DE544367C - Verfahren und umlaufender Trommelofen zum Schmelzen von Eisen und Metallen - Google Patents

Verfahren und umlaufender Trommelofen zum Schmelzen von Eisen und Metallen

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DE544367C
DE544367C DEW83839D DEW0083839D DE544367C DE 544367 C DE544367 C DE 544367C DE W83839 D DEW83839 D DE W83839D DE W0083839 D DEW0083839 D DE W0083839D DE 544367 C DE544367 C DE 544367C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren und umlaufender Trommelofen zum Schmelzen von Eisen und 1Vletallen Vorbedingung für die Durchführung fließender Arbeitsverfahren in der Gießerei ist das Vorhandensein geschmolzenen Metalls von geeigneter Temperatur und Zusammensetzung in den Zeitabständen, in welchen Formen zum Abgießen fertig werden. Im allgemeinen handelt es sich bei dem Herstellen von Gußwaren auf dem Band um gleiche oder gleichartige Stücke von geringem Einzelgewicht, die mit Metall gleicher Zusammensetzung und Temperatur abgegossen werden müssen. Das bisher gebräuchliche Schmelzen von Gußeisen im Kupolofen ist für diesen Zweck schlecht geeignet, weil das oben in den senkrechten Schacht zusammen mit Koks und Flußmittel für die Schlacke geschüttete Schmelzgut sehr ungleichmäßig schmilzt, da dünnere Stücke viel schneller als dickere schmelzen. Man begegnet dieser Ungleichheit der Schmelzung durch Anbringen eines Sammelraumes (Vorherdes), doch müssen diese Vorherde verhältnismäßig klein gehalten werden, wenn sie nicht mit einer besonderen Heizung versehen werden sollen, wodurch der Ofenbetrieb verwickelt wird. Ein weiterer großer übelstand des Kupolofenbetriebes ist der, daß die Schmelzung nur in ganz engen Grenzen unterbrochen werden kann, wenn die Formen nicht rechtzeitig gießfertig werden. Flammöfen sind für den ununterbrochenen Gießbetrieb geeignet, wenn die Schmelzmengen sehr groß sind, andernfalls wird die Schmelzung, die auch bei großen Mengen schon teuer ist, ganz unwirtschaftlich. Umlaufende Trommelschmelzöfen haben die vorerwähnten Nachteile nicht, sie sind aber bis jetzt ungeeignet für ununterbrochenen Betrieb, weil sie das ganze Schmelzgut einer Charge auf einmal aufnehmen und es dann niederschmelzen. Darauf wird die Schmelzung ganz abgestochen und der Ofen wieder neu gefüllt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, um im umlaufenden Trommelschmelzofen so zu schmelzen, daß während der Arbeitsschicht in beliebig festzulegenden Zeiträumen bestimmte Mengen der Schmelzung dem Ofen entnommen werden können in vorher festgelegter Beschaffenheit und Temperatur. Vor Arbeitsbeginn der Former und Gießer wird in dem Trommelschmelzofen eine so große Menge Schmelzgut niedergeschmolzen, daß das zum-Ersatz des zumAbgießen entnommenen Metalls in möglichst kleinen Einzelmengen zugeführte kalte oder vorgewärmte Schmelzgut dem Bad nicht mehr Wärme entzieht, als die in der gleichen Zeiteinheit dem Ofen zugeführte Wärmemenge beträgt. Die Wärmezufuhr kann durch einstellbare Brennstoff- und Verbrennungsluftregelung ohne weiteres dem Arbeitsgang angepaßt werden. Durch die Umlaufbewegung des Ofens wird eine Ungleichheit des Bades vermindert. Trotzdem erfolgt die Zuführung des Schmelzgutes an dem dem Abstich entgegengesetzten Ende des Ofens. Die Zuführung neuen Schmelzgutes wird eingestellt, wenn der Ofeninhalt zum Abgießen bis zum Schlusse der Gießzeit ausreicht. Im allgemeinen wird bei Eisenschmelzungen das längere Warmhalten eine Verbesserung der Eisenbeschaffenheit hervorrufen. Etwaige unerwünschte Folgeerscheinungen werden durch entsprechende Zuschläge, welche von beiden Ofenenden zugesetzt werden können, nach Bedarf ausgeglichen.
  • In der Zeichnung ist ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Schmelzofen beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen: Abb. i den Schmelzofen im Ouerschnitt, Abb. 2 in Draufsicht, Abb. 3 den Brenn- und Beschickungskörper des Ofens in Vorderansicht.
