitzt und sich leicht verjüngt. In der Vertiefung und auf ihrem Boden ruhend, befindet sich ein Metallklotz m, der als Hilfsabschreckblock wirkt und dessen Volumen sich etwa auf die Hälfte des Volumens der Vertiefung oder mehr belaufen kann.
  • Gemäß der in Fig. i gezeigten Ausführungsform des Hilfsabschreckblocks kann der Metallklotz als Hohlzylinder ausgebildet werden, der koaxial zu der Vertiefung angeordnet ist und der Wände n besitzt, deren Dicke mit dem Durchmesser des axialen Loches o vergleichbar ist, das sich nach unten nur über eine gewisse Entfernung durch den Metallklotz erstreckt, um so eine Tasse zu bilden. Löcher r, die radial von dem axialen Loch o durch die Wände, hindurchführen, sind vorgesehen, und diese Anordnung trägt dazu bei, schädliches Spritzen zu verhindern. Die Wände sind nach oben hin verjüngt, um einen plötzlichen Wechsel des Querschnitts im geschmolzenen Metall, das den Handhabungszapfen bildet, zu verhindern, während die Außenseite mit ringförmigen Zahnungen s o: dgl. versehen ist oder versehen werden kann, um zu ihrer Befestigung an dem umgebenden Metall beizutragen, sobald es nach dem Eingießen erstarrt.
  • Gemäß einer abgeänderten Ausführungsform des Hilfsabschreckblocks (s. Fig.2 und 3) erhalten die Zahnungen die Form von längslaufenden Rippen t.
  • Diese dienen dem doppelten Zweck, nämlich einmal dazu, die Wärmeabgabe des eingegossenen Metalls an den Hilfsabschreckblock durch Vergrößerung der Oberfläche zu erhöhen, und weiterhin zur sicheren Verbindung des Hilfsblocks mit dem Handhabungszapfen, -,vobei die Kanten der Rippen schnell infolge ihrer Form schmelzen.
  • Gemäß der Ausführungsform nach Fig. ,4 und 5 besteht der Hilfsabschreckblock aus einer Mehrzahl senkrechter Stahlstangen ii, die vorzugsweise verjüngt oder an ihren oberen Enden zugespitzt und, wenn erwünscht, mit Höhlungen, Zahnungen o. dgl. versehen sind, wobei diese Stangen symmetrisch auf einer geeigneten Grundplatte v, die in dem Boden der Vertiefung angebracht ist, befestigt sind.
  • Bei jeder der Ausführungsformen der beschriebenen Erfindung kann irgendeine Verbindung vorgesehen werden, um eine Verschiebung des Metallklotzes in der Vertiefung beim Eingießen zu verhindern.
  • Sobald das geschmolzene Metall in die Gußform eingegossen wird, wird bei Anordnungen der beschriebenen Art der Teil, der in die Vertiefung eintritt, sehr schnell zur Erstarrung gebracht und durch die kalten Metallmassen, mit den er in Berührung kommt, gekühlt, so daß, sobald die Kühlung des Gußblocks fortschreitet, die im wesentlichen waagerechte Lage der Isothermen nicht ungeeignet gestört wird.
  • Auf diese Weise wird ein Gußbloch hergestellt, der einen mit ihm aus einem Stück bestehenden Handhabungszapfen w besitzt, wobei der ursprünglich in der Vertiefung angeordnete Metallklotz m in den Handhabungszapfen eingebettet ist.
  • Unter gewissen Bedingungen und besonders bei verhältnismäßig kleinen Gußblöcken können die Metallklötze in der Vertiefung auf ein beliebiges Ausmaß herabgesetzt oder sogar ganz weggelassen werden.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird der Handhabungszapfen an der Oberseite des Gußblocks vorgesehen.
  • Zu diesem Zweck (s. Fig. 6) ist eine zusätzliche Gußform x aus feuerfestem Material, wie es z. B. bei Gefäßen zur Glasherstellung gebraucht wird, an der Oberseite der Hauptgußform vorgesehen; diese Gußform hat die Form einer Taucherglocke und ist mit einem abnehmbaren Deckel y ausgerüstet, an dem eine (nicht gezeichnete) Vakuumpumpe angeschlossen ist oder werden kann.
  • Nachdem die Gußform mit geschmolzenem Metall gefüllt ist, bis der untere Rand der zusätzlichen Gußform in das Metall eintaucht, wird der Deckel wieder aufgesetzt und die Stoßstelle N luftdicht gemacht. Man evakuiert dann entweder sofort oder nach teilweiser Abkühlung, um so das geschmolzene Metall in die zusätzliche^Gußform hinaufzuziehen. Sobald die Erstarrung beendet ist, ist auf diese Weise ein mit dem Hauptgußblock aus einem Stück bestehender Handhabungszapfen geschaffen.
