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Steuereinrichtung für elektrische Apparate, insbesondere Motoren Die
Erfindung bezieht sich auf eine Steuereinrichtung für elektrische Apparate, insbesondere
auf @die Steuerung von Elektromotoren, ,die bei Kohlenschrämmaschinen Anwendung
finden. Sie betrifft besonders Anlagen, die einen Steuerschalter und einen damit
gekuppelten überwachungschalter in der Nähe des Motors, sowie einen entfernt davon
angeordneten Hauptschalter aufweisen, den .der Überwachungschalter so steuert, 'daß
der Steuerschalter von der Schließung und Unterbrechung von Kraftströmen völlig
entlastet ist.
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Gemäß der Erfindung wird die Schließung des Hauptschalters dadurch
herbeigeführt, daß der Überwachungschalter einen .Stromkreis .schließt, der über
einen Überwachungsleiter und ein Paar entfernt, z. B. am Hauptschalter,gelegene
Kontakte verläuft, die nur durch die vorangegangene Herstellung eines zweiten Stromkreises
"geschlossen werden können, der über einen oder mehrere Kraftstromleiter führt.
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Demnach ist die Schließung des Hauptschalters davon abhängig, daß
zunächst ein Vorbereitungskreis über einen Kraftstromleiter geschlossen ist, und
daß erst dann an Überwachungschalterkontakten, z. B. am Motorende, über die entfernt,
z. B. am Hauptschalter, ,gelegenen Vorbereitungskontakte ein zweiter Stromkreis
zustande kommt, der die Schließung des Hauptschalters ermöglicht.
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Bei der praktischen Ausführung der Erfindung kann die Arbeitspule
eines Relais, das im folgenden .als Schließschütz bezeichnet sei und das die Erregung
der Schließwicklung des Hauptschalters steuert, in. Reihe m:it einer elektrischen
Energiequelle, Kontakten eines anderen Relais (im folgenden als Hauptschütz bezeichnet),
dem Überw,achtru.gsleiter, Kontakten des Steuerschalters und einem Rückleiter (gegebenenfalls
Erde) angeordnet sein, so d,aß sie nur dann erregt werden und die Schließung des
Hauptschalters herbeiführen kann, wenn die Kontakte des Hauptschützes und des .Steuerschalters
geschlossen sind. Die Arbeitspule des Hauptschützes kann in Reihe mit .einer elektrischen
Stromquelle, ,mit einem der Starkstromleiter, mit anderen Kontakten des Steuerschalters
und einem Rückloit.er liegen, der wieder Erde sein kann. Um den Hauptschalter zu
.schließen, eist es deshalb notwendig, daß der Stromkreis des Hauptschützes geschlossen
wird, damit der Stromkreis des Schlileßsclhützes geschlossen werden kann.
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Da beim Ausschalten an den Kontakten des Hauptschalters ein Lichtbogen
entstehen und für einige Zeit andauern kann, ist dafür gesorgt, d;aß .eine Verbindung
des Stark-
Stromleiters mit dem Steuerkreis, zu dem das Hauptschütz,
.das Schließschütz und die Schließwicklung des Hauptschalters gehören, erst einige
Zeit nach Abnahme des .Stromes im Starkstromleiter auf einen bestimmten Wert entstehen
.kann.
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Die neue Steuereinrichtung für den Hauptschalter besteht mit anderen
Worten ,darin, daß zunächst ein Hauptschütz über einen Kreis @geschlossen wird,
der wenigstens einen der Starkstromleiter enthält, und daß danach ein zweites"d.
h. das Schließschütz über einen Kreis erregt wird, der Kontakte des Hauptschützes
enthält, so :daß das zweite oder Schließschütz .den Kreis der Schließwicklung des
Hauptschalters herstellt .bzw. :seine Herstellung vorbereitet.
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Gemäß Abb. i wird der 'Strom über die .drei Stark- oder Kraftstromleiter
i, 2, 3 einem durch .strichpunktierte Linien angedeuteten :Schaltkasten io zugeführt.
