DE533446C - Verfahren zur Herstellung einer den Strom nur in einer Richtung Ieitenden Elektrode fuer Metallgleichrichter - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer den Strom nur in einer Richtung Ieitenden Elektrode fuer MetallgleichrichterInfo
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- H10D48/075—Reduction of the copper oxide or treatment of the oxide layer
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf sogenannte trockene Metallgleichrichter, d. h. auf solche
Gleichrichter, bei denen die asymmetrischen Stromleitungseigenschaften einer Elektrode
ausgenutzt werden, die aus einem Metall und einer mit diesem vereinigten Verbindung desselben
Metalls, z. B. einem Oxyd oder Sulfid, besteht. Insbesondere bezieht sich die Erfindung
auf Kupferoxydgleichrichter, welche sich in der Praxis als besonders vorteilhaft
herausgestellt haben. Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zur Herstellung der Elektroden
derartiger Metallgleichrichter zu schaffen, durch welches insbesondere der neutrale, d. h.
nichtgleichrichtende elektrische Kontakt zwischen der Oxyd- oder Sulfidschicht und einer
Gegenelektrode verbessert werden soll, wobei vorausgesetzt wird, daß die gleichrichtende
Wirkung der Elektrode an der Berührungsstelle des Grundmetalls mit der darauf erzeugten
Oxyd- oder Sulfidschicht stattfindet. Von den Abbildungen ist in Abb. 1 eine
Oberansicht einer Kupferscheibe wiedergegeben, aus welcher die Gleichrichterelek-
2g trode hergestellt wird. Abb. 2 zeigt einen
Querschnitt durch Abb. 1, welcher in übertriebenem Maßstabe den Zustand der Kupferoxydul-
und der Kupferoxydschicht zeigt, nachdem die Scheibe in Gegenwart von Luft erhitzt worden ist. Abb. 3 zeigt in ähnlicher
Weise den Zustand der Elektrode, nachdem die äußere oder Kupferoxydschicht reduziert
ist, während Abb. 4 einen Querschnitt durch eine Mehrzahl von Elektroden der genannten
Art wiedergibt, die einer weiteren Behändlung unterworfen und zu einem Gleichrichtegerät
zusammengebaut worden sind.
Eine saubere Kupferscheibe 5 von der Gestalt einer kreisförmigen Unterlagscheibe,
wie in Abb. 1 dargestellt, wird, wie es an sich bei der Herstellung derartiger Elektroden bekannt
ist, in Luft oder einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre erhitzt, um einen genügend
dicken Oxydüberzug zu erzeugen, wobei die Temperatur der Erhitzung zwischen etwa
500° C und dem Schmelzpunkt des Kupfers schwankt je nach den zur Vorbereitung der
Oxydierung gewählten Methoden. Es können jedoch auch noch niedrigere Temperaturen
zur Anwendung kommen.
Die Erhitzung verursacht eine Oxydierung des Grundmetalls ι der Kupferscheibe, bei
welcher sich eine innere, unmittelbar am Grundmetall - anliegende - Schicht 2 roten
Kupferoxydes (Kupferoxydul) bildet, und ferner eine dünne äußere Schicht 3 eines
schwarzen Oxydes von hohem Widerstände (Kupferoxyd), die außerhalb der Kupferoxydulschicht
2 entsteht.
iö Eine in der angegebenen Weise behandelte oxydierte Kupferscheibe hat bekanntlich
gleichrichtende Eigenschaften, indem sie einen Strom bedeutend leichter in der Richtung
von der Kupferoxydulschicht zum Grundmetall durchläßt als in der entgegengesetzten
Richtung. .Die Kupferoxydschicht bildet einen neutralen oder nichtgleichrichtenden
elektrischen Kontakt mit der Kupferoxydulschicht, der aber unerwünscht ist, da die Kupferoxydschicht einen verhältnismäßig
hohen Widerstand hat. Man hat bereits verschiedene Mittel und Verfahren angewendet,
um die Kupferoxydschicht zu entfernen und einen neutralen, d. h. nichtgleichrichtenden
elektrischen Kontakt mit der Kupferoxydulschicht zu bilden.
