DE537995C - UEberstromschutzeinrichtung fuer Drehstromgeneratoren - Google Patents
UEberstromschutzeinrichtung fuer DrehstromgeneratorenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/06—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric generators; for synchronous capacitors
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- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
Bisher werden die Drehstromgeneratoren in Kraftwerken gegen Überlastungen durch
kurzzeitig eingestellte Relais geschützt, die etwa auf den i,2fachen Normalstrom eingestellt
werden und nach dem Ansprechen die Abschaltung der Maschine innerhalb einiger Sekunden herbeiführen. Die Einstellzeit der
Maximalrelais an den Generatoren muß hierbei so gewählt werden, daß bei einem Kurz-Schluß
im Netz zuerst die Netzschalter und zuletzt der Schalter des Generators auslöst.
Die Auslösezeit des Relais wird jedoch dadurch nach oben begrenzt, daß das Relais die
Maschine in allen Fällen vor einer unzulässigen Erwärmung zu schützen hat. Der gebräuchliche
Überstromschutz spricht in allen Fällen an, in denen in einer oder mehreren Leitungen ein größerer Strom fließt, als dem
an dem Überstromrelais eingestellten Wert entspricht. Die Überlastungsfähigkeit einer
Maschine ist nun sehr verschieden, je nachdem ob es sich um eine symmetrische, dreiphasige
Belastung handelt oder ob die Belastung beispielsweise durch einen Kurzschluß nur auf ein oder zwei Phasen auftritt. Bei der
unsymmetrischen Belastung entsteht nämlich in der Maschine ein Drehfeld, welches dem normalen
Drehfeld entgegengesetzt umläuft. Dieses entgegengesetzte Drehfeld erzeugt in der
Dämpferwicklung des Rotors einen Strom, der den Rotor in kurzer Zeit so stark erhitzt,
daß die Isolation der Erregerwicklung beschädigt werden kann. Im Gegensatz hierzu
kann jeder Drehstromgenerator eine symmetrische Überlastung, welche alle drei Phasen
vollkommen gleichmäßig betrifft, viel längere Zeit aushalten. Im allgemeinen besteht die
Vorschrift, daß der Generator den 1,5 fachen Wert seines Normalstromes während zwei
Minuten ertragen soll, ohne Schaden zu nehmen.
Erfahrungsgemäß tritt bei der Verkupplung großer Netze häufig der Fall ein, daß die
Maschinen des einen Netzes während einiger Minuten überlastet werden, wenn z. B. die
Maschinen in einem anderen Kraftwerk aus irgendeiner Ursache abgeschaltet werden. In
diesem Fall, in dem die Überlastung vollkommen symmetrisch ist, ist es von größter
Wichtigkeit, daß die überlasteten Maschinen so lange in Betrieb bleiben, als es ihre Erwärmung
zuläßt, um nicht noch weitere Störungen in der Netzversorgung hervorzurufen.
Erfindungsgemäß wird daher der Generatorschutz in der Weise ausgebildet, daß thermische
oder andere Überstromrelais mit langer Auslösezeit den Generator bei dreiphasiger
Überlastung erst dann abschalten, nachdem er die höchstzulässige Temperatur erreicht
hat, während zum Schutz gegen die Gefährdung des Rotors durch die einen gewissen
Betrag überschreitende Unsymmetrie der Überlastung ein weiteres Relais mit kürzerer
Laufzeit in Tätigkeit gesetzt wird.
Zur Feststellung des Unsymmetriegrades der Überlastung dient erfindungsgemäß ein
drittes Relais, welches die Aufgabe hat, bei Ungleichheit der drei Phasenströme das kurzzeitig
wirkende Überstromrelais in Tätigkeit zu setzen. Dieses Unsymmetrierelais kann auch durch eine entsprechend wirkende
Schutzschaltung ersetzt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt,
bei dem das Relais zur Feststellung des Unsymmetriegrades ersetzt ist durch eine entsprechend
wirkende Schutzschaltung, bestehend aus drei Umschaltrelais, welche die drei Phasenströme miteinander vergleichen.
R, S, T sind die drei Leiter eines Drehstromnetzes, z. B. die drei Ableitungen des zu
schützenden Generators. In diese Leitungen ist je ein Stromwandler eingebaut. Die Sekundärwicklungen
der Stromwandler speisen die Spulen der drei Umschaltrelais a, b, c. d ist das Relais mit langer Laufzeit für dreiphasige
Überlastung und e das mit kurzer Laufzeit für zweiphasige Überlastung. Die
Wirkungsweise der Schutzeinrichtung ist derart, daß der Sekundärstromkreis des Stromwandlers
für Phase R dauernd das Relais d mit langer Laufzeit, das zum Schutz gegen
symmetrische Kurzschlüsse dient, speist, während das Relais e mit kurzer Laufzeit zum
Schutz gegen asymmetrische Überlastung jeweils vom Strom einer Phase gespeist wird,
die den Überlastungsstrom führt. Durch die Umschaltrelais a, b, c wird dieser Phasenstrom
ausgewählt. Die Relais d und e sind in der Abbildung durch Spulen angedeutet; sie
können natürlich durch Überstromzeitrelais an sich bekannter Art ersetzt werden.
