DE528353C - Verfahren zum Dichtschleifen von Abdichtflaechen bei Maschinen mit hin und her gehendem oder umlaufendem Kolben - Google Patents
Verfahren zum Dichtschleifen von Abdichtflaechen bei Maschinen mit hin und her gehendem oder umlaufendem KolbenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B31/00—Machines or devices designed for polishing or abrading surfaces on work by means of tumbling apparatus or other apparatus in which the work and/or the abrasive material is loose; Accessories therefor
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- Applications Or Details Of Rotary Compressors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN Auf
27. JUNI 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 528353 KLASSE 67a GRUPPE
A.-B. Vacuum-Compressor in Stockholm *)
Ein sehr gebräuchliches Verfahren zum Dichtschleifen von gegeneinander arbeitenden
Abdichtungsflächen bei Kompressoren, Pumpen, umlaufenden Vorrichtungen und ähnliehen
Maschinen besteht, wie bekannt, darin, daß zwischen die Flächen ein geeignetes Schleifmittel, beispielsweise Carborund,
Schmirgel, Glas ο. dgl., in Pulverform eingeführt wird, wobei die Flächen in gegenseitige
Bewegung gesetzt werden. Bei diesem bekannten Verfahren ging man bisher derart vor, daß von dem Schleifmittel eine gewisse
Menge eingeführt wurde, ohne Rücksicht darauf, ob diese" Menge mit dem zwischen den Flächen herrschenden Druck, mit der
Geschwindigkeit, mit der die Flächen sich gegeneinander bewegen, oder mit der größeren
oder geringeren Härte des oder der die Abdichtungsflächen bildenden Werkstoffe in
richtigem Verhältnis steht. Da also das Schleifmaterial nicht der Größe des beim
Dichtschleifen entstehenden' Widerstandes angepaßt wurde, so ergab sich in den weitaus
häufigsten Fällen als Folgeerscheinung,
as daß das Schleifmittel in größerer Menge zugeführt
wurde, als dem Widerstand entspricht. Demnach wurde also das Schleifmittel in derart übermäßiger Menge zugeführt,
daß es die abdichtenden Flächen verschrammte oder in anderer schädlicher Weise auf sie einwirkte, oder aber die Menge
des Schleifmittels war geringer, als dem Widerstand entspricht, in welchem Falle das
Schleifen unvollständig ausfiel oder eine überflüssig lange Zeit in Anspruch nahm.
Mit dem neuartigen Schleifverfahren gemäß vorliegender Erfindung werden die
obenerwähnten Nachteile vermieden, und es wird ein Dichtschleifen erzielt, das hinsichtlich
vollkommener Gleichförmigkeit der Schleifarbeit und dichten Anliegens der bearbeiteten
Flächen die höchsten Forderungen erfüllt. Ferner schließt die Natur des Verfahrens
jede Möglichkeit eines schädlichen Schleifens, Ritzens oder Festbrennens der Abdichtungsflächen aus.
Das Verfahren nach der Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß
zur Beschränkung der Verwendung des eingeführten Schleifmittels auf die erforderliehe
Menge die das Schleifmittel aufnehmende Zylinderseite nach dem Einfüllen
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Otto Robert Percival Berghind in Lidingö-Brevik, Schweden.
des Schleifmittels abgeschlossen, die andere Zylinderseite nach außen offen bleibt, so daß
beim Bewegen des Kolbens das Schleifmittel nach Maßgabe der vorhandenen Undichtigkeiten
durch den Überdruck von einer zur anderen Kolbenseite gelangt, während gleichzeitig
das in dem offenen Zylinderraum zurückbleibende Schleifmittel ins Freie befördert
wird.
ίο Das Verfahren kann vorteilhaft zum Dichtschleifen der Abdichtungsflächen an
solchen umlaufenden Maschinen angewendet werden, die beispielsweise als Motoren,
Pumpen oder Kompressoren arbeiten sollen. Bei diesen Maschinen entsteht infolge der
Wirkungsweise der Maschinen sowohl eine Saug- als eine Druckwirkung innerhalb der
Maschinen. Die erwähnte Saugwirkung wird zweckmäßig zur Einführung des Schleifmittels ausgenutzt, das sich hierbei
vorteilhaft in trockenem Zustande und in Staubform befindet. Man könnte jedoch ,auch
das Schleifmittel in einer Flüssigkeit verschlämmt einführen. Auf diese Weise kann
zwischen der Menge des zwischen die Abdichtungsflächen eingeführten Schleifmittels
und der Größe, mit der sich die Flächen beim Schleifvorgang einander nähern, eine sehr
genaue Übereinstimmung erzielt werden. Infolgedessen kann also ein völlig gleichförmiges
und unbedingt dichtes Einschleifen erzielt werden, ohne daß man Gefahr läuft, , daß die zu bearbeitenden Flächen beschädigt
werden könnten.