Gemäß der Erfindung wird die Kupferoxydschicht 3 entfernt und ein guter neutraler
elektrischer Kontakt mit der Kupferoxydulschicht in einem einzigen Fab'rikationsgange
dadurch hergestellt, daß man die Kupferoxydschicht 3 reduziert, um so eine Lage 4 durch
Reduktion des Kupferoxydes hergestellten Kupfers in inniger Berührung mit der Kupferoxydulschicht zu schaffen. Es hat
sich gezeigt, daß der Kontakt zwischen der Schicht derart erzeugten Kupfers und der
Kupferoxydulschicht keinerlei merkliche Gleichrichtereigenschaften aufweist. Dagegen
ist, wie bereits erwähnt wurde, der elektrische Kontakt zwischen dem Grundmetall und der
darauf erzeugten Kupferoxydulschicht von solcher Art, daß der Strom praktisch nur in
einer Richtung durchgelassen wird. Die Erfindung bietet also ein Mittel dar, um einen
guten elektrischen Kontakt von niedrigem Widerstand mit der Kupferoxydulschicht
herzustellen, ohne die Gleichrichtereigenschaften der Vorrichtung zu zerstören. Als vorteilhaftestes Verfahren zur Herstellung
einer Schicht durch Reduktion des Oxydes entstandenen Metalls hat sich das Abschrecken der erhitzten oxydierten Platten
in Mineralöl herausgestellt, und zwar hat sich dabei als besonders vorteilhaft die Benutzung
eines Öles erwiesen, das durch lange Erhitzung bei niedriger Temperatur gealtert ist,
bevor es zum Abschrecken der Platte benutzt wird. Obwohl Mineralöle bevorzugt werden,
ist es auch möglich, Pflanzenöle oder gemischte Öle zu verwenden sowie auch andere
organische oder anorganische Verbindungen, mögen sie flüssig oder gasförmig sein, insofern
sie die Eigenschaften haben, bei Berührung mit der heißen ox3rdierten Platte
sich zu zersetzen und dabei ein reduzierendes Mittel zu erzeugen. Als brauchbar haben sich
beispielsweise Benzin, Alkohol und sogar Erdgas erwiesen. Doch ist die Reihe der brauchbaren
Stoffe damit nicht abgeschlossen. Benutzt man Öl oder ein anderes der genannten Abschreckmittel, so ist anzunehmen, daß bei
der Berührung mit der heißen Platte eine Zersetzung eines Teiles des Abschreckmittels
stattfindet und die dabei entstehenden Zer-Setzungsprodukte einen Teil des Oxydüberzuges
reduzieren, so daß sich eine dünne Schicht Kupfer bildet. Das so gebildete metallische
Kupfer bildet ein festhaftendes Häutchen, welches einen ausgezeichneten elektrisehen
Kontakt mit der Kupferoxydulschicht des Gleichrichters herstellt.
Nachdem die Scheiben, wie vorstehend beschrieben, vorbehandelt sind, werden sie auf
irgendeine Weise, wie z. B. mittels eines Sandstrahlgebläses, behandelt, um die Schichten
von Kupferoxyd und durch die Reduktion entstandenen Kupfer von der einen Stirnseite
der Scheibe und womöglich auch von deren Seitenkanten zu entfernen. Durch Aufeinanderschichten
einer Mehrzahl in solcher Weise behandelter Scheiben erhält man dann einen Gleichrichter, der imstande ist, jeder
gewünschten gegenelektromotorischen Kraft standzuhalten. Mittels eines isolierten Schraubenbolzens
11 kann man das ganze Gerät zwischen zwei Endplatten 12 und 13, an welchen
Zuleitungen 14 und 15 befestigt sind, zusammenklemmen. Die Stromrichtung in
einem derartigen Gleichrichter ist aus den beigesetzten Pfeilen zu ersehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung möge nachstehend im einzelnen beschrieben
werden. In einem Ofen werden die zu oxydierenden Kupferscheiben eine halbe bis eine
ganze Stunde lang bei Temperaturen, die zwischen etwa 900 und iooo0 C liegen, vorzugsweise
bei 925° C erhitzt. Darauf wird der Ofen schnell, auf 700° abgekühlt, worauf
die Scheiben herausgenommen und unmittelbar bei Raumtemperatur in einem Mineralöl
mit Paraffinbasis abgeschreckt werden. Offenbar gibt es eine kritische Temperatur, die im
allgemeinen für jedes Reduktions- oder Abschreckmittel verschieden ist, auf welcher die
oxydierte Platte beim Abschrecken gehalten werden muß. Es ist zweckmäßig, für jede
Abschreckflüssigkeit ein paar Proben mit oxydierten Platten verschiedener Anfangstemperatur anzustellen und jede Platte auf
ihre gleichrichtenden Eigenschaften zu prüfen, d. h. auf das Verhältnis der in der
einen Richtung durchgelassenen Stromstärke zur Stärke des in der anderen Richtung
durchgelassenen Stromes, um die günstigste Temperatur festzustellen. Jedenfalls ergeben
sich bei einer derartigen Ermittlung der kritischen Temperatur bei weitem die besten
Bedingungen für das Abschrecken.
