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Werkzeughalter für ärztliche, insbesondere zahnärztliche Zwecke Die
Erfindung betrifft eine lösbare Wellenkupplung für ärztliche, insbesondere zahnärztliche
Werkzeughalter, deren Handstückwelle mit einem Elektromotor vermöge eines Mitnehmers
kuppelbar ist.
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Gemäß der Erfindung besteht der eine Kupplungsteil aus einer auf die
Werkzeughalterwelle aufgeschraubten Hülse mit Endzungen sowie einem zwischen diesen
gelenkig angeordneten, geschlitzten Stift; dieser Kupplungsteil greift in das entsprechend
als Gegenkupp lung vertiefte und zum Erfassen der Zungen mit Gegenzungen ausgestattete
Ende der Motorwelle beim Einrichten ein.
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Diese Verbindung, welche eine unmittelbare Kupplung der Handstückwelle
mit der Welle des Elektromotors zuläßt, vermeidet Reibung und Geräusch verursachende
Zwischenteile und ermöglicht die leichte Auswechslung des Mitnehmers, ohne daß der
sonstige Nachteil des leichten Brechens des geschlitzten Stiftes vorkommt.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigt: A#bb. i eine Ansicht eines mit einem Motor durch eine
Gleitverbindung verbundenen Handstückes, Abb. 2 einen Schnitt durch das Handstück,
die Gleitverbindung und die Verbindung mit der Welle des Motors, Abb. 3 einen der
A.bb.2 ähnlichen Schnitt mit den Teilen in anderer Lage, Abb. q. einen Teilschnitt
durch eine kürzere Verbindung der Motorwelle mit dem Handstück und Abb, 5 einen
Schnitt durch eine Muffe, die an Stelle der Gleitverbindung Verwendung finden kann.
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Abb. 2 zeigt .einen Teil eines Motorgehäuses 25o, welches eine Metallbuchse
253 trägt, die bei 25¢ mit einem Gewinde versehen ist. Die Motorwelle 256 ruht isoliert
in einem Lager 258, dessen äußeres Ende mit einer Vertiefung 262 für einen später
zu beschreibenden Zweck versehen ist. Weiterhin hat das Lager 258 ein Paar Zungen
2,61 zum Antrieb der drehbaren Teile des Handstückes.
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Wie in Abb. 2 gezeigt, ist als Gleitverbindung eine innere Hülse
300 mit Innengewinde 301 an einem Ende vorgesehen, durch welch letzteres
die Hülse 300 mit dem Gewinde am Ende der Buchse 253 verschraubt wird. Die
Hülse 300 ist am anderen, dem Werkzeug zugelagerten Ende 3o2 offen, so daß
die Welle des Werkzeuges hindurchgeführt werden kann; ferner trägt die Hülse 3oo
einen federnden Eingriffsteil 303 mit einem Daumenstück 304., das beim Herabdrücken
den Eingriffsteil der Hülse auslöst. Der Teil 303 kann an der Hülse 3oo durch Schrauben
305 befestigt sein.
Die Welle 3o6 des Werkzeuges ist hei
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mit Gewinde versehen, auf,. das eine Hülse 308
aufgeschraubt ist.
Diese letztere Hülse 308
hat Zungen 3o9, die mit .den Zungen 261 am Ende des
Lagers 258 der Motorwelle 256 zusammenarbeiten, und ist gegen eine konische Schulter
31o derWelle3o6 fest aufgeschraubt. Ein geschlitzter Stift 3I I ist durch einen
Querstift 3z2 (Abb.2) drehbar mit dem Ende der Hülse 308 verbunden. Dieser geschlitzte
Stift 3I1 erstreckt sich zwischen die Zungenpaare 26r hindurch in die öffnung 26;2
im Ende des Lagerteiles 258. Der geschlitzte Stift 311 tritt mit den Wänden
der Bohrung 262 in Reibungseingriff und verhindert ein Überrenen der Handgriffwelle
und der Motorwelle, so daß das Instrument möglichst geräuschlos arbeitet.
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Die Welle 3o6 ist mit einem Bund 3I3 ausgestattet, der zwischen Schultern
314, 315, zweier Handgriffteile 316, 317, die bei 318
zusammengeschraubt
sind, läuft. Der hintere Handgriffteil 317 umgibt die Hülse 300 und ist bei
3I9 ausgeschnitten, um den Boden 320
des federnden Eingriffsteiles
303 aufzunehmen. Weiterhin ist der Handgriffteil317 bei 32,1 ausgeschnitten
zwecks Einhakens des Teiles 303. Um diesen Teil des Instrumentes zu isolieren, können,
wenn gewünscht, zwei Isolierringe 322, 323 übergeschoben werden (Abb. 2).
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Das linke, vordere Ende 324 der Werkzeugwelle 3o6 sitzt drehbar in
der Bohrung 316' des Handgriffteiles 316. Dieser ist bei 325 ausgehöhlt, um das
Ende 326 einer zweiteiligen, verschiebbaren Hülse S aufzunehmen, die zur Kupplung
und Entkupplung des Werkzeuges mit dem Handstück dient. Die Innenseite dieses Hohlzylinders
325 ist mit einer Nut 327 zur Aufnahme einer Feder 328 versehen, welche von der
Hülse 326 getragen wird, so daß letztere sich mit Bezug auf das Motorengehäuse nicht
drehen kann. Der andere Teil 329 der Hülse S ist geriffelt, so daß er leicht festgehalten
werden kann, und ist bei 33o auf dem hinteren Teil der Hülse 326 aufgeschraubt.