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Ein vierter Leiter 4, der von einem Teil des die Leiter i, 2, 3 enthaltenden
Kabels gebildet sein kann, ,dient zur Erd:ung des Schaltgehäuses io. Jeder Leiter
i, 2, 3 ist in einer oder mehreren Windungen um .einen Schenkel eines punktiert
bei 5 angedeuteten geschlossenen Eisenkernes herumgelegt. Auf einem Schenkel idlieses
Eisenkernes 5 ist ferner eine Wicklung 6 angeordnet, .die in Reihe mit ,der Arbeitswicklung
7 eines Stromverlustrela.is liegt, das anspricht, wenn Stromverlust @in einer der
drei Phasen der Zufuhrleitung eintritt. Die drei Leiter i, 2, 3 .sind mit den festen
Kontakten i i bis 13 des Hauptschalters verbunden, dessen feste Gegenkontakte 14,
15, 16 mit Steckkontakten 17, 18, 19. In den Leitungen zwischen den Gegenkontakten
14 und 17 und zwischen den Kontakten 16 und i9 sind Arbeitswicklungen 121 und 122
eines überstromrelais angeordnet.
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Die Kontakte 17, i8, i9 werden vorzugsweise mittels dreier Leiter
eines Fünfleiterkabels mit Steckkontakten 21, 22, 23 am Gehäuse 2o eines Steuerschalters
verbunden, der als Dreiphasenumschalter .dargestellt ist. Die Kontakte 21, 22, 23
sind mit .den drei beweglichen Kontakten 24, 25, 26 des Umschalters verbunden. Diese
beweglichen Kontakte wirken mit festen Kontakten 29, 30; 31, 32 und 33, 34 zusammen.
Diese Kontakte sind mit den Wicklungen 35 bis 37 eines Dreiphasenmotors in
üblicher Weise verbunden.
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Zum Zweck .der des Hauptschalters dient ein Überwachungschalter am
Motorende .des Kabels mit beweglichen Kontakten 28, 70 und festen Kontakten 38,
39 und 3z. Der bewegliche Kontakt 28 wird durch die gleiche Stange 40 angetrieben,
.die die beweglichen Kontakte 24, 25, 26 steuert; infolgedessen bewegt er sich mit
diesen. Auch der bewegliche Kontakt 70 wird von der Stange4o :bewegt, jedoch
durch eine Totgangvorrichtung 72, die ,aus einem Stift am Kontaktarm 70 !und einem
Schlitz in :der Stange 40 bestehen kann. Die festen Kontakte 38 und 39, die mit
dem beweglichen Kontakt 28 des überwachungschalters zusammenarbeiten, sind an das
Gehäuse 2o angeschlossen, ebenso ist der mit .denn beweglichen Kontakt 7o zusammenarbeitende
feste Kontakt 71 .in ]eitender Verbindung mit dem Gehäuse 2o. Das Gehäuse 2o ist
mit dem Gehäuse io ,durch Steckkontakte 41 und 42 :und einen Leiter des Fünfleiterlabels
in Verbindung. Dieser Leiter kann durch .die Kabelarmatur oder durch einen Kern
oder durch eine Kombination beider .gebildet wenden; .somit werden Gehäuse 2o .und
Kontakte 38, 39 und 71 mit Erde verbunden gehalten.
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Die Schaltkontakte 24, 2-5,:26 und d.ieÜberwachungschaltkontakte 28
und 70 werden mittels der Stange 40 von einem Handhebel 6o aus gesteuert.
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UraNiederspannungsenergie für dieSteuerkrei,se und die überwachungschalter
zu haben, ,ist die Primärwicklung 43 eines Abwärtstransformators über eine Schmelzsicherung
45 an den Leiter 2 und mit dem anderen Ende über die normal geschlossenen Kontakte
56 .des Überstromrelais, die normal geschlossenen Kontakte 55 des Stromverlustrelais
7 und über eine Schmelzsicherung 144 an den Leiter i geschaltet. Um das Vorhandensein
einer Spannung an den Zufuhrleitern i, z und 3 anzuzeigen, .ist eine rote Signallampe
74 .in Reibe mit einem Widerstand 75 zwischen die Schmelzsicherungen 45 .und 144
,gelegt.
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Ein Ende der Sekundärwicklung 46 des Abwärtstransformators ist durch
einen O.uecksilberkippschalter 76 mit dem Gehäuse ro verbunden. Dieser Quecksilberkippschalter
unterbricht :die Verbindung, wenn .das die Apparate enthaltende Gehäuse über einen
bestimmten Betrag hinaus gegen seine normale Vertikallage gekippt wird. Das andere
Ende .der 'Sekundärwicklung des Transformators ist über die Arbeitspule 77 eines
Hauptschützes, eine Schmelzsicherung 78, normal geschlossene Kontakte 79 eines Lichtbogenbildungsrelais
und über die Steckkontakte i9, 23 mit dem beweglichen Kontakt 72 .des Überwachungschalters
verbunden. Der Kontakt 72 berührt, wenn der Steuerschalter in seiner normalen Ausschaltlage
ist, den festen Kontakt 71 und vollendet somit den Stromkreis über @die Arbeitspule
77 des Hauptschützes; dies ist infolgedessen erregt, wenn sich der Steuerschalter
.in .der Ausschaltstellung 'befindet.
