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Verfahren zur Herstellung von Kondensatoren. Für diese Anmeldung ist
gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni 191 > die Prioritiit auf Grund der Anmeldung
in den Vereinigten Staaten von Amerika vom i t. April igig beansprucht. Die Erfindung
bezieht sich auf eine Herstellung von Kondensatoren und betrifft im besonderen eine
derartige Ausgestaltung einer Kondensatorplatte, daß eine innige Verbindung zwischen
den Kondensatorplatten oder Belegungen und den zwischenliegenden Dielektrikumplatten
hergestellt werden kann, und daß die Verluste in der Kapazität vermieden werden,
welche auftreten können, wenn geringe Zwischenräume, Luftblasen o. dgl. zwischen
den Belegungen und den Dielektriken vorhanden sind. Gleichfalls werden die Veränderungen
der Kapazitäten beseitigt, die sich aus der Unregelmäßigkeit solcher Zwischenräume
in den Elementen des Kondensators. ergeben. Ein weitererGegenstand derErfindung
besteht darin, eine Kondensatorbelegung herzustellen, welche so zäh und dauerhaft
ist, daß die Enden der Belegung als Verbindungsklemmen für den Kondensator benutzt
werden können, ohne daß die Gefahr auftritt, daß die Belegung beschädigt wird, wenn
die Anschlußteile zwecks Herstellung der elektrischen Verbindungen gebogen oder
ergriffen werden. Weitere Eigentümlichkeiten und Vorteile der Erfindung werden in
der nachfolgenden Beschreibung besonders hervorgehoben werden. In den Abbildungen
ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel wiedergegeben.
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Abb. i ist ein Querschnitt durch einen Teil eines Kondensators, welcher
gemäß der Erfindung ausgeführt ist. Die Dicke der Dielektriken und Belegungen ist
dabei der Anschaulichkeit halber stark übertrieben.
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Abb. a ist eine Aufsicht auf den Kondensator nach Abb. i.
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Gemäß den Abbildungen wird die Erfindung bei einem Kondensator gebräuchlicher
Hauart beschrieben, welcher aus einer Mehrzahl von Belegungen, die in der Folge
stets das Bezugszeichen i erhalten, besteht, wobei diese Belegungen durch Isolierplatten
z aus Glimmer o. dgl. getrennt sind. Bei der vorliegenden Form sind abwechselnd
die Belegungen i miteinander parallel geschaltet, und zwar in solcher `'reise, daß
die Endteile 3 der Belegungen abwechselnd zu beiden Seiten des Kondensators herausragen
derart, daß diese hervorspringenden
Teile leicht verlötet oder in
anderer Weise miteinander verbunden werden können. Die Erfindung beschränkt sich
naturgemäß nicht auf einen Kondensator dieser Ausführung, sondern läßt sich bei
allen anderen denkbaren Ausführungen anwenden.
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Um eine innige Berührung und Vereinigung zwischen den Belegungen und
Dielektriken zu erreichen, werden die Flächen der Belegungen weicher als der Hauptkörper
gemacht. Nachdem die Belegungen und Dielektriken vereinigt sind, wird auf das Kondensatorpaket
ein außerordentlich hoher Druck, vorzugsweise ein solcher von mehreren hundert Atmosphären,
aufgebracht. Der Druck muß so groß sein, daß die einander gegenüberliegenden Flächen
der Belegungen und der Dielektriken innig miteinander vereinigt und in absolute
Verbindung miteinander gebracht werden. Wird z. B. Glimmer als Dielektrikum verwendet,
so wird seine faserige und in geringen Grenzen unregelmäßige Oberfläche in absoluter
Verbindung mit der Belegung eingebettet werden, so daß geringe Zwischenräume oder
Höhlungen zwischen beiden Teilen nicht mehr vorhanden sind.
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Wenn nämlich diese erwähnten Höhlungen oder Zwischenräume bei einem
Kondensator vorhanden sind, so wird die Kapazität auf Grund der an diesen Stellen
bestehenden größeren Entfernung zwischen dem Dielektrikum und der Belegung herabgedrückt
werden, und die . Endkapazität der verschiedenen Elemente wird durch die Unregelmäßigkeiten
solcher Höhlungen sich verändern. Ferner entsteht immer dann, wenn das dielektrische
Medium nicht gleichförmig ist, an einzelnen Stellen ein Dielektrikum, welches nur
aus Glimmer besteht und an anderen Stellen ein Dielektrikum, welches aus Glimmer
und Luft oder aus Glimmer und der Imprägniermasse besteht, wenn letztere verwendet
wird. Auch diese Erscheinung ruft, wie allgemein bekannt, Veränderungen in der Kapazität
hervor. Wenn dagegen auf das Paket ein genügend großer Druck aufgebracht wird und
die Oberfläche der Belegungen so beschaffen ist, daß sie sich an die Oberflächen
der Dielektriken anschmiegen kann, so können die vorgenannten Übelstände nicht auftreten.
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Gemäß dem in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiel wird
die nachgiebige oder weiche Oberfläche der Belegungen dadurch erhalten, daß eine
Kompositionsbelegung hergestellt wird, deren Kern oder mittlerer Teil q. aus relativ
festem Material, wie z. B. Kupfer, besteht, während für die Seitenflächen, die durch
Flächen 5 dargestellt sind, ein weiches, nachgiebiges Material, z. B. Folie, verwendet
wird. Durch Anwendung eines hohen Druckes auf die aufeinandergelegten Elemente des
Kondensators kann die Folienauflage der Belegungen sich in die Oberfläche der Dielektriken
einbetten und in einen innigen Kontakt und Verbindung mit derselben an allen Punkten
kommen. Durch die gleiche Preßoperation werden auch die Kupfer- und Folienoberflächen
miteinander in innige Berührung und homogene Verbindung gebracht. Der relativ feste
Kern der Belegungen dagegen ergibt eine Bauart, bei welcher die Elemente keine Veränderungen
hinsichtlich der Form oder des Werfens bei der praktischen Benutzung erfahren.
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Wenn die entsprechenden Belegungen parallel geschaltet werden sollen,
wie dies in Abb. i dargestellt ist, verwendet man zweckmäßig Zwischenlagen 5 von
solcher Abmessung, daß diese nicht über die Dielektriken hinausragen, während der
zentrale Teil oder Kern ,4 jeder Pelegung aus dem Paket hinausragt, so daß die vorspringenden
Enden 3 jedes Kernes miteinander verbunden werden können.
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Wenn Belegungen dieser Art verwendet werden, so wird der Vorteil der-
weichen Oberfläche der Folien aufrechterhalten, und es werden gleichzeitig Anschlußstücke
für die Kondensatorbelegungen geschaffen, die aus zähem und dauerhaftem Material
bestehen und für die Anschluß- oder Montagearbeiten ohne Gefahr des Abbrechens o.
dgl. verarbeitet oder gebogen werden können.