DE554820C - Verfahren zur Herstellung poroeser Kautschukgegenstaende - Google Patents

Verfahren zur Herstellung poroeser Kautschukgegenstaende

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DE554820C
DE554820C DEN31883D DEN0031883D DE554820C DE 554820 C DE554820 C DE 554820C DE N31883 D DEN31883 D DE N31883D DE N0031883 D DEN0031883 D DE N0031883D DE 554820 C DE554820 C DE 554820C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/30Sulfur-, selenium- or tellurium-containing compounds

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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung poröser Kautschukgegenstände Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung poröser Kautschukgegenstände, das sich von bekannten, nachstehend kurz erläuterten Verfahren dadurch unterscheidet, daß man eine mit verdünnter Gipsemulsion oder eine mit Gips und überschüssigem Wasser versetzte Kautschukmilch auf Unterlagen ausgießt und das überschüssige Wasser verdunsten läßt. Bei der Ausübung des Verfahrens ist darauf Bedacht zu nehmen, daß eine chemische Bindung des Wassers mit dem Gips für die Dauer seiner Suspension bzw. Emulsion in der Kautschukmilch stark erschwert bzw. verhindert wird und daß die Kautschukmilch-Gips-Emulsion bzw. -Suspension mit oder ohne Beimischungen so viel überschüssiges Wasser enthält, daß die Emulsion bzw. Suspension erhalten bleibt, d. h. daß die Kautschukmilch nicht koaguliert.
  • Eine solche Koagulation soll erst eintreten, wenn die Suspension bzw. die Emulsion einmal durch Bildung der angestrebten Verbindung CaS 04 -f- 2 H,0 nach dem Gießen durch Einwirkung von Luft und vorhandenem Wasser, sodann durch Verdunsten einer etwaigen die Koagulation verzögernden Wassermenge infolge des porösen Aufbaues der genannten Verbindung zerstört wird.
  • Es ist bekannt, Kautschukmassen herzustellen aus Kautschukmilch unter Zusatz von Zement, Asbestine, Gips und ähnlichen Wasser entziehenden Mitteln in solcher Menge, daß das Wasser in der Kautschukmilch gebanden wird, so daß eine dicke Masse entsteht, die unter Druck in Formen gepreßt oder als Paste auf betonierten Böden, ähnlich Asphalt, aufgestrichen werden und durch Beschweren mit heißen Eisenplatten vulkanisiert werden kann. Es ist ferner bekannt, Mischungen von Kautschukmilch mit Wasser verdünnt als Tauchbad zu verwenden oder, wenn solche Kautschukmilchmischungen dem Zement zugesetzt werden, eine Paste herzustellen, die, in Mischmaschinen gemischt, Blöcke, Platten usw. ergibt.
  • Nach der erstgenannten Art, Kautschukmassen herzustellen, wird davon ausgegangen, daß die Wasser bindenden Mittel den Kautschuk aus der Kautschukmilch separieren, d. h. ausflocken und gum Koagulieren bringen. Es wird also mindestens die entsprechende Menge von Wasser entziehenden Mitteln (Zement, Asbestine, Gips usw.) der Kautschukmilch zugesetzt, die nötig ist, um das Wasser völlig zu binden.
  • Nach der zweiten Herstellungsart von Kautschulanassen mittels Kautschukmilch wird ohne ein Wasser entziehendes Mittel Füllmaterial (Soda, Kreide, Silikate usw.) mit Wasser vermengt, dann Kautschukmilch zugesetzt, um die so erhaltene verflüssigte Kautschukmischung als Tauchbad zum wasserdichten Überziehen von Gegenständen nach dem Trocknen des Überzuges zu verwenden. Wird die vorstehend genannte verflüssigte Kautschukmischung mit Zement mittels Mischmaschinen durcheinandergemischt, so ergibt sich eine als Bodenbelag verwendbare Zementmischung, die von Kautschuk durchsetzt ist.
