DE554376C - Verfahren zur Herstellung poroeser Kautschukmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung poroeser Kautschukmassen

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DE554376C
DE554376C DER71235D DER0071235D DE554376C DE 554376 C DE554376 C DE 554376C DE R71235 D DER71235 D DE R71235D DE R0071235 D DER0071235 D DE R0071235D DE 554376 C DE554376 C DE 554376C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/04Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent
    • C08J9/06Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a chemical blowing agent
    • C08J9/08Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent by a chemical blowing agent developing carbon dioxide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L21/00Compositions of unspecified rubbers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zur Herstellung poröser Kautschukmassen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung poröser Kautschukmassen.
  • Die bekannten porösen Kautschukmassen, welche mit Ammoniumkarbonat als Blähmittel hergestellt werden, weisen den für manche Zwecke erheblichen Nachteil auf, daß die einzelnen Hohlräume miteinander und teilweise auch mit der Außenluft in Verbindung stehen und daß solche Massen verhältnismäßig ungünstige mechanische Eigenschaften besitzen.
  • Das nachstehend beschriebene Verfahren führt dagegen zu porösen Kautschukmassen mit besonderen elastischen Eigenschaften. Die Kautschukmasse erhält als Blähmittel einen Zusatz von über 2o °/o, vorzugsweise gegen ,4o °/a Bleikarbonat, insbesondere handelsübliches -Bleiweiß und wird unter an sich bekannten Bedingungen, welche ein Treiben der Kautschukmasse gestatten, vulkanisiert. Bei der Vulkanisation wird unter Bildung von schwarzen, schwefelhaltigen Bleiverbindungen (Sulfiden) Kohlensäure entwickelt und damit ein Aufblähen bewirkt.
  • Die Eignung des Bleiweiß zur Herstellung besonderer Schwammkautschukartenwar bisher nicht bekannt. Man hat wohl in den Anfängen der Kautschukindustrie Bleiweiß für andere Aufgaben, d. h. als Zusatz zu Mischungen für Klappen, kautschukhaltige Gewebe und andere nicht poröse Kautschukwaren verwende, offenbar in der Annahme, daß solcher Zusatz keine Porenbildung hervorrufe, wie dies bei Zusätzen für die genannten Kautschukartikel regelmäßig erforderlich ist.
  • Die Heißvulkanisation kann nach den in der Kautschukindustrie gebräuchlichen Verfahren erfolgen.
  • Durch dieses Verfahren kann eizie Kautschukmasse erzeugt werden, bei welcher die gasgefüllten Zellen gegeneinander und nach außen vollkommen abgeschlossen sind. Dies bietet den Vorteil, daß beim Zusammenpressen der Kautschukmasse die eingeschlossenen Gase aus den Zellen nicht herausgedrückt, sondern selbst komprimiext werden, wodurch eine Erhöhung der Elastizität des Kautschukkörpers erzielt wird.
  • Je nach der Höhe der bei der Vulkanisation angewendeten Temperaturen und Drucke, sowie je nach der Art der porenbildenden Zusätze ändert sich die Größe der in der Kautschukmasse entstehenden Hohlräume, die Spannung der eingeschlossenen Gase sowie die Stärke der Zellwände. F-s kann auch ein Zerreißen der Zellwände herbeigeführt werden, so daß die Hohlräume miteinander in Verbindung stehen und ein schwammartiges Gebilde entsteht. Die Verbindung der die Gase enthaltenden Zellen könnte auch durch eine geeignete Nachbehandlung der porösen Kautschukmasse herbeigeführt werden.
  • Man kann natürlich - ohne am Wesen der Erfindung etwas zu ändern - dem Kautschukteig die bei Kautschukmischungen üblichen Zusätze, wie Parb-, Füll- und Ersatzstoffe, sowie Erweichungsmittel oder Vulkanisationsbeschleuniger hinzufügen.
  • Im folgenden seien einige Ausführungsbeispiele für die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung angeführt.
  • i. io kg Rohkautschuk verschiedener Herkunft (Para-, Plantagen-, Crepekautschuk u. dgl.) werden mit io kg basischem Bleikarbonat (Bleiweiß) und % kg Schwefel gemischt. Dieser Mischung wird als Erweichungsmittel i kg Mineralöl, Farbstoffe und Regenerat zugesetzt.
  • 2. Ein Schlauch aus Kautschuk oder Gewebe oder aus einer Kombination von Kautschuk und Gewebe, welcher offen oder geschlossen sein kann, wird mit der in dem vorhergehenden Beispiel genannten Masse zu einem gewissen Teile beschickt und entweder im direkten Dampf oder in heißer Luft vulkanisiert, wobei das aufgehende Material den Schlauch beim Vulkanisieren mit einer porösen Kautschukmasse ausfüllt.
  • 3. Eine ringförmige Form wird mit Rohkautschuk ausgekleidet, und in den zentralen hohlen Ringraum wird-gegebenenfalls unter unvollständiger Ausfüllung des freien Kernquerschnittes - die im vorstehenden genannte, mit dem Blähmittel versetzte Kautschukmasse eingebracht. Nach Schließen der Form wird vulkanisiert. Hierbei zersetzt sich das in der Kernmasse enthaltene Blähmittel, und- die entwickelten Gase durchsetzen rlie Kernmasse und Teile der benachbarten Rohkautschukschiclit, diese -zentrale Zone so in porösen Kautschuk verwandelnd, während die äußeren Schichten der Rohkautschukauskleidung nach dem Vulkanisieren einen dichten, praktisch gasundurchlässigen Schlauch beträchtlicher Stärke bilden.
  • Nach Entnahme aus der Form bildet das ganze einen hochelastischen, gasdichten Zellenkautschukreifen. Der besondere Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß der Reifen in einem V ulkanisationsgang; ausgehend vom Rohprodukt, fertiggestellt werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß man die Stärke der gasundurchlässigen Reifenschicht beliebig im voraus je nach Wahl der Blähmittelme.igen usw. festlegen kann.
  • Die mit dem Verfahren gemäß der Erfindung gewonnenen Zellenkautschukkörper (Reifen) eignen sich infolge ihrer hohen Elastizität besonders zur Verwendung als Fahrzeugreifen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung poröser Kautschukmassen unter Zusatz eines Blähmittels, dadurch gekennzeichnet, daß der Kautschukmasse als Blähmittel über ao °la, vorzugsweise gegen 40 °/a Bleikarbonat, insbesondere handelsübliches Bleiweiß, zugesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem Blähmittel versetzte Kautschukmasse in einen Reifenschlauch eingebracht und sodann mit diesem gemeinsam vulkanisiert wird.
DER71235D 1926-06-22 1927-05-20 Verfahren zur Herstellung poroeser Kautschukmassen Expired DE554376C (de)

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DER71235D Expired DE554376C (de) 1926-06-22 1927-05-20 Verfahren zur Herstellung poroeser Kautschukmassen

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DE (1) DE554376C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE911703C (de) * 1937-06-01 1954-05-17 Herbert Witzenmann Luftschlauch fuer die Bereifung von Kraftfahrzeugen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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