DE54542C - Herstellung von Bleiweifs auf elektrolytischem Wege - Google Patents
Herstellung von Bleiweifs auf elektrolytischem WegeInfo
- Publication number
- DE54542C DE54542C DENDAT54542D DE54542DA DE54542C DE 54542 C DE54542 C DE 54542C DE NDAT54542 D DENDAT54542 D DE NDAT54542D DE 54542D A DE54542D A DE 54542DA DE 54542 C DE54542 C DE 54542C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lead
- lead white
- carbon dioxide
- electrolytic production
- electrolysis
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
- C09C1/00—Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
- C09C1/14—Compounds of lead
- C09C1/16—White lead
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet die Herstellung von Bleiweifs in Form
von basischem Carbonat durch Elektrolyse.
Die Erfindung besteht darin, dafs man eine Bleielektrode auf elektrischem Wege in einem aus
Alkalinitrat bestehenden Elektrolyten auflöst, welches Kohlendioxyd im freiwerdenden oder
freien Zustande enthält, wobei die durch die Elektrolyse gebildete Bleiverbindung in Form
von basischem Bleicarbonat oder reinem Bleiweifs. niedergeschlagen wird, welches man dann
fortnimmt, auswäscht und trocknet.
Das elektrolytische Bad wird durch Auflösung von je 225 g Natriumnitrat und Ammoniumnitrat
in 4,5 1 Wasser und darauffolgende Sättigung der. so erhaltenen Lösungmit
Kohlendioxyd oder aus Salpetersäure und Natrium- und Ammonium-Carbonat hergestellt
und in grofse hölzerne Behälter von etwa 40 cm Breite, 50 cm Länge und 60 bis 75 cm
Tiefe gebracht, über welche Metallstangen quergelegt werden, an denen grofse, flache, Bleiplatten von etwa 40 cm im Geviert und 2 bis
3 cm Dicke hängen. Diese Platten werden wechselweise mit dem positiven und negativen
Pol einer kräftigen Dynamomaschine (wie solche in der Galvanoplastik Verwendung finden) verbunden
und erhalten so einen beständigen elektrischen Strom, der alle paar Stunden umgekehrt
wird, damit er auf sämmtliche Platten gleichmäfsig einwirkt.
Zwischen diesen in der Lösung befindlichen Platten ist ein Rührwerk zum Aufrühren der
Lösung angeordnet, so dafs die durch den elektrischen Strom ausgeschiedenen Gase schnell
wieder zusammengebracht werden können, um die Lösung beständig zu regeneriren; ein einfacher,
nach vor- und rückwärts bewegter hölzerner Stock, der gleichzeitig auch das Blei,
sowie es sich gebildet hat, von den Platten abfegt, genügt hierzu.
Die Platten sind im Bade in Abständen von etwa 25 mm von einander angeordnet. Während
der elektrische Strom auf dieselben einwirkt, wird (durch eine Glasröhre) in den Boden des
Behälters ein Strom von Kohlendioxyd in genügender Menge eingeführt, um das Bleihydroxyd,
so schnell wie dasselbe sich bildet, zu fällen. Sobald sich im Behälter Bleiweifs
in einer Schicht von etwa 25 cm Höhe angesammelt hat, wird dasselbe herausgenommen
und die Flüssigkeit abgelassen, um von neuem verwendet zu werden, während das Bleiweifs
nach zwei bis dreimaligem Auswaschen und darauf erfolgtem Trocknen für den Gebrauch
fertig ist.
Die Stärke des elektrischen Stromes wird so regulirt, dafs derselbe mit ungefähr 15 Amperes
auf 900 qcm der Anodenoberflä'che einwirkt. Der Ersatz des bei der Bildung des
Bleicarbonathydrats verbrauchten Kohlendioxyds geschieht durch Zuleitung von durch Brennen
von Kalkstein erzeugtem Gase.
Beim Durchgange des elektrischen Stromes durch das aus Natrium- und Ammmomumnitrat
in wässeriger Lösung hergestellte und mit Kohlendioxyd gesättigte Elektrolyt sind die
an den Bleielektroden stattfindenden Reactionen folgende: Bei der Zersetzung des Elektrolyts
bildet sich an der Anode Stickstoffpentoxyd, Ozon und Sauerstoff, an der Kathode dagegen
Natriumhydrat, Ammoniak und Wasserstoff. Die
Bleianode wird durch das starke, oxydirend wirkende Stickstoffpentoxyd (N2 Oh) und Ozon
angegriffen, das Stickstoffpentoxyd aber wird im Wasser zersetzt, um Salpetersäure (H N 0s)
zu bilden. Während der stattfindenden doppelten Zersetzung bilden sich Salpetersäure
(HN O3) und Bleihydroxyd (Pb 0 [0 H] J.