  • Der Ofen A wird von dem Tragrollenpaar B oder C in bekannter Weise in Drehbewegung gesetzt.' Der regulierbare Brenner D mit dem Gebläse E, die Zündkammer F und das oder die Beschickungsrohre G sind in einem Körper zusammengebaut, welcher konzentrisch mit kreisförmig begrenzter Fläche den Oferi abschließt und nach Bedarf abgedichtet ist. Dieser ganze Körper ist mit einem Arm drehbar an einer senkrechten Säule H befestigt und ist durch eine Rolle I unterhalb seines Schwerpunkts abgestützt. Diese Unterstützungsrolle läuft auf einer zur senkrechten Säule H konzentrisch auf dem Fundament befestigten Laufschiene K. Der Arm L ist rohrförmig, so daß der Brennstoff, z. B. Öl, Gas oder Kohlenstaub, durch ihn von der Säule her dem Brenner zugeleitet werden kann. In demBeschickungsrohr ist eine axial verschiebbare Patrone 111 zur Aufnahme der Nachsätze so angebracht, daß die Öffnung nach dem Ofen hin immer verschlossen ist, auch bei der gezeichneten Stellung, nämlich beim Neueinfüllen eines Satzes. Ist der Satz eingebracht, so wird mittels der Stange !U die Patrone so weit vorgeschoben, daß das in der Patrone liegende Schmelzgut von der Zündkammer her vorgewärmt wird. Muß die Nachfüllung stattfinden, so wird die Patrone in den Ofen «-eitergeschoben und ihr Inhalt durch Drehung ins Bad entleert.
  • Der ganze Arbeitsvorgang ist folgender: Je nach der Größe des Ofens wird in entsprechend langer Zeit vor Schichtbeginn der Ofen gefüllt, von Hand oder mechanisch, durch die öffnung nach der Brennerseite hin. Der ganze Körper mit Brenner, Zündkammer, Beschickungsrohr usw. wird zu diesem Zweck um die senkrechte Säule vom Ofen abgeschwenkt und nach dem Beschicken wieder zurückgeschwenkt. Sobald die Entnahme des geschmolzenen Gutes beginnt, wird das Nachbeschicken durch das oder die Beschickungsrohre eingeleitet und so lange fortgesetzt, bis der Ofeninhalt für den Rest der noch abzugießenden Teile ausreicht.
  • Die Abhitze geht durch die Mitte der größeren, dem Brenner gegenüberliegenden Stirnwand in einen entsprechend angeordneten, in der Zeichnung mit O bezeichneten Abzug.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Schmelzen von Eisen und Metallen in umlaufenden Trommelöfen, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bad während der absatzweisen Entnahme von Schmelzgut neues Metall in solchen der ununterbrochen zugeführten Wärmemenge entsprechenden Teilmengen zugeführt wird, daß sich die Gießtemperatur und die Beschaffenheit des Bades nicht ändert.
  2. 2. Trommelofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungsvorrichtung und der Brenner in einem konzentrisch zur Drehachse liegenden und den Ofenansatz mit einer kreisförmigen Fläche abschließenden Körper eingebaut sind.
  3. 3. Trommelofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Beschickungsrohre und die Heizvorrichtung enthaltende Körper an dem Ofen abnehmbar angebracht ist. q.. Trommelofen nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der den Brenner, die Zünd- bzw. Brennkammer und die Beschickungsrohre enthaltende Körper um eine seitwärts angeordnete Säule abschwenkbar ist. 5. Trommelofen nach Anspruch :2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trag säule und der Tragarm zur Zuleitung des Brennstoffes zum Brenner dienen. 6. Trommelofen nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Aufnahme der Schmelzgutteilmengen dienende und im Beschickungsrohr verschiebbare Behälter dieses während des Betriebes abdichtet. 7. Trommelofen nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenn-bzw. Zündkammer mit einem von einem Teil der Verbrennungsluft durchstrichenen Doppelmantel versehen ist.
DEW83839D 1929-09-27 1929-09-27 Verfahren und umlaufender Trommelofen zum Schmelzen von Eisen und Metallen Expired DE544367C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2613120A (en) * 1949-01-31 1952-10-07 Lanvermeyer Julius Housing for antifriction bearings
US3385585A (en) * 1964-02-28 1968-05-28 Nippon Kokan Kk Rotary furnace for continuously refining molten metal

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2613120A (en) * 1949-01-31 1952-10-07 Lanvermeyer Julius Housing for antifriction bearings
US3385585A (en) * 1964-02-28 1968-05-28 Nippon Kokan Kk Rotary furnace for continuously refining molten metal

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