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Tannenzweiggebinde nach Art sogenannter Adventsleuchter Für die zur
Weihnachts- -oder Adventsfeier seit einiger Zeit vielfach üblichen, sowohl in Kranzform,
als auch mit Standfuß ausgebildeten Kerzenleuchter, welche aus mit Tannengrün umkleideten
Gestellkörpern bestehen, sind bisher die letzteren meist aus Holzstäben, Weidenreifen
oder ähnlichen Mitteln einzeln von den Gärtnern oder Kranzhindern verhältnismäßig
mühevoll hergestellt «-orden. An der Oberfläche der glatten Gestellkörper findet
aber die verhältnismäßig schwere Zweigbekleidung von Tannengrün keinen rechten Halt,
die Bekleidung verschiebt sich daher schon während der Herstellung sehr leicht,
wodurch die Bindearbeit erschwert wird und viel Zeit erfordert. Dies ist besonders
deswegen nachteilig, weil die kurzen Tannenzweige, .aus denen die Umkleidung der
Leuchtergestelle besteht, sich nur verhältnismäßig kurze Zeit frisch halten, die
Herstellungsarbeit sich daher auf wenige Tage vor den betreffenden Festen. zusammendrängt.
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Diese Nachteile der bisher bekannten Adventsleuchtergebinde werden
nach der Erfindung dadurch vermieden, daß die Gestellkörper derartiger Tannenzweiggebinde
aus schraubenförmig gewundenen Doppeldrähten hergestellt sind, die soweit als nötig
zu mehreren Strängen miteinander durch muffenartige Drahtumwicklungen oder auch
durch Verschweißen verbunden und zwecks Bildung der Leuchterarme und Standfüße passend
abgebogen sind. Solche verseilten Doppeldrähte sind bisher für den Gestellaufbau
von Leuchtergestellen und künstlichen Christbäumen nur in Verbindung mit zwischen
die Drähte fabrikationsmäßig eingewundenem, aus Federbärten o. dgl. bestehendem,
dauerhaftem Schmuckmaterial oder mit einem den Drahtgestellkörper vollständig bedeckenden
Farbüberzug verwendet worden.
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Nach der Erfindung werden die freien Unebenheiten der Gestelloberflächen,welche
sich aus der schraubenartigen Verwindung der seinen Körper bildenden Drahtstränge
ergeben, dazu nutzbar gemacht, um den natürlichen T annengrünzweigen, mit denen
sie ihrem Zweck gemäß umkleidet werden, beim Umwickeln zu deren Befestigung mit
den üblichen Bindedrahtwindungen und auch diesen Windungen selbst auf den Gestellteilen
den erforderlichen Halt gegen Verschiebung längs der Gestellteile zu geben. Hierdurch
wird die Bindearbeit sehr erleichtert und die dauerhafte Handlichkeit solcher Adventsleuchtergebinde
u. dg1. erhöht.
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Auf der Zeichnung ist in Abb. i das Gestell für einen Einkerzenleuchter
dargestellt.
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Abb. z zeigt das Gestell eines zweiarmigen, Abb.3 dasjenige eines
in der Profilform eines Tannenbaums vorbereiteten, vielarmigen Weihnachtskerzenleuchters.
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Abb. 4. stellt in größerem Maßstabe den Ständerteil eines zweiarmigen
derartigen Leuchters mit teilweiser Tannengrünbekleidung in Seitenansicht dar.
Der
Gestellkörper der Gebinde besteht beispielsweise aus Doppeldrahtsträngen r, welche
schraubenförmig zusammengewunden sind. Für den mittleren Säulenteil a der einfachen
oder mehrarmigen Standleuchter vereinigt man vorzugsweise mehrere, beispielsweise
vier solcher gewundener Drahtstränge durch in passenden Abständen voneinander angebrachte
muffenartige Umwindungen 3 mit dünnem Draht miteinander. Vermöge der unebenen Oberfläche
legen sich die Doppeldrahtstränge selbst wie auch die Windungen der Bindestelle
3 unverschiebbar gegeneinander. Unterhalb der untersten Bindestelle werden die Drahtstränge
zwecks Bildung der Rippen für den Standfuß auseinandergebogen. Die Enden der Fußrippen
können durch einen Bandkranz 5 und einen Zwischenkranz 6, welche ebenfalls aus schraubenförmig
zusamrnengewundenen Doppeldrähten bestehen, an den Kreuzungsstellen durch Schweißen
oder Löten miteinander verbunden werden.