Das Relais mit der kurzen Laufzeit kann gleich oder ähnlich beschaffen sein wie die
bisher gebräuchlichen Überstromrelais und kann zwei- oder dreiphasig angeschlossen werden.
Wichtig ist hierbei auf alle Fälle, daß der Generatorstrom in brauchbaren Grenzen
gehalten wird, was in bekannter Weise durch konstruktive Maßnahmen oder durch die
Schwächung der Erregung mit Hilfe eines Überstromreglers geschehen kann.
Das Überstromrelais mit der langen Laufzeit kann erfindungsgemäß so ausgebildet
sein, daß es nach jeder Überlastung, gleichgültig ob sie zum Abschalten geführt hat oder
nicht, nur langsam in seine Ruhestellung zurückkehrt. Diese Rücklaufzeit hat eine Größenordnung
von schätzungsweise 10 bis 20 Minuten und ist notwendig, um den Generator
auch dann zu schützen, wenn mehrere kurzzeitige Überlastungen rasch aufeinanderfolgen,
in der Art, daß zwar die einzelne Überlastung zu kurzzeitig war, um zum Ansprechen
des Relais zu führen, daß jedoch die Summe der Überlastungen eine unzulässig hohe Erwärmung des Generators herbeiführen
würde.
Die Rückführung des Überstromrelais mit der langen Laufzeit in die Ruhestellung kann
derart ausgebildet werden, daß das Relais nach Ablauf der vorgegebenen Rücklaufzeit
sprunghaft von dem vorher erreichten Stand auf die Ruhestellung, welche der normal belasteten,
betriebswarmen Maschine entspricht, zurückfällt. Zweckmäßig ist es jedoch, die Rückführung derart auszuführen, daß sie
stetig vor sich geht. Bei Eintritt einer zweiten Überlastung nach einerZeit, welche kürzer
ist als die Rücklaufzeit, wird dann das Relais in einer entsprechend kürzeren Zeit auslösen,
als wenn die erste Überlastung nicht vorhanden gewesen wäre.
Die Schutzeinrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht es, die Überlastungsfähigkeit
von Drehstromgeneratoren in höherem Maße als bisher auszunutzen und die Betriebssicherheit
von Netzen wesentlich zu steigern. Gleichzeitig ermöglicht sie, den Generator vor
der gefährlichen asymmetrischen Überlastung zu schützen.
Claims (7)
- Patentansprüche:ι. Überstromschutzeinrichtung für Dreh-Stromgeneratoren mit thermischen oder anderen abhängig oder unabhängig verzögerten Überstromrelais oder einer Vereinigung von Überstromrelais mit' Zeitrelais, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Überstromrelais ein weiteres Relais vorgesehen ist, welches-auf eine Unsymmetrie der Belastung des Generators anspricht und die Auslösezeit der Überstromschutzeinrichtung bei symmetrischer Belastung des Generators länger als bei unsymmetrischer Belastung einstellt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Unsymmetrierelais durch eine entsprechend wirkende Schutzschaltung ersetzt ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösezeit der Überstromrelais zum Schütze gegen symmetrische Überlastung derart eingestellt ist, daß sie erst nach Erreichung der höchstzulässigen Temperatur im Generator auslösen, während bei einer einen gewissen Betrag überschreitenden Unsymmetrie der Überlastung zum Schütze ng gegen die Gefährdung des Rotors ein Relais mit kürzerer Auslösung in Tätigkeit gesetzt wird.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die Überstromrelais mit langer Auslösezeit nach dem Verschwinden einer Überlastungerst nach Verlauf einer Zeit in die Ruhelage zurückkehren, die der Generator zu seiner Abkühlung benötigt.
- S. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein Zeitwerk oder infolge thermischer Abkühlung eine stetige Rückführung des Überstromrelais in seine Ruhelage bewirkt wird.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Überstromregier vorgesehen ist, der durch Schwächung der Erregung den Generatorstrom begrenzt.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Relais zu einem Relais vereinigt sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA52373D DE537995C (de) | 1927-11-01 | 1927-11-01 | UEberstromschutzeinrichtung fuer Drehstromgeneratoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA52373D DE537995C (de) | 1927-11-01 | 1927-11-01 | UEberstromschutzeinrichtung fuer Drehstromgeneratoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537995C true DE537995C (de) | 1931-11-09 |
Family
ID=6938446
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA52373D Expired DE537995C (de) | 1927-11-01 | 1927-11-01 | UEberstromschutzeinrichtung fuer Drehstromgeneratoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE537995C (de) |
-
1927
- 1927-11-01 DE DEA52373D patent/DE537995C/de not_active Expired
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