Die Salpetersäure verbindet sich mit dem an der Kathode gebildeten freien Ammonium-
und Natriumhydrat, um wieder Ammonium- und Natriumnitrat zu bilden, während das
Bleihydroxyd nach Verbindung mit dem vorhandenen freien Kohlendioxyd gefällt wird, um
basisches .Bleicarbonat 2 Pb OC O2 + Pb
(O H) 2 zu bilden. Das Elektrolyt wird also trotz seiner Zersetzung durch die Elektrolyse
infolge der stattfindenden chemischen Reactionen wiedergewonnen, und man erleidet nur einen
Verlust an Kohlendioxyd und Wasser, der aber leicht ersetzt werden kann.
Von Zeit zu Zeit wird das Bleiweifs dann aus dem Behälter herausgenommen, gewaschen
und getrocknet.
Das Bad oder Elektrolyt kann stärker oder schwächer gemacht werden, je nach der Menge
der Salze, die man in dem Lösungswasser auflöst, ohne dafs dadurch das Endergebnifs
wesentlich geändert würde. Die Temperatur des Elektrolyts beträgt am besten 160C.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Bleiweifs, darin bestehend, dafs man eine Lösung eines Alkalinitrats der Elektrolyse mit Bleielektroden unterwirft und während derselben in das elektrolytische Bad einen Strom von Kohlendioxyd in solcher Menge einführt, als genügend ist, um das durch die Elektrolyse gebildete Bleihydroxyd in basisches Bleicarbonat umzuwandeln.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54542C true DE54542C (de) |
Family
ID=329130
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54542D Expired - Lifetime DE54542C (de) | Herstellung von Bleiweifs auf elektrolytischem Wege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54542C (de) |
-
0
- DE DENDAT54542D patent/DE54542C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2851225C2 (de) | ||
| DE2547101A1 (de) | Verfahren zur gewinnung der saeure aus ihrer metallsalzloesung und hierfuer geeignete elektrolysezelle | |
| DE1047765B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gesaettigten aliphatischen Carbonsaeuren durch Elektrolyse von waessrigen Loesungen ihrer Salze in mehrkammerigen Zellen | |
| DE3524144A1 (de) | Verfahren zur herstellung von urantetrafluorid | |
| DE2248432A1 (de) | Elektrolyseverfahren | |
| DE54542C (de) | Herstellung von Bleiweifs auf elektrolytischem Wege | |
| DE2060066C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Magnesiumhydroxid und Chlorgas durch Elektrolyse von wäßrigen Elektrolyten, die in der Hauptmenge Magnesiumchlorid sowie Alkalichlorid gelöst enthalten | |
| DD211129B1 (de) | Kreislaufverfahren zum beizen von kupfer und kupferlegierungen | |
| DE3324945A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von wasserstoff und sauerstoff aus wasser | |
| DE753434C (de) | Verfahren zur Reinigung von Loesungen, die zur Erzeugung von Perverbindungen dienen | |
| DE60121337T2 (de) | Verfahren zur verbesserung einer elektrode | |
| DE1471764B2 (de) | ||
| DE709569C (de) | Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Zinn aus verzinntem Altmaterial, insbesondere Weissblechabfaellen | |
| DE194038C (de) | ||
| DE707081C (de) | Gewinnung von Stickoxyden aus Gasgemischen | |
| DE235362C (de) | ||
| DE476344C (de) | Verfahren zur Herstellung von Akkumulatorenplatten | |
| DE155805C (de) | ||
| DE941543C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoffperoxyd | |
| DE2260658C2 (de) | ||
| DE2018216A1 (en) | Electrochemical peroxydisulphatesprodn using diaphragm cell | |
| DE2129939C3 (de) | Verfahren zur elektrochemischen Erzeugung von Uranhexafluorid | |
| DE84423C (de) | ||
| DE699943C (de) | irhodanid | |
| DE850743C (de) | Verfahren zur Herstellung eines an Wasserstoff und Kohlenmonoxyd reichen Gasgemisches |