DE503147C - Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels aus Faekalien und Muell - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels aus Faekalien und Muell

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DE503147C
DE503147C DEG64446D DEG0064446D DE503147C DE 503147 C DE503147 C DE 503147C DE G64446 D DEG64446 D DE G64446D DE G0064446 D DEG0064446 D DE G0064446D DE 503147 C DE503147 C DE 503147C
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    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F3/00Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure
    • C05F3/04Fertilisers from human or animal excrements, e.g. manure from human faecal masses
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    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus Fäkalien und Müll Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus Fäkalien und Müll unter Verwendung von mit Siebböden versehenen Klärbassins, deren Siebböden mit Faserstoffen bedeckt werden.
  • Gegenüber bekannten Verfahren dieser Art liegt das Wesen der Erfindung darin, daß es ohne Zuhilfenahme von Torfmull oder irgendwelchen anderen Feuchtigkeit aufsaugenden Stoffen, wie z. B. Wollabfällen, die besonders beschafft werden müssen, ausgeführt wird, indem zur Bedeckung der Siebböden der Klärbassins aus dem Müll durch geeignete Verarbeitung gewonnenes, verfilztes, rohbaumwollartiges Celluloserohmaterial benutzt wird. Das gleiche aus dem Müll gewonnene Celluloserohmaterial wird ferner allein oder gemeinsam mit dem bei der Verarbeitung des Mülls auf dieses Material anfallenden pulverförmigen Feinmüll und Asche auch zur Trocknung des abgesetzten Schlammes benutzt.
  • Ein Verfahren entsprechend der Erfindung wird vorteilhafterweise weiterhin derart ausgeführt, daß man nach dem Absetzen des Frischschlammes in den Klärbassins den Frischschlamm mit einer frischen Schicht von aus dem Müll gewonnenem, verfilztem Celluloserohmaterial abdeckt, die die aus dem Frischschlamm nach oben entweichenden flüchtigen Stoffe aufnimmt, was eine Erhöhung des Wertes des gewonnenen Düngers mit sich bringt. Die Verwendung des aus dem Müll gewonnenen Celluloserohmaterials zur Trocknung des abgesetzten Schlammes hat übrigens auch den Vorteil, daß eine selbsttätige -Nachtrocknung des Kunstdüngers hervorgerufen wird, indem das aus dem Müll gewonnene Celluloserohmaterial nach seiner Herstellung eine Selbsterhitzung erleidet, wodurch der Trocknungsvorgang des Düngers naturgemäß unterstützt wird.
  • Auf der Zeichnung ist eine Anlage zur Ausführung des Verfahrens schematisch dargestellt.
  • Die Abb. ia und ib geben einen Aufriß der Anlage wieder, die Abb. 2a und zb einen Grundriß und Abb. 3 einen Querschnitt nach 111-111 der Abb. 2a.
  • Auf der Zeichnung sind mit i, a, 3, d. vier zu einer Gruppe vereinigte Klärbassins bezeichnet, denen das Abwasser der Schwetnmkanalisation durch einen Kanal s zugeführt wird, in dem ein Grobrechen und Sandfang 6 angeordnet ist. Der Kanal 5 teilt sich nach dem Sandfang 6 in zwei Kanäle 5a und 5b, die längs der inneren Längsseite der Klärbassins i, a bzw. 3, d. verlaufen. An den äußeren Längsseiten der Klärbassins i, z bzw. 3, 4. sind Ablaufkanäle 7 vorgesehen, an die ein Abführungskanal8 angeschlossen ist, der das Klarwasser z. B. zu dem Flußlauf 9 leitet. Mit diesem Flußlauf 9 ist der Zuführungskanal s für die Abwässer durch eine Vorflutgrube io verbunden. Die Klärbassins i bis 4. besitzen die aus der Abb. 3 ersichtliche Querschnittsgestalt und sind mit nach der Mittelebene der Anlage zu schräg abfallenden Siebböden ii versehen. Oberhalb dieser Siebböden i i sind Rohrleitungen 12 zur Zuführung von Druckluft und schwefliger Säure oder @-on anderen bekannten für die Desodorisierung von Fäkalien geeigneten Gasen oder Flüssigkeiten in die Klärbassins angeordnet, welche Rohrleitungen mit Austrittsdüsen versehen sind. An den inneren Längsseiten sind die Klärbassins i bis 4 noch mit einer größeren Anzahl von Verschlußschiebern 13 ausgerüstet. Zwischen den Klärbassins 1,.2 bzw. 3, 4 ist noch eine Mischschnecke 14 in einem Längskanal vorgesehen, die in geeigneter Weise angetrieben wird. Oberhalb der Abwasserzuführungskanäle 511, 5b sind bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel noch Transportbänder 15 angeordnet, die zur Zuführung des in der Müllverarbeitungsanlage gewonnenen verfilzten Cellulosemäterials dienen. Von- den Transportbändern 1 5 führen Schurren 16 in die Klärbassins und weitere Schurren 17 zu Behältern 18, die _als Vorratsbehälter für das dem Schlamm nach Entfernung aus den Bassins zuzusetzende frische Celluloseinaterial dienen. Die beiden Transportbänder 15 sind schließlich noch durch eine Schnecke i9 miteinander verbunden.