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Ein zweiter Stromkreis führt von der Sekundärwicklung
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über Kontakte 8o des Hauptschützes, die geschlossen sind, wenn die Arbeitspule 77
erregt ist, weiter über die Wicklung 47 des Schließschützes ,zum Steckkontakt 48-
und über den Überwachungsleiter zum Steckkontakt 49, der mit .dem beweglichenKontakt
28 des überwachungschalters-in Verbindung steht. Parallel zur Spule 47 ist eine
weiße Signallampe 81 angeordnet, um anzuzeigen, wann diese .Spule -erregt .ist.
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Von .der Schmelzsicherung 45 :des Leiters 2 führt ein Stromkreis über
die Schließspule 5o des Hauptschalters, über die Kontakte 82 des Hauptschützes,
die offen .sind bei erregter Arbeitswicklung 77 und geschlossen bei aberregter Arbeitswicklung
77, sowie über die Kontakte 52 des Schließschützes zur ,Sicherung 144 :des Leiters
i. Ein Paar Kontakte 83 am Schließschütz liegen parallel zu den Kontakten 8o, so
daß bei Erregung der Arbeitswicklung 47 die Kontakte 83 den Kreis über die Arbeitspule47
auch dann geschlossen halten, wenn durch Aberregun@g der Arbeitspule 77 des Hauptschützes
die Kontakte 8o geöffnet sind.
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Beim Anlassendes Motors 35, 36, 37 wird der Hebel 6o so bewegt, ,daß
zuerst die Umschalterkontakte 24, 25 und 26 die zugehörigen Kontakte 29, 3 i und
33 berühren. Dann wird der Hebel 6o weiterbewegt, bis der Kontakt 28 des Überwachungschalters
seinen zugeordneten Kontakt 38 berührt. Während dieser ,ganzen Zeit ist der Kontakt
7o des Überwachungschalters in Berührung mit seinem Kontakt 71, somit ist
die Wicklung77 des Hauptschützes unter Strom"d.ie Kontakte 8o also geschlossen :und
die Kontakte 82 offen. Wenn der Kontakt 28 ,seinen festen Gegenkontakt 39 berührt,
wird der Kreis für die Arbeitspule 47 ,des Schließschützes geschlossen, und die
Lampe 8 i brennt. Die Erregung der Arbeitspule 47 schließt die Kontakte 83, die
..den Kontakten 8o parallel ,sind, und .schließt ferner die -im Kreise der Arbeitswicklung
5o des Hauptschalters liegenden Kontakte 52. Die Arbeitswicklung 50 ist aber noch
nicht erregt, weil die Kontakte 82, die ebenfalls in ihrem Kreise liegen, noch geöffnet
sind. Die Bewegung des Hebels 6o dauert an, bis der Kontakt 70 ,des Überwachungschalters
seinen zugeordneten Kontakt 71 verlassen hat und dadurch den Kreis über die Wicklung
77 :des Hauptschützes unterbricht, das dann alberregt wird. Di.e-Kontakte 82 im
Kreise der Arbeitswicklung 5o des Hauptschalters werden dadurch geschlossen, und
die ;Schließspule 50 wird erregt und :schließt den Hauptschalter. Gleichzeitig
werden die im Kreise mit :der Wicklung 47 des Schließrelais angeordneten Kontakte
8o geöffnet, und die Spule 47 wird, wem sie aus ,irgendeinem Grunde stromlos geworden
ist, nicht wiedererregt werden können, außer durch eine neue Erregung der Arbeitswicklung
77.
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Sobald :der Hauptschalter sich zu schließen beginnt, werden durch
eine mechanische Verbindung, die als ein Hebelsystemgo dargestellt ist, die Kotakte
79 des Bogenbildungsrelais geöffnet. :und :dadurch die Verbindung zwischen Kraftleiter
3 und Steuerstromkreis getrennt.