  • Nach den genannten bekannten Verfahren entstehen bei dem ersten Verfahren nach der Vulkanisation, bei dem zweiten Verfahren ohne Vulkanisation feste, dichte, spezifisch schwere und unporöse, vollkommen in sich geschlossene, wasserundurchlässige Kautschukmischungen. Im Gegensatz hierzu wird nach vorliegendem Verfahren ein kautschukhaltiges Endprodukt erhalten, das hochporös und infolgedessen hochelastisch, spezifisch leicht und schwammartig ist. Während bei den vorgenannten bekannten Herstellungsverfahren jeweils Wasser nur in dem Maße gebraucht werden darf, als dem angewandten Bindemittel (Zement, Gips) entspricht, wird bei dem vorliegenden Verfahren zur Herstellung einer zunächst gießfähigen Mischung und eines vulkanisierten Fertigfabrikates mit einem Überschuß von Wasser gearbeitet.
  • Erfindungsgemäß wird also eine so dünnflüssige Masse hergestellt, daß sie. mit Leichtigkeit frei, z. B. zur Herstellung von Fußbodenbelägen, Plätten, Bekleidungen von Behältern oder auch in Formen, gegossen werden kann.
  • Die Menge des hinzuzusetzenden Gipses richtet sich nach der Menge des in der Kautschukmilch vorhandenen Wassers. Es muß immer ein Überschuß von Wasser vorhanden sein, um das Gießen zu ermöglichen, d. h. eine Wassermenge, die weit größer ist, als zur Bindung des Gipses erforderlich ist. Bei geeignetem Mischungsverhältnis und bei geeigneten Vorsichtsmaßregeln bilden Gips und Kautschukmilch bei einem größeren Überschuß von Wasser eine zuerst dünnflüssige, aber nach kurzer Zeit nicht mehr fließende, nicht koagulierte, gallertartige Masse, die außerordentlich porös ist. Durch Rühren kann diese Gallerte wieder in den dünnflüssigen Zustand zurückversetzt werden. Durch die Porosität einer solchen gegossenen Platte kann das Wasser ohne weiteres verdunsten, sowohl vor als auch nach der Vulkanisation. Die Porosität des mit Wasser chemisch verbundenen, Gipses wird also dazu benutzt, der Mischung einen = derartigen Zusatz von `'Wasser zu geben, daß sie gießbar ist.
  • Beispiel foo Teile Gips, 66 Teile des unter dem Namen Revertex im Handel befindlichen Kautschukmilchkonzentrates, 1,75 Teile Schwefel, 0,3 Teile des unter dem Namen Vulcacit im Handel befindlichen Vulkanisationsbeschleunigers, i Teil Zinkoxyd, -to Teile Wasser und i Teil Emulgierungsmittel. In der obigen Mischung (Wasser-Kautschukmilch) sind 56 °/o Wasser auf den angewandten Gips berechnet. (i Mol. 140,5 Ca S04 # %H20 [gebrannter Gips] bindet 31,5 g H20, da zu Bindung des Gipses 13'4 Mol. H20 nötig sind.) Folglich binden foo g Gips 22,3 g H20. Verwendet werden aber nach obigem Beispiel 55 ccm Wasser, also müßten verdunsten 32,7 ccm, d. h. in Prozenten auf die gesamte verwendete Wassermenge berechnet 59,5 0/0. Diese Verdunstung von 59,5 % der Wassermenge, die nötig ist, um ohne Koagulation die Masse gießbar zu machen, kann beim Gießen von Platten, Formen usw. nur infolge der Porosität des Gipses erfolgen. Herstellung der Mischung A. Zusammensetzung der Mischung f ooo g Gips, 66o g des unter dem Namen Revertex im Handel befindlichen Kautschukmilchkonzentrates, 17,59 Schwefel, 3,0 g Beschleuniger, 10,03 g Zinkoxyd, 400 ccm Wasser. B. Zusammensetzung des Emulgierungsmittels 2o g Kasein (alkalilöslich), i g des unter dem Namen Nekal im Handel befindlichen Netzmittels, 1o Tropfen q.%ige Thymollösung, 20 ccm NH,- Lösung (etwa 15%ig).