  • Die Müllverarbeitungsanlage ist an der der Zuführungsseite der Abwässer gegenüberliegenden Seite der Klärbassinanlage vorgesehen und in einem Schuppen oder Gebäude 2o untergebracht. Das in der Müllverarbeitungsanlage erzeugte verfilzte Celluloserohmaterial fällt teilweise auf den Bandförderer 32, der es zu den Transportbändern i 5 führt und zum Teil in einen Vorratsbehälter 33.
  • In dem Gebäude 2o kann dann schließlich noch eine Anlage zur Herstellung von schwefeliger Säure angeordnet sein, von der die erzeugte schwefelige Säure einem Sammelbehälter 36 zugeführt wird.
  • Der Betrieb der Anlage geschieht derart, daß man zunächst die Böden der Klärbassins i his 4 mit einer Schicht 37 verfilzten Celluloserohmaterials von rohbaumwollartiger Beschaffenheit bedeckt und hierauf zunächst das Klärbassin i mit den Abwässern füllt, worauf am nächsten Tage das Bassin 2 gefüllt wird usf.
  • Aus den in die Klärbassins eingefüllten Abwässern setzt sich der Frischschlamm auf die Schicht 37 ab, wobei das Absetzen des Frischschlammes noch durch Zugabe geeigneter Stoffe beschleunigt bzw. verstärkt werden kann. Das überschüssige geklärte Wasser fließt durch die Leitungen 7 und 8 ab. Nach der Absperrung der weiteren Zufuhr von Abwässern läßt man durch die Leitungen 12 Druckluft von unten her in das Bassin eintreten, wodurch der sich auf der Schicht 37 absetzende Frischschlamm aufgelockert wird, so daß er sein überschüssiges Wasser verliert. Nachdem sich der Frischschlamm in dem Querbassin abgc: etzt hat, wird derselbe zweckmäßig mit einer neuen Schicht 38 (s. Abb. 3) trockenen, aus Müll gewonnenen Celluloseinaterials abgedeckt. Der bei der Gärung des Frischschlanuns entweichende Stickstoff wird als flüchtiges Ammoniak in dieser Schicht 38 festgehalten, so daß keine wertvollen Dungstoffe aus dem Schlamm verlorengehen. Das Wasser, das sich von dem durch das entstehende Gas leichter «,-erdenden Schlamm trennt, läuft ebenfalls durch das Cellulosefilter und den Siebboden i i nach unten ab. Die in dem ablaufenden Wasser enthaltenen wertvollen Stoffe werden hierbei durch die Cellulosematerialschicht 37 festgehalten. Nachdem der Gärungsvorgang längere Zeit stattgefünden -liäf,-Täßf--man, um das Faulen des Schlammes zu unterbrechen, schwefelige Säure oder ein anderes geeignetes Gas oder eine Flüssigkeit unter Druck in die Rohrleitungen 12 eintreten, aus denen dann das Gas oder die Flüssigkeit nach oben heraustritt und durch den Frischschlamm hindurchtritt, was ein Unterbrechen des Faulens des Schlammes zur Folge hat. Der gesamte Inhalt des Bassins i, also der Schlammrückstand und die beiden Cellulosematerialschichten 37, 38, wird hierauf nach Ziehen der Verschlußschieber 13 in die Mischschnecke 14 abgelassen, und dem feuchten Material wird hierbei trockenes Celluloserohmaterial aus den Behältern 18 zugegeben. In der Mischschnecke 14 wird das Material durchgearbeitet und gelangt in die weitere Mischmaschine 39. In dieser Mischmaschine 39 wird dem Mischgut weiteres Celltiloserolimäterial aus dem Behälter 33, das aus dem Behälter 33 durch ein Kratzerband 4o entnommen ist, und ebenfalls eine große Menge des in dem Sehälter 26 enthaltenen pulverförmigen Feinmülls zugesetzt, das sich aus Asche und sonstigen mineralischen Bestandteilen zusammensetzt. Die Zufuhr dieser beiden Materialien erfolgt in einer derartigen Menge, daß man in der Mischmaschine 39 einen streufähigen Dünger erhält, der aber noch so viel Feuchtigkeit besitzt, daß er nicht staubt. Der fertige Dünger wird aus der Mischmaschine mittels eines Becherwerkes 41 an die Lagerstelle geführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus Fäkalien und Müll unter Verwendung von mit Siebböden versehenen Klärbassins, deren Siebböden mit Faserstoffen bedeckt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bedeckung der Siebböden der Klärbassins aus dem Müll durch geeignete Verarbeitung gewonnenes, verfilztes, rohbaumwollartiges Celluloserohmaterial benutzt wird und das gleiche aus dem 1Tü11 gewonnene Celluloserohmaterial allein oder gemeinsam mit dem bei der Verarbeitung des Mülls auf dieses Material anfallenden pulverförmigen Feintüll und Asche auch zur Trocknung des abgesetzten Schlammes benutzt wird. a. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Absetzen des Frischschlammes in den Klärbassins den Frischschlamm mit einer frischen Schicht von aus dem Müll gewonnenem, verfilztem Celluloserohmaterial abdeckt, die die aus dem Frischschlamm nach oben entweichenden flüchtigen Stoffe aufnimmt.
DEG64446D 1925-05-27 1925-05-27 Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels aus Faekalien und Muell Expired DE503147C (de)

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