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Falls Überlastung eintritt und das Ü.berstromrelais erregt wird, :das
mit einer Dämpfeinrichtung 57 ausgerüstet ist, um ihm eine umgekehrte Zeitverzögerungscharakteristik
zu geben, werden die Kontakte 56 geöffnet und dadurch .der Kreis :der Primärwicklung
43 des Transformators unterbrochen. Infolgedessen wird, die Arbeitswicklung 47 des
Schließschützes aberregt, was zu einer öffnung der Kontakte 52, Aberregung der Arbeitswicklung
5o und Öffnung ödes Hauptschalters führt. Ebenso wird der Ausschalter geöffnet,
wenn die Kontakte 55 durch Erregung der Spule 7 ,des .Stromverlustrelais geöffnet
werden. Wenn das den Ausschalter enthaltende Gehäuse io über ein bestimmtes Maß
hinaus gegen seine Normalstellung gekippt wird, so öffnet, wie schon bemerkt, der
Kippschalter 76 ,den Kreis .der Sekundärwicklung 46 .des Transformators und bewirkt
dadurch ebenfalls eine Aberregung der Spule 47, so daß die öffnung .des Hauptschalters
herbeigeführt wird.
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Ersichtlich ,ist ,die Arbeit der Anlage, wenn sie für Lauf in ,umgekehrter
Richtung angelassen wird, ähnlich der oben beschriebenen, nur das ,der Hebe16o abwärts
bewegt wird, um zu bewirken, d:aß die beweglichen Kontakte24, 25 und 26 des Steuerschalters
die zugeordneten Kontakte 30, 32 und: 34 treffen und der Kontakt 28 des Überwach:ungschalters
:den zugeordneten ,Kontakt 39.
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Soll der Motor stillgesetzt werden oder soll er während des Laufes
z. B. @in Vorwärtsrichtung umgeschaltet werden, so wird der Hebel 6o abwärts ,bewegt,
bis der Überwachungkontakt 28 vom zugeordneten: Kontakt 38 freikommt. Dadurch wird
die Spule 47 des Schließschützes al#ernegt, und die Kontakte 52 werden zwecks Einleitung
der öffnung .des Hauptschalters geöffnet. Danach iberührt tierbewegliche Kontakt
70 des überwachungschalters den zugeordneten Kontakt 71 und verbindet einen :der
Kraftleiter m:it Erde. Ist der Stromkreis vom Hauptschalter nicht völlig ,unterbrochen,
so wird ein. Strom :durch die Spule gi fließen, und das Bogenbil:dun.gsrelais wird
ansprechen. Infolgedessen werden die Kontakte 79 geöffnet und verhindern die Verbindung
des Kreises :der Arbeitspule
77 des Hauptschützes zum Kraftleiter.
Ist der .Strom dm Kraftleiter unter einen bestimmten Wert gesunken, :so werden die
Kontakte 79 -des Bogernbildungsrelais geschlossen und das Hauptschütz 77 erregt.
Dieses schließt die Kontakte 8o und 82, Um das Wiederanlasser des Motors entweder
für Vorwärts- oder Rückwärtslauf voi`zuber eiten. Wird der Hebel 6o in seine .endgültige
Ausschaltlage gebracht, so werden die Kontakte 24, 25 und 26,des Steuerschalters
von ihren zugeordneten Kontakten29, 31 und 33 getrennt. Eine weitere Abwärtsbewegung
des Hebels leitet die Vorgänge zum Anlassendes Motors in, ;umgekehrter Laufrichtung
ein, ähnlich wie schon beschrieben.
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Es ist klar, daß beim A mlassen die Steuerschalterkontakte ,geschlossen
werden, bevor eine Möglichkeit besteht, daß der Hauptschalter geschlossen Ist; somit
wird vom Steuerschalter eine keine Starkstrom führende Leitung .geschlossen. In
gleicher Weise bleiben beim Stillsetzendes .Motors die Kontakte des Steuerschalters
,geschlossen, bis der Hauptschalterkreis ;geöffnet -ist; infolgedessen wind auch
eine .keinen Starkstrom führende Kraftleitung am Steuerschalter unterbrochen.
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Die einzigen stromführenden Kreise, die vom Steuerschalter hergestellt
und unterbrochen werden, sind überwachungkreise, 2n denen: eine genügend niedere
Spannung verwendet werden kann, um eine Lichtbogenbild:ung zu verhüten, und in denen
auch die Stromstärke .sehr gering ist.
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Weiter ist erkennbar, daß der Stromkreis des Hauptschalters, wenn
er ,aus irgendeinem anderen Grunde als durch Bewegung des Hebels 6o in seine Ausschaltlage
gekommen ist, nachher nicht wieder geschlossen wenden kann, außer durch Rückführung
des Hebels 6o im die Ausschaltlage -und Ermöglichung der Wiedererregung ges Hauptschützes.