  • Die q.oo ccm Wasser werden dem Emulgierungsmittel hinzugefügt. Es werden sodann Sog Gips mit dem Schwefel, Zinkoxyd und Beschleuniger innig vermischt, dann nochmals etwa 5o g Gips zugegeben und mit weiteren i oo g Gips in einem Becher bzw. Gefäß mit so viel Emulgierungsmittel angerührt, daß ein dünnflüssiger Brei entsteht. Dann werden sofort 60o g des Kautschukmilchkonzentrates mit etwas Emulgierungsmittel verrührt und zugleich die gesamte Menge des Gipsbreies unter starkem Rühren eingetragen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
  • Darauf fügt man nach und nach in Portionen von etwa Zoo g den restlichen Gips zu unter gleichzeitigem Benetzen mit dem Emulgierungsmittel, so daß schließlich sämtliche 400 ccm Wasser verbraucht sind. Bei größeren Mengen geschieht die Bearbeitung in Rührwerken. Verwendung A. Gegossene Platte i. Gießen: Die Masse wird vor dem Gießen kräftig umgerührt, so daß sie leicht fließende Konsistenz erreicht und dann sofort auf die betreffende Unterlage gegossen. Durch rasches Arbeiten und Glattstreichen erhält man eine glatte Oberfläche. Die Masse wird etwa 3 mm stark gegossen.
  • Trocknen: Das Trocknen geschieht beispielsweise mit einem Strahler. Der Strahler wird so aufgestellt, daß in der Plattennähe eine Temperatur von etwa .4o° erreicht wird. Die Trocknung dauert etwa 2 bis 3 Stunden. Dieselbe Trockenzeit benötigt man auch bei Bestrahlung mit direktem Sonnenlicht und bei einer Zimmertemperatur von etwa 30°.
  • 3. Vulkanisation: Die Vulkanisation geschieht durch Niedrigstellen des Strahlers, so daß eine Temperatur von 8o° auf der Oberfläche erreicht wird, oder bei einem größeren Zusatz von entsprechenden Ultrabeschleunigern bei einer Zimmertemperatur von etwa 30° innerhalb von 3 Tagen. B. Abziehbare Platten Die Masse wird direkt auf eine Glasplatte gegossen, die vorher mit Vaselin gleichmäßig dünn eingerieben wurde. Nach dem Gießen geschieht die Trocknung, wie oben beschrieben, oder im Heißluftkessel unter Druck, desgleichen die Vulkanisation, die etwa i Stunde bei ioo' im Heißluftkessel dauert. Man erhält leicht abziehbare Platten in Dicken von r1/2 bis 3 mm. Beim Gießen auf gemustertes Glas entstehen genaue Abdrücke der Muster, die ohne Formen vulkanisiert werden können.. Die Platten können gestanzt und geschnitten werden und werden mit Benzinkautschuklösung leicht auf Unterlagen auf -geklebt.
  • Wie schon aus der Beschreibung hervorgeht, kann eine derartige Kautschukmasse für große Beläge, für Matten aller Art, gemustert und mit Dessins versehen, für poröse Hartkautschukplatten für Flaschenscheiben und andere Scheiben aus gestanzter Platte, verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung poröser Kautschukgegenstände, dadurch gekennzeichnet, daß man eine verdünnte, mit Gipsemulsion oder eine mit Gips und überschüssigem Wasser versetzte Kautschukmilch auf Unterlagen ausgießt und das überschüssige Wasser verdunsten läßt.
DEN31883D 1930-07-15 1930-07-16 Verfahren zur Herstellung poroeser Kautschukgegenstaende Expired DE554820C (de)

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