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Statt dessen kann man aber auch die Enden der entsprechend lang ausgebildeten
Fußrippen durch rechtswinkliges Abbiegen in eine gemeinsame Ebene und geeignete
Verbindung ohne besondere Kranzringe zu einem ähnlichen Fußgestell ausgestalten.
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Die zum Einstecken der Kerzen nötigen Tüllen 7 werden vorzugsweise
ebenfalls aus einem schraubenförmigen Drahtwickel gebildet, deren unteres freies
Ende beispielsweise bei einem einfachen Leuchter in die obere Bindestelle 3 miteingewunden
oder auch an den Enden der einzelnen Seitenarmrippen 8 mehrarmiger Leuchter durch
Schweißen oder Löten befestigt werden kann. Die letzteren werden beispielsweise
oberhalb der oberen Bindestelle 3 seitwärts abgebogen. Man kann hierfür sowohl die
einfachen Doppeldrahtstränge benutzen oder diese auch zu mehreren zusammennehmen.
Auch kann man die obere Bindestelle 3 tnuffenartig so ausbilden, daß man neben die
in einer Ebene liegenden Seitenarme noch zwei weitere ähnlich gestaltete Seitenarme
durch einfaches Einstecken lösbar befestigen kann. Hierdurch kann für den Versand
und die Aufbewahrung derartiger mehrarmiger Leuchter der Raumbedarf vermindert werden.
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Beim Bekleiden der Gestelle mit Tannengrün wird dieses zweckmäßig
in Form von kurzen Zweigen 9 verwendet, an den Drahtrippenkörper einzeln oder auch
zu mehreren abwechselnd an den verschiedenen Oberflächenseiten angelegt und mittels
eines Bindedrahtes ro in mehr oder weniger engen Windungen festgebunden. Diese legen
sich, wie aus Abb.4 ersichtlich, in die aus der Schraubendrehung der Doppeldrähte
sich ergebenden Oberflächenvertiefungen ein, wodurch die Unverschiebbarkeit der
Drähte wie auch der Zweige gesichert wird.
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Der mittlere Säulenteil des Leuchters kann auch nach Abzweigung eines
seitlichen Armpaares noch weiter senkrecht in die Höhe geführt und zum Anbringen
einer weiteren mittleren Kerzentülle oder auch zur Abzweigung mehrerer Seitenarme
benutzt werden. Man kann auch, wie in Abb. 3 angedeutet, für die mittlere Standsäule
1a einen stärkeren glatten, nicht gewundenen Metallstab verwenden, wenn diese Säule
selbst nicht mit Tannengrün bewunden werden soll. Die Gestellteile für die Leuchterarme
können dann, quer durchgehend in gemeinsamer oder auch in verschiedenen Ebenen liegend,
an dieser Gestellsäule durch Anschweißen befestigt und miteinander durch Brückenrippen
14 verbunden werden, welche dem ganzen Leuchter das Profil eines Tannenbaums geben.
Der Fußteil q. wird in diesem Fall zweckmäßig als selbständiger Körper ausgebildet,
der in der Mitte mit einer Schraub- oder Einsteckmuffe versehen ist, in welche die
Standsäule 12 eingesteckt werden kann.
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Wenn der Leuchter nach Art eines waagerecht aufzuhängenden Adventskranzes
ausgebildet werden soll, so bildet man zweckmäßig den reifenförmigen Gestellkörper
aus mehreren Strängen von schraubenförmig zusammengewundenen Doppeldrähten, die
an einigen Stellen durch Umwickeln von Drähten miteinander vereinigt sind. Die Kerzentüllen
werden hierbei zweckmäßig ebenfalls aus Drähten gebildet, deren Enden an den erwähnten
Bindestellen mit eingewunden werden können.