Weiter ist ersichtlich, .d:aß der Hauptschalter nur ;geschlossen werden kann, wenn
die Erdverbindung und der Überwachungsleiter zwischen .Steuerschalter und Ausschaltergehäuse
in Ordnung sind. Weiter bietet die Erdung des Kraftleiters bei dem in der Ausschaltlage
befindlichen Hebel 6o Sicherheit dafür, @daß keine Möglichkeit besteht, den Hauptschalter
unter :diesen Umständen geschlossen zu halten, weil unter den ,gegebenen Voraussetzungen
entweder das Stromverlustrelais .oder das Überstromrelais sofort zur Wirkung kommen
müßte lind den Ausschalter öffnen würde.
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Um die Steuereinrichtung so ,sicher und zuverlässig wie möglich zu
machen, kann der Anker des Überstromrelais in eine Beziehung zu dem Deckel :des
Gehäuses io :gebracht werden, so daß die Kontakte 56 nur geschlossen werden können,
wenn der Deckel des Gehäuses io nichtig :geschlossen ist. Wenn ferner eine'Einrnchtung
zur Öffnung des Hauptschalters unabhängig vom Steuerschalter gewünscht wird, kann
ein Schwinghobel oder Handgriff durch .die Wand des Gehäuses io herausgeführt werden,
der auf ,den Anker des Überstromrela.iseinwirkt, ,so daß durch ihn die Kontakte
56 geöffnet werden können.
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Die Ausführung nach Abb. 2 ist sehr ähnlich der nach Abb. i;,der Unterschied
besteht nur in der Weglassung der ,Signallampen 74, 81 und des Widerstandes 75,
in der Zufügung eines besonderen Anlaßschalters oder Druckknopfes ioo im Kreis der
Primärwicklung 43 des Abwärtstr.ansformators und in Änderungen im Platze des Bogenbil@dün:gsrelais
79 bis 9i rund des Kippschalters 76. Die Arbeitspule 9i .des Bogenbildungsrelais
ist im Kraftleiter 3 ,angeordnet, so daß die Wicklung 122 des Überstromrelais zwischen
ihr und dem Ausschalter liegt; der Anker des Bogen!bild,ungsrelais ist natürlich
mechanisch in Beziehung zu dem Ausschalter gebracht. Der Kippschalter 76 ist von
dem Sekundär- auf den Primärkreis des Abwärtstransformators verlegt worden. Die
Arbeitsweise der Anordnung ist der Ausführung nach Abb. i hinreichend ähnlich,-so
daß eine Einzelbeschreibung unnötig erscheint.
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Bei der Ausführung .nach Abb.3 ist die Anordnung der Kraftkreise des
Steuerschalters ,gleichfalls ähnlich der schon an Hand der Abb. i und 2 beschriebenen
Anordnung. Die Steuerkreise aber sind so abgeändert"daß die einen Totgang zulassende
Vorrichtung in Wegfall leommt. Der Kontakt7i ist so kurz, daß .der bewegliche Kontakt
70 ihn nur in der Ausschaltlage des ,Handhebels 6o berührt. Die bei der Ausführung
nach Abb. i und 2 am Hauptschalter vorhandenen Kontakte 82 fehlen, und das Hauptschütz
ist mit einem Dämpfun,gszylinder ioi -ausgerüstet, durch .den es eine Verzögerung
erhält. Der Stromkreis der Arbeitswicklung 77 des Hauptschützes führt von der Sekundärwicklung
q.6 .des Abwärtstransformators über die Arbeitsspule 77, die Kontakte 79 des Bogenbildungsrelais,
die :Steckkontakte i9 und 23 und eine Kraftader des Kabels zum beweglichen Kontakt
7o des Ü!berwachungschalters und von hier über den zugeordneten Kontakt
71 zum Gehäuse 2o. Der Kreis der Spule 47 des Schließschützes führt von der
Sekundärwicklung 46 des Abwärtstransformators über Kontakte So des Hauptschützes,
Spule 47, Steckkontakte 48 und- 49 und .den Überiva.chungsIeiter zum beweglichen
Kontakt 28 des überwachungschalters, von hier über den zugeordneten Kontakt 39 zum
Gehäuse 2o. Der ,Stromkreis für -die Schließwicklung 47
des Hauptschalters
führt von der Sicherung 144 über Wicklung 5o und Kontakte 52 zur Sicherung 45.