Der vordere Teil dieser äußeren Hülse 329 schließt eine noch zu beschreibende Kupplung
und eine innere drehbare Hülse 331 ein.
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Eine lose Scheibe 332 sitzt zwischen den benachbarten Enden 333, 334
der Hülse 331 und 326. Genügend Spielraum ist zwischen diesen Teilen vorgesehen.
Ein Stift 335 verbindet das linke äußere Ende der Welle 324
mit dem benachbarten
Ende 336 eines Kupplungsgliedes 337, das verschiebbar, doch nicht drehbar in der
inneren Hülse 33I sitzt. Dadurch wird eine gelenkige Antriebsverbindung mit der
Welle 324 für die Teile in der inneren Hülse geschaffen. Die innere Hülse
331 ist bei 338 geschlitzt zwecks Führung eines Vorsprunges 339 des Gliedes
337. Ein Winkelhebel 340 ist bei 341 an der inneren Hülse angelenkt und hat einen
langen Arm 342, welcher in einem Schlitz 343 im Glied 337 liegt. Der Schlitz hat
eine schräge obere Wand 3.1.a., die gewellt sein kann und mit dem Arm 342 des Winkelhebels
340 zusammenwirkt. Das Knie 345 des Winkelhebels drückt, wenn in Arbeitsstellung,
gegen eine Hülse 346, die verschiebbar in der Hülse 331 sitzt und dabei mit
einer schrägen Endfläche 3.17 gegen eine entsprechend schräge Endfläche einer röhrenförmigen
federnden Kupplung 348 (A.bb. 3) drückt. Das andere Ende der Kupplung 3:18 und das
benachbarte Ende der inneren Hülse 331 sind ebenfalls bei 349 abgeschrägt,
um ein Zusammendrücken der Kupplung 348 zwecks Festklemmens des Werkzeuges zu bewirken.
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Abb. 2 zeigt die Teile in einer Lage, in welcher das Handstück mit
dem Motor verbunden und das Werkzeug aus dem Handstück entfernt ist. Abb. 3 zeigt
die Handstückteile in einer Lage, in welcher sie ein Werkzeug festklemmen können.
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Zwecks Entfernung des Handstückes vom Motor wird der Motor ergriffen
und das Daumenstück 30:1 leicht. herabgedrückt, um die Gleitverbindung zu lösen.
Zur Einführung des Werkzeugstahles werden die Teile von der in Abb. 3 gezeigten
Lage in die in Abb. 2 gezeigte Lage gebracht. Dabei wird der geriffelte Handgriffteil
329 ergriffen und gegen den Motor gedrückt. Der Bund 313 der Handgriffwelle
324 wird dabei gegen die Schulter 315 des hinteren Hülsenteiles
317
gedrückt und die Welle so gegen Verschiebung gesichert. Die Kupplung und
der vordere Teil des Handstückes werden nach rückwärts bewegt, wobei der Vorsprung
3.28 zur Führung des vorderen Teiles in der Hülse 316 dient. Zwecks Befestigung
des Werkzeuges wird der Schaft desselben in das vordere, äußere Ende des Handstückes
und in. die Kupplung 348 gesteckt, dann wird der vordere Teil des Handstückes nach
vorn oder auswärts gezogen. Während dieser Bewegung wird der Winkelhebel 34o durch
die schräge Fläche 344, die mit dem Arm 342 zusammenwirkt, von der in Abb. 2 gezeigten
Lage in die in A,bb. 3 gezeigte ausgeschwungen, und die Hülse 346 wird gegen das
abgeschrägte Ende der Kupplung 348 bewegt, so daß deren Finger gegeneinandergedrückt
werden. Zu gleicher Zeit werden die vorderen Finger der Kupplung zusammengedrückt.
Die Verschiebung der Welle 324 wird durch den Bund 313
derselben und die Schulter
3I4 der Hülse 3I6 verhindert.
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Bei der Verschiebung der Teile des Hand-
Stückes werden
keine der inneren geschmierten Teile bloßgelegt, und infolge der Verschraubung der
zwei Teile 326, 329 tritt Lösung der Teile, wie es bei Anwendung einer einfachen
Setzschraube möglich ist, nicht ein.
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Abb. 4 zeigt eine kurze Verbindung, welche an Stelle der in Abb. 2
gezeigten benutzt werden kann. Hier entsprechen die Zungen Sog' den Zungen 3o9 der
Abb. 2; sie sind direkt aus der Welle 3o6' geschnitten und befinden sich nahe der
Schulter 3r4', welche der Schulter 314 entspricht. Der geschlitzte Stift 311 wird
durch einen Querstift 3r2 in Stellung gehalten. Eine der Hülse 3z6 ähnliche Hülse
wird benutzt. Diese kurze Verbindung eignet sich besonders für Personen mit kleinen
Händen und kann außerdem mit einer kurzen Kupplung verwendet werden, wie sie in
Abb. 5 in Form eines Metallrohres 35o. dargestellt ist. Das Metallrohr ist bei
351 mit Gewinde versehen, das auf das Gewinde 318 einerseits zur Verbindung
mit dem Handstück und andererseits zur Verbindung mit der Metallbuchse 25d. dient,
die vom Motorengehäuse getragen wird. Dieses Kupplungsglied kann natürlich irgendwelche
Län-e haben und kann weiterhin durch eine Isolierhülse 352 abgedeckt werden..
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Ist die Gleitverbindung oder Muffe isoliert, wie angedeutet, so besteht
bei ihrer Befestigung an einem Motor mit einem Gehäuse aus Isoliermaterial keine
Möglichkeit zum Entweichen von Strom in das Werkzeug.