DE530433C - Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen der Blasen bei Belaegen aus Linoleum und aehnlichen Belaegen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen der Blasen bei Belaegen aus Linoleum und aehnlichen Belaegen

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DE530433C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29. JULI 1931
_ REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37d GRUPPE
37d.P7g.30
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: iff. Juli
Carl Pletsch in Kilchberg, Zürich
Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen der Blasen bei Belägen aus Linoleum und ähnlichen Belägen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1930 ab
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beseitigen der Blasen bei Belägen aus Linoleum und ähnlichen Belägen.
Bei solchen Belägen auf Fußböden zeigt sich häufig dfe Erscheinung, daß sich das Linoleum stellenweise von der Unterlage löst und Blasen und Aufwölbungen bildet. Beim Begehen dieser Stellen werden die Blasen
ίο na:h und nach vergrößert, da die in letzteren befindliche Luft zusammengedrückt wird und die Ränder der Blase nach außen drängt. Zur Beseitigung dieser Aufwölbungen war es bisher erforderlich, den Linoleumbelag von dessen Rande bis an die Blasen oder sogar vollständig wieder abzulösen, neu zu verlegen und festzuleimen.
Durch die Erfindung sollen diese Nachteile vermieden und die Aufwölbungen bzw. BIasen bei Belägen aus Linoleum u. dgl. beseitigt werden. Dies ist erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Belag vorzugsweise im Scheitelpunkt der Aufwölbung durchstochen bzw. durchbohrt, durch die entstandene Lochung Klebstoff in den Hohlraum eingeführt und sodann der aufgewölbte Teil des Belages auf die Unterlage gepreßt wird. Ferner wird nach dem Verfahren die in dem Hohlraum befindliche Luft abgesaugt und der Klebestoff in den Hohlraum durch eine Zerstäuberdüse eingeführt.
Die zum Ausführen des Verfahrens dienende Vorrichtung besteht erfindungsgemäß darin, daß sowohl zum Zerstäuben des Klebestoffes als auch zum Absaugen der Luft ein und dieselbe Pumpe benutzt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht das Verfahren nach der Erfindung und eine zu dessen Durchführung verwendete Vorrichtung in schaubildlicher Darstellung.
Abb. ι ist ein Schnitt durch eine Aufwölbung eines aus Linoleum oder ähnlichem Stoff bestehenden Belages und veranschaulicht das Einführen des Leimes in den Hohlraum mittels einer Zerstäuberdüse.
Abb. 2 zeigt die Aufwölbung mit auf die Lochung aufgesetztem Saugstutzen der Pumpe nach der Einführung des Leimes. Abb. 3 ist ein Schnitt durch den Fußboden und dessen Belag nach erfolgtem Absaugen der Luft und hierdurch bewirktem Anpressen des Belages an die Unterlage.
Der aus Linoleum oder einem ähnlichen Stoff bestehende Belag 1 wird vorzugsweise im Scheitelpunkt der Aufwölbung 2 durchitochen oder durchbohrt, durch die gebildete Lochung 3 Klebstoff in den Hohlraum 4 eingeführt und sodann der Belag auf die Unterlage S gepreßt. Das Einführen des Klebstoffes erfolgt mittels einer Zerstäuberdüse 6, so daß die Innenfläche des Hohlraumes 4 vollständig mit Leim überzogen wird, während das Anpressen des Belagteiles 2 vorzugsweise durch Absaugen der Luft aus dem Hohlraum ■ bewirkt wird. Zu diesem Zweck wird eine Luftpumpe angewendet, welche wahlweise
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eine Druck- bzw. Saugwirkung zu erzeugen gestattet. Im einzelnen wirdi hierbei in folgender Weise vorgegangen.
Nach Herstellung-der Loehung 3 in dem den Hohlraum 4 abdeckenden Teil 2 des Belages ι werden zunächst etwa im Innern des Hohlraumes 4 vorhandene Staubteilchen, welche das Festhaften des Belages beeinträchtigten könnten, abgesaugt, indem das Mundstück 7 der auf Saugwirkung gestellten Pumpe auf die Loehung 3 aufgesetzt wird. Hierauf wird z. B. durch öffnen eines Ventils die Saugwirkung aufgehoben, so daß sich der Hohlraum 4 wieder mit Luft füllt x5 und sodann mittels der in die Loehung 3 eingeführten Düse 6 eine genügende Menge dünnflüssigen Leimes in dem Hohlraum 4 zerstäubt, indem die Pumpe auf Druck umgestellt wird. Die Düse ist derart ausgebildet, daß der Leim bis in die äußersten Teile des Hohlraumes 4 dringt, ohne daß hierzu die Er-' zeugung eines stärkeren Überdruckes in dem Hohlraum 4 erforderlich wäre. Nachdem die Zerstäubungsdüse 6 aus der Loehung 3 entf ernt ist, wird nunmehr wiederum das Mundstück 7 (Abb. 2) auf die Loehung aufgesetzt und aus dem Blasenraum 4 zunächst langsam, hierauf stärker die Luft abgesaugt. Der Belag legt sich infolgedessen von den Bändern des Hohlraumes beginnend 'fest auf die Unterlage, während der überschüssige Leim durch die Loehung 3 herausgepreßt wird bzw. in dieser erhärtet.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    . i. Verfahren zum Beseitigen der Blasen bei Belägen- aus Linoleum und ähnlichen Belägen, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag vorzugsweise im Scheitelpunkt der Aufwölbung durchstochen oder durchbohrt, durch die entstandene Loehung der Klebstoff in den Hohlraum eingeführt und sodann der Belag auf die Unterlage gepreßt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Hohlraum befindliche Luft abgesaugt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff in den Hohlraum durch eine Zerstäuberdüse eingeführt wird.
  4. 4. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach den Ansprüchen. 1 und 2, gekennzeichnet durch eine zum Zerstäuben des Klebstoffes und zum Absaugen der Luft dienende Pumpe.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930530433D 1930-02-27 1930-02-27 Verfahren und Vorrichtung zum Beseitigen der Blasen bei Belaegen aus Linoleum und aehnlichen Belaegen Expired DE530433C (de)

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