Im vorstehenden ist die Erfindung an einem Kontaktgleichrichter oder einem
ίο unsymmetrischen Stromleiter erläutert worden.
Man kann indessen auch zwei derartige Kontaktgleichrichter gegeneinanderschalten
und auf diese Weise einen Kondensator für Wechselströme herstellen, der natürlich ebenfalls
im Bereiche dieser Erfindung liegen würde.
Es ist ferner die innere Schicht roten Oxydes als Kupferoxydul und die äußere
Schicht schwarzen Oxydes als Kupferoxyd bezeichnet worden. Damit soll indessen nicht
gesagt sein, daß es sich um chemisch reine, homogene Verbindungen der einen oder der
anderen Art handeln muß, oder daß nicht etwa Kupferoxyd oder sogar Oxyde, die normaler Weise unstabil sind, der Schicht
beigemischt sein können, die als Kupferoxydulschicht bezeichnet ist.
Das vorstehend für Kupferelektroden beschriebene Verfahren läßt sich natürlich auch
bei Elektroden anwenden, die aus einem anderen Grundmetall bestehen. Es ist auch für
die Erfindung belanglos, aus welcher chemischen Verbindung des Grundmetalls die
gleichrichtende Schicht besteht, sofern sie nur überhaupt bei Berührung mit dem Abschreckmittel
einer Reduktion fähig ist.
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen einer den Strom nur in einer Richtung leitenden
Elektrode für Metallgleichrichter, dadurch gekennzeichnet, daß die aus einer Metallscheibe
bestehende, zwecks Herstellung einer Oxydschicht auf ihrer Oberfläche erhitzte Elektrode in einem flüssigen oder
gasförmigen Mittel, welches dabei auf die Oxydschicht reduzierend wirkt, abgeschreckt
wird, worauf die Schicht des bei der Reduktion entstandenen Metalls von
der einen Stirnseite (und gegebenenfalls auch von den Seitenkanten) der Scheibe entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschrecken bei
einer für das Metall und das Abschreckmittel kritischen Temperatur stattfindet, auf welche die Metallelektrode zuvor erhitzt
ist und die so bemessen ist, daß das Abschreckmittel bei der genannten
Temperatur sich zersetzt und dabei ein Reduktionsmittel abgibt, so daß sich auf 6c
der Oxydschicht eine Schicht des Metalls bilden kann.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Abschreckungsmittel
ein Mineralöl verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich
bekannter Weise als Grundmetall der Elektrode Kupfer verwendet wird, so daß
die zu reduzierende Schicht aus einem Kupferoxyd besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US135899A US1901563A (en) | 1926-09-16 | 1926-09-16 | Copper oxide rectifier |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE533446C true DE533446C (de) | 1931-09-16 |
Family
ID=22470267
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE533446C (de) |
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| GB (1) | GB277684A (de) |
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Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2699522A (en) * | 1952-01-04 | 1955-01-11 | Robert G Breckenridge | Titanium dioxide rectifier |
| DE1252035B (de) * | 1957-08-16 | 1967-10-12 |
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0
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- NL NL21710D patent/NL21710C/xx active
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR640946A (fr) | 1928-07-24 |
| GB277684A (en) | 1927-10-27 |
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