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Soll der Motor -in Tätigkeit :gesetzt werden, so werden mittels des
Hebels 6o die Kontakte 24 bis 26 entweder auf die zugeordneten Kontakte für denVorwärts-
oder für den Rückwärtsgang gestellt. Dabei wird der Kontakt 7o des Überwachungschalters
vom zusammenwirkenden Kontakt 71 abgehoben und unterbricht dadurch den Stromkreis
der Hauptschützwickl.ung 77. Da das Hauptschütz mit einer Verzögerung ausgestattet
ist, öffnet es die Kontakte 8o nicht sofort. Wenn der Handhebel 6o weiterbewegt
wird, so trifft der Kontaktarm 28 ,des Überwach.ungschalters den einen oder .anderen
der festen Kontakte 38 oder 39 und schließt den Kreis der Schließwicklung 47, das
Schließschütz spricht an und schließt die Kontakte 52 und 83. Die Schließung .der
Kontakte 52 bewirkt Erregung der Schließspule 5o des Hauptschalters, der infolgedessen
geschlossen wird. Dieser SchließYorgang öffnet durch mechanische Verbindung den
Kontakt 79 zwecks Abtrennung des Kraftleiters vom Stromkreise der Arbeitspute 77
des Hauptrelais. Die Kontakte 83 sind parallel zu .den Kontakten 8o :geschaltet
,und halten den Kreis der Arbeitseule 77 aufrecht, nachdem das Hauptschütz :seine
Kontakte 8o geöffnet hat.
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Läuft der Motor und wünscht man ihn stillzusetzen, so wird der Hebel
6o .aus seiner Vorwärts- oder Rückwärtsstellung auf die Ausschaltstellung gebracht,
und der bewegliche Kontakt 28 des Überw,achungschalters wird zunächst von den; zugehörigen
festen Kontakten 38 oder 39 abgehoben, um den Stromkreis der Arbeitseule 47 des
.Schließschützes zu unterbrechen. Dieses wird aberregt, öffnet seine Kontakte 52
und unterbricht den Kreis der Schließwicklung 50 des Hauptschalters. Dieser beginnt
dann sich. zu öffnen. Wenn der Hebel 6o weiterbewegt wird, so verlassen die Kontaktarme
24, 25, 26 des Steuerschalters :die zugehörigen festen Kontakte, und .der bewegliche
Kontakt 70 des Überwachungschalters erreicht den festen Kontakt 71; dadurch verbindet
er einen der Kraftleiter mit Erde. Wenn,der Hauptschalter den .Kraftkreis völlig
unterbrochen hat, so .ist der Erregungskreis des Bogenbildungsrelais 9i aberregt,
und die Kontaktre 79 sind geschlossen, so @daß die .Spule 77 des Hauptschützes unter
Strom ist. Hat dagegen der Hauptschalter .die Kraftkreise nicht völlig unterbrochen
,und besteht ein Lichtbogen zwischen den Kontakten 13 und 16 sowie dem Überbrückungsstück,
so ist die Spule 9i des Bogenbildungsrelais noch erregt, und die Kontakte 79 bleiben
offen, so daß die Verbindung der Spule 77 des Hauptschützes mit :dem Kraftleiter
verhindert wird. Da weiter der Kraftleiter jetzt über die Steuerkontakte
70 und 71 an Ende liegt, wird die Spule 7 des Stromverlustrelais ansprechen
und die Kontakte 55 öffnen. Ferner wird die Spule 122 des überstromrelais erregt
sein, so daß die Kontakte 56 offen sind. Somit ist die Energiezufuhr zur Primärwicklung
43 des Transformators unterbrochen.
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Die Erfindung ist vorzugsweise anwendbar auf ,die ;Steuerung der Elektromotoren
für Schrämrnaschinen und anderer in KohlenflGzen verwendeterEinrichtun:gen. DerHauptschalter
wird zweckmäßig als .sogenannter Streckenendschalter ausgeführt werden, während
der Steuerschalter ,auf .den Schrämmasch.inenrahmen angeordnet wird. Der Streckenendschalter
kann dann ,mit (lern Steuerschalter durch ein fünfadriges Schleppkabel mit Steckkontaktanschlüssen
an den Enden verbunden werden.
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.Die -angegebenen. Schaltungen sind nur als beispielsweise Ausführiungen
des Erfindungsgedankens anzusehen.