  • Eine geeignete Vorrichtung zum Anzeigen des Flüssigkeitsspiegels kann in der zusätzlichen Gußform angebracht werden, um einen Handhabungszapfen der erforderlichen Länge zu erhalten.
  • Statt dessen kann das Loch in dem Deckel y mit einem Rohr, das in die zusätzliche Gußform hineinragt, ausgerüstet werden, das an seinem unteren Ende verschlossen ist und in seinen Wänden Öffnungen besitzt. Sobald das Metall in der -zusätzlichen Gußform den erforderlichen Flüssigkeitsspiegel erreicht hat, wird sich das Rohr heben, da es auf denn geschmolzenen Metall schwimmt, und die Öffnungen werden sich schließen, um so die Verbindung des Vakuums mit den zusätzlichen Gußformen abzuschneiden.
  • An Stelle der Evakuierung der zusätzlichen Gußform kann Druck auf den äußeren Ring auf der Oberseite des geschmolzenen Metalls ausgeübt werden, um es so in die zusätzliche Gußforrn heraüfzudrücken. In diesem Fall tnuß das Öl oder die Gasflammen, die die obere Oberfläche des sich abkühlenden Gußblocks in geschmolzenem Zustand halten, unter dem gewünschten Druck brennen, und zu diesem Zweck müssen alle Ventilierungslöcher, Luft- oder Brennerlöcher gasdicht gemacht werden.
  • Die Erfindung ist besonders vorteilhaft anwendbar bei einem bekannten Verfahren zum Gießen von Gußblöcken, bei dem die Gußform eine vergleichsweise geringe Tiefe im Verhältnis zu ihren Ouerabmessungen besitzt und bei der das geschmolzene Metall von unten durch einen massiven Abschreckboden gekühlt wird. Bei diesem Verfahren lassen sich durch Vorwärrner der Wände der Gußform und durch Wärmezufuhr zu der freien Oberfläche des geschmolzenen Metalls die Isothermen während des .ganzen Abkühlvorganges im wesentlichen waagerecht halten, so daß ein Gußblock von großer physikalischer und chemischer Homogenität hergestellt wird. Diese Vorteile bleiben auch beim Gießen eines Gußblocks mit Handhabungszapfen unter Anwendung der Erfindung auf das eben geschilderte Verfahren erhalten. Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf jenes Verfahren beschränkt.
  • Es ist ferner ersichtlich, daß, «ährend die vorliegende Erfindung im besonderen auf die Herstellung von Stahlgußblöcken anwendbar ist, sie in gewissen Fällen auch für die Herstellung von Gußblöcken aus anderen Metallen von Nutzen sein kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Gießen von Gußblöcken mit einem oberen oder unteren Handhabungszapfen, dadurch gekennzeichnet, daß dieser mit dem Hauptblock zusammen in einem Stück und in einem Arbeitsgang gegossen wird, wobei die Abkühlung des Hauptblocks im wesentlichen unabhängig von der Bildung des Handhabungszapfens vor sich geht.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen in einer Vertiefung des unteren Abschreckbodens der Blockform gelagerten Metallklotz oder mehrere Metallklötze (m), die als Hilfsabschreckblock dienen und von dem eingegossenen Metall umschlossen - werden und in diesem verbleiben.
  3. 3. Hilfsabschreckblock nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Hohlräume oder Kanäle oder Zahnungen, Rippen o. dgl. q..
  4. Hilfsabschreckblock nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einem nach oben offenen Hohlraum versehen ist, von dem Kanäle durch die Wände nach außen führen.
  5. 5. Hilfsabschreckblock nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß seine Wände sich nach dem oberen Rande zu verjüngen.
  6. 6. Hilfsabschreckblock nach Anspruch z, gekennzeichnet durch eine Anzahl auf einem Boden befestigter Stangen, Stäbe o. dgl., die vorzugsweise an ihren freien Enden spitz zulaufen.
  7. 7. Entsprechend dem Verfahren nach Anspruch i und 2 gegossener Gußblock, gekennzeichnet durch einen Handhabungszapfen, in dem der Hilfsabschreckblock eingegossen ist. B. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhabungszapfen an der Oberseite des Gußblocks dadurch ausgebildet wird, daß eine obere zusätzliche Gußform evakuiert wird, so daß das geschmolzene Metall von der Hauptgußform in die zusätzliche Gußform heraufgezogen wird. g. Verfahren nach Anspruch i bzw. 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche des geschmolzenen Metalls in der Hauptgußform so starker Druck ausgeübt wird, daß es in die zusätzliche Gußform aufsteigt und dort erstarrt. io. Verfahren nach Anspruch 8 oder g, gekennzeichnet durch Mittel zur selbsttätigen Begrenzung der Höhe, bis zu der das geschmolzene Metall in der zusätzlichen Gußform ansteigt.
DEP64258D 1931-01-08 1931-11-15 Verfahren und Einrichtung zum Giessen von Gussbloecken mit Handhabungszapfen Expired DE557465C (de)

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