An Hand der beiliegenden Zeichnung soll das neue Verfahren an einer Umlaufpumpe
näher erläutert werden.
Gemäß der dargestellten Ausführungsform ist ein ringförmiger Kolben 1 exzentrisch
in dem Ringraum zwischen den konzentrischen Teilen 2 und 3 angeordnet. Die letzteren sind durch ein Verbindungsstück 4,
das durch den Ringraum hindurchgeht, miteinander verbunden. 5 bezeichnet den Einlaß-
und 6 den Auslaßkanal der Maschine.
Im Betrieb wälzt sich der Umfang des Kolbens 1 auf der inneren Wandung des
Ringes 3 ab, wobei sich der Mittelpunkt des Kolbens 1 auf einer Kreisbahn bewegt, deren
Radius gleich der Exzentrizität ist. Bei der erwähnten Bewegung des Kolbens 1 gleiten
die an dem Steg 4 anliegenden Flächen an der Wandung des letzteren von unten nach
oben bzw. von oben nach unten entlang.
Durch Anwendung des neuartigen Verfahrens werden die Abdichtungsflächen zwischen
dem Kolben 1 und den Teilen 2 und 3 derart geschliffen, daß ein dichtes Einschleifen
erzielt wird. Zu diesem Zwecke wird eine gewisse Menge Schleifmittel, das sich beispielsweise in staubförmigem Zustande
befindet, durch den Einlaß 5 in die Maschine eingebracht, worauf der Einlaß verschlossen wird. Der Kolben 1, der sich
in Richtung des Pfeiles 7 bewegt, treibt infolge seiner Bewegung das eingebrachte
Schleifmittel vorwärts nach dem Auslaß 6. Da, wie weiter oben erwähnt, der Einlaß 5
verschlossen ist, entsteht durch die Bewegung des Kolbens 1 im Räume 8 Unterdruck.
Durch die Wirkung des letzteren wird das sich im Räume 9 befindende Schleifmittel an
den zwischen dem Kolben 1 und dem von seiner Außenseite berührten Teil 3 vorhandenen
nicht dichtenden Stellen hindurchgesaugt werden und in den Raum 8 zurückgelangen,
so daß es von neuem wiederum durch die Bewegung des Kolbens nach dem Auslaß 6 gedrückt wird. Während der
fortdauernden Bewegung des Kolbens 1 entsteht in dem Räume 8 immer wieder ein
Unterdruck, und das Schleifmittel gelangt, solange noch nicht dichtende Stellen vorhanden
sind, stets wieder vom Raum 9 in den Raum 8 zurück. Der Rücklauf des Schleifmittels
hört "also nicht eher auf, als bis eine vollkommene Abdichtung erzielt ist. Sobald
auf diese Weise die letztere erreicht ist, wird das Schleifmittel von nun an in wesentlich
größerem Maße völlig aus dem Auslaß 6 herausgetrieben.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Dichtschleifen von Abdichtflächen bei Maschinen mit hin und her gehendem oder umlaufendem Kolben, dadurch gekennzeichnet, daß die das Schleifmittel aufnehmende Zylinderseite nach dem Einfüllen des Schleifmittels abgeschlossen, die andere Zylinderseite xoo nach außen offen bleibt, so daß beim Bewegen des Kolbens das Schleifmittel nach Maßgabe der vorhandenen Undichtigkeiten durch den Überdruck von einer zur anderen Kolbenseite gelangt, während gleichzeitig das in dem offenen Zylinderraum zurückbleibende Schleifmittel ins Freie befördert wird.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenBERLIN. GEDRUCKT IN DER
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE528353X | 1927-05-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE528353C true DE528353C (de) | 1931-06-27 |
Family
ID=20311316
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA53911D Expired DE528353C (de) | 1927-05-11 | 1928-04-19 | Verfahren zum Dichtschleifen von Abdichtflaechen bei Maschinen mit hin und her gehendem oder umlaufendem Kolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE528353C (de) |
-
1928
- 1928-04-19 DE DEA53911D patent/DE528353C/de not_active Expired
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